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Griechenland will Sonderwirtschaftszonen schaffen

28.08.2012 | 14:34 |   (DiePresse.com)

Griechenland will Investoren mit niedrigen Abgaben und weniger Bürokratie locken. Die Europäische Kommission wird bereits um Zustimmung gebeten.

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Das pleitebedrohte Griechenland will mit Sonderwirtschaftszonen private Investoren anlocken und so das Wachstum ankurbeln. Die Regierung habe bereits bei der Europäischen Kommission die Zustimmung für Sonderkonditionen in bestimmten Gebieten beantragt, teilte Entwicklungshilfeminister Costis Hatzidakis am Dienstag mit. Ziel sei es, um Investoren mit niedrigeren Abgaben und weniger Bürokratie zu werben. Gültige Arbeitsgesetze müssten allerdings vollständig respektiert werden, betonte Hatzidakis.

Griechenland hat die Mindestlöhne bereits drastisch gekürzt, um damit gegen die Rekordarbeitslosigkeit vorzugehen. Vor allem China setzte in der Vergangenheit auf Sonderwirtschaftszonen und lockte damit erfolgreich Kapitalgeber an.

Griechen bringen Geld wieder zur Bank

Indes haben Verbraucher und Unternehmen erstmals seit einigen Monaten wieder mehr Geld bei griechischen Banken angelegt. Ihre Einlagen erhöhten sich im Juli um rund zwei Prozent auf 159,4 Milliarden Euro, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Daten der Europäischen Zentralbank (EZB) hervorgeht. Das ist aber immer noch ein Drittel unter dem Niveau von Ende 2009. Noch im Juni waren die Bankeinlagen um fünf Prozent gefallen, ebenso in den Monaten davor. Grund dafür waren Spekulationen über ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone. Dies hätte bei einem Sieg der Spargegner bei der Parlamentswahl gedroht, bei der sich aber die Befürworter des Reformkurses durchsetzten.

Im ebenfalls krisengeplagten Spanien ziehen Verbraucher und Firmen dagegen weiter Geld von ihren Banken ab. Ihre Einlagen schrumpften um fast fünf Prozent auf 1,509 Billionen Euro. In Irland legten sie dagegen um ein Prozent zu, während sie in Portugal nahezu unverändert blieben.

Griechenland verkauft Flugzeug der Regierung

Im Kampf gegen die Krise will Griechenland außerdem eines seiner drei Regierungsflugzeuge verkaufen. Der Erlös aus dem Verkauf der mit 13 Sitzplätzen ausgestatteten Embraer-Maschine aus brasilianischer Produktion solle dem Militär zu Gute kommen, teilte die Regierung am Montag mit. Ein zweiter Embraer-Jet solle der Armee zu Trainingszwecken zur Verfügung gestellt werden, und auch die dritte Regierungsmaschine, eine Gulfstream aus US-Produktion, solle künftig gemeinsam mit der Luftwaffe genutzt werden, um Kosten zu sparen.

Das hoch verschuldete Griechenland wird derzeit mit Milliardenhilfen der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds unterstützt. Das seit März laufende zweite Hilfsprogramm hat ein Volumen von 130 Milliarden Euro. Eine neue Tranche von knapp 31,5 Milliarden Euro, ohne der Griechenland die Staatspleite droht, soll nach einer neuen Prüfung der Sparbemühungen des Landes ausgezahlt werden. Das Land muss dafür noch Sparanstrengungen im Umfang von mindestens 11,5 Milliarden Euro für die kommenden beiden Jahre beschließen. Den internationalen Geldgebern wird aus Athen vorgeworfen, mit den Sparauflagen die Rezession weiter zu verschärfen.

(APA/Reuters/AFP)

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17 Kommentare
Gast: Robert42
29.08.2012 10:37
0 0

Sämtliche Ankündigungen, alle Versprechungen haben die Griechen bisher NICHT eingehalten!

Was soll sich da nun ändern?

Gast: Wasserlaeufer
29.08.2012 01:25
0 0

Mit niedrigen Abgaben koedern?

Was heisst hier "Niedrige-Abgaben".

Irgendwie finden die Griechen immer
einen Euphemismus fuers Steuerschnalzen.

Antworten Gast: Baur4
29.08.2012 10:35
0 0

Abgabenquote in der Praxis

Österreich 46,4 %
Deutschland 40,1%
Großbritanien 38,1%
Tschechien 35,1%
Spanien 33,1%
Griechenland 31,5%
Irland 30,5%
Slowakei 29,1%
Rumänien 28,4%
Litauen 27,4%
Bulgarien 27,0%
usw.

Gast: Plato, der im Grab auf Hochtouren rotiert
28.08.2012 22:03
0 0

Die Wiege der Demokratie -- es ist nichts wichtiger als das Militär

Der eiserne Sparwille fanifestiert sich darin, dass die Erlöse nicht den Budgetlöchern oder den Faymännern dieser Welt (die ja aufgrund ihrer Einfachheit heute noch meinen, die 2 Milliarden Euro von Österreich sei ein gutes Geschäft für die Republik) gutgeschrieben werden, sondern dem ohnehin gut ausgerüsteten griechischen Militär zur Verfügung gestellt wird.

Damit hat die NATO auch was davon, aber die Bevölkerung geht (wie geplant?) leer aus.

Ich denke, die Regierenden zeigen damit ihren wahren Charakter. Jeder halbwegs vernünftige Mensch würde jede weitere Zusammenarbeit mit dieser Regierung ablehnen.

Faymann, der besser grinst als denkt - wird aber bald in Griechenland zu Besuch sein und wieder Schulden machen für das ach so arme Land, damit man es dort in das Militär investieren kann. Wetten, das passiert?

super idee

..... es finden sich sicher ein paar reedereien, die sich zum null-abgaben-tarif ansiedeln.

übrigens .. super erfolg - drei regierungsflugzeuge werden verkauft/militär geschenkt.

das land ist nicht zu retten ...

Gast: Baur4
28.08.2012 17:13
0 0

Es wir immer blöder!

Statt nur einmal die versprochenen Einsparungen einzuhalten präsentiert Griechenland fast täglich neue, andere Blödheiten.

Nur nicht sparen! Immer noch mehr Geld aus Europa!

Gast: Parson M
28.08.2012 16:45
1 0

Nicht planen

UMSETZEN!

Wir haben genug von hochtrabenden Ankündigungen.

Ich will nicht mehr hören

was die Griechen machen wollen, sondern etwas darüber, was sie schon umgesetzt haben!!!

Ich bleibe dabei: Mit dem Euro kommt Griechenland nicht wieder auf die Beine, weil sie die Währung nicht abwerten können.

Und das Geld aus ihren Verkäufen sollten sie für den Aufbau einer effektiven Finanzverwaltung verwenden, denn dort scheint mir dringender Handlungsbedarf gegeben zu sein.

Gast: Maria34
28.08.2012 15:59
3 0

"Sonderschuldenzone" wäre sinnvoller!


Gast: Walter44
28.08.2012 15:58
4 0

Täglich neue Vorschläge aus Griechenland,

noch NIEEEE! hat Griechenland bisher eine Zusage eingehalten!

Alles lauter leere Versprechungen!

2 0

Und was wird dort so anders sein?

1) 40 Wochenstunden Arbeit verpflichtend fuer alle, die dort sind
2) Steuern aufs Einkommen
3) Keine ergaunerten Benefits (Stichwort: Blind)
4) Kreditvergabe zu Marktpreisen
5) Eigenverantwortung

.....ah' - DESHALB nennt es sich Sonderwitschaftszone.....ganz Griechenland sollte dannn wohl so sein, oder?

Gast: Haha.
28.08.2012 15:31
2 0

Sonderwirtschaftszone - niedrige Abgaben


Supi, da kann ja alles bleiben, wie es ist. Ich muss sagen, der Griechenland - Film wird immer besser.

Und ohhhh, man verkauft eine 13sitziges Flugzeug.
Man ist hin und weg bei so viel Sparwillen - oder?

Da wird sicher auch die Merkel - Mutti weich. Noch ein Flascherl Metaxa dazu, eine Sirtaki - Einlage, und die nächste Tranche ist gebongt.

Wegen des großen Erfolges wird die griechische Telenovela weitergehen. Meine Damen und Herrn, verpassen sie nicht die nächste Folge.

Gast: 666
28.08.2012 15:13
3 0

3 Regierungsmaschinen?

Nobel geht die Welt zugrunde.
Nichts für Ungut, aber dafür zahle ich echt gerne.

Gast: na ja
28.08.2012 15:10
2 0

greeks

na ja das ist südeuropa....griechenland türkei militär generäle protz armut und hinterhalt + haupteinnahmen tourismus = die typische dritte welt melange

Gast: Liberty Force
28.08.2012 15:08
2 0

Ganz Europa zur Sonderwirtschaftszone machen!

Die Einrichtung dieser Zone entbehrt nicht eines gewissen Zynismus, ist sie doch das längst fällige und weithin sichtbare Geständnis, woran es in Europa wirklich krankt: Zuviel Bürokratie, zu hohe Steuern und Lohnnebenkosten, zu hohe Staatsausgaben.

Von mir aus kann ganz Europa zu einer solchen Zone werden!

Wie wär's

"Im Kampf gegen die Krise will Griechenland außerdem eines seiner drei Regierungsflugzeuge verkaufen. Der Erlös aus dem Verkauf der mit 13 Sitzplätzen ausgestatteten Embraer-Maschine aus brasilianischer Produktion solle dem Militär zu Gute kommen"

Wie wär's, damit Schulden zu tilgen?

Antworten Gast: freiheit
28.08.2012 20:01
0 0

Re: Wie wär's

genau und wir sollen alle bravo schreien, welche unglaubliche harte sparmassnahmen die griechen machen..... da merkt man doch wie hoch die schuldentilgung auf der prioritaetenliste der griechen liegt.... gar nicht auffindbar. macht doch klar dass die griechen bevor sie einen cent an die anderen europaer zurueck bezahlen zuerst intern verteilen werden und wenns dann leicht geht und was uebrig bleibt fuer die schuldentilgung was verwendet wird....

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