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Deutschland: Keine Verzögerung durch neue ESM-Klage

14.08.2012 | 11:11 |   (DiePresse.com)

Trotz einer neuen Klage der Euro-Skeptiker hält das deutsche Verfassungsgericht am Termin für die ESM-Urteilsverkündung fest.

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Euro-Skeptiker haben eine weitere Eilklage gegen den Rettungsschirm ESM beim deutschen Verfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht. Noch am Montagabend heiß es, dass dies zu einer massiven Verzögerung der Urteilsverkündung führen könnte, die eigentlich am 12. September angesetzt ist (mehr dazu ...). Eine Gerichtssprecherin wies jedoch die Auffassung des eurokritischen Wirtschaftsjuristen Markus Kerber zurück: Die neue Klage habe "voraussichtlich keine Auswirkungen" auf den Verkündungstermin zu den anderen Beschwerden. Kerber und seine Mitstreiter der Klägergruppe Europolis argumentieren, dass beim Europäischen Gerichtshof die Beschwerde des irischen Abgeordneten Thomas Pringle zur Entscheidung vorliege. Bevor das deutsche Verfassungsgericht entscheidet, müsse der EuGH als höhere rechtliche Instanz klären, ob der ESM mit den EU-Verträgen vereinbar ist.

Das Gesetz für den Rettungsschirm ESM hatte ursprünglich bereits am 1. Juli in Kraft treten sollen, wurde aber wegen mehrerer Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung verschoben. Mit den Eilanträgen wollen die Kläger verhindern, dass der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck die Ratifizierungsgesetze für ESM und Fiskalpakt unterzeichnet, noch bevor das Verfassungsgericht in der späteren Hauptverhandlung in der Sache entscheidet.

Karlsruhe wird nun am 12. September sein Urteil verkünden. Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle hatte bereits in der mündlichen Verhandlung angedeutet, dass über mehr als die in Eilverfahren übliche reine Abwägung der Folgen einer einstweiligen Anordnung entschieden werde. Wegen der internationalen Bedeutung des Urteils könnte womöglich ein "Zwischenverfahren mit vertiefter summarischer Prüfung" klären, ob der Euro-Rettungsschirm ESM und der Fiskalpakt verfassungskonform sind, hatte Voßkuhle gesagt. Solch eine Entscheidung ist eigentlich dem Hauptsacheverfahren vorbehalten.

(APA/AFP)

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6 Kommentare

Alibihandlungen um den Anschein eines Rechtsstaates zu wahren

natürlich werden die Richter, mit geringen Auflagen zwecks Wahrung der Optik, ihr placet geben. Der Druck wird auch entsprechend hoch sein.
Bei uns haben sich die zuständigen Richter diese Arbeit mit vorauseilendem Gehorsam erst gar nicht angetan, damit der Herr Fischer ohne Verzögerung den Verrat an Österreich und der Demokratie - ohne vorhergehende Volksabstimmung - unterschreiben kann.

Die Stonachpartei wird durch diese Rechtsbeugung und die dadurch bedingte Abgabe der staatlichen Souveränität an Brüssel sicherlich Stimmen der Protestwähler anziehen.

Ändern wird es aber bei uns, in Korruptistan, mit einer gesteuerten Politjustitz wenig bis gar nichts. Leider!

Gast: jahresdieb
14.08.2012 13:33
6 2

Keine Verzögerung durch neue ESM-Klage

Alles wird planmäßig durchgewunken, dazu fürs Protokoll die übliche Warnung: "Jetzt aber ganz wirklich zum allerletzten Mal!", gute Nacht Europa.

Re: Keine Verzögerung durch neue ESM-Klage

Wird dann auch das allerletzte Mal gewesen sein, danach werden sowieso alle in Kürze Pleite sein.


Gast: unbeteiligter
14.08.2012 13:31
9 2

im besten falle werden dem Bundespräsidenten...

ein paar vorbehalte zum Vertrag auferlegt, der rest dann brav durchgewunken.

Die karsruher richter werden zur Hälte vom Bundesrat und vom Bundestag gewählt - noch Fragen ?l

Tod der EU !

Gast: Lilli
14.08.2012 13:18
2 1

Das wird spannend

Alle Hoffnung liegt bei Karlsruhe!

Antworten Gast: unbeteiligter
14.08.2012 15:55
4 0

Re: Das wird spannend

spannend ist nur, wie lange das volk sich die verarsche noch bieten lässt

tod der eu

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