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EU-Kommission rechnet mit Hilfsantrag Spaniens

09.09.2012 | 11:03 |   (DiePresse.com)

Spanien könnte einem Medienbericht zufolge in den nächsten Wochen um Unterstützung durch den Euro-Rettungsfonds ESM bitten.

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Nach der Ankündigung eines neuen EZB-Programms zum Anleihenkauf stellt sich die EU-Kommission einem Magazinbericht zufolge auf einen Hilfsantrag Spaniens ein. Die Brüsseler Behörde halte es für wahrscheinlich, dass die Regierung in Madrid in den nächsten Wochen um Unterstützung durch den Euro-Rettungsfonds ESM bitten wird, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Wochenende vorab.

"Wir halten einen Rettungsantrag der Spanier für konsequent", wird darin ein namentlich nicht genanntes Mitglied der EU-Kommission zitiert. Die EZB hatte am Donnerstag ihr Bond-Programm angekündigt, mit dem die Refinanzierungskosten kriselnder Euro-Staaten gesenkt werden sollen. Bedingung dabei ist aber, dass die Staaten unter die Euro-Rettungsschirme schlüpfen und damit verbundene Reformauflagen akzeptieren.

Laut dem Magazin sollen die Bedingungen für die Finanzhilfen nicht ganz so hart sein wie im Falle Griechenlands, weil die spanische Verwaltung als deutlich leistungsfähiger eingeschätzt wird.

Die EZB hatte am Donnerstag ein Programm zum Ankauf von Staatsanleihen angekündigt, mit dem die Refinanzierungskosten kriselnder Euro-Staaten wie vor allem Spanien gesenkt werden sollen. Bedingung für die Teilnahme an dem Programm ist, dass die Länder mit den Euro-Rettungsschirmen verbundene Reformauflagen akzeptieren. Diese Voraussetzung hatte Zweifel gerade an der Bereitschaft Spaniens ausgelöst, diesen Schritt in Zeiten von Rekordarbeitslosigkeit und schwerer Rezession zu gehen.

Vizeregierungschefin Soraya Saenz de Santamaria ließ zuletzt offen, ob das Land unter den Rettungsschirm schlüpfen wird. Zunächst müssten die Bedingungen des EZB-Bond-Programms analysiert werden, sagte sie.

Dem "Spiegel" zufolge arbeitet der EZB-Rat an klaren Regeln für einen Ausstieg aus den Anleihekäufen, sobald ein Land die Auflagen nicht erfüllt. Die Zentralbank rechne damit, dass sich die Belastungen aus dem Ankaufsprogramm in Grenzen halten, hieß es unter Berufung auf ein internes Szenario. Darin kalkulierten Notenbanker die Kosten für den Rest des Jahres mit etwa 70 bis 100 Milliarden Euro, sollten die Zinsen für spanische und für italienische Anleihen tatsächlich erneut nach oben schießen. Dabei werde davon ausgegangen, dass die EZB rund zehn bis 14 Prozent der für das Programm infrage kommenden Bonds ankauft, um die Zinsen für diese Länder zu stabilisieren.

Die meisten Gouverneure der Europäischen Zentralbank (EZB) verlangten eine Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) an dem Programm. IWF-Chefin Christine Lagarde erklärte am Sonntag, ihre Organisation habe eine Interesse daran, bei der Ausgestaltung und Überwachung des EZB-Plans eine Rolle zu spielen.

(APA/Reuters)

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13 Kommentare

Die Fekter

wird sich freuen.

Wieder eine Chance ein super Geschäft zu machen.

Gast: Erfahrungswerte
09.09.2012 18:07
0 0

EU-Kommission rechnet mit Hilfsantrag Spaniens

Wenn die Kommission rechnet, ist wie immer,
das Ergebnis sicher wieder ungewiss.

Zu EU Beitritt und "Öffidurchsagen"

gab und gibt es Befragungen.

Zum ESM welcher das Wesen der EU zu einer Solidargemeinschaft ändern wird, nicht?

Wozu gibt es direkte Demokratie?

1 0

Re: Zu EU Beitritt und "Öffidurchsagen"

wo ? welche Demokratie ? .enes ekrete?
solange wählen, bis es passt ?

Es scheint dass

Politiker und Banken das Unmögliche schaffen werden und die europäischen Steuerzahler damit für vergangene Risikofreudigkeit bluten lassen.

Vor Kurzem hieß es noch "undenkbar"

Und jetzt werden wir auch langsam und sicher auf Spanien vorbereitet.
Was wird denn noch alles "Undenkbare" mit unserem Geld und Arbeitszeit/Arbeitskraft veranstaltet (verbrochen)?

Gast: Onkel Hans
09.09.2012 13:42
3 0

LOL


Das deutsche Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat noch nicht entschieden, der deutsche Präsident Gauck noch nicht ratifiziert, der ESM-Vertrag ist noch nicht in Kraft getreten. Doch bereits wird das Fell des Bären verteilt. Offensichtlich ist die Prüfung durch das Verfassungsgericht nur ein pro-forma-Vorgang für die Zuschauer auf der Galerie, also das deutsche Volk.

Gast: Lilli
09.09.2012 12:40
0 0

Musste ja so kommen :-(


Na dann, OLE!
...................................
..................................

:-( :-(

Gast: Raffzahn Schani
09.09.2012 11:55
1 0

Kann sein, oder auch nicht


http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/09/08/spanien-will-keine-troika-verschiebt-bailout-auf-november-2/

Es ist nur mehr das Gezerre ums Geld.
Ganze Volkswirtschaften bluten für die Bänkster, und die Rezepte des IWF und Konsorten sollen vielleicht einmal durchleuchtet werden - cui bono?

4 0

Und wer retten letztlich die Retter vor den zu Rettenden?


6 0

Die bewährte Goldmann Sachs Strategie wirkt...

dem Kunden Gift zu injizieren um gleichzeitig eine Lebensversicherung zu eigenen Gunsten abzuschliessen.

Das ist das maligne Ergebnis den Goldmann Sachs Lemuren Draghi als Chef der EZB 'gewählt' zu haben.

Novony gehört für seine Zustimmung dazu ohne Verhandlung sofort nach Stein - aber so wird es dauern, und er weiteren Schaden verursachen, bis er dort letztendliche eingeliefert werden wird.


Der Antrag Spaniens ist doch so sicher

wie das Amen in der Kirche. Am Mittwoch wird das Bundesverfassungsgericht in Deutschland dem ESM unter ein paar schwammigen Auflagen für die Politik zustimmen und noch in der gleichen Woche wird Spanien seinen Antrag stellen.

Die Summen, die dann bereitgestellt werden müssen, werden die Hilfen für Griechenland bei weitem in den Schatten stellen.

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