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S&P senkt Ausblick für Griechenland auf "negativ"

08.08.2012 | 07:18 |   (DiePresse.com)

Die Ratingagentur geht davon aus, "dass Griechenland 2012 zusätzliche Finanzhilfen aus dem EU/IWF-Programm benötigen wird".

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Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat den Ausblick für die Kreditwürdigkeit Griechenlands auf "negativ" gesenkt. Das Land werde vermutlich weitere Hilfen benötigen, teilte die US-Agentur am Dienstagabend mit. "Nach der verzögerten Umsetzung von Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung und einer Verschlimmerung der griechischen Wirtschaftslage gehen wir davon aus, dass Griechenland 2012 zusätzliche Finanzhilfen aus dem EU/IWF-Programm benötigen wird", hieß es in einer Erklärung.

Für den Zeitraum 2012 bis 2013 geht S&P nun von einem Schrumpfen der griechischen Wirtschaft von zehn bis elf Prozent aus, verglichen mit den EU/IWF-Schätzungen von vier bis fünf Prozent.

>>> KARTE: Die Kreditwürdigkeit der EU-Länder

Griechen-Anleihen hoch spekulativ

S&P bestätigte das Rating "CCC/C" für Griechenland. Damit gelten die Anleihen des Landes als hoch spekulativ. Anfang Mai hatte S&P die Kreditwürdigkeit Griechenlands auf "CCC" hinaufgestuft von "vorübergehendem Zahlungsausfall". Dabei war der Ausblick mit "stabil" benotet worden.

Am Sonntag hatten die internationalen Geldgeber Griechenland Fortschritte bei den Sparbemühungen bescheinigt. In einer gemeinsamen Erklärung von EZB, EU-Kommission und IWF hieß es, die Gespräche über eine Umsetzung des Sparprogramms seien produktiv verlaufen. Es bedürfe jedoch einer stärkeren Anstrengung, um die gesetzten Ziele zu erreichen.

VIDEO: Schlechte Aussichten für Griechenland

‪Trotz eines weiteren Sparpakets senkt die US-Ratingagentur Standard & Poor's den Ausblick für das Land von "stabil" auf "negativ".

Griechen-Sparpaket noch nicht fertig

Von dem für September erwarteten Bericht der sogenannten Troika ist die nächste Auszahlung von Hilfen aus dem Rettungsprogramm abhängig. Vor einigen Tagen einigten sich die Koalitionsparteien in Athen auf ein weiteres Sparpaket von 11,5 Milliarden Euro.

Der griechische Finanzminister Yannis Stournaras erklärte am Dienstag jedoch, dass das geplante neue Sparpaket noch nicht endgültig ausgearbeitet sei. Von den vorgesehenen Einsparungen von 11,5 Milliarden Euro in den Jahren 2013 und 2014 fehlten noch 3,5 bis vier Milliarden Euro, sagte er in Athen. Die neuen Einsparungen sind eine Forderung der Gläubiger des hoch verschuldeten Landes im Gegenzug für neue Milliarden-Hilfen. Ohne diese neuen Hilfen droht Griechenland die Staatspleite.

(APA/Reuters/AFP)

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44 Kommentare
 
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einzig hilfreiche Alternative zu der bestehenden Situation

auflösen der Union und ein Neustart aber erst, nachdem ! geklärt wurde, wer in einem Währungsraum überhaupt etwas zu verlangen (auch zu bieten) hat !!!

Auch ein auflösen/verringern der aufgeblähten Verwaltung, welche ja erst solch Lichtgestalten wie Strasser und Co hervorbringen konnte, müsste als Vorraussetzung gelten.

Pressechat mit Ökonomen Streissler

Mag. Robert Cvrkal:
Nachdem Griechenland die laufenden Ausgaben (ohne Zinsen und Schuldentilgung) nicht aus seinen laufenden Einnahmen bestreiten kann sind weitere Schuldenschnitte unvermeidbar (z.B. sieht der IWF einen weiteren Schuldenschnitt als notwendig an). Bestätigen sie die Aussage, dass es sich bei Kosten im Falle eines GREX IT im wesentlichen um jene Gelder, die die Griechen schon haben und die sowieso verloren sind?

Donnerstag, den 9. August 2012 11:34

Erich Streissler: Ja, ich bin vollkommen dieser Meinung, aber füge noch hinzu: Man muss sich über die historische Situation Griechenlands klar sein. In den gut 180 Jahren des selbstständigen Bestehen ist Griechenland bereits sechs Mal in Bankrott gegangen und ist dabei zum 7. Mal in den Bankrott zu gehen. Griechenland hat den zahlenmäßig höchsten Bankrott gemacht, den es je gab. Es ist das Land, das am meisten in der Geschichte der letzten 200 Jahre, seiner Schulden nicht bezahlt hat. Die hälfte aller Jahre in den letzten 180 Jahren war Griechenland auslandszahlungsunfähig. Das zu ignorieren war von den Leitern der EZB verantwortungslos und erst in der heutigen Zeitung steht, dass der vormalige Kanzler Deutschlands, Helmut Schmidt, gesagt hat: "Das war ein großer Fehler".

http://regionaut.meinbezirk.at/schoenkirchen-reyersdorf/wirtschaft/milliardengrab-eurorettung-d228001.html

Zweite Sichtweise...

...die von den Medien größtenteils ignoriert wird.

Griechenland wäre das reichste Land Europas.

Siehe hier: http://www.freie-pressemitteilungen.de/modules.php?op=modload&name=PresseMitteilungen&file=article&sid=91808

Rattenfänger: Zweite Sichtweise...

Der Vorletzte war ein offensichtlich agitatorisch gedrillter Reiseführer in England, der 90 % wahre Fakten anführte und mit dem Slogan endete:"Die Merkel solle sich nicht so haben. Nur mit Geld kann man die Wirtschaft ankurbeln."

Wer glaubt hier allen Ernstes, dass Griechenland, sollte es einmal in Erdöl und Geld schwimmen, Rest-Europa daran teilhaben lässt, umsomehr, als sich dort schon jetzt US-israelische Firmen tummeln. Wie naiv muss man sein ?

"Gebt den Griechen einfach noch ein paar Jahre Geld. Es wird sowieso nur gedruckt. "

Der Haken dabei ist, dass arbeitsame Bürger ehrlicher Staaten mit diesem eh nur gedrucktem Geld belastet werden, und Kinder und Enkel ihr Leben lang dafür malochen werden.

Mein Rat kann nur sein, lasst Euch von diesen Rattenfängern nicht hinters Licht führen.

Re: Rattenfänger: Zweite Sichtweise...

Um, bei der zweiten Sichtweise zu bleiben, ohne das - von den Medien überstrapaziere Klischee - der Bösen und der Guten weiter zu vertiefen.
Krieg bleibt Krieg, auch wenn es bei uns "nur" ein Wirtschaftskrieg ist.
Fakt ist, sollte es keine EU mehr geben, werden die einzelnen Staaten zum Spielball der "Rating Agenturen".
Griechenland ist nicht Bolivien!!!

Re: Rattenfänger: Zweite Sichtweise...

naja da haben die Gläubiger Deutschland Österreich etc ja auch noch mitzureden! stellt sich dann überhaupt noch die frage, ob das Griechenland so will? und warum kann man, wenn das denn stimmen sollte, nicht die nächsten Zahlungen daran koppeln? ihr Gebt uns das Geld wir das etwaige Öl? warum lässt die Eu zu, dass USA und Israel sich da Vorrechte sichern?

Re: Re: Rattenfänger: Zweite Sichtweise...

Erdöl in einer anderen Währung als Dollar handeln bedeutet Krieg, ob Finanz- oder Realkrieg.
(siehe: Irak, Lybien, Syrien und -last but not least - Iran)

Griechenland ist nicht Bolivien!!!

Re: Zweite Sichtweise...

interessant! warum wird das außer acht von den Merkels, hollandes, Montis etc gelassen?

Re: Zweite Sichtweise...

das ist richtig. wurde von den systemmedien nie wieder aufgegriffen. dabei weiß man darüber seit den 70er Jahren Bescheid. einfach mal im Spiegelarchiv stöbern...

2 0

Re: Zweite Sichtweise...

absolut richtig!!

Dämliche Illustrationen

Bitte bringen Sie einmal eine Doppelseite mit Ihren Lieblingsfotos zum Friseurthema, damit wir dies auch hinter uns bringen können, und dann lassen Sie es bleiben.

Gast: nano 2
09.08.2012 07:38
7 0

Frau Fekter

Das gute Geschäft mit Griechenland, wo der österreichische Staat ja so ausgezeichnet an den Krediten an Griechenland verdient,löst sich in Luft auf.Dafür wird wieder ein Sparpaket geschnürt.Danke!

Gast: E.T.
09.08.2012 06:30
7 0

Aus für den Euro

Ich kann nicht verstehen, warum man sich nicht ein Szenario für die Auflösung des Euros in der derzeitigen Form sucht.

Griechenland und künftig andere Länder sind mit dem jetzigen System nicht zu retten. Der Moloch braucht immer mehr Geld, gleichzeitig sparen sie sich aber auch zu Tode, als es geht nicht aufwärts.
Ein System, wo alle nur verlieren können.

Wollen wir wirklich zusehen, wie ganz Europa in Armut und Bürgerkrieg versinkt.

Ich glaube, die einzige Möglichkeit zurück zu Nationalwährungen und Eigenständigkeit der Länder, also die Geldhohheit wieder an die Staaten oder eine Teilung des Euro in jeweils passende Regioneinheiten.


Ich kann nicht verstehen, warum man sich nicht ein Szenario für die Auflösung des Euros in der derzeitigen Form sucht

Tut man ja eh laufend. Es gibt ja durchaus eine Menge von Rahmenbedingungen mit dem Sinn, die gemeinsame Währung zu unterstützen.
Beispiel 1: Maastricht -Kriterien. Mit deren Bruch wurde die (damals "derzeitige") Form des der Euros aufgelöst bzw. geändert.
Beispiel 2: No-Bailout-Klausel. Ebenso.
Beispiel 3: EZB-Statuten mit der primären Anweisung, die Geldwertstabilität zu verfolgen. Ebenso.

Das Gesicht der Währung wird laufend geändert. EFSF, ESM etc. etc. laufen allesamt darauf hinaus.

Das ursprüngliche Projekt der gemeinsamen Währung gibt es inzwischen nicht mehr.

Antworten Gast: saalaufseher
09.08.2012 09:23
3 0

Re: Aus für den Euro

Die Politker führen die Krise herbei, um an der Macht zu bleiben. Künstliche Hungersnöte und Scheingefechte lenken das Stimmvieh am besten von Korruption, Ausschweifung, Dekadenz und Dummheit der Politiker ab. Auch die Neue Weltordnung lässt sich nur einführen, wenn die Völker physisch und psychisch am Ende sind.

Wenn die Leute bis zu den nächsten Wahlen nicht aufwachen, droht ein bitteres Ende.

4 0

griechenland

grichenland hat ungefaer 300 miliarden falsche euros staatsschulden das schaffen die USA in gerade mal drei monaten!!! es muss einmal das ganze geldsystem hinterfragt werden und wer dahinter steckt


Gast: b754
08.08.2012 21:57
0 3

habt ihr es immer noch nicht geschnallt dass mekel eine konkursverschlepperin ist

um die deutschen banken zu versorgen auf kosten des rests

Re: habt ihr es immer noch nicht geschnallt dass mekel eine konkursverschlepperin ist

Dass hier (seit Beginn) Banken (und nicht nur deutsche) auf Kosten der Allgemeinheit rausgekauft werden, ist ja soweit keine absolute Neuigkeit.

Und? Was machen wir jetzt mit dieser Information. Ganz einfach: Mehr vom Gleichen - meint zumindest unsere Bundesregierung.

Es ist nicht die Frage ob sondern nur wann und wie hoch der nächste Schuldenschnitt für Griechenland ist?

Da die Griechen ihre laufenden Ausgaben (ohne Zinsen und Kapitaltilgung) aus den laufenden Einnahmen nicht decken können, wird sich eine Gesundung des griechischen Haushaltes innerhalb der Eurozone niemals ausgehen. Folgt im September der längst überfällige GREXIT?

http://regionaut.meinbezirk.at/schoenkirchen-reyersdorf/wirtschaft/milliardengrab-eurorettung-d228001.html

Re: Es ist nicht die Frage ob sondern nur wann und wie hoch der nächste Schuldenschnitt für Griechenland ist?

sie vergessen leider, kein euro hat je das griechische volk erreicht. es wurden nur billige kredite, gegen teure kredite getauscht, verdient haben banken und spekulanten, wir aber zahlen die rechnung und das griechische volk zahlt die rechnung.

Antworten Antworten Gast: Verkonsumiert
09.08.2012 07:58
1 0

Re: Re: Es ist nicht die Frage ob sondern nur wann und wie hoch der nächste Schuldenschnitt für Griechenland ist?

Das Grichische Volk hat die ganzen Euros sehrwohl bekommen. Das ist halt schon einige Jahre aus und die sind zur gänze verkonsumiert worden ohne dass da eine entsprechende Wirtschaftsleistung dahinter stand.

Heute geht es um die Rückzahlung. Und da hapert es.

Und Wenn in der Staatskasse die Einnahmen geringer sind als die Ausgaben ist es egal ob da Euro oder Drachme hinter der Zahl steht.

Re: Es ist nicht die Frage ob sondern nur wann und wie hoch der nächste Schuldenschnitt für Griechenland ist?

Schön, haben Sie halt einen Leserbrief an das Bezirksblattl geschrieben. Sehr brav und das war ganz, ganz, ganz toll. Und jetzt, bitte, stören Sie nicht länger damit.

Antworten Antworten Gast: gertrudenora
08.08.2012 22:37
2 0

Re: Re: Es ist nicht die Frage ob sondern nur wann und wie hoch der nächste Schuldenschnitt für Griechenland ist?

Völlig falsch - wir haben auch dafür bezahlt, dass die Griechen mehr konsumieren als sie sich leisten können - ca. 120-150 Mrd. Euro in den letzten 7 Jahren. Dazu haften wir auch noch für das Vermögen, dass die reichen Griechen außer Landes schaffen, um dort den Steuern zu entgehen, und zwar via Target 2. Die Banken machen weniger als die Hälfte der Zahlungen aus, und die mussten schon einmal einen Schuldenschnitt hinnehmen. Bin auch ein Bankenfeind, aber was falsch ist, ist falsch

Re: Es ist nicht die Frage ob sondern nur wann und wie hoch der nächste Schuldenschnitt für Griechenland ist?

Schön, haben Sie halt einen Leserbrief an das Bezirksblattl geschrieben. Sehr brav und das war ganz, ganz, ganz toll. Und jetzt, bitte, stören Sie nicht länger damit.

Gast: newy123
08.08.2012 19:37
2 0

Zinsen vor Euro und nach Euroeinführung

Also ganz verstehe ich die Welt nicht mehr.
Vor der Einführung des Euro waren die Kreditzinsen für Griechenland (und auch IT/SP/PR) wesentlich höher als nach der Einführung der neuen Währung.
Es wurde also nur eine neue Währung eingeführt und das Länderrisiko hat sich auf nahezu 0 gesenkt?
Ich kann dieser Logik nicht so recht folgen, denn in diesen Ländern hat es keine anderen Anpassungen in dieser Zeit gegeben. Was rechtfertigte also diese veränderte Risikobwertung? Vielleicht haben die Investoren gewusst, dass uns bisher verborgen blieb!

Gast: Danke schön.
08.08.2012 19:32
5 0

Die Zeit wurde gut genutzt.

Zitat
Insgesamt besitzen öffentliche Gläubiger mittlerweile 73 Prozent der griechischen Staatsschulden, das sind 194 Mrd. Euro.
.........................

Tja, die Investoren haben die Zeit der "Rettung" gut genutzt, jetzt kann der Steuerzahler "die Krot fressen"

 
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