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Rezession in Italien: Regierung befürchtet "heißen Herbst"

08.08.2012 | 20:14 |   (DiePresse.com)

Arbeitsministerin Fornero drängt auf Maßnahmen zur Unterstützung der Industrie. Italien fürchtet eine mehrmonatige Rezessionsphase.

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Die Regierung Monti befürchtet einen heißen Herbst in Italien. "Der Herbst wird nicht einfach sein. Die Krise ist stark belastend und bedroht die industrielle Zukunft des Landes. Dabei muss Italien gerade auf die Industrie setzen", sagte die italienische Arbeitsministerin Elsa Fornero in einem Radiointerview am Mittwoch. Für die jetzige Situation seien nicht nur die Politik, sondern auch die Finanz und die Unternehmer verantwortlich. Die Industriellen müssten laut der Ministerin verstärkt auf Investitionen und auf Synergien setzen, so die Ministerin.

Die Regierung in Rom ist wegen der Rezession besorgt, für die man kein Ende sieht. Nachdem auch zwischen April und Juni 2012 das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bereits das vierte Quartal in Folge gefallen ist, befürchtet das Krisenland eine noch mehrmonatige Rezessionsphase. Der Rückgang fiel im zweiten Quartal mit 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal stärker aus als erwartet. Zu Jahresbeginn war das BIP mit 0,8 Prozent so stark gesunken wie seit drei Jahren nicht mehr.

Rezession schwächt Regierung

Die Rezession wirkt sich negativ auf die Stabilität der Regierung Monti aus. Scharfe Angriffe musste der Premier wegen der enttäuschenden Wirtschaftsdaten und der trotz zahlreicher Reformen immer noch hohen Risikoaufschläge von der stärksten Einzelpartei im Parlament, der Gruppierung um seinen Vorgänger Silvio Berlusconi, hinnehmen.

Seit mehr als einem Jahrzehnt gehört Italien zu den am langsamsten wachsenden Ländern Europas. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagt der drittgrößten Volkswirtschaft in der Euro-Zone für 2012 einen Konjunktureinbruch um knapp zwei Prozent voraus. Der Industrieverband Confindustria befürchtet sogar ein Minus von 2,4 Prozent

(APA)

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3 Kommentare
Gast: 1. Parteiloser
09.08.2012 14:50
0 0

Das einnahmenseitige Sparen wird eine höllische Wirkung haben!

Diese zusätzliche Umverteilung von Privat zum Staat wird auf die Realwirtschaft eine unglaubliche Wirkung haben. Die kranken staatlichen Bereiche wurden ja auch in I weitgehend gehalten, die Finanzierung soll durch noch mehr Abkassieren der Menschen der Realwirtschaft kommen und diesen Menschen noch mehr die Lebensgrundlage entziehen. Es wird immer schwieriger werden durch die eigene Leistung das eigene Leben vernünftig bestreiten zu können. Die Unternehmen werden durch minimierte Gewinne, teilweise Verluste, zunehmend in der Handlungsfähigkeit beschnitten. Es wurde eine Spirale nach Unten gestartet.

Monti hat ja schon länger ein 20 Mrd. Sparpaket beschlossen, welches vorwiegend einnahmenseitiges Sparen beinhaltete, die kalte Progression knabbert zusätzlich weg. Dieser Wahnsinn wurde bei einer Staatsabgabenquote von fast 46% gemacht, weil die Staatsausgabenquote auch schon irre 50% überschritten hat.

Es kann in Italien auch nur nach Unten gehen, genauso wie es nach den Sparpaketen Griechenlands nach Unten gegangen ist. In Frankreich werden wir 2013 die gleichen Phänomene beobachten können, in Österreich wird es auch so kommen.

Die Planwirtschafter Europas, welche zum Regierung Staatsausgaben bis über 40.000.- Euro pro Haushalt brauchen, die ruinieren die Unternehmen samt Mitarbeiter genauso wie die Leistungsfähigkeit Europas. Planwirtschaft entwickelt sich immer zu einer Mangelwirtschaft und Europa hat viel zu viel asoziale Planwirtschaft.

Alles hausgemacht!

Gast: Schweizer01
09.08.2012 12:29
0 0

Ist doch schon gemacht

ist ja alles schon gemacht bzw. in die Wege geleitet. ...

Gast: Bänkster
09.08.2012 08:03
1 0

einfache Lösung

Arbeitsmarktflexibilisierung !

alles andere ist Käse

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