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EZB: Der Euro braucht keine politische Union

30.08.2012 | 17:14 |   (Die Presse)

Die Antwort auf die Schulden- und Vertrauenskrise sei „ganz bestimmt nicht“ die Zentralisierung der Wirtschaftspolitik in Brüssel, so EZB-Chef Mario Draghi. Politische Begehrlichkeiten an die EZB lehnt Draghi ab.

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Alpbach/Frankfurt/jil. In einem seiner raren politischen Statements kritisiert EZB-Präsident Mario Draghi simplifizierende Lösungsansätze für die Krise in Europa. Die von der Politik angebotenen Lösungsvorschläge seien nicht attraktiv, denn sie würden die Antwort auf ein schlichtes Entweder-Oder reduzieren, schreibt Draghi in der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“: „Entweder ein Zurück in die Vergangenheit oder der Quantensprung hin zu einer Art Vereinigten Staaten von Europa.“

Den reaktionären Kräften in Europa bescheinigt Draghi, die „fundamentale Bedeutung Europas“ zu unterschätzen. Der EZB-Chef stellt sich aber auch gegen jene, die die aktuelle Krise nutzen wollen, um die „Vereinigten Staaten von Europa“ zu schaffen. Eine politische Union sei keineswegs zwingend notwendig, um den Euro zu schützen: „Auch diejenigen, die eine vollständige Föderalisierung Europas fordern, schießen über das Ziel hinaus.“

„EZB wird unabhängig bleiben“

Tiefere Integration innerhalb der Eurozone sei zwar wünschenswert. Um die Schulden- und Vertrauenskrise zu bekämpfen, müssten die nationalen Haushalte „effektiv überwacht“ werden. Aber: „Wie weit sollte dieser Prozess der tieferen Integration gehen? Die Antwort darauf ist ganz bestimmt nicht die Zentralisierung der Wirtschaftspolitik in Brüssel. Was wir brauchen, ist ein schrittweiser und strukturierter Wandel hin zu einer vervollständigten Wirtschafts- und Währungsunion.“
Politische Begehrlichkeiten an die EZB lehnt Draghi ab: „Die EZB ist keine politische Institution. Sie wird unabhängig bleiben.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.08.2012)

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6 Kommentare

Draghi der Goldman-Jünger

Wer gestern ECO verpasst hat, sollte sich die Sendung in der ORF-Thek anschauen. Und ein Speibsackerl bereit halten...

GOLDMAN SUCKS!!!

Gast: radius
31.08.2012 09:22
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Der Wolf im Schafspelz spricht.


Gast: Fprester
31.08.2012 08:25
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Au, au, au...

Die Vereinigten Staaten von Europa seien nicht zwingend? Das ist eine politsich nicht korrekte Aussage. Da wird der Stuhl von Draghi wohl stark wackeln.

Gast: Hans im Glück
31.08.2012 08:20
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Was für eine großartige Währung.

Sie hat sogar einen Schutzschirm.
Welche andere Währung kann das von sich behaupten.

Das EUR-Kürzel € ist somit veraltet. Man muss ein neues entwerfen. Eines mit Dach, so z.B.: Ê

Gold braucht keinen Schirm.
Gold ist ein Schutzschirm.

Bald kommt der Fasching.
Werden wir dann noch den putzigen EUR mit Schirmchen haben?

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EZB: Der Euro braucht keine politische Union

wir Österreicher brauchen auch keine politische Union!

Wie kann die EZB unabhängig bleiben, wenn sie durch verbotene Staatenfinanzierung längst abhängig ist?

http://www.meinbezirk.at/schoenkirchen-reyersdorf/wirtschaft/panikmache-euro-d324668.html

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