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Spanien: Minister schließt Hilfsantrag nicht mehr aus

04.09.2012 | 08:22 |   (DiePresse.com)

Wirtschaftsminister Luis de Guindos fordert die Europäische Zentralbank zum Agieren auf. Die nächsten zwei Wochen sollten Klärung bringen.

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Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos hat in einem Interview mit dem "Handelsblatt" nicht ausgeschlossen, dass Spanien bald einen Hilfsantrag an den EU-Rettungsfonds stelle. Zunächst müssten aber die Bedingungen geklärt sein. Spanien hat der Europäischen Zentralbank (EZB) weitere Schritte zur Bekämpfung der Schuldenkrise nahegelegt. Die EZB könne zwar die fiskalpolitischen Anstrengungen der Euro-Länder nicht ersetzen, sagte De Guindos. "Aber derzeit gilt es, die Zweifel über den Euro auszuräumen und klarzumachen, dass der Euro irreversibel ist", ergänzte er. "Dafür könnte es kurzfristig nötig sein, dass die EZB agiert. Die EZB-Ratssitzung diese Woche und die informelle Sitzung der Eurogruppe in zwei Wochen werden da Klärung bringen“, sagte De Guindos.

Der EZB-Rat trifft sich am Donnerstag zu seiner turnusmäßigen Zinssitzung. Es wird erwartet, dass sich Zentralbank-Chef Mario Draghi danach zum umstrittenen Thema Anleihenkäufe äußern wird. Deutsche-Bundesbank-Chef Jens Weidmann, der auch im EZB-Rat sitzt, hat sich klar dagegen ausgesprochen, dass die Zentralbank erneut Staatsanleihen klammer Euro-Mitglieder kauft, um damit deren Refinanzierungskosten zu drücken. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte am Montag vor "falschen Erwartungen" an die EZB gewarnt und unterstrichen: "Staatsschulden dürfen nicht durch Geldpolitik finanziert werden."

Zu den deutschen Bedenken sagte De Guindos, die EZB sei sich der "derzeitigen Schwierigkeiten und Zweifel am Euro" sehr bewusst und sei willens zu agieren. "Wir sitzen alle im gleichen Boot", äußerte der Minister. "Spanien ist derzeit der Wellenbrecher der Euro-Zone, und das hilft natürlich auch Solidarität zu erzeugen."

(APA/Reuters)

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22 Kommentare
Gast: Warth
04.10.2012 12:48
0 0

Vertrauen in die Politik

Schäuble lügt! Hinter den Rücken der Euro-Europäer wird das Geld in den Sand gesetzt.

Gast: Bonn
04.10.2012 12:44
0 0

Stolze Versager

Spanien ist für die Probleme selbst verantwortlich. Mit Stolz kann keine Wirtschaftspolitik betrieben werden. Das Land sollte schnell den Stolz ablegen und endlich richtige Reformen durchführen.

der € ist irreversibel !

auf kosten einiger, weniger länder. dieser kleine club hat gottseidank in den europäischen entscheidungsgremien keine mehrheit mehr !

hasta la vista !

Gast: BDSU
06.09.2012 13:49
0 0

Zahlen und die Go.... halten!

Und wer wird uns helfen wenn wir dank der Spanier, Griechen, Slowenen etc. am absaufen sind?!


Warum sollte die EZB eingreifen?

Die Spanier haben ihre Probleme (so wie alle anderen Pleitestaaten) selbst verursacht. Warum also sollen wir das nun bezahlen müssen? Z.B. mit alljährlichen Pensionskürzungen und Kahlschlägen im Sozialsystem....

Re: Warum sollte die EZB eingreifen?

die wollen nur unser Geld, das Geld der anderen!
Aber große Lippe....

Gast: unbeteiligter
05.09.2012 08:38
3 0

und wenn das ein Normalsterblicher macht....

dann bekommt eine betrügerische Krida aufgebrunmt

..
in der Eudssr gibts dafür den Karlspreis als aussergewöhnlicher Europäer.

Tod der EU !

Gast: xs1
05.09.2012 05:54
0 0

und wir, was tun wir? wir wählen sie ein weiteres mal...

geht der euro und mit ihm die union zugrunde, dann folgen massenarbeitslosigkeit und armut in den mitgliedsstaaten. die als dumpfe schwüle bereits wahrnehmbaren vorhandenen ressentiments verstärken sich, die gewitterwolken der politisierung der feindseligkeiten und gegenseitigen schuldzuweisugen ziehen am horizont auf und eventuell wird europa ein weiteresmal in einem jener feuerstürme untergehen, die überhaupt erst zur gründung der EU und ihrer vorläuferorganisationen geführt haben.

doch was tun unsere politiker?
sie geben uns regenschirme, gefertigt aus unserem eigenen papiergeld und trocken wie zunder. sie sind den ratingagenturen hörig und verabschieden sparpakete, die dem goldenen herz unserer gesellschaft immer weiter die luft zum atmen abschnüren.

1 0

Gibt es das?

"Der Fonds wird unter anderem aus Lottoeinnahmen gespeist."

Lottoeinnahmen? Habe ich richtig gelesen? 6 Richtige heißt Anleihekauf durch EZB und die Zusatzzahl ESM?

Goldman Sachs

eine Bank regiert die Welt

Gast: prison planet
04.09.2012 21:29
0 0

beherztes Eingreifen - ja, für die Justiz.

http://de.euronews.com/2012/07/04/spaniens-justiz-ermittelt-gegen-fruehere-bankia-manager/
" target="_blank">http://de.euronews.com/2012/07/04/spaniens-justiz-ermittelt-gegen-fruehere-bankia-manager/


Zitat
Bankia hatte noch im Februar einen Gewinn von fast 310 Milliarden Euro gemeldet, im Mai wurde die Zahl auf ein Minus von drei Milliarden korrigiert. Bankia forderte Finanzhilfen in Höhe von 19 Milliarden Euro an.
---------------------

Irgendwo muss der Spass aufhören, oder?

Langsam erscheint die Berichterstattung mehr als konfus.

Re: beherztes Eingreifen - ja, für die Justiz.

Nun, das ergibt sich einfach daraus, dass man mit Bankbilanzen (fast) machen kann, was man will, wie ja auch die Erste unter Treichl kürzlich gezeigt hat. Und zwar ist das buchhalterisch sehr simpel: man kann z.B. Kredite wertberichtigen oder abschreiben un das mehr oder weniger "nach Ermessen", nämlich aufgrund der Einschätzung(!) ob ein Kredit künftig(!) einbringlich sein wird oder nicht. Und dann kann man noch Beteiligungen auf oder abwerten, wer weiß schon, was ein Unternehmen wirklich wert ist (siehe Facebook....), ebenso kann man das mit nicht börsennotierten Wertpapieren machen. All diese Dingen schlagen natürlich direkt und 1:1 in der G u. V durch. Wenn man also (wie die Erste) her geht und plötzlich alle Ostbeteiligungen abwertet (aus "kaufmännischer Sorgfalt" natürlich...) wird innerhalb von 19 Tagen aus 800 Mio. Gewinn 800 Mio Verlust, was Herrn Treichl nichts ausmacht, weil ihn trotzdem niemand rauswirft. So einfach ist das und genau so machen das die Spanier um nun ihre Leichen im Keller auf Kosten der Pensionisten und des Sozialsystems "anständig" wirtschaftender Staaten endlich los zu werden.

Zuerst Milliarden aus EU-Subventionen...


...in sinnlosen Projekten verbrennen

....dann Milliarden in einer Immobilienblase verbrennen

....und jetzt sollen wieder Milliarden mitels EZB verbrennen.

Mir reichts, daß ich dafür haften und zahlen soll und die Inflation angekurbelt wird.

Auf eine derartige Solidaridät sch...ich.

3 0

Spanien verlangt „beherztes Eingreifen“

Der Drogenabhängige nach Freigabe der Drogen
Der Mordlustige nach weniger Selbstverteidigung
Der Adipöse nach mehr Zucker und Fett
.
.
.

Gast: Vogel Strauss
04.09.2012 13:14
2 0

Frage!

Warum schicken die Spanier immer den 'Wirtschaftsminister' nach Brüssel? Haben die keinen Finanzminister? Oder ist De Guindos in Brüssel besser vernetzt??

Gast: Hutbürger
04.09.2012 11:09
2 0

Hallo, ist da jemand?

Die EU-Länder sind aufgereiht wie die Domino-Steine. Nachdem die ersten Steine umgefallen sind, sollten wir uns nicht wundern, wenn nach und nach auch die anderen Steine purzeln. Aber bei jedem Stein, der zu wackeln beginnt, wird mit Zittern und Bangen zuerst alles dementiert und schließlich dann doch um Hilfe gerufen. Es wird unbegründete Hoffnung geschürt, da werden Illusionen genährt, Rettungsprojekte verabschiedet etc. - alles für die Katz. Es ist immer die gleiche Handlung in diesem Film, aber wir schauen ihn uns jedes Mal mit anderen Darstellern an.

Gast: BKM
04.09.2012 10:51
7 0

Chuzpe

Das nenn ich Chuzpe. Sitzt in seinem iberischen Finanzwrack, spuckt große Töne und stellt Forderungen. Beeindruckend.

"Zunächst müssten aber die Bedingungen geklärt sein"

Der gute Mann meint wohl, wenn die EZB eine großzügige Lösungen anbietet, wird er auch viel großzügiger zulangen! De Guindos, mir graut vor dir! mfg

Gast: gast45
04.09.2012 09:16
1 0

sind eben wortverdreher

wenn ein bankkunde der weil er nicht zaht keinen kredit mehr bekommt, und der sagt dann er wird von spekulanten angegriffen, oder er ist ein bollwerk der solidarität, fragen ihn alle ob er angerennt ist ..

wenn politiker das gleiche in bezug auf durch wahlzuckerln entstandene staatsschulden sagen, nicken alle statt ihm auch zu fragen ob er angerennt ist :-):-)

Gast: Hans im Glück
04.09.2012 08:49
2 0

Sie werden damit bis nach dem 12. September warten...

Nach dem Richterspruch werden die Fetzen fliegen... die Papierfetzen oder die Politfetzen...

Re: Sie werden damit bis nach dem 12. September warten...

...zu hoffen ist, dass diese Richter ein Quantum Intelligenz haben und den ESM kippen. Dann sollte endlich Ruhe sein mit diesem Wahnsinn.

Re: Re: Sie werden damit bis nach dem 12. September warten...

hoffentlich - müsste ja so sein, wenn in DE noch irgendwer das GG ernst nehmen sollte !

allein, mir fehlt der glaube - es wird ein "ja, aber", wobei das "aber" in 3 wochen bereits vergessen ist....

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