26.05.2013 08:21 Merkliste 0

Präsident: Griechenland "gnadenlos ausgepeitscht"

11.09.2012 | 16:32 |   (DiePresse.com)

Papoulias bitte die EU-Länder um Hilfe. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es im August: Athen hat mehr eingenommen als ausgegeben.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Griechenland ist nach Ansicht seines Präsidenten lange genug wegen seiner Schuldenpolitik "gnadenlos ausgepeitscht" worden. Nun müssten die Staaten der Europäischen Union Griechenland und anderen ihren angeschlagenen Partnerländern zur Hilfe kommen, sagte Karolos Papoulias am Dienstag. "Ich denke, wir haben für unsere Fehler ausreichend bezahlt." Europa müsse verstehen, dass es nun Griechenland helfen muss, sagte der 83-jährige frühere Widerstandskämpfer während eines Treffens mit dem kanadischen Senatspräsidenten Noël Kinsella. "Und nicht nur Griechenland, sondern Spanien, Portugal und Irland, um die Wirtschaftskrise zu überstehen."

Kleiner Haushaltsüberschuss

Unterdessen wurde bekannt, dass Griechenland im August erstmals seit Jahren mehr eingenommen als ausgegeben. Das Land habe einen Überschuss in Höhe von 850 Millionen Euro erwirtschaftet, teilte am Dienstag das Finanzministerium mit. Auf die ersten acht Monate des Jahres gerechnet ergebe sich jedoch ein Defizit von knapp 1,3 Milliarden Euro.Nachhaltig dürfte diese Entwicklung aber nicht sein: Experten führten die positive Entwicklung darauf zurück, dass Athen seit Monaten nur noch die dringendsten Rechnungen bezahle. Ein echter ausgeglichener Haushalt unter Berücksichtigung des Schuldendienstes stehe dagegen noch in weiter Ferne, hieß es im Ministerium

Neues Sparpaket in Höhe von 11,5 Mrd. Euro

Griechenland ist nur durch milliardenschwere internationale Rettungsaktionen vor der Pleite bewahrt worden. Das Land musste darauf im Gegenzug ein Sparpaket nach dem anderen auflegen. Dies hat allerdings auch dazu geführt, dass die Wirtschaft des Landes eingebrochen ist - was neue Sparanstrengungen erschwert.

Derzeit muss Griechenland seinen Gläubigern ein neues Sparpaket im Umfang von mindestens 11,5 Milliarden Euro vorlegen, die Maßnahmen sind aber innerhalb der griechischen Koalition umstritten. Die Athener Regierung muss ihre Maßnahmen am Freitag auch beim Treffen der Euro-Finanzminister in Zyperns Hauptstadt Nikosia vorstellen.

(APA/AFP/dpa)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

12 Kommentare
Gast: world-citizen
12.09.2012 13:16
0 0

Es ist auch unser Problem!

Griechenland befindet sich heute in einem Zustand, wie einst die Weimarer Republik. Und wer immer noch glaubt, daß dies nicht unser Problem wäre sollte dringend mal das lesen:

http://www.presseurop.eu/de/content/article/2608141-die-nazis-des-21-jahrhunderts?xtor=RSS-9


Gast: Martin_S
12.09.2012 12:31
1 0

"Wir haben

ausreichend bezahlt"... WIE BITTE ????? Was haben die Griechen bitteschön "bezahlt" ??? Bezahlt haben die Anderen, die Griechen haben bisher nur die Hand ausfgehalten und gemotzt! Fusstritt!!!

Gast: Die Brotkriege
11.09.2012 20:13
0 0

Liebe Griechen macht euch nichts draus

wenn ihr mit dem Rücken zur Wand steht, habt ihr immer noch eure Atom U-Boote.

Gast: Brusatti G
11.09.2012 19:57
1 0

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es im August: Athen hat mehr eingenommen als ausgegeben.

Und falls das überhaupt stimmt wird es Erfolg gewertet, was Usus sein sollte?

Eigenartige Ansichten haben sie schon, die Griechen.

Gast: pleiti
11.09.2012 19:13
3 0

Athen hat mehr eingenommen als ausgegeben

Wieder eine neue Lüge aus Griechenland. Griechenland bezahlt seine Rechnungen nicht. Allein da sind sie mit 6,5 Milliarden Euro im Rückstand. Krankenkassen bezahlen keine Medikamente. Apotheken bekommen kein Geld von den Krankenkassen.

Dann kann man schnell mehr einnehmen als ausgeben.

Griechenland ist ein aussichtloser Fall und gehört sofort raus aus dem Euro.

Doch Fr. Merkel hat sich schon entschieden:
Noch mehr Geld in dieses Fass ohne Boden zu stecken. So etwas nennt man Veruntreuung.

Die werden nie einen Euro zurückzahlen.


4 0

>>"Ich denke, wir haben für unsere Fehler ausreichend bezahlt." Europa müsse verstehen, dass es nun Griechenland helfen muss, sagte der 83-jährige frühere Widerstandskämpfer während eines Treffens mit dem kanadischen Senatspräsidenten Noël Kinsella<<


Helft euch selber!

Holt euch das Geld von euren steuerunterschlagenden Selbstständigen!

[...] Nach sehr vorsichtigen Berechnungen hinterzogen allein die Selbstständigen in Griechenland 2009 etwa 30 Milliarden Euro an Steuern. Für die und Hunderttausende beamtete Nichtstuer fließen bald weiter Milliarden. [...]

http://www.berliner-zeitung.de/meinung/kolumne-zu-griechenland-griechische-woche,10808020,17218738.html

Gast: Bilderbergers Albtraum
11.09.2012 19:03
2 0

Simbabwe voraus !!

Keine Angst, der Präsident der Simbabwe-School of Economics, der ehrenwerte Herr Draghi kauft auch jeden Wertpapierschrott ab.

Es ist dabei nur völlig schleierhaft wie die EUliten glauben können auf einer gescheiterten Währung die Vereinigten Staaten von Europa aufzubauen.

Geht wohl nur mit einer EU-Diktatur.

Gast: Till aus dem Haus der Freude
11.09.2012 18:23
10 1

Ich denke, WIR haben...

...für EURE Fehler ausreichend bezahlt!

Re: Ich denke, WIR haben...

sie koennen wohl nicht allzuwet ueber den tellerrand hinausschauen.......

Re: Ich denke, WIR haben...

Und das nicht zu knapp. Einmal sollte Schluss sein!

Wir sind alle Griechen

Denn unsere Politiker warten ähnliche Zustände schon eifrig herbei.

"Ich denke, wir haben für unsere Fehler ausreichend bezahlt."

Mag sein. Wir aber noch nicht;-)

Das "...nun helfen muss..." ist besonders lustig. Ist dem Mann doch glatt entgangen, dass das geliehene Geld längst ausgegeben und ein Teil davon schon aus den Büchern gestrichen wurde. Ok, nur 100Mrd. - was ist das schon?

Eurokrise - Die Begriffe

  • Was ist die Eurokrise? Ein Rückblick auf die Ursachen mehr...

    EFSF Der Rettungsschirm und wie er funktioniert mehr...

    Hebel für EFSF Wie man aus sehr viel Geld noch viel mehr Geld macht. mehr ...

    EFSM Der Mechanismus für Finanzstabilisierung und seine Aufgaben mehr...

    ESM Der Europäische Stabilitätsmechanismus soll 2013 den EFSF-Fonds ablösen. mehr ...

    Eurobonds Was gemeinsame EU-Anleihen bezwecken und wie sie funktionieren sollen. mehr ...

    EZB Die EZB ist Hüterin des Euro und soll eine geringe Inflation garantieren. Zumindest bis jetzt. mehr ...

    Waffen der EZB Was die "Bazooka" ist und welche anderen Waffen die Zentralbank hat. mehr ...

    IWF Der IWF ist die Finanzfeuerwehr der Vereinten Nationen und massiv an den Hilfsaktionen in Europa beteiligt. mehr ...

    Ratingagenturen Die wichtigsten Agenturen und deren Bewertungen. mehr ...

    SPIV Das Special Purpose Investment Vehicle soll die Finanzierung in Euroländern erleichtern. mehr ...

    Troika Die Troika ist eine Gruppe von Experten von EZB, IWF und EU-Kommission. mehr ...

    G20 Die 20 größten Wirtschaftsmächte repräsentieren zwei Drittel der Weltbevölkerung. mehr ...

    PSI Beim Private Sector Involvement geht es um die Beteiligung des Privatsektors an der Krisenlösung. mehr ...

    CDS Kreditausfallsversicherungen werden unter anderem dann fällig, wenn ein Land pleite ist. mehr ...

    Sekundärmarkt Der Sekundärmarkt ist der Markt, auf dem die bereits in Umlauf befindlichen Wertpapiere gehandelt werden. mehr ...

    OMT OMT ist die Abkürzung für Outright Monetary Transactions. Dahinter verbirgt sich das von der EZB am 6.September 2012 beschlossene neue Kaufprogramm von Staatsanleihen der Krisenländer. mehr ...