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Athen bittet um mehr Zeit, Berlin bremst

22.08.2012 | 18:34 |   (Die Presse)

"Alles, was wir wollen, ist ein wenig Luft zum Atmen", forderte Samaras in einem Zeitungsinterview. Der griechische Regierungschef hofft auf einen Reformaufschub, Brüderle und Kauder lehnen das ab.

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Wien/Athen/Berlin/Ag. Kurz vor den wichtigen Treffen des griechischen Regierungschefs Antonis Samaras mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag in Berlin und mit Frankreichs Präsidenten Francois Hollande am Samstag in Paris hat Athen abermals um mehr Zeit für die Umsetzung der anstehenden Reformen gebeten. „Alles, was wir wollen, ist ein wenig Luft zum Atmen“, forderte Samaras in einem Zeitungsinterview. „Mehr Zeit bedeutet ja nicht automatisch mehr Geld.“

Doch in Berlin stößt der Konservative mit seinem Anliegen vorerst auf breite Ablehnung. „Die Kernzeitachse, die das Reformprogramm bis 2014 festlegt, darf nicht verschoben werden“, mahnte FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle am Mittwoch in einem Interview mit dem „Spiegel“. Samaras solle die Zusagen, die er gegenüber der Troika gemacht hat, nun endlich auch einhalten. Auch CDU-Fraktionschef Volker Kauder schloss „Nachbesserungen“ am Terminplan kategorisch aus und forderte den griechischen Regierungschef dazu auf, die Mitgliedschaft in der Eurozone zu überdenken: „Wenn einer die Anforderungen nicht mehr erfüllen kann, muss er die Entscheidung über den Verbleib in der Eurozone treffen.“

Sowohl Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker, der mit Samaras zusammen getroffen war, als auch Merkel betonten, dass vor dem Bericht der Troika im September keine Entscheidungen über neue Hilfszahlungen an Griechenland fallen würden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.08.2012)

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3 Kommentare
Gast: Isa
23.08.2012 10:14
0 0

Griechen haben keine Ahnung oder

sind wirklich nicht informiert.

Bekannte aus Deutschland waren letzte Wochen in Griechenland und erzählten für mich unglaubliche Dinge.

Viele Griechen hassen momentan die Länder wie Deutschland, Österreich, Holland, da man verbreitet, diese Länder wären durch ihre Gier und das Nichtbewilligen der Gelder Schuld, am Problem von Griechenland und man versteht nicht, warum man nicht solidarisch ist. Auch wäre ein Europa ohne Griechenland ein "armes" Europa.

Nun ja............... es kommt immer drauf an, von welchem Standpunkt man was sieht, bzw. mit welchen Informationen man gefüttert wird.


Antworten Gast: maxx
23.08.2012 22:53
0 0

Re: Griechen haben keine Ahnung oder

Tja, bei uns sind halt die "bösen Spekulanten aus der USA" an den Problemen schuld und in Griechenland die "bösen Deutschen, Österreicher und Niederländer".

Gast: wer wenn nicht er
23.08.2012 09:06
1 0

Wie schwer kann es sein...

...die überzogenen Pensions- und Beamtengehaltserhöhungen der EUR-Jahre wieder zurück zu nehmen?

...X% freiwerdender Beamtenstellen nicht mehr nachzubesetzen?

...ein strenges Antikorruptionsgesetz (z.B. fristlose Entlassung bei Geschenksannahme) zu erlassen und anschließend streng zu überwachen?

...Steuern effizienter einzutreiben?

...ein öffentliches Grundbuch aufzubauen um darauf basierend Grundsteuer, Grunderwerbssteuer etc. einzuführen und - vor Allem - staatliches Land zum Kauf anzubieten?

...bürokratische Hürden für Investitionen abzubauen (inkl. zugehörigen Beamtenheeren)?

...die Armee zu halbieren?

Nach 4 Jahren um Aufschub zu bitten ist ein Witz.

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