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Rösler legt nach: "Bin ernüchtert von Griechenland"

12.08.2012 | 14:40 |   (DiePresse.com)

Der deutsche Wirtschaftsminister kritisiert erneut die Regierung in Athen. Ein Ausscheiden Hellas' aus dem Euro wäre seiner Ansicht nach "beherrschbar".

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Der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler hat bei seiner Kritik an den Reform- und Sparanstrengungen Griechenlands noch einmal nachgelegt. "Ich bin ernüchtert", sagte der FDP-Vorsitzende dem Magazin "Focus" laut Vorabbericht vom Wochenende. Gemeinsam mit der deutschen Wirtschaft habe er der griechischen Regierung vielfältige Unterstützung angeboten. "Kaum eines unserer Angebote hat die griechische Regierung genutzt." Zusagen aus Athen im Gegenzug zu angebotenen Hilfen seien weitgehend folgenlos geblieben. So sei etwa das Zulassungsverfahren für Investoren in erneuerbare Energien nicht vereinfacht worden. Rösler betonte zudem erneut, ein Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone sei "nicht unser Ziel, aber er wäre beherrschbar".

Griechenland benötigt im September eine neue Hilfstranche der Staatengemeinschaft, muss dafür aber Auflagen erfüllen. Derzeit überprüft Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Zentralbank (EZB) und der EU-Kommission, ob Griechenland die Reformzusagen einhält. Rösler hatte bereits vor drei Wochen erklärt, er sei mehr als skeptisch. Ohne Erfüllung der Zusagen könne es keine weitere Unterstützung für das Land geben.

Auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle machte deutlich, dass Griechenland erhebliche Reformanstrengungen leisten müsse. "Und ich bitte die griechische Regierung, diese auch mit großem Ernst, Nachdruck und Zuverlässigkeit anzupacken und fortzusetzen", sagte der FDP-Politiker der "Bild am Sonntag". "Ein substanzielles Abweichen von den Reformvereinbarungen kann es nicht geben."

Trotz der dramatischen Wirtschaftslage ist es Griechenland in den ersten sieben Monaten des Jahres gelungen, sein Haushaltsdefizit auf 3,07 Mrd. Euro zu drücken. Ziel des Sparpakts war es, das primäre Defizit - also noch ohne Berücksichtigung der Zinsen, die Athen für seine Schulden aufbringen muss - auf 4,53 Mrd. Euro zu senken. Dies hatte das griechische Finanzministerium am Freitag mitgeteilt. Griechenland hofft, die nächste Tranche der Notkredite der internationalen Helfer zu bekommen, die an die Erfüllung von Sparauflagen gekoppelt sind.

(APA/Reuters/dpa)

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20 Kommentare
Gast: Nepomuk
14.08.2012 09:53
0 0

Die Deutschen


Ex-Bundeskanzler Schröder und Verheugen haben Ende der 90er Jahre darauf bestanden, die Griechen beim Euro mit ins Boot zu nehmen, obwohl jeder, der sich mit dem Thema halbwegs beschäftigt hat, wußte, daß die Kriterien für den Euro von den Griechen nicht erfüllt werden.

Jetzt, liebe Deutsche, löffelt die Suppe, die ihr Euch eingebrockt habt, gefälligst aus.

Eine Suppe, von der ihr vorher wusstet, daß sie versalzen ist, wieder in die Küche zurückzuschicken, ist mehr als verlogen.



Gast: Wörter
13.08.2012 00:48
0 0

Ist es Naivität oder...

Die naivität der Österreicher ist nicht zu übertrümpfen.Es geht um nichts anderes als in Griechenland Wirtschaftszonen zu instalieren die
sich eigene Gesetze-sprich Abschaffung von jeglichen sozialen Absicherungen der Arbeitenden,mißachtung des Naturschutzes-sprich Gift ins Grundwasser und natürlich absolut keine Steuern den Griechischen Staat zu zahlen.Das ist der fromme Wunsch des germanischen Herrn Rössler. Das mann sich dagegen wehrt ist ich glaube verständlich.

Anstatt sich zu fragen wie man die Griechen rettet, sollte

man sich langsam fragen wie man sich VOR den Griechen rettet.
Es wird noch lange keine einheitliche europäische Finanzpolitik geben und somit ist eine gemeinschaftliche Währung mittel- und langfristig nur mit Ländern möglich die am gleichen Strang ziehen.

Gast: wassolls
12.08.2012 20:35
0 0

Bravo Herr Rösler

sie vertreten die Deutschen besser als es ein Deutscher selbst je tun könnte da man ihnen keine Nazisprüche vorwerfen kann was 100%tig passieren würde wenn sie nicht viatnamesischer Abstammung währen........

ps auch die nackte Wahrheit sollte man aussprechen dürfen ohne als Nazi munttod gemacht zu werden....

Gast: Hardliner 1
12.08.2012 18:58
0 0

Schwätzer Westerwelle

Der Westerwelle ist und bleibt ein Schwätzer. Was ist bitteschön "ein nicht substantielles Abweichen" von den Reformvereinbarungen? Sind die Auflagen für Griechenland so schwammig formuliert?

Gast: Till aus dem Haus der Freude
12.08.2012 18:56
1 0

Vielleicht ist in diesem Zusammenhang interessant, dass erst vorige Woche...

...eine Untersuchung des Finanzministeriums ergeben hat, dass die Griechen nach wie vor Steuern gewerbsmäßig hinterziehen.

Praktisch alle kontrollierten Betriebe haben diese Usancen als liebgewordene Tradition unbeirrt weiter gepflegt- mit einem Wort: wenn schon die Griechen unbelehrbar sind, ist es für unsere EUphoriker höchste Zeit diese Realität zu akzeptieren!


Gast: melville
12.08.2012 17:54
4 0

rösler

...und da kommt er schon JETZT drauf???

Antworten Gast: HB4242
12.08.2012 18:55
2 0

Re: rösler

... da ist wenigstens einer draufgekommen !!!

Viele andere rühren noch immer die Propagandatrommeln ....

Gast: joseph
12.08.2012 17:54
0 0

verloren

in der nicht euro-zone hat der vielgeliebte euro dank der betrügerischen griechen bereits einen wechselkursverlust 25 % (i.w. fünfundzwanzig).

also raus mit den griechen !

Aus-raus-Schluss


Gast: Spectateur
12.08.2012 16:29
16 0

Röslers lendenlahme Ernüchterung

Als die GRn in den EURO eintraten hat Eichel auf Weisung von Schröder - beide SPD - den bereits seinerzeit wohlbekannten, griechischen Betrug abgenickt. Beide kassieren hohe Pensionen und klagen sogar noch höhere ein - Eichel. Keiner von beiden zeigt Reue oder Einsicht in Fehlverhalten. Nein, der Fehler wurde weiterzinseszinskultiviert. Heute hat sich der Schaden alleine für D, ohne den Rest der Welt, auf 80-100 Mrd. EUR verzinst. Und wieder schwadroniert der Ober-SPDist Gabriel von Schuldenvergemeinschaftung. Was lernen die GRn daraus? Lügen zum Schaden der Gemeinschaft ist erfolgreich, wenn nicht jetzt, wann dann? Warum sollten sie von dieser Linie abweichen? Hoffnung und Ernüchterung - war er früher betrunken wie viele seiner Regierungskollegen einschließlich der BK'in? - Herr Rösler sind als Heilmittel zu schwach. Griechenlügen senden ganz falsche gesellschaftliche Signale in alle Bereiche des Lebens. Wenn das sich als lohnend herumspricht, bekommen wir viele kleine und große Gesellschaftsgriechen.

Gast: 1. Parteiloser
12.08.2012 16:18
14 0

Nach 3 Jahren Sparpaketen ein Defizit von etwa 10% des BIP?

Die Erfolgsmeldung betreffend Griechenland ist ja auch nur eine Propagandameldung.

Die 3 Mrd. Defizit würde ja auf das Gesamtjahr wieder 6 Mrd. (ohne SV, ohne Gemeinden!) bedeuten. Das sind noch immer 3% des BIP und der Schuldenstand geht neuerlich nach Oben. Im Vergleich mit anderen Länder müssen dann auch noch die Zinsen dazugerechnet werden, welche bei durchschnittlich 5% in GR um die 17 Mrd. Euro betragen. Das gesamte Defizit wird also 2012 wieder bei über 10% des BIP liegen. Das kann nur Bankrott sein. Da wird nur Propaganda gemacht um die nächsten vielen Milliarden an Griechenland, dann weiter zu den Banken, überweisen zu können.

Griechenland hatte schon 2011 eine Abgabenquote von 42,7% des BIP, das Problem ist noch immer bei den Staatsausgaben und nur bei den Staatsausgaben.

Die Staatsausgaben haben die Misere verursacht und sind noch immer das große Problem der Eurozone. Es geht schon um etwa 5 Billionen pro Jahr, immer wieder und immer wieder. Dieser Wahnsinn, meist ohne Leistung für die Gesellschaft, ist die alleinigen Ursache für das Abwirtschaften!

Der Umverteilungswahnsinn der EU Planwirtschafter (auch in Ö!) schafft keine Leistung, die frisst nur die Leistung der Anderen. Die Anderen schaffen das aber nicht mehr und daher muss bei den Staatsausgaben endlich ordentlich reingegriffen werden und die Leistung für die Gesellschaft endlich wieder ordentlich honoriert werden.

Rössler sollte von der ganzen EU ernüchtert sein!

Antworten Gast: Was nützt es?
12.08.2012 19:01
0 0

Re: Nach 3 Jahren Sparpaketen ein Defizit von etwa 10% des BIP?

Was nützt eine hohe Abgabenquote, wenn niemand die Steuern und Abgaben bezahlt?

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
13.08.2012 16:21
0 0

Re: Re: Nach 3 Jahren Sparpaketen ein Defizit von etwa 10% des BIP?

Die Abgabenquote beinhaltet nur die tatsächlich bezahlten Abgaben!

Die Griechen haben an den eigenen Staat 91.841 Mio. Euro real abgeliefert. Das waren mehr als 20.000.- Euro pro Haushalt und Jahr.

Nur, auch dieser Staatlichkeit genügen diese hohe Abgaben nicht zum Wirtschaften, weil die Staatsausgaben viel zu hoch sind, auch der Bevölkerung in weiten Bereichen gar nicht zu Gute kommen.


Gast: asvg-knecht
12.08.2012 16:08
14 0

Ist Griechenland zu retten?

Die reichen Griechen wurden bereits gerettet, die nach Griechenland transferierten XX-Milliarden landeten bereits in den Taschen einiger tausend reicher und superreicher Griechen, die das Vermögen bereits wieder ins Ausland tranferierten.

Weiters sind alle griechischen Reedereien bis HEUTE von allen Abgaben und Steuern befreit!

...
Griechenland ist NICHT zu retten!
Und wir, sind wir zu retten?

Die Tatsachen:
Wenn das diktatorische ESM-Direktorium weitere X-Millarden an Zwangszahlungen (neben dem bereits hinterlegten "Eigenkapital" des ESM) verlangt müssen wir zahlen.

Österreich haftet bereits jetzt mit ca 50 % seiner gesamten Verschuldung.

D.h. durch unsere Haftungen über ESM, Rettungsschirm usw. sind wir bereits jetzt pleite.

Gast: der wahre Jacob
12.08.2012 16:02
11 0

Die Griechen werden weiterhin alles tun um Hilfgelder zu erhalten

Nur selbst wollen sie nichts tun. Aber nicht weil sie nicht wollen liebe Leute, die Griechen können es nicht. Gerne würden sie sich selbst ernähren, aber wie? Sie wissen es nicht. Hilfe zur Selbsthilfe kann der stolze Grieche traditionell nicht akzeptieren. Warum nur fällt mir in diesem Zusammenhang immer nur das Buch von Thilo Sarrazin ein?

Die Griechen werden

sicherlich auch weiterhin ihre Bilanzen fälschen, um die Geldgeber gnädig zu stimmen.

Gast: Schlauberger
12.08.2012 15:13
2 0

Ach was.


Zitat
So sei etwa das Zulassungsverfahren für Investoren in erneuerbare Energien nicht vereinfacht worden.
-----------------

Es riecht. Reform- und Sparanstrengungen zugunsten diverser Lobbys? Könnte das sein?

Re: Ach was.

Ich denke, das war nur ein Auszug betreffend der allgemeinen GR-Verwaltungssituation, wo man für die Eröffnung eines Würstelstandes 30 verschiedene Behörden und 3 Jahre benötigt.

Und es gilt die allgemeingültige Regel, je mehr und komplizierter die Bürokratie, desto mehr kleine Gefälligkeiten (Stichwort Korruption) sind erforderlich, um die Behördenwege noch vor dem eigenen Ableben zu einem Ende zu bringen.

PS: Aber Österreich hinkt hier nicht sehr weit hinter den Griechen nach. Leider.

Gast: Gruftmaus
12.08.2012 15:12
0 0

Back to the roots

Ernüchtert?
Reiswein ist besser als div. Gr. Schnäpse---zum. für einige.
Ohne Reis-kein Fleiß.
Harakiri ist zwar verstärkt in Mode, aber nicht jedermanns Sache. Tschüß!

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