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Finnischer Minister: "Vorbereiten auf Ende der Eurozone"

17.08.2012 | 07:26 |   (DiePresse.com)

Finnlands Außenminister Erkki Tuomioja glaubt nicht, dass ein Auseinanderbrechen des Euro das Ende der EU bedeutet.

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Der finnische Außenminister Erkki Tuomioja hat am Freitag mit Aussagen über einen möglichen Zerfall der Eurozone für Wirbel gesorgt. Sein Land habe bereits Vorbereitungen für das Ende der Währungsunion getroffen, sagte er in einem Interview mit der britischen Zeitung "Daily Telegraph".

Er riet anderen europäischen Staaten, ebenfalls Vorkehrungen für ein solches Szenario zu treffen. "Wir müssen uns offen auf die Möglichkeit eines Zerfalls der Eurozone vorbereiten", forderte Tuomioja.

"Nicht Position der Regierung"

"Das ist nicht etwas, das jeder in Finnland befürwortet, geschweige denn die Regierung." Ein Auseinanderbrechen des Euro würde aber nicht das Ende der Europäischen Union bedeuten, so Tuomioja. Im Gegenteil: "Es könnte der EU helfen, besser zu funktionieren."

Finnlands Europa-Minister Alexander Stubb versuchte Zweifel an der finnischen Unterstützung für den Euro zu zerstreuen. Finnland stehe zu "100 Prozent" zum Euro, sagte Stubb. "Ich will deutlich machen, dass die Spekulationen des Außenministers nicht die Position der Regierung widerspiegeln".

"Möglichkeit für Rausschmiss"

Der Chef der euroskeptischen Oppositionspartei Wahre Finnen, Timo Soini sagte, es gebe zwar keine Regeln dafür, wie ein Land den Euro verlassen könne, aber es sei nur eine Frage der Zeit. "Entweder der Süden oder der Norden wird wegbrechen." Die Gemeinschaftswährung sei wie eine Zwangsjacke, die Millionen Menschen in Not bringe und die Zukunft Europas zerstöre. "Aber niemand in Europa will der erste sein, der aus dem Euro aussteigt und die ganze Schuld auf sich ziehen", sagte der Chef der drittstärksten Kraft im Parlament von Helsinki.

In Österreich hat unterdessen Vizekanzler Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) in einem Interview mit dem "Kurier" erklärt, man brauche im Falle von Ländern, die sich nicht an Verpflichtungen halten, "Möglichkeiten, dass man jemanden aus der Währungsunion rausschmeißt." Wenn es diese Regel schon gäbe, "hätte man schon Konsequenzen ziehen müssen", so der ÖVP-Chef, ohne jedoch Griechenland in diesem Zusammenhang namentlich zu erwähnen. Eine Vertragsänderung, die zum Ausschluss eines Landes aus dem Euro-Raum nötig wäre, brauche allerdings Zeit - schätzungsweise fünf Jahre.

BZÖ-Chef Josef Bucher kritisierte daraufhin am Freitag die Aussagen Spindeleggers als "Scheinschwenk". Die ÖVP habe das BZÖ für diese Forderungen immer "als schlechte Europäer verunglimpft", jetzt kopiere sie "in ihrer Umfrageverzweiflung" die Linie des BZÖ. Als Nagelprobe werde das BZÖ in der nächsten Sitzung des Nationalrates einen Antrag auf Vertragsänderung nach Wunsch Spindeleggers einbringen. "Österreich muss sich endlich auf das leider kommende Auseinanderbrechen der Euro-Zone vorbereiten", meinte Bucher in einer Aussendung.

Erratum: Die Nachrichtenagentur Reuters hat eine Meldung über die Aussagen des finnischen Außenministers zu einem möglichen Ende der Euro-Zone korrigiert. Tuomioja habe ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone nicht als unausweichlich bezeichnet, wie Reuters ursprünglich meldete. Die entsprechenden Aussagen stammten vom Chef der Oppositionspartei Wahre Finnen (siehe oben), so Reuters.

(APA/Reuters)

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184 Kommentare
 
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Gast: egi
17.08.2012 22:47
1 0

Und danach?

Bei all den gescheiten Kommentaren und Politikermeinungen, worauf vorbereiten, wie vorbereiten, sich an den USA orientieren am $, das letzendlich das Ziel der amerikanischen Politik ist? Warum nicht ein gemeinsames Europa als Ziel haben und daran arbeiten, den Euro als sichtbaren Wert des europ. Humankapitals, der Infrastruktur dieses Kontinents, der Staaten, Städte, Dörfer, Immobilien, Fabriken usw. sehen, als Gegenspieler zum §.
Eine Aufgabe wird bei diesem Projekt uns niemand abnehmen, unsere wahren Gegner, die linken Träumereien und Verrücktheiten wie sie in der FPÖ oder in Kärnten, stellvertretend für rechte Dummheiten erwähnt, unter Kontrolle zubringen, dann könnte es gelingen.

Antworten Gast: Da Bese
18.08.2012 11:28
0 0

Re: Und danach?

Würde die FPÖ in ganz Europa regieren, hätten wir die Probleme beim Euro, die eine indirekte Folge von sozialistischer Politik zu der z. schrankenlose Einwanderung von Menschen, die nichts können und gar nicht wie Europäer leben wollen, gehört, ist.

Die FPÖ muss immer den Karren aus den Dreck ziehen, in den er von Roten und Schwarzen gefahren wurde.

Eines ist sicher, die FPÖ wird das auch diesmal schaffen, hoffentlich wird es aber ausnahmsweise mal gedankt.

Horrorvision

Müssen wir dann an den Grenzen wieder Geld wechseln? Drei und mehr Brieftaschen haben? Können keine Preise mehr vergleichen, ohne Taschenrechner? Müssen wir dann für Auslandsüberweisungen wieder Gebühren bezahlen?
Aufgezwungen wird da gar nichts, aber wer sich nicht an Regeln hält, soll schnell rausgeschmissen werden.

Gast: Freiheit
17.08.2012 16:33
1 0

ob unsere politiker den staat auf einen euro austritt

griechenlands vorbereitet haben??? jeder normalsterbliche hat sich wenigstens gedanken gemacht was passieren wuerde und wie es ihn treffen koennte aber ich weiss nicht wieso aber ich habe das gefuehl unsere politiker sind nicht so weit gekommen..... das hat jetzt nichts damit zu tun ob man fuer oder gegen den euro ist sondern normales einschaetzen von risiken und versuchen deren moegliche auswirkungen entgegen zuwirken......

Gast: betrogener Bürger
17.08.2012 16:24
9 0

Die Spirale dreht sich schon sehr schnell

und bald sind wir im Gulli verschwunden........

Dank an Failman, Spindel &Co!!

Antworten Gast: Lügnerpack
18.08.2012 09:58
0 0

Re: Die Spirale dreht sich schon sehr schnell

... und das alles nur, weil die Ösis jahrzehntelang dieses
SOZI-Lügnerpack gewählt hatten.

Antworten Gast: Guckst du in Österreich richtig deutsche Sprachen
17.08.2012 17:42
0 1

Re: Die Spirale dreht sich schon sehr schnell

In welchem "Gulli"?

Oder meinen Sie:
"Gul|ly" der (auch: das); -s, -s <lat.-fr.-engl.>: in die Fahrbahndecke eingelassener abgedeckter kastenförmiger Schacht, durch den das Straßenabwasser in die Kanalisation abfließen kann

Duden - Das Fremdwörterbuch, 8. Aufl. Mannheim 2005 [CD-ROM]

Antworten Antworten Gast: Den meine ich aber nicht....
17.08.2012 20:11
1 0

Re: Re: Die Spirale dreht sich schon sehr schnell

http://www.stupidedia.org/stupi/Gulli

Antworten Antworten Antworten Gast: Huch
17.08.2012 20:45
0 1

Re: Re: Re: Die Spirale dreht sich schon sehr schnell

Nun ja, wenn du auch "Stupidedia"(!) als Quelle angibst.

Du verwechselst das wohl mit "wikipedia".

http://de.wikipedia.org/wiki/Straßenablauf

Ist dir das nicht peinlich?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: gerne wieder....
17.08.2012 21:38
0 0

Re: Re: Re: Re: Die Spirale dreht sich schon sehr schnell

Weshalb peinlich?
Der Link ist zum Spass ja für dich.....oder verstehst Du keinen Spass? (Soll es auch geben)

Abgesehen davon: (Auszug Wikipedia)

"Neben der fachsprachlich veralteten Benennung Gulli oder Gully wird auch der Name Regenwassereinlauf, Sink- oder Senkkasten gebraucht."

Und dabei ist die regionale Abhängigkeit oder auch Ausdrücke der verschiedenen umgangssprachlichen Eigenheiten noch nicht berücksichtigt.

Antworten Antworten Gast: Korrektur
17.08.2012 19:54
1 0

Re: Re: Die Spirale dreht sich schon sehr schnell

Ah, ist es nicht langweilig, Fehler im www zu suchen und darauf hinzuweisen?
Naja wenn man sonst nichts zu tun hat.

Sonst wird ja auch entgegen der Regeln agiert!

Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) hat in einem Interview mit dem "Kurier" erklärt, man brauche im Falle von Ländern, die sich nicht an Verpflichtungen halten, "Möglichkeiten, dass man jemanden aus der Währungsunion rausschmeißt."Wenn es diese Regel schon gäbe, "hätte man schon Konsequenzen ziehen müssen".
Das Negieren der No-bail-out-Klausel und die Schaffung des ESM sowie das Aufkaufen von Schuldverschreibungen angeschlagener Staaten durch die EZB sind regel(vertrags-)widrig. An Regeln halten sich die Regierungschefs sowieso nicht. Und wenn es überhaupt keine Vertragsregel gibt, wie für den Rausschmiess aus der Eurozone, so kann der "Rausschmiess" durch eine Übereinkunft der Regierungschefs beschlossen werden. Dazu bräuchte es Mut den bisher eingeschlagenen falschen Weg zu verlassen.

Re: Sonst wird ja auch entgegen der Regeln agiert!

GR wird die Euro-Zone nicht verlassen. Dafür werden Frankreich, Spanien und Italien schon sorgen, denn die haben in GR sehr viel investiert und sitzen nun vor einem GR-Scherbenhaufen und dem eigenen Scherbenhaufen. Ein Zurück zu den nationalen Währungen wäre ein teurer Weg, auch für uns. Aber so wie jetzt kann es auch nicht weitergehen.

Antworten Antworten Gast: HMV
17.08.2012 17:44
0 0

Re: Re: Sonst wird ja auch entgegen der Regeln agiert!

Wieso für uns? "Das" müssen Sie uns jetzt mal im Detail erklären. Wir sind schon gespannt darauf und werden Ihnen die richtige Antwort geben :-))

Re: Re: Re: Sonst wird ja auch entgegen der Regeln agiert!

@HMV: Ja leider auch für uns, das ist so. Ich habe es auch nicht galuben können, bis ich dann ein Interview mit Hans Werner Sinn, von dem ich viel halte, gelesen habe. Er ist sehr kritisch in seinen Ansichten und verteufelt oft die herrschende EU-Politik. Aber auch er hat vorgerechnet, was das Deutschland kosten würde. Und setzt man das auf Österreich um, dann wird's auch für uns, wenn auch in einem viel kleineren Maßstab sehr teuer.

Gast: pleiti
17.08.2012 15:56
7 0

EURO eine Fehlkonstruktion

Immer mehr Politiker in der EU erkennen dass der Euro eine Fehlkonstruktion ist.
Mit 17 so unterschiedlich starken Staaten eine Währungsunion zu bilden ist der größte Fehler in der Währungsgeschichte.
Der Euro funktioniert doch nur über eine Transfer- und Schuldenunion. Das hat man aber ausgeschlossen (no-bailout in EU-Verträgen). Da müssen jedes Jahr zwischen 400-500 Mrd. vom Norden in den Süden fliesen. Für Österreich zwischen 10 und 15 Mrd. Euro jährlich.
Das ist aber politisch nicht durchsetzbar.

Darum muss der Euro geordnet aufgelöst werden, was auch kaum möglich ist.

Ob Währungscrash oder Inflation der Euro ist kaputt.

Für Österreich daher sofortiger Austritt aus dem Euro und Einführung einer Parallelwährung Schilling als Übergang.


3 0

Re: EURO eine Fehlkonstruktion

Jeder hat binnen kürzester Zeit nach Einführung erkennen müssen, dass dieser Euro in vieler Hinsicht ein Teuro ist!
Ignoriert und negiert wurde das, trotz Warnungen, Hinweisen etc von der Regierung.

Erst wenn das letzte EU-Büro abgerissen wurde,

ist Europa wieder frei!

9 0

Re: Erst wenn das letzte EU-Büro abgerissen wurde,

...und die dortigen Politker zumindest großteils vor Gericht stehen!

Re: Re: Erst wenn das letzte EU-Büro abgerissen wurde,

Aber dieses mal in Kärnten, die Klagenfurter Prozesse! Immerhin wäre die Saualm gleich in der Nähe und die Kärntner sind gegenüber der EU sehr streng.

Gast: Trara
17.08.2012 15:04
3 0

Auch Polen "warnt"


http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-krise-auch-polen-warnt-vor-euro-kollaps/7014208.html

Irgendwie ist das Vertrauen nicht allzu groß, aber alle machen auf "Augen zu und durch" - man müsste sich ja sonst hinstellen und eingestehen, man hat es vergeigt.

Die Krise war vorhersehbar, die Wirtschaftswissenschafter sind ja nicht so dumm.

Dahinter war immer die Idee eines europäischen Superstaates, mit einem Mr. Europa an der Spitze, der das große Sagen hat.

Das ist politisch nicht durchsetzbar, und schon gar nicht wollen das die US - boys, genauso wenig wie den Euro.

Aber in der Krise liegt auch eine Chance - den Bänkstern die Lizenz zur Luftgeldschöpfung zu entziehen.

http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/vollgeld-iwf-forscher-spielen-radikale-bankreform-durch-seite-all/7008170-all.html


Gast: rosa riedl
17.08.2012 14:46
9 1

Deutschland muss raus aus dem Euro!!!

Die Merkel zerstört sonst nur alles

Antworten Gast: HB4242
17.08.2012 14:55
1 0

Re: Deutschland muss raus aus dem Euro!!!

Und dürfen die denn das ???

Alles zerstören?

Ist das nicht die Aufgabe der Politik?

Antworten Antworten Antworten Gast: HB4242
17.08.2012 16:24
0 0

Re: Alles zerstören?

Natürlich ist das die Aufgabe der Politik.

Die Frage ist doch, was die Politik in D darf und nicht mehr darf ...

Dazu passend:

In Deutschland hat das Bundesverfassungsgericht den Einsatz der Bundeswehr im Inland erlaubt ... der zeitliche Zusammenhang zum absehbaren Euro - Crash ist sicher nur Zufall.

 
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