25.05.2013 13:16 Merkliste 0

Berlin könnte Lockerungen für Athen zustimmen

20.08.2012 | 06:17 |   (DiePresse.com)

"Umschichtungen" innerhalb des Zeitrahmens bis 2015 seien denkbar. Im eigenen Land sollen 2013 rund 10 Milliarden Euro eingespart werden.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

In der Debatte um die Zukunft Griechenlands in der Eurozone zeichnen sich einem Zeitungsbericht zufolge bestimmte Lockerungen der Auflagen für das Land ab, denen auch die deutsche Regierung zustimmen könnte. Zwar werde ein drittes Hilfspaket für Griechenland nach wie vor strikt abgelehnt, berichtet die "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise. Innerhalb des beschlossenen Zeitrahmens bis 2015 seien aber "Umschichtungen denkbar", solange damit nicht die Notwendigkeit für ein weiteres Kreditpaket entstünde, hieß es demnach in den Kreisen.

Die Debatte um den Verbleib Griechenlands in der Eurozone ist nach neuen Gerüchten über einen weiter steigenden Finanzbedarf des hochverschuldeten Landes wieder voll entbrannt. Laut einem Bericht vom Wochenende soll die Finanzierungslücke in Athen aktuell bis zu 14 Milliarden Euro betragen. Die deutsche Bundesregierung lehnt ein drittes Rettungspaket ab und hatte sich auch immer wieder gegen einen Aufschub bei den Sparmaßnahmen ausgesprochen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt am Freitag mit dem griechischen Regierungschef Antonis Samaras in Berlin zusammen.

Deutscher Haushaltsentwurf mit Einsparungen

Die deutsche Bundesregierung plant derzeit aber auch das eigene Budget. Für das kommende Jahr werdederzeit mit Ausgaben in Höhe von 302,2 Milliarden Euro, rund 10,5 Milliarden Euro gerechnet - weniger als im laufenden Jahr wie die "Bild"-Zeitung (Montag) berichtet. Der Hauhaltsentwurf sei dem Haushaltsausschuss des Bundestags zur Beratung zugeleitet worden; er soll im November vom Bundestag verabschiedet werden. Größter Ausgabenposten für 2013 ist demnach der Etat für Arbeit und Soziales mit 118,7 Milliarden Euro.

(APA/AFP)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

7 Kommentare

System

nur so nebenbei bemerkt - kein einziger Euro aus all den Hilfspakten ist jemals bei der griechischen Wirtschaft oder bei der griechischen Bevölkerung angekommen. Jeder Euro ging zurück an die (deutschen) Banken, wo die Griechen Schulden haben. Für Deutschland zeigt sich aber jetzt ein wesentliches Problem - wenn die Absatzmärkte für ihre Produkte fehlen, gibt es auch im "Musterland" Probleme - das System der Abhängigkeit hat im 19 und 20 Jh. "perfekt" in den heutigen Entwicklungsländern funktioniert - nur der Denkfehler ist heute die Tatsache einer gemeinsamen Währung des Nutzers und des Opfers - und ehrlich gesagt, das gestörte Verhältnis vieler (reicher) Griechen zu Gesetz und wirtschaftlicher Ordnung (Griechenland ist aber überall - bei uns z.B. in Kärnten)

Gast: Wörter
20.08.2012 09:38
0 0

Wohin das Geld fliesst

Damit mann weiss wohin die Gelder fliesen,welche Löcher wo gestopft werden.Die Statistik betrifft Jahr 2009....
http://www.sgipt.org/politpsy/finanz/schuldp/bbp.htm

Gast: wiedermalmrdherausgeschuettelt
20.08.2012 09:02
0 0

solange bei den heimischen arbeitnehmern u. asvg pensionen in Oesterreich und D ein sozialabbau(durch faymann und die SP) und lohndumping betrieben wird/ solange kann man sich diese EU, den Teuro und die korrupten laender und bankenkonzerne leisten.


Rätselhaft...

... was die mit dem Geld gemacht haben. Ich meine, auch wenn jetzt (wie viele anmerken) nur die Schulden bedient werden mit dem Geld, dass hier nach Griechenland geschickt wird, muss das Geld, dass sie vorher aufgenommen haben ja irgendwo sein. Ich sehe aber keine goldenen Autobahnen oder Dächer ...

Aber wir haben es ja - also nur runter mit dem Geld...

Klar, leider wird Merkel einknicken...

Frau Merkel

bleiben sie hart und lassen sie sich nicht umstimmen.

Re: Frau Merkel

die merkel ist ein weichei, die knickt immer - weil sie so gut ist. Frage ist nur, wie lange sich das die Deutschen gefallen lassen. Wir Mitteleuropäer sind gegen südländische Unverschämtheiten nicht gut gewappnet und verlieren immer. Bis sie uns ausgesaugt haben und dann werden sie sagen, wir sind schuld. So läuft das bei denen und uns.

Re: Re: Frau Merkel

Volle Zustimmung!

Eurokrise - Die Begriffe

  • Was ist die Eurokrise? Ein Rückblick auf die Ursachen mehr...

    EFSF Der Rettungsschirm und wie er funktioniert mehr...

    Hebel für EFSF Wie man aus sehr viel Geld noch viel mehr Geld macht. mehr ...

    EFSM Der Mechanismus für Finanzstabilisierung und seine Aufgaben mehr...

    ESM Der Europäische Stabilitätsmechanismus soll 2013 den EFSF-Fonds ablösen. mehr ...

    Eurobonds Was gemeinsame EU-Anleihen bezwecken und wie sie funktionieren sollen. mehr ...

    EZB Die EZB ist Hüterin des Euro und soll eine geringe Inflation garantieren. Zumindest bis jetzt. mehr ...

    Waffen der EZB Was die "Bazooka" ist und welche anderen Waffen die Zentralbank hat. mehr ...

    IWF Der IWF ist die Finanzfeuerwehr der Vereinten Nationen und massiv an den Hilfsaktionen in Europa beteiligt. mehr ...

    Ratingagenturen Die wichtigsten Agenturen und deren Bewertungen. mehr ...

    SPIV Das Special Purpose Investment Vehicle soll die Finanzierung in Euroländern erleichtern. mehr ...

    Troika Die Troika ist eine Gruppe von Experten von EZB, IWF und EU-Kommission. mehr ...

    G20 Die 20 größten Wirtschaftsmächte repräsentieren zwei Drittel der Weltbevölkerung. mehr ...

    PSI Beim Private Sector Involvement geht es um die Beteiligung des Privatsektors an der Krisenlösung. mehr ...

    CDS Kreditausfallsversicherungen werden unter anderem dann fällig, wenn ein Land pleite ist. mehr ...

    Sekundärmarkt Der Sekundärmarkt ist der Markt, auf dem die bereits in Umlauf befindlichen Wertpapiere gehandelt werden. mehr ...

    OMT OMT ist die Abkürzung für Outright Monetary Transactions. Dahinter verbirgt sich das von der EZB am 6.September 2012 beschlossene neue Kaufprogramm von Staatsanleihen der Krisenländer. mehr ...