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Eurorettung: Fekter widerspricht Soros

10.09.2012 | 17:31 |   (Die Presse)

Deutschland dürfe keinesfalls aus dem Euro austreten, sagt Finanzministerin Fekter bei einer Diskussion mit Milliardär George Soros in Wien. Auch von einem kompletten Zerfall des Euros will Fekter nichts wissen.

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Wien/Jil. Der Milliardär George Soros und die österreichische Finanzministerin Maria Fekter sind sich nur in einem einig: Sie mögen den Euro und die Europäische Union, verstehen sich beide als „glühende Europäer“. Das ist das Ergebnis einer Podiumsdiskussion, die „Die Presse“ gemeinsam mit dem „Institut für die Wissenschaften vom Menschen“ und dem österreichischen Finanzministerium am Sonntagabend in Wien veranstaltet hat.

Uneinig sind sich der 82-jährige Großinvestor und die Finanzministerin darüber, wie genau der Euro gerettet werden soll. Denn Soros stellt Deutschland vor die Wahl: Entweder Berlin akzeptiert die lockere Geldpolitik der EZB und die damit verbundene Inflationsgefahr, oder Deutschland, nicht etwa Griechenland, müsse den Euro verlassen. Das Kalkül: Ohne Deutschland würde der Euro rasch abwerten, und die Schuldenländer würden sich so ihrer Schulden entledigen. Ihm wäre Variante eins zwar lieber, betonte Soros. Es müsse aber rasch gehandelt werden: „Ein Zerfall des Euro kann nicht ausgeschlossen werden.“

Euro ist „Erfolgsgeschichte“

Finanzministerin Fekter will von einem Ausstieg Deutschlands aus dem Euro oder dem kompletten Zerfall der Gemeinschaftswährung nichts wissen. Der Euro sei vor allem noch immer als „Erfolgsgeschichte“ zu sehen, so Fekter: „Eine starke Währung in einem friedlichen Europa“, laute weiterhin die Zielvorgabe. Der gemeinsame politische Wille aller Länder im Euroraum, den Euro zu erhalten, sei der wichtigste Garant für Stabilität in Europa.

Fekter betonte aber auch die Notwendigkeit demokratischer Legitimation für Umbaumaßnahmen im wackeligen EU-Gebäude. „Diejenigen irren sich, die glauben, man könne ein stärker integriertes Europa schaffen, ohne das in den nationalen Parlamenten zu diskutieren.“ Länder, die „ihre Hausaufgaben machen“, müssten aber auch keinen Verlust von Souveränität in Richtung Brüssel befürchten, so Fekter.

WEITERE INFORMATIONEN UNTER
www.diepresse.com/soros

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.09.2012)

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11 Kommentare

interessant, eine Erfolgsgeschichte ...

Kommt wohl drauf an auf welcher Seite man steht, aber selbst der Focus hat da ein ganz anderes Bild dazu:

Wie die „Retter“ den Euro-Absturz programmieren

http://goo.gl/fNovF

Ein System das zum Abbau der Mittelschicht, unleistbaren Schulden, gesunkenen Schulden, kontinentaler Verarmung und einem Schrumpfen der Wirtschaft führt muss man doch ein bisschen mehr sagen als "alles super".

Re: interessant, eine Erfolgsgeschichte ...

gesunkenen Schulden < sinkenden Löhnen war gemeint ; )

Gast: Geriatrikerin
11.09.2012 14:19
2 0

Fekter widerspricht Soros

Ich wundere mich immer wieder aufs neue,
wie ein von seinen ursprünglich Anlagen her
kluges weibliches Wesen, soviel populistischen Schwachsinn von sich geben kann.

Gast: Pensador
11.09.2012 12:26
0 3

Wer kennt schon den Soros?

Da glaub ich natürlich der Fekter viel, viel, viel mehr als dem Soros.
Schliesslich ist die Fekter ja eine in der Finanzwelt international bekannte Koryphäe. Und wer kennt schon den Soros?

Frau Fekter ist unser einziges Regierungsmitglied mit Wirtschaftskompetenz!

Leider reicht ihre Kompetenz aber nicht weiter als bis zum Rand ihrer Schottergrube!

Die gegen alle wirtschaftliche Vernunft, nur aus politischem Größenwahn erfolgte Euroeinführung als "Erfolgsgeschichte" zu bezeichnen, ist abenteuerlich und grotesk!

Weiß sie denn nicht, dass wir eine Eurokrise haben, und dass hier ohne diese widernatürliche Einheitswährung alles paletti wäre und wir nicht die geringsten wirtschaftlichen Probleme hätten?

Zuerst hat der Euro das Gesetz, dass die Zinsen mit steigender Verschuldung steigen, außer Kraft gesetzt. Die europäischen Südstaaten konnten sich nur deshalb über alle Maßen verschulden. An unserer Staatsschuldenkrise ist der Euro ganz allein schuld!

Jetzt zeigt sich auch immer mehr, dass diese Südstaaten mit einer stabilen Währung, die die gewohnten regelmäßigen Währungsabwertungen verhindert, nicht leben können, weshalb sie sich mit ihrer Mehrheit in der EU über alle vereinbarten Regeln hinwegsetzen und so lange neues Geld drucken lassen, bis der Euro abgewertet ist.

Umgekehrt sind weiter nördlich wohnende Europäer mt einer Hartwährung reich geworden und kommen ohne eine solche wirtschaftlich ins Trudeln. Außerdem wird dabei die Bevölkerung um ihre Ersparnisse gebracht und Einzahlungen für die Pensionsvorsorge verlieren ihren Wert. Da soll die Bevölkerung mittun?!

Deshalb ist die gleiche Währung für Nord- und Südeuropa kein "Garant für Stabilität", sondern eine Missgeburt ohne längere Überlebenschance!

Fekter fährt ein Rad ohne mit den Füßen zum Boden zu gelangen

Fekter beschwört die starke Währung Euro und schwadroniert Binsenweisheiten. Dabei übersieht sie, dass diese starke Währung einige Volkswirtschaften drückt wie ein um zwei Nummern zu eng gefasster Schuh. Eine homogene und friedvolle Entwicklung der Eurozone ist so nicht möglich. Weder können die Nordländer der Eurozone den in Bedrängnis geratenen Südländern dauerhaft Vermögen überschreiben, noch können die Empfängerstaaten ihre Bürger über Jahrzehnte in einen Wohlstandskeller vertreiben. Zumindest innerhalb aufrechter Demokratien ist eine solche Tortur nicht umsetzbar.
Fekter`s Weg würde also eine dramatische Einschränkung der demokratischen Rechte für alle Bürger/Innen Europas bedingen. Unabhängig davon, ob es sich um Geber- oder Empfängerländer handelt.
Daher ist Fekter's Beitrag nur als Inszenierungsversuch zu bewerten. Letztlich wird Österreich jeden Weg Deutschlands mit- oder nachvollziehen. Das sollte auch der Finanzministerin klar sein.

Gast: Tourist
11.09.2012 09:50
4 0

Wer hat wohl mehr Ahnung?

Ein Finanzexperte und Selfmade Milliardaer, der weiss wie die Finanzmaerkte ticken, oder ein 08/15 Politikern, die auf Steuerkosten durchgefuettert wird.

2 0

Sie ist der Protoyp der Politiker die an dem Wahn festhalten,

daß der Euro unumkehrbar st. Sie müßte wissen wie ihre Wähler denken. Ob die EU so gut ist wie ihr Ruf müßte auch zuerst bewiesen werden. Ausverkauft von Wasser , Großkonzerne, Lobbyismus.
Die EU Beamten und Abgeordnete wollen in erster Linie ihren Job retten...

Gast: resdger
11.09.2012 07:53
2 0

Fekter, die Superexpertin

Man spürt vielmehr ihren Angstschweiß vor jedem öffentlichen Auftritt als Finanzministerin. Nach dem Motto: Herr, bitte lass niemanden merken, dass ich in Wahrheit nur supermäßig dahinschwimme. Aber es schimmert doch immer wieder durch.

Gast: willi3
11.09.2012 06:45
1 0

Erfolgsgeschichte

Für Fekter sind sogar die Milliarden für die Kriechen ein gutes Geschäft!!

Gast: Reflector
11.09.2012 00:10
2 0

Eine Erfolgsgeschichte - so wie ihre tollen GR Geschäfte?

Soros ist mit allen Wassern gewaschen, während die Mizzi noch feucht hinter den Ohren ist.

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