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EZB-Finanzaufsicht soll Banken zusperren können

08.09.2012 | 10:56 |   (DiePresse.com)

Nationale Behörden sollen künftig die EZB-Anordnungen befolgen müssen. Das geht aus einem Entwurf von Binnenmarktkommissar Barnier hervor.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) soll umfassende Kompetenzen von den nationalen Bankenaufsichten übernehmen und bei zahlreichen wichtigen Entscheidungen das letzte Wort haben. Sie erhält als neue Eurobankenaufsicht volle Durchgriffsrechte auf Geldinstitute im Euroraum. Nationale Behörden wie FMA und BaFin sollen ihr nur noch zuarbeiten und deren Anweisungen befolgen müssen, schreibt das "WirtschaftsBlatt" in seiner Online-Ausgabe.

Die derzeitige europäische Bankenaufsicht EBA beschränkt sich dann im Euroraum vor allem noch auf die Ausarbeitung von technischen Standards und Durchführungsbestimmungen. Das geht aus einem EU-Gesetzesentwurf für die geplante Eurobankenaufsicht bei der EZB hervor, die Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Mittwoch vorlegen will.

Ab 2014 sollen alle Banken erfasst sein

Übernehmen soll die EZB die übergeordneten Aufsichtsgeschäfte ab 1. Juli 2013 für die wichtigsten systemrelevanten Banken, die bis dahin noch festgelegt werden sollen. Ab 1. Jänner 2014 sollen alle Banken vom neuen Aufsichtssystem erfasst sein. Das technische Alltagsgeschäft der Bankenaufsicht verbleibt bei den nationalen Behörden.

Den Umfang der neuen EZB-Aufsichtskompetenzen umreißt der Artikel 4 des vorliegenden Entwurfs. Die neue Eurobehörde soll Bankenlizenzen erteilen und wieder zurückziehen können. Sie hat also das letzte Wort, ob ein Geldinstitut zugesperrt werden muss. Die EZB-Aufseher dürfen ins Risikomanagement eingreifen, bestimmen welche Engagements zurückgefahren, welche Kapitalbuffer aufgebaut und welche Hebel bei Investments eingehalten werden müssen. Sie dürfen Stresstests vorschreiben und bei drohenden Schieflagen frühzeitig in die Organisation der Banken eingreifen - was in weiterer Folge sogar personelle Konsequenzen haben könnte.

Übergeordnete Aufsichtsratkompetenzen

Dabei sollen die nationalen Aufsichtsbehörden "der EZB auf Anfrage bei der Vorbereitung und Umsetzung jedes Schritts in Beziehung mit Artikel 4 helfen. Sie werden die Anweisungen der EZB befolgen", heißt es laut "WirtschaftsBlatt" im Artikel 5. Damit wird eine klare Rangordnung zwischen der EZB-Aufsicht und den bisher zuständigen Stellen geschaffen. Die EZB erhält exklusive und übergeordnete Aufsichtskompetenzen.

Ein anschauliches Beispiel für die neuen Durchgriffsrechte ist die Ermächtigung der neuen Eurobehörde, ohne Vorankündigung Razzien in den Geschäftsräumen der erfassten Institute durchzuführen. Für die Zeit der Untersuchung können die Büros auch versiegelt werden.

(APA)

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4 Kommentare

super gemacht

jetzt werden natürlich alle Staaten brav Ihre Sparziele beibehalten oder in die Wege leiten - Hauptsache die Banken, die finanzielle Probleme haben, werden saniert, die Manager kassieren Provisionen und die besten Wirtschaftsfachkräfte wie Novotny und CO, die anscheinend ihre Wirtschaftsausbildung in Kuba gemacht haben, können weiter ihre hochdotierten Jobs innehaben.

Was endlich geändert gehört, dass Leute in der Politik und parteinahen Organisationen die Grundrechnungsarten beherrschen müssen.

Schauen wir mal, was die Zukunft bringt - irgendwann haben wir 5000 Euro in der Hand und kriegen eine Wurstsemmel dafür - das ist den Politikern ja egal, sie kriegen eh alles gratis.

Unterstützen der Länder, die finanzielle Probleme haben ja, aber Auflagen um in der Zukunft zumindest ein ausgeglichenes Budget zu erhalten um in Bildung, Forschung und Technologie, Umweltschutz, Erneuerbare Energie zu investieren - Österreich hat nur mit gut ausgebildeten Menschen und neuen Technologien eine Chance.

Das Problem ist dass das unterste Niveau anscheinend zur obersten Maxime wird und keine Förderung überdurchschnittlich Begabter erfolgt

Gast: Draghisch
08.09.2012 14:57
0 0

Bitte gleich zusperren

die Konkurrenten von Goldman Sachs.

Gast: hemingway 11
08.09.2012 14:01
0 0

Plünderung der starken EURO Staaten


mit Hilfe der schwächelnden SÜD-Länder, wie
GR, IT, SP, Slowenien, Zypern und auch Frankreich.

Leicht zu durchschauender Plan der britisch-amerikanischen Freimaurer-Hochfinanzmafia !

"Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur, ob die Krise früher, durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll oder später, zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems." (Ludwig von Mises).

Gast: prison planet
08.09.2012 11:36
0 0

Finanzmafia


Wer wird das Sagen haben - Goldman Sachs?

Wie war das mir der Aufsicht bisher, z.B. bei der deutschen BaFin?

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/0,2828,854121,00.html

Ah, man hat sich selber geprüft.

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