18.05.2013 17:50 Merkliste 0

Unilever: Konsumriese sieht Armut in Europa

27.08.2012 | 18:02 |   (Die Presse)

In den von der Rezession geplagten Ländern Südeuropas ist die Kaufkraft stark geschrumpft. Der Unilever-Konzern will darauf mit Minipackungen reagieren. Die Österreicher sparen indes nicht beim Konsum.

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Wien/JUK/JPS. Wer kauft Waschmittel, das gerade einmal für fünf Wäschen reicht? Eine Packung Shampoo, die nach dem ersten Mal Haare waschen aufgebraucht ist? Die Spanier, sagt der Chef des Konsumgüterriesen Unilever, Jan Zijderveld. „Die Armut kehrt nach Europa zurück. Wenn ein Spanier 17 Euro pro Einkauf ausgibt, dann kann ich ihm kein Waschmittel für die Hälfte seines Budgets verkaufen“, so Zijderveld in der „Financial Times Deutschland“.

Und so will der Konzern, der Markenartikel wie Cif, Coral, Dove oder Maggi herstellt, in den von der Rezession geplagten Ländern Südeuropas künftig dieselbe Strategie wie in asiatischen Schwellenländern fahren: Er schrumpft Packungsgrößen auf x-small. So sollen sich auch jene Menschen, die aufgrund der Krise den Gürtel enger schnallen müssen, weiterhin Markenprodukte leisten können.

Kaufkraft seit jeher niedriger

Ganz neu sei dieses Konzept jedoch nicht, sagt Handelsexperte Andreas Kreutzer vom Berater Kreutzer Fischer & Partner. Denn in Griechenland oder Spanien habe es schon vor der Schuldenkrise Lebensmittel in kleineren Packungen gegeben, da die Kaufkraft dort seit jeher niedriger sei als in Österreich und Deutschland. „In Österreich bekommen sie etwa Kaffee gar nicht in der im Süden üblichen 125-Gramm-Packung.“

Heimische Branchenvertreter vermuten hinter der Verkleinerung der Packungen auch einen anderen Beweggrund: „Mein Rat an die Konsumenten: Man sollte jene Lieferanten eher meiden, die den Packungsinhalt verringern, ohne den Preis zu reduzieren“, sagt WU-Handelsexperte Peter Schnedlitz.

Denn kleinere Artikel sind für den Konsumenten nur dann billiger, wenn der Preis pro Liter oder Kilo niedriger ist. Meist ist dies jedoch umgekehrt. „Kleinere Packungen bedeuten für die Industrie nicht selten Zuwächse bei den Margen“, sagt Kreutzer. Es sei jedoch ohnehin unwahrscheinlich, dass die Minipackungen auch in heimischen Supermarktregalen großflächig Einzug halten. Denn auch wenn hierzulande darüber gestritten wird, ob die Kaufkraft gestiegen oder gesunken ist – je nachdem, mit welcher Inflationsrate gerechnet wird: „Die Österreicher sparen nicht“, sagt Kreutzer.

Das zeigt auch die Konsum-Erhebung 2009/2010 der Statistik Austria. Die Ausgaben eines durchschnittlichen Haushalts für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke sind mit 352 Euro beziehungsweise zwölf Prozent der gesamten Haushaltsausgaben annähernd stabil geblieben. In der Erhebung 2004/2005 belief sich der Anteil auf 13 Prozent. Auch die Ausgaben für Waren für den Haushalt und Körperpflege sind mit 1,1 Prozent beziehungsweise 2,6 Prozent konstant geblieben.

Keine Umsatzverluste im Handel

„Wenn es einen Kaufkraftverlust gab, hat er uns nicht betroffen“, sagt etwa DM-Österreich-Chef Martin Engelmann (siehe Interview unten). So sieht Berater Kreutzer in Österreich auch keine Notwendigkeit für Industrie und Händler, Krisenstrategien wie für Spanien zu entwerfen.

Stark zugelegt haben hierzulande zuletzt jedoch die Eigenmarken der Handelskonzerne. Rewe (Billa, Merkur, Adeg, Penny)  hat mittlerweile einen Eigenmarkenanteil von 20 Prozent, Spar sogar 35 Prozent. Die Rewe-Billigmarke Clever hält bei 340 Artikel, das Spar-Pendant S-Budget bei 370 Produkten. Tendenz steigend.

Die Eigenmarken seien jedoch nicht entwickelt worden, um einem gestiegenen Kundenbedürfnis nach billigen Produkten Rechnung zu tragen, sagt Kreutzer. Sondern um sich besser vom harten Wettbewerb abzugrenzen. „Der Anteil der Produkte im Preiseinstiegssegment, den die Österreicher kaufen, ist nicht signifikant gestiegen.“ Es seien nur billige Industrieartikel durch billige und stark beworbene Eigenmarken des Handels ersetzt worden.

Auf einen Blick
Der Konsumgüterkonzern Unilever sieht die Armut in Europa einkehren. In Spanien will Konzernchef Jan Zijderveld kleineren Geldbörsen mit geschrumpften Packungsgrößen, etwa Waschpulver für fünf Maschinen, Rechnung tragen. Für Österreich dürften derartige Pläne nicht gelten, glauben Handelsexperten. Der Konsum hält sich stabil. Billige Handelsmarken gewinnen zwar an Bedeutung, sind jedoch kein Indiz, dass die Österreicher weniger Geld für Alltagsgüter ausgeben.

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339 Kommentare
 
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Antworten Gast: niq
28.08.2012 08:21
0 0

Re: Testmärkte Slums

Ihre Kommentare treffen exact den Punkt.
In den USA gibt es ähnliche Erscheinungen, da werden z.B. mit Zwischenfinanzierungen für Leute ohne Bankverbindung Erträge erzielt dass man mit den Ohren wackelt (z.B. Payday loans).

Schon seit einiger Zeit ist es auch in Österreich legal für Slumadressen höhere Versicherungsprämien zu verlangen.

Als nächstes kommt dann der Slum-Browser auch zu uns.

naja

früher oder später werden die leute dort hoffentlich überzuckern, dass ihnen die kleinpackungen in summe mehr kosten als normale. vielleicht kapieren dann die manager, dass leute rausschmeißen alleine noch keine gute wirtschaft macht, da ja auch die kaufkraft geschwächt wird.

0 0

Kaufen sie nach dem Kilopreis der im Regal

angeführt wird? Oder nach dem Preis des Produktes?

Ich bin mir da nicht so sicher. Alleine wenn man die Preise bei den Olivenölen ansieht ist es schlichtweg verwirrend.

Es ist schlichtweg aufgabe des Verbrauchers darauf zu achten. Der Gesetzgeber hat die Kennzeichnung gesetzlich festgelegt. Nur prankt der tatsächliche Preis in großen Lettern vor dem Produkt. Der Kilo- bzw. Literpreis nur kleingedruckt auf dem Regal.

Das ist aufgabe des Verbrauchers, darauf zu achten.

Das ist aufgabe des Verbrauchers, darauf zu achten

Wenn die größte Verpackungsmenge plötzlich statt 500g nur mehr 425g-selbstverständlich zum gleichen Preis-ist.
Der Beschi.. funktioniert doch immer gleich-zuerst werden die Mengen verkleinert und dann der Preis heraufgesetzt. Und wenn gar nichts mehr geht, die Rezeptur minderwertiger gemacht. Preiserhöhungen gemäss der Inflationsrate wären ja in Ordnung-nur das sorgt nicht für steigende Gewinne der Konzerne.

Re: naja

Also ich bin mir da nicht so sicher das die Leute dort überzuckern das Kleinpackungen teurer sind. Die Leute in Asien haben nicht nur wenig Geld, sie können leider noch viel weiniger damit umgehen. Vielfach ist es so, das Geld daß man irgendwie verdient hat, am gleichen Tag gleich wieder ausgegeben wird, ohne ein bißchen in die Zukunft zu denken. Da kauft man lieber heute 20 dag Reis für sagen wir umgerechnet 50 Cent, anstatt zu warten bis man 100 Cent zusammen hat um damit 1 kg Reis zu kaufen.

Re: Re: naja

naja, wenn sie heute Hunger haben..

Gast: TrashforMostofDummies
27.08.2012 19:17
1 2

Schöne Welt des Konsums in kurzen Glückspackungen

Kompletter Scheißendreck. Ab in die Tonne.

Gast: Konservativer
27.08.2012 19:03
3 0

Taliban enthaupten 17 afghanische Zivilisten.

Diese Nachricht könnte hier kolportiert werden, wenn die "Presse" ihrem Informationsauftrag nachkäme.

Re: Taliban enthaupten 17 afghanische Zivilisten.

Was gehen mich die verrückten in größter ferne an, wenn es um den "supermarkt" an nächster ecke geht. dass wir von lobbys und kartellen dumm gehalten werden, und wie die schafe brav unsere haare lassen, dass die uns aufs aug' gedrückte massenware gegen die vernunft, gesundheit und ethik weiterhin entwicktelt wird, darüber wird es zeit zu diskutieren!

Teurere Waschmittel gegen Armut?

Kleinere Packungen sind meist pro Mengeneinheit teurer. Und gerade Arme sind nicht so dumm, das zu übersehen.

Was will uns Unilever da einreden?

Antworten Gast: grösso
27.08.2012 20:00
4 1

Re: Teurere Waschmittel gegen Armut?

Bis in die 1960er Jahre gab es auch bei uns Mangelmärkte, wo sich die Produktmengen, nach denen große Nachfrage herrschte, weil Unterversorgung war, mit den begrenzten Budgets (Finanzierungsvolumina) der Haushalte orientiert haben: kleinere Mengeneinheiten. 10 Deka Extra beim Greißler, 1 Banane, und 30 Schrauben beim Eisentandler.

Dann begann in den 1970ern die Schuldenmacherei - erst bei den Staaten, um über mehr Geld die Nachfrage zu steigern (bei gleichzeitiger Kostenersparnis, was man "Effizienz" nennt), was sich bald auf die Haushalte übertragen hat: ab den 1980ern machte jeder Schulden. Vorher hat das Sparen "auf etwas" zusätzlich die Kaufmöglichkeit auch noch eingeschränkt. Bis in die späten 1970er hatte man meist nicht einmal ein Konto.

Damit blies man natürlich Luft ins Feuer, und die Konjunktur "brummte".

Nun ist das Ende der Fahnenstange in Sicht. Kredite müssen auch einmal zurückgezahlt werden, sie können nicht mehr viel länger über zukünftige Effizienzsteigerung immer weiter gestreckt werden. Die Katze beißt sich längst in den Schwanz: nun muß gespart werden, und damit kommt das Problem des nicht mehr möglichen Befeuerns durch weitere Kredite.

Und damit fällt ganz sicher langfristig auch die Liquidität der Haushalte. Die Greißler kehren zurück, um es salopp zu sagen. Anzeichen dafür gibt es längst, in D auch schon einige Ladenketten, die mit diesem (alten) Konzept frischen Wind kriegen.

Re: Re: Teurere Waschmittel gegen Armut?

Es geht nicht, dass alle Schulden machen.

Pro Euro Schulden muss ein Euro gespart werden ;-)

Soviel zur Mär, dass irgendwann "alle Schulden machen".

Antworten Antworten Gast: mangel?geh
27.08.2012 21:51
1 1

Re: Re: Teurere Waschmittel gegen Armut?

Mangelmärkte? Was redest du für ein Blödsinn! Österreich war nie DDR oder sonst ein komm. Land!

Antworten Antworten Antworten Gast: niq
28.08.2012 08:25
0 0

Re: Re: Re: Teurere Waschmittel gegen Armut?

lieber mangelriese,

kann mich noch gut daran erinnern dass Zigaretten einzeln verkauft wurden . . . . ja, in Österreich.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: mangel?geh
28.08.2012 19:28
0 0

Re: Re: Re: Re: Teurere Waschmittel gegen Armut?

Ich rede nicht von Luxusgütern - denn Zigaretten braucht echt keiner.

Antworten Antworten Antworten Gast: grösso
28.08.2012 07:38
0 0

Re: Re: Re: Teurere Waschmittel gegen Armut?

In der Zeit des Wirtschaftswunders - der erste richtige Knick kam ja dann Ende 60, und endgültig gedreht hat es sich in den 70ern - ging "alles" (wie meine Verwandten es nennen), wenn es halbwegs vernünftig war. Es war immer mehr Nachfrage als Angebot. Und die Leute waren hungrig nach Produkten. Man konnte "etwas aufbauen" - so nennen ältere Geschäftsleute das. Erstmals waren in den 1970ern die Märkte gesättigt, und der Wettbewerb der Unternehmer verlagerte sich auf andere Prinzipien - in der Verdrängung. Das ist etwas anderes als bloße Konkurrenz. In den 80ern begannen dann die großen "Strukturbereinigungen", ganze Branchen kippten (Photo, Schuhe, Textil; Möbel haben z. B. bis Ende der 90er gebraucht, dann traf es auch die; Lebensmittel liegen zeitlich dazwischen) Nun herrschte vor allem das Mengen-/Kosten-Prinzip. Und Ketten bekämpften einander schon rein aus Marktflächenpräsenz, bis manchen die Luft ausging. In der Periode wurden auch die Packungen immer größer, aus Kosten-/Preisgründen, und Künsumüberfluß, weil kein Liquiditätsproblem mehr bestand (ein Schuldenproblem wurde). Bis in die 70er wurde "geredet", wenn jemand "Schulden" hatte. Es war nicht üblich.

Auch wenn die Boomzeit der Nachkriegsjahrzehnte (v. a. Ost-Ö hinkte 10 Jahre - Besatzungszeit - hinter D nach) mit Planwirtschaft nicht vergleichbar ist. Wo ja die einzige Planziffer, die erfüllt werden konnte, das Drucken von Geld war. Die Inflation blieb aufgrund der Preisregelungen nur verdeckt (in der "Bückware

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: mangel?geh
28.08.2012 19:29
0 0

Re: Re: Re: Re: Teurere Waschmittel gegen Armut?

Wow, so hungrig waren wir?

Re: Re: Re: Re: Teurere Waschmittel gegen Armut?

Das Problem unseres Wirtschaftssystem ist, wie Sie sehen, dass wir nur mit gleichmässiger oder steigender Nachfrage zurechtkommen. Dies ist jedoch physikalisch gar nicht möglich.

Antworten Gast: grösso
27.08.2012 19:59
0 0

Re: Teurere Waschmittel gegen Armut?

Bis in die 1960er Jahre gab es auch bei uns Mangelmärkte, wo sich die Produktmengen, nach denen große Nachfrage herrschte, weil Unterversorgung war, mit den begrenzten Budgets (Finanzierungsvolumina) der Haushalte orientiert haben: kleinere Mengeneinheiten. 10 Deka Extra beim Greißler, 1 Banane, und 30 Schrauben beim Eisentandler.

Dann begann in den 1970ern die Schuldenmacherei - erst bei den Staaten, um über mehr Geld die Nachfrage zu steigern (bei gleichzeitiger Kostenersparnis, was man "Effizienz" nennt), was sich bald auf die Haushalte übertragen hat: ab den 1980ern machte jeder Schulden. Vorher hat das Sparen "auf etwas" zusätzlich die Kaufmöglichkeit auch noch eingeschränkt. Bis in die späten 1970er hatte man meist nicht einmal ein Konto.

Damit blies man natürlich Luft ins Feuer, und die Konjunktur "brummte".

Nun ist das Ende der Fahnenstange in Sicht. Kredite müssen auch einmal zurückgezahlt werden, sie können nicht mehr viel länger über zukünftige Effizienzsteigerung immer weiter gestreckt werden. Die Katze beißt sich längst in den Schwanz: nun muß gespart werden, und damit kommt das Problem des nicht mehr möglichen Befeuerns durch weitere Kredite.

Und damit fällt ganz sicher langfristig auch die Liquidität der Haushalte. Die Greißler kehren zurück, um es salopp zu sagen. Anzeichen dafür gibt es längst, in D auch schon einige Ladenketten, die mit diesem (alten) Konzept frischen Wind kriegen.

Gast: b754
27.08.2012 18:51
4 5

Huch, ich spar sowieso nicht beim essen, da spar' ich lieber bei der Energie!

Beispielsweise dusche ich nur einmal im Monat, wenn ich im SOMA einkaufen bin - da gibt's so geile Duschen, braucht man nur eine Rabatt-Marke vom Amt sich holen. Auto hab' ich auch keines, da ich bei der Führerscheinprüfung dreimal durchgerasselt bin - dann hab ich's aufgegeben.
Und wenn man abends mal beim Billa Container vorbeischaut findet man oftmals neuwertige und vor allem essbare Waren darin.
Internet Anschluss hab' ich diese 20 Gratis-MB von Drei.
Ach, seit Rot/Grün in Wien herumwerkelt hat sich meine Lebenssituation drastisch verbessert. Dies ist auch der Grund warum ich hoffe, dass das Wiener-Erfolgsmodell 2013 auch auf Bundesebene fortgesetzt wird.

Gast: Niedersachse
27.08.2012 18:46
5 0

Niedersachsen tritt aus der BRD aus, das habe ich schon festgezurrt und wir kaufen nur noch beim Bauern

Die These von Unilever ist sicher richtig, Europa verarmt. Aber der Ausweg eine Falle.
Österreich muß aus der EU austreten, solange es noch über die Kraft verfügt. Die EU zerrt die Länder aus und ursächlich sind sicher Multinationale-Konzerne wie Unilever, deren Struktur sich krakenartig über Europa erstreckt.

Vorschlag: der Austritt wird begleitet von einer echten Energiewende. Wer die Energie hat, hat die Macht und wird weniger erpressbar. Eigene Energie ist der Schlüssel zur Demokratie von unten.

Statt dieser vom Bürger subventionierten Windgodzillas sollten sich die Länder Österreichs mit Vertikalturbinen beschäftigen. Vertikalturbinen sind 10 mal so effizient (sic!) wie Windgodzillaa, kleiner als die Bäume und sie lassen sich sehr dicht aufstellen. Angeordnet wie ein Fischschwarm läßt sich die Effizienz noch weiter steigern.
Statt vom Windpark sollte vom Vertikalkraftwerk gesprochen werden, um keine Animositäten zu wecken.

Das Vertikalkraftwerk kommt in die Hände der Landesregierungen (hoffe es gibt sowas, ansonsten bitte das Pendant einfügen). Die hätte damit eine dauernde Einnahmequelle.
Schließlich würde der Strom nahezu umsonst produziert und der Strompreis langfristig sinken.

Auf die Dächer der Privat- und Mietsäuser kommen Sonnenkollektoren. So gäbe es für jeden immer Strom. Also ganz abstellen ließe es sich nie.
Und die Industrie wird verdonnert, ihre häßlichen Gebäude mit Kollektoren zu verschönern - rundum.

"Standard.at Fischschwarm-Prinzip" googlen

Antworten Gast: grösso
28.08.2012 08:07
0 0

Re: Niedersachsen tritt aus der BRD aus, das habe ich schon festgezurrt und wir kaufen nur noch beim Bauern

Ich bin mir nicht sicher ob man einfach sagen kann, daß Europa verarmt. Ob es nicht vielmehr so ist, daß wir auf unseren eigentlichen Boden zurückkehren?

Wenn man sich anschaut, wie sehr unser "Wohlstand" auf Kreditwirtschaft aufbaut, wie sehr die Staatsquote gestiegen ist (die ja zu Steuern wird), wenn man dazurechnet, wie viel an Verpflichtungen wir in die Zukunft verschoben haben - dann wäre es interessant mal durchzurechnen, was vom "Wohlstand" der letzten 30 Jahre überhaupt noch bleibt. (So wenig so eine Rechnung tatsächlich und exakt möglich ist.)

Antworten Gast: Halbwissen
27.08.2012 19:16
0 1

Re: Niedersachsen tritt aus der BRD aus, das habe ich schon festgezurrt und wir kaufen nur noch beim Bauern

Was verstehen Sie unter Vertikalkraftwerk ?

2 1

Gute Idee! Die Europäer leiden eh unter Adipositas, da können kleinere Portionen...

...nur gesundheitsfördernd sein.

Nicht nur die Armut....

Die Dummheit und die Gier der Konzerne und der Politiker ist schon lange in Europa anwesend. Und das produziert die Armut.
Innovation und Erfindungsgeist inklusive Arbeitsplätze sind nach Asien transferiert worden.

Gast: Niedersachse
27.08.2012 18:02
2 0

weil man Apple-Produkte nicht essen kann

Die Verpackungen könnten im ersten Schritt an den Inhalt angepaßt werden, dann wäre sie nur noch halb so groß.


Gast: bbc
27.08.2012 17:58
3 2

Lebensmittel wie Appel-Produkte

Ja bitte - darauf wartet der Konsument - eine Patentsteuer auf "Innovationen" wie zum Beispiel Butter mit abgerundeten Ecken, Grundnahrungsmitteln wie Mehl und Milch, die man nur mit anderen Appel Produkten kombinieren kann und Patentkriege um grundlegene Dinge wie die Präsentation eines Apfels.

Und zahlen darf das alles natürlich der Konsument.

5 0

Mehr Verpackung !

Kleinere Packungsgrößen bedeutet, dass ich mehr Geld für Verpackung ausgebe und mehr Müll produziere. Unilever würde uns damit einen Bärendienst erweisen.

Das Beispiel ist wirklich dumm gewählt, weil Waschmittel recht haltbar ist. Dem Spanier würde ich eher raten zu versuchen, mit weniger Waschmittel als die auf der Packung pro Waschgang empfohlene Waschmittelmenge auszukommen :-)

Gast: unbeteilgiter
27.08.2012 17:48
2 0

Macht ja nix, wir machen ja eh ein ...

super geschäft mit der Griechenlandhilfe (frei nach Mizzi Fekter)

bin ja mal neugierig , wann die leidensfähigkeit der Landsleute ein Ende hat und die sich auch der Straße versammeln ....

Tod der EU !

Realitätsverlust

Mich wundert es nicht, dass die Armut zurückkommt. Genau solche Konzerne wie Unilever haben in den letzten Jahrzehnten in Europa maßen weise Stellen abgebaut um die Gewinne nach oben zu puschen und die Aktionäre zu befriedigen. Wenn die Leute wenig bis kein Geld in der Tasche haben werden die weniger bis gar nichts ausgeben. Lustig ist es, dass die Politiker solch ein Verhalten noch unterstützen und tatenlos zuschauen. Da bringt es rein gar nichts Fördergelder bereitzustellen sondern hier müssen klare ethische und soziale Verhaltensregeln aufgestellten werden. Ganz einfach. Ihr wandert ab, wir verbrauchen eure Produkte nicht. Es müssen mindestens 60% der Produktionskosten auf europ. Boden abgewickelt werden. Die Industrie verlangt mittlerweile jährlich eine Nulllohnrunde, hat jedoch für zukünftige Investitionsvorhaben in Europa kein Geld und schaft Arbeitsplätze ins Ausland. Ich halte nichts von Regulierungen. Doch wenn es den sozialen Frieden gefährdet sehe ich keinen Grund nicht einzugreifen.Erst dann begreifen wir wieder, dass die Politik dem Menschen dient. UND AUF DIE FRAGE "Warum können wir Lebensmittel nicht wie Apple-Produkte verkaufen".Ganz einfach. Das
Eine sind Lebensmittel und das Andere sind Luxusgüter,also zwei unterschiedliche Branchen. Bin aber gespannt wie der sein iPhone in die Pfanne haut wenn er nichts mehr zum Essen hat oder 650 Euro für ein Leib Brot zahlen muss. Aber ich denke,dass wir uns einig sind, dass eines von beiden lebensnotwendig ist

Antworten Gast: Johan Meltini
27.08.2012 18:24
1 1

Re: Realitätsverlust

Wundern tut es wohl einige. Und sie haben den bekannten Vorschlag auch schon parat: etwas ist noch zu wenig frei. Ihr Vorschlag wäre ja überaus rationell, aber so lange als einziger Regulationsmechansimus der Markt gepriesen wird, wird so eine Idee immer höchstens belächelt. Er eröffnete Wege demokratischer Regulierungen und darüber hinaus wahrscheinlich weit verbreitet so etwas wie Qualitätvolles Wachstum. Aber man schaut mit Gewalt weg, dass es in fast sämtlichen Produktsegmenten Oligopole gibt. Von einem Markt im Grunde keine Spur. Diesem Zustand tüncht man die Glanz-und-Gloria-Rede vom plasmatischen Markt über und alle glauben gehorsamst. Und sonst kommt man mit Minibeispielen, bei den der Markt als regulator funktioniert hat: z.B. die österreichsche Mobiltelephonie. Und blinselt.

Warum kann Unilever Lebensmittel nicht wie Apple-Produkte verkaufen?

Weil Unilever der Dell unter den Lebensmittelpantschern ist!

Gast: Österreicher
27.08.2012 17:11
10 2

Armut in Europa

"In Indonesien verkaufen wir Einzelpackungen Shampoo für zwei bis drei Cent und verdienen trotzdem ordentliches Geld" ist eine Aussage, die
ich keineswegs bezweifle. Hochgerechnet auf eine
Normalpackung ist der Preis wahrscheinlich 200%
höher. Wenn jemand sparen muß, ist ihm mit solchen Kleinpackungen nicht geholfen. Er muß
die Möglichkeit haben, jede gewünschte Menge seines Bedarfs zu demselben Kilopreis zu erwerben. Alles andere ist Zynismus pur.

Es ist ihm unter Umständen schon geholfen.

Der Zusammenhang wurde bereits mehrfach erklärt.

Im Übrigen sind Aussagen wie "Er muß die Möglichkeit haben..." zynisch - Gibst Du ihm die Möglichkeit? Nein?
Dann kannst Du es auch nicht fordern.

Im Allgemeinen ist anzunehmen, daß wenn ein Kunde ein Produkt kauft, er auch mit Preis und Leistung (soweit bekannt) einverstanden war - sonst hätte er es nicht gekauft.

Re: Armut in Europa

Der Liter- bzw Kilopreis ist bei Kleinpackungen natürlich viel höher und der Müllberg wird noch größer. Die Verpackung ist wahrscheinlich um vieles teurer als der Inhalt.
Hauptsache "sie" verdienen "ordentliches" Geld.

Gast: schwarzes Schaf
27.08.2012 17:03
12 2

so schaut die Wirtschaft Europas mit dem Euro aus

. . . Europa am Weg in die Dritte Welt.
Den Politkern und Bozen am 'pork barrel' geht's so gut wie nie zuvor.
Ich lebe in der Dritten Welt, wo es oft nur von den größten Multinationalen Waren kaum größere, verbilligte Packungen gibt und ich mir von Kanada vieles wesentlich billiger senden lasse.

Mit Free Trade sind den Multinationalen kaum Grenzen gesetzt und die Apparatchiki, die Inzucht der Politiker überlassen Gewerbe und Handel chancenlos den globalen Multis.

schoen gesagt, man kann es aber auch ander sehen.

bis jetzt hat man wie man es gemacht hat gut verdient. Nun will man um noch besser zu verdienen kleiner verpacken mit folgendem Ergebnis:
-Die Menge an Verpackungsmaterial wird sich mindestens verdoppeln, damit auch die Verpackungskosten und die Umweltschaeden und die Steuermittel zur Beseitigung derselben.
- Die Logistikkosten werden sich erhoehen und die Produkte ebenfalls belasten.
- da bei kleinen Mengen der Preis nicht so auffaellt, werden die Preise stark steigen.
Ergebnis ist, wenn es stimmt dass Europa verarmt traegt Unilever mit solchen Strategien direkt dazu bei.
Unilever, den Handel, die Verpackungsindustrie und die Logistikunternehmen sowie die finanzierenden Banken wird es freuen.
Die Verbraucher und die Steuerzahler sowie die Umwelt zahlen die Zeche solcher vermeindlich in ihrem Interesse verfolgter Strategien.
Die Antwort sollte sein ganz simpel die Unilever Produkte zu boykottieren, es gibt genug andere.

Gast: hugoalmeida
27.08.2012 16:52
14 1

toll

toll, was uns der euro alles gebraucht hat: staatspleiten, die zur sicherheit haftungshalber gleich alle runterreissen, und armut in europa.
ein tolles projekt, danke an die politik, der euro ist echt ohne alternative wenn man von der mittelschicht an die finanzindustrie und banker umverteilen will.

Re: toll

naja eigentlich war das nicht der Euro, denn der euro ist nur metall und papier, der kann niemandem weh tun

die wahrhaft schudigen sind in wahrheit die betrüger in griechenland und co.

Die politiker, aber genauso die steuerhinterziehende bevölkerung sind selbst schuld an der sich ausbreitenden armut

außerdem sei auch gesagt, dass es durchaus möglich ist, dass durch die geringe fertilität, die gesamte wohlstand europas noch weiter schrumpfen wird, da die bevölkerung weniger leistungsfähig wird

das sind die wahren gründe für europas armu, der euro ist ja nur das symptom

5 5

Re: toll

Ich weiß eh, es ist grad modern, den Euro runterzumachen.

Aber muss man jeden Mist ohne Nachzudenken nachplappern?

was soll diese

werbeeinschaltung in allen zeitungen? mal abegesehen davon, daß der schuß eh nach hinten los geht. oder war das nur ein billiger testballon statt einer teuren marketingumfrage?

Wenn das kg Schweinefleisch billiger ist

als das Brot (!), und dem "Normalo" das vollkommen egal ist, dann ist jeder Gedanke über einen sinnvollen Markt weiterhin Utopie.

0 3

Re: Wenn das kg Schweinefleisch billiger ist

Können Sie diesen Schwachsinn denn belegen?

Re: Wenn das kg Schweinefleisch billiger ist

Wenn man das minderwertigste Schweinefleisch mit dem teuersten Brot vergleicht, kommt man vielleicht zu diesem Ergebnis.

Brot kann man, wenn man will, um 1 EUR pro kg kaufen. Bei Schweinefleisch geht das eher nicht.

Re: Re: Wenn das kg Schweinefleisch billiger ist

merkurmarkt tiefpreislatte: schweinschulter 3,49 €/kg, bauernbrot aus dem steinofen 3,59€/kg ....und das brot um 1€/kg lass ich gern ihnen.

Re: Re: Re: Wenn das kg Schweinefleisch billiger ist

Hofer:
Schweinslungenbraten 9,99 EUR/kg
Mischbrot 0,75 EUR/kg

Re: Re: Re: Wenn das kg Schweinefleisch billiger ist

und ich ihnen die Schweinsschulter um 3,49

Gast: international_
27.08.2012 16:28
6 1

vernunft

viele menschen - etwa singles - werden derzeit durch großpackungen zur verschwendung gezwungen, andere durch groß- und multipacks zu verschwendung verleitet.
man wirft dinge weg, die man eigentlich sinnvoll eingesetzen hätte können und vergeudet so dir ressourcen dieser erde.
kleinpackungen anbieten und kaufen ist nicht unbedingt ein zeichen von armut, sondern manchmal auch einfach vernunft.

2 0

Re: vernunft

..Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass sich die Leute dadurch in ihrem Konsum einschränken?!
Es wird einfach öfter gekauft, bei kleineren Preisen und Verpackungen sinkt die Hemmschwelle ja noch eher..!

Gast: Fleming
27.08.2012 16:25
2 2

Demokratie schützt nicht..

vor Verarmung,..und schon gar nicht dann, wenn die Wähler Millionäre und Lobbyisten als ihre politischen Vertreter ansehen und auch wählen,..
schaut man sich die europäischen Volksvertretungen an, dann ist es kein Wunder, dass ein Großteil der Menschen völlig legal ausgebeutet wird und verarmt.


 
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