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Steuern: Griechische Selbstständige könnten Staat retten

22.08.2012 | 14:07 |   (DiePresse.com)

Würden die Selbstständigen in Griechenland normal Steuer zahlen, bräuchte das Land kein neues Sparprogramm.

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Wenn die griechischen Freiberufler und Selbstständigen für ein Jahr normal ihre Steuern bezahlen würden, bräuchte Griechenland einer Studie zufolge kein neues Sparprogramm. Die US-amerikanische Chicago Booth School of Business habe festgestellt, dass die tatsächlichen Einkommen zum Beispiel von Ärzten, Rechtsanwälten und Ingenieuren um 1,92 Mal höher seien, als diese offiziell angaben, berichtete am Mittwoch die Athener Zeitung "Kathimerini". Dadurch entgehen dem Staat der Studie zufolge 11,2 Milliarden Euro. Das Sparpaket, das die griechische Regierung mit den internationalen Geldgebern vereinbart hat, hat ein Volumen von 11,5 Milliarden Euro.

Besonders negativ fielen bei der Studie die Ärzte auf: Sie sollen demnach im Durchschnitt mindestens ein jährliches Einkommen in Höhe von 29.343 Euro nicht angegeben haben. An zweiter Stelle folgen der Zeitung zufolge die Ingenieure mit 28.625 Euro.

Die Regierung in Athen hat der Steuerhinterziehung mittlerweile den Kampf angesagt. In ganz Griechenland werden intensive Kontrollen durchgeführt. Vor allem Bars und Restaurants in den Touristenzentren des Landes werden kontrolliert.

(APA/dpa)

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50 Kommentare
 
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Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
23.08.2012 08:15
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Re: Re: Propagandameldung der Europäischen Planwirtschafter?

Eine vereinfachte Darstellung zur Information.

Staaten sind reine Einnahmen / Ausgaben Rechner. Es werden also keine Rechnungen gebucht, sondern nur die wirklich geflossenen Gelder. Es ist also so, dass sowohl bei den Staatsausgaben als auch Staatseinnahmen die real geflossen Beträge aufscheinen. Falsche Auszahlungen oder auch fehlenden Einnahmen scheinen daher in den Berechnungen gar nicht auf. Auch bei Griechenland handelt es sich daher um die praktische Abgabenquote von 42,7%, die Gelder sind geflossen!

Bei Unternehmen ist es etwas anderes. Da werden Rechungen sofort als Umsatz gebucht und auch die Umsatzsteuer ist sofort fällig und muss als Schulde des Unternehmens an den Staat gebucht werden. Das gilt auch dann wenn diese Rechnung lange nicht bezahlt wird, vielleicht gar nicht bezahlt wird. Die Unternehmen müssen also den Staat vorfinanzieren obwohl diese selber noch gar keine Einnahmen bekommen haben.

Gast: gast111
22.08.2012 17:13
0 0

traumhaft

"Die Regierung in Athen hat der Steuerhinterziehung mittlerweile den Kampf angesagt. In ganz Griechenland werden intensive Kontrollen durchgeführt. Vor allem Bars und Restaurants in den Touristenzentren des Landes werden kontrolliert."

aber die reichen und selbstständigen lässt man weiterhin in ruhe, die reeder, ausgerechnet die "ehrlichen" rechtsanwälte (scheint ja ein toller berufsstand mit hervorragenden grundsätzen zu sein), die ärzte, architekten, ingenieure usw

dafür dürfen die restlichen europäer geld zuschießen, damit die reichen weiterhin schön millionen außer landes bringen und in london teure immobilien kaufen können

Gast: Kleines Würstchen
22.08.2012 16:52
3 0

Wer soll das verstehen?

Es ist wirklich schwer zu begreifen, wieso die Griechen selbst geschont werden und nicht einmal ihre Steuern zahlen müsse und wir werden gezwungen über unsere Steuern Griechenland am Leben zu erhalten.
Wie soll man bei so einer Europapolitik noch Vertrauen in die EU-Politiker haben?

Antworten Gast: Halbwissen
22.08.2012 18:38
1 0

Re: Wer soll das verstehen?

Jeder lässt sich halt nicht so einfach versklaven !

So einfach ist das zu verstehen.
Leben Sie einfach so, das Sie ganz legal so wenig Steuern wie möglich zahlen !
Kein Auto, keine Zigaretten und nur das notwendigste arbeiten.

Gast: Liberty Force
22.08.2012 16:52
1 0

Notwehr

Griechenland geht pleite, ob mit oder ohne Sparpaket. Es macht keinen Sinn, einem Pleitestaat auch noch Geld nachzuwerfen!

Zu gegebener Zeit werden die Griechen selber entscheiden, wie sie leben wollen. Denn irgendwer muss ja die staatlichen Leistungen finanzieren.

Leider wandert das viele Geld jetzt als Zinszahlung an Hochfinanz und Banken, anstatt dem Land sinnvoll zugeführt zu werden. Die Griechen werden also gezwungen, ihre eigene Versklavung auch noch selbst zu bezahlen.

So gesehen, ist die Steuervermeidung schlicht Notwehr und für viele Leute sogar lebensnotwendig.

Erst, wenn die große Pleite überwunden ist, kann neu durchgestartet werden: Dann ist zu ermitteln, wie die- deutlich gesunkenen- Staatsausgaben bestritten werden sollen.

Antworten Gast: Antiradler
22.08.2012 18:57
2 0

Re: Notwehr

Ja, das stimmt schon...
Jetzt wandert fast das ganze Geld nur mehr zu den Banken, um die Zinsen tilgen zu können. Glaube für Rückzahlung selbst wird es sich nicht ausgehen.

Vergessen dürfen wir aber nicht, dass alles was nun an Krediten offen ist, auch an Geld geflossen ist, sich aber jetzt durch die Zinsen natürlich in unerschwingliche Höhe katapultiert hat.

Wenn die Griechen ihre Steuern zahlen würden, dann hätten sie kein Geld zum SCHMIEREN.

Aufgrund der Mentalität und Einstellung wäre es Zeit die Eurozone zu bereinigen oder die maroden Staaten werden die ganze Eurozone mit in den Abgrund ziehen.

http://www.meinbezirk.at/schoenkirchen-reyersdorf/wirtschaft/panikmache-euro-d324668.html

Re: Wenn die Griechen ihre Steuern zahlen würden, dann hätten sie kein Geld zum SCHMIEREN.

Dann auch bitte Österreich raus, denn unsere Finanzen sind nur beschränkt besser, weil verfälscht und zwar gewaltig. Vorsicht mit dem Fingerzeig auf Andere, wenn im eigenen Land genausoviel Dreck liegt

Gast: Halbwissen
22.08.2012 16:30
3 0

Dann wären die Beamten reich und die Ärtzte und Ingenieure arm !

Die Griechen tun gut daran es so zu lassen wie es ist.

Warum sollten Sie!

Gibt ja genug blöde europäische Steuerzahler!

Gast: Bodo Gauckkk
22.08.2012 16:24
1 0

So realistisch wie steuerzahlende österr. Bauern!!


Gast: Leser 6975
22.08.2012 16:12
0 0

brauchen

Der Konjunktiv von brauchen heißt brauchte, nicht bräuchte!

Antworten Gast: Demokrit
22.08.2012 20:00
0 0

Re: brauchen

Dieses "bräucht" stört auch mich schon lange. Ist genauso fasch wie: "Wenn ich räuchte...". Oder " Sinn machen". Etwas hat Sinn oder ergibt Sinn. Wir können keinen Sinn erzeugen oder "machen".(Diese falsche Übersetzung vom Englischen "makes sense" ist zu einer Plage geworden. Es ist ein pseudo- kosmopolitisches Imponiergehabe der deutschen Sprache nicht Mächtiger wie z. B. des ORF. Eine Qualitätszeitung wie die Presse sollte korrektes Deutsch schreiben, sollte man meinen.
"Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt" (L. Wittgenstein). Ich bin übrigens kein Lehrer.

Antworten Gast: sepplmair
22.08.2012 16:42
0 0

Re: brauchen

Lehrer?

Gast: porto5
22.08.2012 15:44
2 2

Steuern in GR???

Wenn in Griechenland Steuern so wie hier bei uns eingehoben würden, hätte Griechenland keine Finanzprobleme. Aber das wollen die ja nicht. Daran wird sich auch in Zukunft nicht viel ändern. Da bettelt man lieber andere an. Pfui, was für ein ehrloses Pack.

Antworten Gast: Markus Trullus
22.08.2012 19:14
0 0

Re: Steuern in GR???

Umgekehrt; wenn man die Postings der letzen Wochen liest, bekommt man den Eindruck, wir wollen ja dasselbe wie die Griechen: keine Steuern zahlen, keine Abgaben für Strom und Gas, leben wie im Schlaraffenland... wer will das nicht?????

2 1

und bei uns

glaubt denn irgend jemand, bei uns würden alle freiberufler (auch die oben angeführten, aber viele andere dazu) die angemessenen und rechtlich verpflichtenden steuern zahlen?
wie war das doch gestern im orf bezüglich stronach - wenn die gesetze so schwach gemacht sind, wir es jeder machen - steuern vermeiden

Antworten Gast: Vogel Strauss
22.08.2012 17:20
1 0

Re: und bei uns

Freiberufler u. Selbständige haben bei uns relativ wenig Möglichkeiten zum Steuernhinterziehen, dafür die vielen Handwerker, die pfuschen gehen ... aber das Geheule möchte ich nicht hören, wenn der Pfusch abgeschafft würde ...

Antworten Gast: gast111
22.08.2012 17:15
0 0

Re: und bei uns

darum bekommen die unselbstständigen einen 13ten und 14ten lohn als ausgleich

Antworten Gast: sepplmair
22.08.2012 16:44
1 0

Re: und bei uns

sie sind ja nicht selbstständig, sonst wüssten sie um die tatsächliche steuerlast (auch die oben angeführten) der selbstständigen!


Gast: Jagdhund
22.08.2012 14:47
2 0

Warum ist es nochmal die Pflicht des österr. Steuerzahlers Griechenland zu retten?


Antworten Gast: gast1984
22.08.2012 16:13
4 0

Re: Warum ist es nochmal die Pflicht des österr. Steuerzahlers Griechenland zu retten?

O-Ton der Volkszertreter: "Weil wir in der EU sind. Mitgehangen mitgefangen!"

3 0

Eurokratische, sozialistische Gerechtigkeit....


... ist, dass wir deren Steuern bezahlen.

Also, Österreicher, packt es an und arbeitet fleißig.

Habt Ihr schon einen Steuernummer in Griechenland?

Das wird das Nächste :-).

Gast: matilda
22.08.2012 14:40
2 0

keine überraschung

dass sich die beamteten kontrollore am liebsten in den bars und restaurants in den touristenzentren herumtreiben.
aber die betrügenden ärzte und ingenieure werden sie dort garantiert nicht finden.

Gast: DI
22.08.2012 14:30
0 0

Bla bla bla ..............

Seit Jahren immer dieselben Meldungen und keine brauchbare Lösung in Sicht. Die „intensiven Kontrollen“ werden genauso nichts bringen wie die vorhergehenden Maßnahmen.


 
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