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Fitch bestätigt deutsche Bestnote - Ausblick stabil

08.08.2012 | 15:40 |   (DiePresse.com)

Die Ratingagentur zweifelt nicht an der größten Volkswirtschaft der Euro-Zone. Trotz Schuldenkrise entwickle sich die Wirtschaft robust.

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Die US-Ratingagentur Fitch hat die Spitzennote für Deutschland bestätigt. Fitch bewertet die deutsche Kreditwürdigkeit weiterhin mit der Note "AAA", wie die Agentur am Mittwoch mitteilte. Auch längerfristig erwartet sie offenbar keine Probleme und beließ den Ausblick daher bei der Bewertung "stabil". "Die Bestätigung spiegelt die lang währende Kreditstärke Deutschlands und die robuste wirtschaftliche Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren wider", erklärte Fitch.

Deutschland habe trotz der fragilen Lage der Weltwirtschaft und der sich verschärfenden Schuldenkrise in der Eurozone ein stabiles Wachstum und sinkende Arbeitslosigkeit vermeldet, lobte Fitch. Dies sei teils die Frucht der Reformen der vergangenen Jahre. Zudem komme die Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) Deutschland entgegen. Die Bundesrepublik profitiere von den extrem niedrigen Zinsen, die sie auf den internationalen Kapitalmärkten für neue Schuldpapiere zahlen muss.

Allerdings könne eine langfristige Verschärfung der Krise in einzelnen Staaten der Eurozone auch Deutschland in die Rezession treiben. Zudem könnten steigende Beiträge Deutschlands zur Eurorettung den Schuldenstand Deutschlands über die Marke von 90 Prozent des Bruttoinlandsproduktes treiben - "nahe der Obergrenze, die Fitch im Allgemeinen für ein 'AAA'-Rating akzeptiert".

Moody's senkte Ausblick

Die Ratingagentur Moody's hatte die Kreditwürdigkeit Deutschlands vor zwei Wochen zwar weiterhin mit der Topnote "AAA" bewertet. Sie senkte den Ausblick aber auf "negativ" wegen Risiken durch die Eurokrise (mehr dazu ...). Standard & Poor's hingegen bestätigte in der vergangenen Woche die Bestnote und behielt auch den Ausblick bei "stabil". Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Österreichs und stellt auch den höchsten Ausländeranteil in der Alpenrepublik.

Österreich hat bei Standard & Poor's bereits sein Triple-A verloren. Von Moody's hat es einen negativen Ausblick erhalten. Das Land profitiert aber weiterhin von sehr günstigen Anleihen.

>>> KARTE: Die Bonität der EU-Länder

(APA/Reuters)

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3 Kommentare
0 0

Wo bleibt das Geschrei...


... gegen die Rating-Agenturen?

Stufen sie nicht ab, braucht man schon keine europäische Agentur?

Ich merke: es ist Scheinheiligkeit.

Gast: Endlich haben's
08.08.2012 17:22
1 1

die Deutschen kapiert:

Man muss Fitch bestechen, dann läuft gleich alles besser!

Solange sich Merkel gegen die weitere Vergemeinschaftung der Schulden wehrt,

wird sie zwar das Feindbild der maroden Staaten sein aber solange wird auch Deutschland sein Triple-A-Rating behalten. Die Belastungsgrenze dürfte allerdings bereits erreicht sein und jedes weitere Nachgeben könnte zur Zerreißprobe mit den Koalitionspartnern werden.

http://regionaut.meinbezirk.at/schoenkirchen-reyersdorf/wirtschaft/milliardengrab-eurorettung-d228001.html

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