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Portugal nimmt 2012 drei Mrd. Steuern weniger ein

23.08.2012 | 15:26 |   (DiePresse.com)

Aufgrund des Konsumrückganges werden heuer drei Milliarden Euro an Steuern weniger als erwartet eingenommen. Starke Einsparungen sollen das Minus teilweise ausgleichen.

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Portugal wird in diesem Jahr drei Milliarden Euro weniger an Steuern einnehmen als zunächst veranschlagt. Das für 2012 festgelegte Haushaltsdefizit-Ziel von 4,5 Prozent des BIP wird das Land ohne zusätzliche Sparmaßnahmen nicht mehr erreichen. Das erklärte das Finanzministerium in Lissabon der Zeitung "Público".

Im März rechnete die Regierung noch mit einer Zunahme der Steuereinnahmen um 2,6 Prozent. Die Wirtschaftszeitung "Diario Económico" schätzt, dass die Einnahmen um drei Milliarden Euro sinken werden.

Die Auflagen des 78 Milliarden Euro schweren Hilfspakets von EU, EZB und IWF sehen für 2012 außerdem eine Ausgaben-Reduktion von 1,7 Prozent vor. Dieses Ziel werde man laut dem Finanzministerium erreichen.

Gutes Ergebnis 2011 wegen Einmaleffekten

Portugal hängt seit 2011 am internationalen Finanztropf. Mit einem Haushaltsdefizit von 4,2 Prozent des BIP konnte das ärmste Land Westeuropas 2011 sein Sparziel deutlich übertreffen. Dazu wurden Ausgaben gekürzt und viele Steuern angehoben. Das sehr gute Ergebnis war aber nur möglich, weil der Staat sich von den vier größten Banken des Landes sechs Milliarden Euro aus Pensionskassen auszahlen ließ.

(APA/ Reuters)

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4 Kommentare

Keine anständigen Löhne

Kein Konsum PUNKT

Antworten Gast: wer wenn nicht er
24.08.2012 19:08
0 0

Re: Keine anständigen Löhne

Leistungsbilanzdefizit = Löhne höher als die Produktivität, mehr Konstum als Produktion.

Löhne höher als die Produktivität = Niedergang der Wirtschaft mangels Wettbewerbsfähigkeit.

Niedergang der Wirtschaft = wachsende Arbeitslosigkeit, sinkende Steuereinnahmen, wachsende Sozialausgaben und somit in Summe explodierende Haushaltsdefizite.

Explodierende Haushaltsdefizite = rasch wachsende Schuldenberge, schwindendes Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit.

Schwindendes Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit = explodierende Zinsen für Staatsanleihen.

Anders gesagt: Die überzogenen Lohnzuwächse der vergangenen 10 Jahre sind die Ursache aller Probleme des Südens.

PUNKT.

Noch anders gesagt: Ihr Posting suggeriert dass starke Lohnerhöhungen in Portugal, Griechenland etc. deren Probleme lösen könnten. In Wahrheit wäre das der endgültige Todesstoß für die dortigen Ökonomien.

RUFZEICHEN.

Gast: Antiradler
23.08.2012 18:15
0 0

Händeringend

kann ich die Österreichischen Politiker nur bitten, doch endlich auch Geld vom Rettungsschirm anzufordern.

Wir versprechen alles, Herr xy..... kann ja auch erklären, er zahlt persönlich zurück, wie das alles funktioniert, da holen wir uns Entwicklungshilfe aus Griechenland.

Jedenfalls sollten wir es machen, bevor unser Geld weg ist und wir noch schlechter dastehen, als die südlichen Länder dann dastehen werden und über uns lachen.

Portugal wird ein 2. Hilfspaket benötigen und realistischerweise auch einen Schuldenschnitt

Ist für Portugal bald der Traum vom Euro nach den Griechen vorbei?

http://www.meinbezirk.at/schoenkirchen-reyersdorf/wirtschaft/panikmache-euro-d324668.html

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