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Eurozone steuert auf neue Rezession zu

07.08.2012 | 18:25 |   (Die Presse)

Italiens Wirtschaft schrumpft erneut, starkes Auftragsminus in Deutschland.

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Rom/Berlin/Ag. Was viele befürchtet haben, droht Wahrheit zu werden: Die Eurozone dürfte im Sommer zum ersten Mal seit dem Krisenjahr 2009 wieder in die Rezession rutschen.

Die drittgrößte Volkswirtschaft, Italien, schrumpfte im Frühjahr das vierte Quartal in Folge. Auch über der lange gegen die Folgen der Schuldenkrise immun wirkenden deutschen Industrie ziehen dunkle Wolken auf: Ihre Aufträge schrumpften im Juni so stark wie seit Herbst 2011 nicht mehr.

In Italien sehen Experten den Hauptgrund für die Misere in den harten Spar- und Steuermaßnahmen der Regierung. Die Regierung Monti setzte Ende 2011 ein Paket im Umfang von mehr als 20Mrd. Euro durch – vor allem Steuererhöhungen. Private wie staatliche Investitionen und Konsumausgaben sind stark gefallen. Der Einzelhandelsverband geht davon aus, dass 2012 die Konsumausgaben pro Kopf so stark zurückgehen wie noch nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

In der deutschen Industrie fielen die Aufträge im Juni um unerwartete starke 1,7 Prozent. Analysten hatten nur mit einem Minus von einem Prozent gerechnet.

Zu den Zahlen passt eine gestern präsentierte Umfrage von Kloepfel Consulting, wonach 60 Prozent der Manager in Österreich, der Schweiz und Deutschland „besorgt“ über die wirtschaftliche Entwicklung in Europa sind. 15 Prozent der befragten 319 Führungskräfte befürchten eine europaweite Rezession.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.08.2012)

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13 Kommentare

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....jetzt geht´s abwärts.

"15 Prozent der befragten 319 Führungskräfte befürchten eine europaweite Rezession"

Da sieht man wieder einmal, dass Unternehmensführer eine Rezession erst erwarten, wenn sie schon vorbei ist.
Folge: Überinvestitionen, Überkapazitäten, Pleiten, Arbeitslose.
Sie werden halt auch laufend von den Notenbanken und Politikern in die Irre geführt...

Führungskräfte sind keine Hellseher...


...sondern deren Einschätzung resultiert aus betriebswirtschaftl. Kennzahlen.

Und jeder Mensch-also auch sie- hat die Möglichkeit sich zu informieren, damit er sich nicht Irre führen lassen muß.


Sozis aller Parteien - die Superreichen danken Euch so sehr!!!

Dank Eurer Politik des billigen Geldes/Nullzinspolitik haben wir riesen Gewinne auf unser:

* Gold
* Immobilien
* Aktien
* Rohstoffe
* deutsche und amerikanische Anleihen

Danke!!!! Wir werden Euch wieder wählen!

Gast: Xiongerl
08.08.2012 07:43
4 0

in Österreich spart der Bund

aber es sparen nicht die Länder und Gemeinden. Die Probleme sind überall die selben, ob nun in Griechenland, in Spanien, in Italien, oder auch in Deutschland. Ich kann mich erinnern, dass vor 2 Jahren im Economist ein Artikel über das "böse" Deutschland war, das sich wirtschaftlich von Europa entkoppelte und, man stelle sich vor, hauptsächlich ausserhalb der EU exportierte, und, asozial wie die Deutschen nun mal sind, dort den Franzosen und Italienern Marktanteile wegnahmen. Also, die Deutschen müssen die Olivenrepubliken nicht finanzieren, um ihre Wirtschaft in Schwung zu halten. Wichtiger sind für die Deutschen die USA und China. Was wir aber alle machen müssen: diese unseeligen Föderalismusstrukturen aufbrechen. Die kosten kosten kosten. Lieber 200.000 öffentliche Angestellte mit Sozialhilfe durchfüttern, als mit Steuergeldern das 3-fache für nicht-produktive Arbeit zu bezahlen. Was hat man z.B. von Halbtageskindergärten, wenn die Frau dann erst recht nicht arbeiten gehen kann? Entweder man macht es g'scheit, oder man lässt es bleiben.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
08.08.2012 09:58
0 0

Re: in Österreich spart der Bund AUCH NICHT!

Nur Bund:
https://www.bmf.gv.at/budget/akthh/2012/201206hauptueberblicke.htm

Periode Jan- Juni 2012, Vergleich zum Vorjahr:
Ausgaben:....35.797,9 Mio. Euro (+4,7%!)
Einnahmen:...29.501,6 Mio. Euro (+0,7%)

Defizit:...6.296,3 Mio. Euro (6 Monate!). Das sind +28% zum Vorjahr!

Das Defizit läuft sowohl dem Wirtschaftswachstum, als auch der Teuerungsrate weit davon, der Staatshaushalt wird bald kippen müssen.

Dazu kommen bald, noch nicht gebucht, die ÖBB Probleme, die Bankenprobleme (ÖVAG, HGAA, Kommunalkredit) und vielleicht noch ein leichter Wirtschaftsabschwung. Dann kann es sehr schnell gehen, genauso schnell wie in P und GR.

Die Parteibonzen sehen die öff. Gelder (=die Leistungen der anderen Österreicher) als deren privates Eigentum und räumen die Kassen in allen Bereichen und auf allen Ebenen nur noch aus.

Bei einer Gesamtbetrachtung der Staatsausgaben (inkl. SV) geht es um jährliche Staatsausgaben von fast 160 Mrd. Euro, also irre 44.000.- Euro pro Haushalt.

Der Wahnsinn, besonders bei Länder, Gemeinden, ist der zunehmende Auslagerungs- und Leasingfinanzierungswahnsinn, welcher ja nirgends gezeigt wird.

Sparen einmal anders.

Vor vielen vielen Jahren hat "Sparen" mit einem Wort einen Vorgang beschrieben, bei dem man weniger Geld ausgibt als man einnimmt.

Heute ist alles weit komplizierter, da gibt es sogar ein einnahmenseitiges Sparen. Abgesehen davon, dass einnahmenseitig nur Räuber und Plünderer sparen können, bleibt auch beim einnahmensaitigen Sparen nicht mehr über als man raubt und plündert. Im Gegenteil die Defizite wachsen weiter.

Jetzt könnte man meinen, dass Menschen mit ein wenig Hausverstand dieses einnahmenseitige Sparen für wenig erfolgreich ansehen und wieder zur guten alten Form von "Sparen" zurückkehren - Leider fehlt es unseren Pokitikern an diesem Hausverstand und so werden die Räder bald wieder laufen,die Räder der Notenpressen, nicht die der Realwirtschaft.

Re: Sparen einmal anders.

Ich denke nicht das es allen unseren Politikern an diesem Hausverstand fehlt, sie haben nur keinerlei Chancen gewählt zu werden. Denken Sie doch nur einmal an die letzten Nationalratswahlen!

Re: Sparen einmal anders.

Das mit dem "rauben und plündern" hätte niemand besser ausdrücken können. Genau das machen die Staaten mit ihrer Wirtschaft und ihren Bürgern.

Gast: stranger56
07.08.2012 19:50
1 0

Dumm aus der Wäsche ....

Alles normal. Wenn man verlangt das die Länder sparen sollen und die dann den Bürgern das Einkommen reduzieren, tja dann darf man nicht dumm aus der Wäsche gucken wenn sie sparen!!!!

Gast: 1. Parteiloser
07.08.2012 19:01
6 0

Ein Erfolg des "einnahmenseitigen Sparens"!

Wie im Artikel beschrieben ist in Italien ein einnahmenseitiges Sparpaket über 20 Mrd. Euro wirksam. Das bedeutet nichts anderes, als dass diese Gelder der Realwirtschaft noch mehr entzogen werden um die geschützten Bereiche der Staatlichkeit zu finanzieren. Auch in Italien sind die Staatsausgaben ja auch 2012 wieder gestiegen. Diese Umverteilung von Leistungen aus der Realwirtschaft zur Staatlichkeit musste doch die Realwirtschaft schädigen, ging doch gar nicht anders.

In Griechenland geht es schon seit 3 Jahren ums einnahmenseitige Sparen, die Staatseinnahmen konnten dadurch auch auf schöne 40% vom BIP gehoben. Nur, die Staatsausgaben sind noch immer viel zu hoch, weil dieser Bereich einfach nicht unter Kontrolle gebracht worden ist.

In Spanien kommt das gleiche Spiel, allerdings greifen die nun auch bei den Staatsausgaben hin, welche dann bei der BIP Berechnung die staatlichen Dienstleistungen auch noch als Auswirkung eine geringere Wirtschaftsleistung zeigen.

In Frankreich wurden die gleichen Versuche zum einnahmenseitigen Sparen unternommen, die Rezession ist auch dort schon über die Schwelle getreten.

Das Sparpaket der Regierung in Österreich geht auch vorwiegend in die Richtung des einnahmenseitigen Sparens, die Ausgaben des Bundes sollen ja auch 2012 um satte 4,9% steigen. Würde man die kalte Progression auch berücksichtigen, dann würde Österreich zum mehr als 80% einnahmenseitig Sparen.

Auch in D mit der kalten Progression!

So muss eine Rezession kommen!

Re: Ein Erfolg des "einnahmenseitigen Sparens"!

Ist ja bei uns nicht anders - als die Einnahmen 2011 unerwartet stiegen wurden sofort auch die Ausgaben erhöht. Also auch bei uns ein "Sparpaket" auf Kosten der Privatwirtschaft.

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
08.08.2012 09:56
0 0

Re: Re: Ein Erfolg des "einnahmenseitigen Sparens"!

Österreich hat dieses "einnahmenseitige Sparen" sogar noch stärker gemacht als viele andere Länder. Das geht in Ö soweit, dass die Abgabenquote bei einer Gesamtbetrachtung vielleicht schon 2012 die Schallmauer von 50% durchbrechen wird. Betreffend Abgabenquote wird Österreich dann nur noch von Frankreich übertroffen. Bei den laufenden Staatsausgaben pro Einwohner / pro Haushalt hat Österreich den Rest der Eurozone schon lange hinter sich gelassen und liegt auch schon höher als es kommunistische Lände, mit einer 100%igen Planwirtschaft, können.

Nur Bund:
https://www.bmf.gv.at/budget/akthh/2012/201206hauptueberblicke.htm

Periode Jan- Juni 2012, Vergleich zum Vorjahr:
Ausgaben:....35.797,9 Mio. Euro (+4,7%!)
Einnahmen:...29.501,6 Mio. Euro (+0,7%)

Defizit:...6.296,3 Mio. Euro (6 Monate!). Das sind +28% zum Vorjahr!

Das Defizit läuft sowohl dem Wirtschaftswachstum, als auch der Teuerungsrate weit davon, der Staatshaushalt wird bald kippen müssen.

Dazu kommen bald, noch nicht gebucht, die ÖBB Probleme, die Bankenprobleme (ÖVAG, HGAA, Kommunalkredit) und vielleicht noch ein leichter Wirtschaftsabschwung. Dann kann es sehr schnell gehen, genauso schnell wie in P und GR.

Ös Planwirtschafter sind eigentlich auch am Ende, es fehlt nur der Gang zum Insolvenzverwalter. Die Regierung wird aber erst dann gehen, wenn kein Mensch mehr die Staatsanleihen zeichnet.

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