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OECD-Chef: "Spekulanten werden Wette gegen Euro verlieren"

11.08.2012 | 15:17 |   (DiePresse.com)

Generalsekretär Gurria unterstützt den Krisenplan der EZB und fordert von ihr Staatsanleihenkäufe. Die Griechen möchte er weiter in der Eurozone haben.

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Die OECD stützt bei der Bekämpfung der Eurokrise die Pläne der Europäischen Zentralbank (EZB) für den Kauf von unter Druck geratenen Staatspapieren. Er stimme überein mit dem von EZB-Präsident Mario Draghi angekündigten Kurs und rechne damit, dass so die Krise vorübergehend entschärft werden könne, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Die Spekulanten werden ihre Wette gegen den Euro verlieren, weil die EZB dann alle Register ziehen wird." Ein Inflationsrisiko sehe er dabei derzeit nicht.

Die Regierungen von Staaten, die Hilfe in Anspruch nehmen wollen, müssten im Gegenzug ihren Reformkurs weiterverfolgen. "Die EZB-Unterstützung gibt ihnen die dafür nötige Zeit", sagte Gurria. Draghi hatte angedeutet, dass die EZB zusammen mit dem neuen Rettungsfonds ESM gegen Auflagen Staatsanleihen von Krisenstaaten erwerben will, um den Druck auf deren Renditen zu mildern. Derzeit machen hohe Refinanzierungskosten Spanien und Italien schwer zu schaffen.

OECD fordert Führungsrolle der Deutschen

Von Deutschland verlangte der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), seiner Verantwortung in der Schuldenkrise stärker gerecht zu werden. "Deutschland ist in puncto Wettbewerbsfähigkeit so gut aufgestellt, dass es die Führungsrolle übernehmen sollte."

Deutschlands Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) zeigte sich indes erneut schwer enttäuscht über die Reformbemühungen Griechenlands. "Ich bin ernüchtert", sagte Rösler dem "Focus". "Gemeinsam mit der deutschen Wirtschaft habe ich der griechischen Regierung damals vielfältige Unterstützung angeboten. Kaum eines unserer Angebote hat die griechische Seite genutzt."

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) appellierte an die griechische Regierung, die Reformauflagen der Troika aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und EZB zu erfüllen.

OECD-Chef Gurria warb für einen Verbleib Griechenlands im Euroraum: "Vielleicht braucht die neue Regierung etwas mehr Raum, um die harten Auflagen erfüllen zu können." Ähnlich vorsichtig äußerte sich der als SPD-Kanzlerkandidat gehandelte frühere deutsche Finanzminister Peer Steinbrück in der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag): "Vielleicht kann man den Griechen in einzelnen Punkten mehr Zeit einräumen." Wenn allerdings Reformzusagen permanent gebrochen würden, "zweifelt man, ob unsere Solidarität nicht vergeudet ist".

Trotz der dramatischen Wirtschaftslage ist es Griechenland in den ersten sieben Monaten des Jahres gelungen, sein Haushaltsdefizit - ohne Berücksichtigung der Zinsen, die Athen für seine Schulden aufbringen muss - auf 3,07 Milliarden Euro und damit unter die vorgesehene Zielmarke zu drücken.

Griechenland hofft, im September die nächste Tranche der Notkredite der internationalen Helfer zu bekommen, die an die Erfüllung von Sparauflagen gekoppelt sind. Anfang kommender Woche will Griechenland erneut über die Ausgabe kurzfristiger Geldmarktpapiere - diesmal für rund drei Milliarden Euro - eine Zwischenfinanzierung sicherstellen.

(APA/dpa/Reuters)

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26 Kommentare
 
12
Gast: Dollar/Euro-Krieg
12.08.2012 13:34
1 0

Mißbraucht Gurria seine angesehene Position, nur um Deutschland zu schaden?

Sieht man sich die youtube-Filme über Angel Gurria durch, so wundert man sich, wie solch eine tumbe Nuß Generalsekretär der angesehenen OECD werden kann, außer durch politischen Schub und zur Entsorgung einer politischen Altlast. Solche von "grauen Eminenzen" handverlesene Personen plappern üblicherweise nur papageienhaft nach, was andere ihnen vorsagen. Der Draghi-, ClubMed- und Israel-Freund will also Deutschland und damit auch Österreich weiterhin eingesperrt im Währungskerker Euro halten, um das wirtschaftlich (zu) erfolgreiche ehemalige "Nazi"-Land noch möglichst lange als Melkkuh zur Finanzierung des "dolce far niente" der geschaftstüchtigen ClubMed-Staaten ausnützen zu können. Dazu soll die Eurokrise also noch möglichst lange durch noch viel verbrennendes gutes Geld am Schwelen gehalten werden.

Man wird sich als perfide zum Zahldepp gemachter den im Hintergrund mißgünstig deutschenfeindlich agitierenden Angel Gurria, der so gerne bei den Wallstreetmedien Bloomberg und Reuters zur Eurokrise seine strategischen Direktiven für Großinvestoren abgibt, merken müssen...

Gast: richdadpoordad
12.08.2012 01:12
5 0

aha....

"Die Spekulanten werden ihre Wette gegen den Euro verlieren, weil die EZB dann alle Register ziehen wird."

Noch mehr Geld drucken?????

Ein Inflationsrisiko sehe er dabei derzeit nicht.

KÖNNEN BLINDE SEHEN?


Antworten Gast: der wahre Jacob
12.08.2012 18:32
1 0

Re: aha....

Griechische Blinde können sehen!

3 0

Re: aha....

Ich bin der Doktor Eisenbart, kurier die Leut nach meiner Art. Kann machen daß die Blinden gehn und daß die Lahmen wieder sehen!

Warum fällt mir nur dieser Spruch ein, wenn ich von diesem Generalsekretär Angel Gurria etwas lese?

Was ist aber wenn die Spekulanten die Wette gewinnen?

Haben wir dann die Griechen los? Geht es den Griechen dann besser aber uns schlechter? Fragen über Fragen und keine Antworten! Es war eben eine Schnapsidee richtige Staaten mit überwiegend steuerehrlicher Bevölkerung, in eine Finanzunion mit Staatsatrappen mit überwiegend steuerunehrlicher Bevölkerung zu zwingen. Danke Frankreich, haste toll gemacht. Zur Zeit ist erstaunlich wenig zu hören von der "klammen" Grande Nation! mfg

Gast: revisorix
11.08.2012 22:21
5 0

Durchhalteparolen

Erinnert alles an Maerz 45. Da war der Fuehrer auch noch "zuversichtlich"

Die Wette über das EURO-Schicksal ist eines,

was für ein Euro das ist, der dann übrig bleibt, das ist was anderes. Mit dem jetzigen Euro kann man Griechenland am besten (mit dem größten Hebel) helfen, wenn man sie zur Drachme zurückkehren läßt. Es geht denen in Brüssel aber nicht um griechische Arbeitsplätze, sondern um ihre eigenen. Der Chef eines Betriebes der so arbeitet wie die EU stünde vor dem Offenbarungseid! W.

Gast: Unbeteiligter
11.08.2012 19:08
6 1

Sperrt diese Lügner alle...

Ein!

Tod der Eu!

6 1

Statt weiter Geld den Spekulaten

nachzuwerfen sollte man endlich die rechtlichen Grundlagen RÜCKWIRKEND ändern und diese Spekulaten endlich vor Gericht stellen.

Gast: frog
11.08.2012 18:26
5 0

auf zum Endsieg

das wurde uns schon einmal erzählt

Gast: HB4242
11.08.2012 18:13
6 0

Wer ist der Gurria ???

Klingt für mich wie das letzte Aufgebot ....

Die Quecksilber-EU ist super gesund!


Gast: gast1984
11.08.2012 18:12
5 0

"Spekulanten werden Wette gegen Euro verlieren"

So schlimm stehts schon um den Euro! Sogar die OSZE mischt in der Propagandaschlacht mit!

Gast: 1. Parteiloser
11.08.2012 16:56
11 0

Die Eurzone ist als Ganzes schon fertig!

Eine Rettung der Eurozone durch Geldschöpfung kann niemals zur Rettung des Euro oder der EU beitragen. Tatsächlich wäre eine Intensivierung der Geldschöpfung nur eine weitere Aushöhlung der Währung, die Ursachen für die aktuellen Probleme würden bleiben. Geldschöpfung hat noch nie funktioniert und das schlechte Wirtschaften der Staaten noch nie beseitigen können.

Die Erfolgsmeldung betreffend Griechenland ist ja auch nur eine Propagandameldung. Die 3 Mrd. Defizit würde ja auf das Gesamtjahr wieder 6 Mrd. (ohne SV, ohne Gemeinden!) bedeuten. Das sind noch immer 3% des BIP und der Schuldenstand geht neuerlich nach Oben. Im Vergleich mit anderen Länder müssen dann auch noch die Zinsen dazugerechnet werden, welche bei durchschnittlich 5% in GR um die 17 Mrd. Euro betragen. Das gesamte Defizit wird also 2012 wieder bei über 10% des BIP liegen. Das kann nur Bankrott sein. Da wird nur Propaganda gemacht um die nächsten vielen Milliarden an Griechenland, dann weiter zu den Banken, überweisen zu können.

Griechenland hatte schon 2011 eine Abgabenquote von 42,7% des BIP, das Problem ist noch immer bei den Staatsausgaben!

Die Staatsausgaben haben die Misere verursacht und sind noch immer das große Problem der Eurozone. Es geht schon um etwa 5 Billionen pro Jahr, immer wieder und immer wieder. Dieser Wahnsinn, meist ohne Leistung für die Gesellschaft, ist die alleinigen Ursache für das Abwirtschaften!

Gelddrucken kann die Ursache niemals beseitigen!

Gast: Einmischungspolitik
11.08.2012 16:56
7 4

Goldman Sachs mit clever organisiertem Lobbyisten-Netzwerk

Klar, daß der ehemalige Zedillo-Atlatus als Wallstreet-Handlanger gemeinsam mit Draghi und dem ClubMed massiv an der nachhaltigen Schwächung Deutschlands und damit auch Österreichs arbeitet. http://en.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_%C3%81ngel_Gurr%C3%ADa Solche Heuchler sind der Ruin aller deutschen Steuerzahler. Selbst als opportunistische Mitläufer nur durch politische Protektion in privilegierte Machtpositionen gekommen, mißbrauchen solch kolonialistische Konquistadoren-Typen nur zu gerne ihre Position zum Ausrauben der deutschen Alleszahler. Interessant ist der Israel-Link...

Mit solchen Schachbrettfiguren läßt sich der Plünderungsfeldzug durch staatsstreichartiges Agieren in der Eurozone effizient bewerkstelligen.

Re: Goldman Sachs mit clever organisiertem Lobbyisten-Netzwerk

ihr versaut's euch das alles schon selber mit eurem sozialismus light! da braucht man keine abstrusen conspiracy theories erfinden...

Von wegen gutes Geschäft und jeder Cent ist gut investiert, Herr Gurria!?

Der IWF pocht auf Schuldenerlass für Griechenland und die Euro-Länder, allen voran Deutschland und Österreich bezahlen jetzt die Zeche.
Was dem Normalbürger von vorne klar war (den Politikern nicht!) und durch viele DiePresse.com Forum-Kommentare dokumentiert wurde, ist die Tatsache, dass die Pleite Griechenlands durch den Rettungsschirm nicht verhindert sonder nur verzögert werden kann.

Welche Schauermärchen haben uns die Politiker erzählt: Man dürfe die Griechen nicht fallen lassen, der Euro sei in Gefahr, von einem Dominoeffekt war die Rede. Und jetzt ist auf einmal ein Euro-Austritt Griechenlands laut Herrn Rösler denkbar und laut Juncker auch "beherrschbar"!?

Abschließend bleibt festzuhalten, dass Österreich selbst hoch verschuldet ist, und die verschenkten Milliarden uns in naher Zukunft in vielen wichtigen Bereichen wie etwa Bildung, Gesundheit und Pflege fehlen werden.

Ich war damals noch zu jung, um gegen einen EU-Beitritt Österreichs zu stimmen, und konnte mir in vielen Diskussionen anhören, dass ich nicht aufgeschlossen und einfach zu konservativ wäre, um dass "große Ganze" hinter der Idee Europa zu verstehen.

0 0

Ich war damals noch zu jung, um gegen einen EU-Beitritt Österreichs zu stimmen,

Mein herzlichstes Beileid (klingt ironisch ist aber nicht so gemeint), denn Ihnen wird die ganze Euro-Malaise voll treffen.
Wenn man den Statistiken glauben kann und SPÖVP wird tatsächlich großteils von Ruheständlern gewählt, dann schaut das fast so aus als ob das ein Bosheitsakt der Alten an die Jungen ist!

Was Steinbrück in der SZ noch sagte....


....er unterstützt den Kurs der Vergemeinschaftung der Schulden und der Übertragung von Souveränitätsrechten nach Brüssel.

Die europ. Sozen, inkl. der österreichischen, aber auch Teile der Konservativen-wie z.B Leitl-wollen daher...

...daß wir für die Schulden der Anderen mithaften und zahlen

...wichtige Teile unserer Souveränität an Brüssel übertragen

Das bedeuted...

....Vernichtung von unserem Vermögen

....Gefahr der Hyperinflation

....Abbau des Sozialstaates und des Pensionssystems

....Teilaufgabe der Republik

Und das alles nur, um Banken zu retten und somit direkt deren Eigentümer.

Wer das bezweifelt sollte wissen, daß bisher jeder Cent zur sog. Eurorettung an die Banken geflossen ist.

Also warm anziehen, die meinen´s wirklich ernst.

....

Antworten Gast: HB4242
11.08.2012 18:37
7 0

Re: Was Steinbrück in der SZ noch sagte....

Na klar wollen die Politiker das !

Dann brauchen sie keine Verantwortung mehr zu tragen (was die sowieso nie getan haben - ist eh Brüssel an allem schuld) und können trotzdem voll abkassieren !!!

So einfach kann man heute sein Geld verdienen ....

Re: Re: Was Steinbrück in der SZ noch sagte....

so ist es!Keine Sorge - wenn der ESM voll in Kraft ist wird man von den ganzen Rettungsaktionen nicht mehr viel hören, weil sich die europäischen Politiker dann von dem ganzen Rettungsgipfeltheater jede Woche in Brüssel fein zurückziehen werden. Dann wird die Kontrolle komplett an die Bilerbegrer Draghi, Monti und co übertragen und alles läuft nur mehr in Hintertür-Deals ab bis man dann irgendwann sagt - sorry Leute das Geld ist alle, wir brauchen eine richtige Währungsreform!


Gast: maxx
11.08.2012 16:15
9 0

die Krise

wenn man jede Woche mehrmals von offizieller Seite hört dass eine Währung nicht zusammenbrechen wird ist das nicht unbedingt ein Zeichen für Stärke.

Die Finanzmärkte lassen sich vermutlich nicht für so blöd verkaufen wie es mit der Bevölkerung ständig versucht wird.

Apropos: ...Griechenland in den ersten sieben Monaten des Jahres gelungen, sein Haushaltsdefizit - ohne Berücksichtigung der Zinsen, die Athen für seine Schulden aufbringen muss - auf 3,07 Milliarden Euro und damit unter die vorgesehene Zielmarke zu drücken...

Die "griechische Buchhaltung" machts möglich ;)

Gast: gast45
11.08.2012 16:15
5 0

immer die lebensläufe lesen .

Von 1998 bis 2000 war er Finanzminister, von 1994 bis 1998 Außenminister Mexikos.

also was versteht der von fnanzmärkten :-)?
eben ....

Gast: Koren am Plan:
11.08.2012 16:06
8 0

OECD-Chef: "Spekulanten werden Wette gegen Euro verlieren"

Ja, alle jene die "pro €uro" wetten!

Und was hat die OECD gegen die Spekulanten getan?....


....und warum hat wohl Gurria den Ehrendoktor der Uni Haifa bekommen.

Alles interessante Fragen.

 
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