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Internationale Investoren fliehen aus Italien

13.08.2012 | 11:20 |   (DiePresse.com)

Binnen zwei Jahren sind 1000 Milliarden Euro an ausländischem Kapital aus Italien abgewandert. Indes verlassen auch immer mehr Einwanderer das Land.

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Wegen der Unsicherheit um die Zukunft des Krisenlandes Italien verlassen immer mehr ausländische Investoren das Land. In zwei Jahren sind 1000 Milliarden Euro an ausländischem Kapital aus Italien abgewandert, berichtet die römische Tageszeitung "La Repubblica". Das entspricht der Hälfte des italienischen Bruttoinlandsprodukts. Große ausländische Investoren hätten massiv italienische Staatspapiere verkauft. "Die großen US-Fonds finanzieren nicht mehr unsere Banken", klagt das Blatt.

Das Kapital ausländischer Kunden in italienischen Banken ist innerhalb eines Jahres um 18 Prozent gefallen. Seit 2007 sind fast 400 Milliarden Euro Auslandsgelder aus italienischen Geldhäusern abgezogen worden. Das Vertrauen in die Wirtschaftslage Italiens sinkt. Daher kaufen ausländische Investoren trotz der niedrigen Preise an der Mailänder Börse auch weniger italienischen Unternehmen.

Mehr Beschlagnahmen an Grenzen und Flughäfen

Die Kapitalflucht aus Italien nimmt auch andere Formen an. Seit Anfang 2012 hat die italienische Steuerpolizei 41 Millionen Euro bei verstärkten Kontrollen an den Grenzübergängen, auf Flughäfen und Häfen beschlagnahmt. Das sind 78 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2011. Konfisziert wurden nicht nur Bargeld und Wertpapiere, sondern auch Edelmetalle, vor allem Gold und Silber, teilte die Steuerpolizei mit.

Unter dem Druck der schweren Rezession verlassen auch immer mehr Einwanderer Italien. Jeder zehnte Ausländer in der Lombardei - Italiens industriereichster Region - will sich in den nächsten zwölf Monaten verabschieden. Vor allem Nordafrikaner und Senegalesen wollen anderswo hinziehen. In der Lombardei lebt ein Fünftel aller Migranten in Italien. Wenn man die Zahlen für die Lombardei auf gesamtstaatliche Ebene umlege, seien 150.000 Ausländer in dem nächsten Jahr bereit, das Land zu verlassen.

(APA)

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14 Kommentare

Investoren? = Heuschrecken

ohne Reglementierung der Großbanken bleibt "alles beim selben"

Gast: biersauer
15.08.2012 10:09
0 0

Die EU wird bald als Bettler dastehn...

wenn jetzt alle Unternehmer das Weite suchen.
Alleine der Wertvefall des EURO ist Grund genug seine Rosinen rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.

Gast: Otto I
13.08.2012 17:57
0 0

Diese "Investoren"

haben zuvor nichts investiert, wenn sie Bargeld abziehen.

Gast: 1. Parteiloser
13.08.2012 16:18
10 0

Italien kann es mit dem "einnahmenseitigen Sparen" auch nicht schaffen!

Die Flucht von Investoren ist eine Flucht, welche Angst als Ursache hat. Eine Angst, dass die verwalteten Vermögen verloren sein könnten. Diese Reaktion kam eigentlich sehr spät und hat durch die strukturellen Disbalancen in Italien auch so groß werden lassen. Meiner Meinung nach hätten die Investoren schon beim Brechen der Maastricht Kriterien reagieren müssen.

Italien hatte schon 2011 folgende Kennzahlen:
Verschuldung in % des BIP:...................120%
Verschuldung in Mrd. Euro:.............1.877 Mrd.
Versch. pro verf. Arbeitskraft:......74.839.- EUR

Staatseinnahmen:...728 Mrd. (46,6% vom BIP)
Staatsausgaben:.....790 Mrd. (50,6% vom BIP!)
Defizit 2011:..........................62 Mrd. Euro

Schon 2011 wurde, noch unter Berlusconi, begonnen den Staatshaushalt zu "sanieren". Es waren Versuche, welche vorwiegend dem "einnahmenseitigen Sparen" verpflichtet waren, die Staatsausgaben stiegen schnell weiter. Das musste die Realwirtschaft beschädigen und zu einer Rezession führen, weil einfach die Leistung reduziert werden musste. Dann kann der Planwirtschafter Monti und hat die Bemühungen zum "einnahmenseitigen Sparen" mit einem 20 Mrd. Paket weiter verschärft. Diese Bemühungen gingen auch 2012 weiter und nehmen dem Land die Leistung aus der Realwirtschaft und verbrennen weiter die Gelder mit den irren Staatsausgaben. Das wird das Land noch mehr in die Rezession treiben und einen enormen Schaden anrichten.

Die Flucht vor dem Bankrott ist sehr verständlich!

Gast: Hellboy
13.08.2012 14:58
6 0

@ Linke & Linkslinke

ein weiteres Beispiel für die Mobilität des Kapitals...

0 0

Re: @ Linke & Linkslinke

es ist schon ein wahres Gfrett mit den linkslinken vom Sclage eines Berlusconi

Gast: Wasserlaeufer
13.08.2012 12:35
3 1

UND wieviele Einwanderer seit 1945

bleiben dann noch in Italien?

"Da scheigt der Presse Hoeflichkeit"

Antworten Gast: hmm
13.08.2012 13:29
5 0

Re: UND wieviele Einwanderer seit 1945

... fragen´s doch lieber wieviele Kinder die Italiener haben, da werden´s "fündiger"! Die haben noch weniger als wir und wir haben bald keine mehr ...

9 1

Re: Re: UND wieviele Einwanderer seit 1945

Na und? Wenn in ganz Europa nur ein Viertel der jetzigen Bevölkerung wäre, dann hättten wir großteils diese ganzen Probleme nicht. Fängt schon bei der Verbauung der Natur an bis zum Ausstoß von Treibhausgasen und die ganzen Finanzkamalitäten hätten wir aller Wahrscheinlichkeit auch nicht.
Weiß der Kuckuck wer den Politikern dauernd einimpft, daß nur ein Bevölkerungsanstieg zu Wohlstand führt!

... nur ein Bevölkerungsanstieg zu Wohlstand führt!

Der ist nicht für den Anstieg gedacht, sondern zum Erhalt!

Leicht mathematisch nachweisbar:

1. Ursache: Die Menschen werden immer älter.
* 1960 lag das durchscnittliche Sterbealter bei Männern in etwa bei 65 Jahren = 0 Pension
* heute liegt es ca. bei 77 Jahre = 12 Jahre Pensionsbezug
Wirkung: Um das abzudecken müssten
a) die Pensionsbeiträge drastisch erhöht werden und
b) das Pensionsantrittsalter moderat erhöht werden, ODER
C) WESENTLICH MEHR ERWERBSTÄTIGE IM SYSTEM SEIN!

Re: Re: Re: UND wieviele Einwanderer seit 1945

@lurch

wenn keine bevòlkerung dazuwächst, woher soll ein wohlstand denn dann kommen? von den eingebungen der alternden bevölkerung?

Re: Re: Re: Re: UND wieviele Einwanderer seit 1945

Wohlstand hat amit wenig zu tun, den kann man auch durch Effizinz und Eroberung neuer Absatzmärkte schaffen, zumindestens für einige Zeit!

Re: Re: UND wieviele Einwanderer seit 1945

Solange die Bevölkerung noch immer steigt, ist das kein Problem.

Re: Re: Re: UND wieviele Einwanderer seit 1945

Typisch Informatiker, statistisch, wenns die ganze Welt betrachten, habens recht :-D

Leider handelt es sich dabei um ein regionale Probleme :-/

Die demografischen Zahlen für Europa zeigen das wir überaltern. 40% unserer erwerbstätigen Bevölkerung wird 20xx, ich habs vergessen ;-), über 70 Jahre sein aber nur mehr 15% unter 30.
In Indien wird es genau umgekehrt sein ...

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