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Spannung vor Urteil des Verfassungsgerichts zu ESM

12.09.2012 | 08:04 |   (DiePresse.com)

Die Kläger sehen in der Haftung ein unkalkulierbares Risiko für den Haushalt und die Budgetrechte der Parlamentarier.

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Das deutsche Bundesverfassungsgericht verkündet heute Mittwoch (10.00 Uhr) in Karlsruhe seine Entscheidung darüber, ob Deutschland sich an dem Euro-Rettungsschirm ESM beteiligen darf. Im Rahmen des Rettungschirms verpflichtet sich die Bundesrepublik, notleidenden Euro-Staaten mit bis zu 190 Milliarden Euro beizustehen.

Die Kläger, darunter der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler, sehen in dieser Haftung ein unkalkulierbares Risiko für den Bundeshaushalt und eine Einschränkung des Budgetrechts der Parlamentarier. Sie wollen verhindern, dass Bundespräsident Joachim Gauck den Vertrag über den Europäischen Stabilitätsmechanismus unterzeichnet und der permanente Rettungsschirm aktiv werden kann. Das Urteil der Verfassungsrichter wird international mit Spannung erwartet und dürfte Einfluss auch auf die Börsen haben.

Der Euro baute seine Gewinne vom Vortag aus und wurde zuletzt mit 1,2871 US-Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel hatte der Euro zeitweise noch 1,2850 Dollar gekostet, nachdem er bereits am Dienstag um fast 1 Cent gestiegen war.

Schulz erwartet positives Ergebnis

Der deutsche EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) erwartet eine positive Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichts zum Euro-Rettungsschirm ESM. Sowohl im Bundestag als auch im Bundesrat sei eine deutliche Zwei-Drittel-Mehrheit für die entsprechenden Verträge zustande gekommen, sagte Schulz der "Augsburger Allgemeinen". Das müsse "die Messlatte des Bundesverfassungsgerichtes" sein. Es müsse entscheiden, "ob eine solche verfassungsändernde Mehrheit wirklich das Grundgesetz verletzt". Zugleich verurteilte er die Kritik deutscher Politiker an den geplanten Hilfsmaßnahmen für Krisenländer. Das "Euro-Zerstörungsgerede" sei "ökonomisch gesehen katastrophal", sagte Schulz. Es sei falsch, Solidarität als einen Akt karitativer Mildtätigkeit hinzustellen. Deutschland habe "wie kein anderes Land vom Euro profitiert", weshalb die Stabilisierung der Eurozone in "ureigenstem Interesse" sei.

(APA/AFP)

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1 Kommentare
Gast: DeBürger
13.09.2012 03:36
0 0

Wo ist die originale Tonaufnahme von Karlsruhe ohen gequatsche

Wo ist diese originale Tonaufnahme von Karlsruhe zu hören, und zwar ohne dem störendem Gequatsche des Journalisten. Das kann man im Anschluss hören aber nicht wenn der Richter selber spricht!
Wann hört endlich diese unnötige u. doofe Überheblichkeit auf, das immer wieder in einen wichtigen Originalton reingesabbert wird?
Wo also kann man den Originalton zu diesem Themenbereich finden/hören?
"Das deutsche Bundesverfassungsgericht verkündet heute Mittwoch (10.00 Uhr) in Karlsruhe seine Entscheidung darüber, ob Deutschland sich an dem Euro-Rettungsschirm ESM beteiligen darf..."

Und wieso ist man im Jahr 2012 nicht in der Lage eine Tonaufzeichnung zu machen, ohne irgendwelche Störgereuche, wie z.B. als ob jemand mit einem Metallrechen über den Boden kratzt. Das ist doch arm an Tontechnikleistung und bestimmt nicht mehr zu rechtfertigen, wenn man schon zum Mars fliegt! oder?

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