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Athen will 30 Milliarden Euro durch Privatisierungen

22.08.2012 | 20:15 |   (DiePresse.com)

Regierungschef Samaras erwägt nun auch den Verkauf der Eisenbahn. Eurogruppen-Chef Juncker gibt Griechenland indes eine "letzte Chance".

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Griechenlands Regierungschef Antonis Samaras will durch Privatisierungen innerhalb von vier Jahren insgesamt 30 Milliarden Euro einnehmen. "Unser Ziel ist es, 30 Milliarden Euro bis 2016 zu erlösen", sagte Samaras der "Süddeutschen Zeitung". "Aber wir werden noch mehr tun", fügte Samaras hinzu. "Ich sage, warum verkaufen wir nicht auch die Eisenbahn? Oder: Warum etwa soll der Staat Wettbüros besitzen?" Griechenland sei "sehr reich an Ressourcen".

Samaras wies zugleich auf Schwierigkeiten bei den Privatisierungen hin. "Jedes mal, wenn ein deutscher, niederländischer oder österreichischer Politiker unseren Euro-Austritt ins Gespräch bringt, denke ich: Wie soll ich da Staatsbetriebe privatisieren?", sagte der Ministerpräsident, der am Freitag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin zusammentrifft. "Welcher Unternehmer investiert Euros bei uns, wenn er vielleicht Drachmen zurückkriegt?"

"Garantiere für Rückzahlung der Kredite"

Die griechische Regierungskoalition sei entschlossen, ihre Verpflichtungen gegenüber den Geldgebern zu erfüllen, versicherte Samaras. Sie habe ein neues Sparpaket im Umfang von 11,5 Milliarden für die Jahre 2013 und 2014 aufgelegt. Diese Summe hatte Griechenland mit den internationalen Geldgebern vereinbart. Samaras sagte in dem Interview, er "garantiere persönlich" für die Rückzahlung der deutschen Hilfskredite, die weit mehr 100 Mrd. Euro ausmachen.

Der Regierungschef erwartet, dass die Einzelheiten des neuen Sparpaket in den nächsten zwei bis drei Wochen feststünden und "dass das Parlament dann darüber abstimmt". In der Vergangenheit sei "viel falsch gelaufen", sagte Samaras. Viele Griechen hätten keine Steuern gezahlt. "Wir müssen sicherstellen, dass das aufhört."

Samaras traf am Mittwoch auch mit Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker zusammen. Der Luxemburger wies Forderungen nach einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone abermals energisch zurückgewiesen. "Ich möchte sagen, dass ich absolut dagegen bin, dass Griechenland aus der Eurozone austritt", sagte Juncker am Mittwoch in Athen. Ein solcher Austritt würde die gesamte Währungsunion gefährden.

"Es ist die letzte Chance"

Allerdings verlangte Juncker von Griechenland weitere Anstrengungen zur Bewältigung der hohen Verschuldung. "Die weitere Konsolidierung der öffentlichen Finanzen Griechenlands ist von absolut vorrangiger Bedeutung", sagte er. "Es ist die letzte Chance für Griechenland." "Robuste und glaubwürdige Schritte" seien notwendig. Außerdem müsse Athen bei Strukturreformen etwa am Arbeitsmarkt aktiver vorgehen, forderte Juncker. Er fügte hinzu: "Der Privatisierungsprozess, der versprochen wurde, muss neu gestartet werden." Mehrfach betonte Juncker, das Land leide unter einer Glaubwürdigkeitskrise.

 

(APA/AFP/dpa)

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37 Kommentare
 
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Daß wieder Geld nach Griechenland fließt...


....daran zweifelt wohl keiner.

Die wirklich schwierige Aufgabe der Eurokraten ist doch nur, Lügen zu erfinden, wieso das Geld fließt.

4 0

Verlogen - verlogener - Politiker - Junker


Gast: DI
23.08.2012 09:10
2 0

Seit Jahren immer nur bla bla bla

und keine einzige brauchbare Lösung in Sicht.

Gast: bird
23.08.2012 08:51
5 0

Ich bin kein Ökonom, aber

- Warum übernimmt die "Troika" nicht Eigentum in Griechenland? Wenn die Regierung den Verkauf nicht zusammenbringt, warum "hilft" man nicht nach?

- Warum kümmert sich die EU nicht massiv um die Steuerhinterziehung der Griechen im Ausland? In der Schweiz? Lichtenstein? Und...

- Warum werden die unnötigen und überdimensionierten Waffenkäufe nicht "storniert"? Sind vielleicht Deutschland und Frankreich die Hauptlieferanten? Wie war's dabei mit Schmiergelder?

- Warum müssen wir bei der Überwachung der Außengrenze helfen? Wenn doch Griechenland eine so starke Armee hat?

Ich schätze Griechenland und möchte es unbedingt im Euro-Raum wissen.
Aber die Sümpfe müssen trocken gelegt werden. Das ist ja im Raum Saloniki in den letzten Jahrhunderten auch gelungen...

Gast: TT1
23.08.2012 08:40
3 1

Ich bin erstaunt

Juncker hält als Eurosprecher die Pressekonferenz? Was sagt Fekter dazu?

Gast: Griessmeyer W
23.08.2012 08:18
2 0

Die letzte Chance

Vor der Allerletzten?

4 0

Wieder einmal...

...die letzte Chance. Bis zur nächsten. Die Verantwortlichen handeln als ob es nur um politische Spielereien ginge und nicht um unser aller Vrmögen. Das ist unverantwortlich. Die Krise ist ein Lehrstück das zeigt das wirtschaftlicher Druck nicht durch politische Vereinbarungen ersetzt werden kann. Die Politik erkennt ihre Grenzen nicht.

Kreditrückzahlung

Wenn Samaras "persönlich" für die Rückzahlung deutsche Kredite Bürgen will muss er wohl vermögenslos sein.


"Es ist die letzte Chance"

Und es werden noch viele Hilfspakete folgen!

2 1

Jeder vernünftige Politiker aus der Euro-Zone weiß was zu tun wäre -

aber niemand möchte jener sein, auf den die anderen dann hinzeigen und sagen "Er/Sie hat die Griechen rausgeschmissen". Deshalb zahlen wir weiter und hören weiter die Märchen aus Griechenland.

es gibt auch kein vernünftiges Argument,

warum Spielbanken, Eisenbahnen, Energieunternehmen, Häfen, Hotels, Wohnhäuser im Besitz des Staates sein sollen, der die Unternehmen dann nur abwirtschaftet, ruiniert und als Selbstbedienungladen für staatliche Funktionäre missbraucht.

Re: es gibt auch kein vernünftiges Argument,

Vor der Privatisierung des Hafens Piräus musste man auf die Übernahne eines 42" Containers 1- 2 Tage warten. Zu den Kosten von € 2.000 bis € 4.000 kamen noch die Standzeiten der LKWs. Importe via Rotterdam waren billiger.
Nach Übernahme durch einen chinesischen Investor kann jetzt der Container zum vorgegebenen Zeitpunkt mit einer Toleranz von einer halben Stunde übernommen werden, Übernahmekosten € 450 !

Wie viele letzte Chancen gibt es eigentlich?

Was kommt danach? die alleralleraller....letzte Chance?-einfach lächerlich!

Griechenland sei "sehr reich an Ressourcen"-dann sollen sie diese auch nutzen!

Gast: Isländer
23.08.2012 06:46
3 0

Island

Wollt ihr das Island-Modell oder wollt ihr das Merkel-Modell? Die Regierung soll uns abstimmen lassen.
Oder ist das Merkel-Modell alternativlos?

Re: Island

dann erklären Sie uns "das Island-Modell". Ich sehe in Island nur Belastungen zukünftiger Generationen. Das einzige, das Island retten kann sind die Resourcen.

Antworten Antworten Gast: Isländer
23.08.2012 07:52
1 0

Re: Re: Island

Dann empfehle ich ihnen die Sendung Plus-Minus in der ARD auch im Internet zu finden.

Re: Re: Re: Island

Plus-Minus in der ARD, diese links-faschistische Propaganda. Ist wohl keine Referenz.

Gast: Isländer
23.08.2012 06:34
4 0

ISLAND

Der ORF müsste zur besten Sendezeit den Bericht von Plus-Minus über Island bringen damit die Menschen in Österreich endlich aufwachen und sehen wie sie von unserer Regierung beschissen werden.

Gast: Isländer
23.08.2012 05:33
4 1

Island

Warum berichten "Die Presse" und die Medien nicht einmal über Island? Sagt doch den Menschen das,das was Merkel will nicht die Lösung sondern der Untergang ist. DER RUIN,Merkel bedeutet nichts anders als RUIN,Armut und Bürgerkrieg.

Antworten Gast: Vogel Strauss
23.08.2012 08:21
1 1

Re: Island

Kampfposter aus der Löwelstraße ...

Gast: karl schnitzel
23.08.2012 05:23
3 1

ausverkauf

griechenland wurde jahrzehntelang auf kosten der allgemeinheit ausgepresst. die reichen, wenigen familien, haben ihr geld ausser landes gebracht.nun wird groß eingekauft.gleiches spiel.anderes land.armes griechenland.

Wie wäre es, einfach die Steuern zu bezahlen

und die Schwarzgeldmilliarden aus diversen Steuerhinterziehungsoasen zu holen?

Gast: mr67jed5r
23.08.2012 02:05
7 0

Wie kann jemand persönlich für 100 Mrd Euro garantieren,

wenn er nicht Bill Gates heißt?

Gast: nye
23.08.2012 01:29
2 0

junck, juncker, am juncksten

Wieviele "letzte Chancen" gibt es eigentlich? 10, 100, 1000? Gibt´s da eine Regel, oder können es theoretisch auch unendlich viele sein? Juncker sollte das möglichst bald klarstellen...oder kommt nach der letzten "letzten Chance" die erste "allerletzte Chance"?

Re: junck, juncker, am juncksten

sorry-wollte Sie nicht kopieren. Der war so aufgelegt mit der "letzten Chance"

 
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