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ESM: Ja der Richter, Nein der Deutschen

12.09.2012 | 18:10 |  KARL GAULHOFER (Die Presse)

Zur Erleichterung der Euroretter und Finanzmärkte, gibt das Verfassungsgericht in Karlsruhe mit Auflagen seinen Sanktus zum neuen Rettungsschirm. Eine Mehrheit der Bürger hoffte auf ein Veto.

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Berlin. Hatten wir das nicht schon einmal? „Im Namen des Volkes“ urteilt das deutsche Verfassungsgericht über einen Eurorettungsschirm. Alle Welt blickt gebannt auf die roten Roben von Karlsruhe, wo das Schicksal der Einheitswährung auf dem Spiel steht. Zur Erleichterung der Euroretter und Finanzmärkte wird ein großes Ja mit einem kleinen Aber verkündet: Die Mitsprache der Parlamentarier muss gesichert sein. Ja, so ähnlich lief es schon vor einem Jahr, beim Vorgänger-Schirm EFSF. Doch auf den zweiten Blick ist vieles anders.

Das beginnt schon bei der Zusatzaufgabe: Aus Sicht der Richter ist nicht klar genug geregelt, dass die deutsche Haftungsgrenze von 190 Mrd. Euro nur mit Zustimmung des Bundestags erweitert werden darf. Bevor Bundespräsident Gauck die Verträge ratifiziert, ist ein Vorbehalt zu verfassen, den alle Euroländer akzeptieren. Andernfalls wäre Deutschland nicht an das Vertragswerk gebunden.

 

Fiskalpakt durchgewinkt

Diese Hürde ist formal anspruchsvoll, aber inhaltlich leicht zu nehmen: Weder Haftungsgrenze noch Vetorecht widerspricht dem Stabilitätsmechanismus. Den Fiskalpakt, um den es auch gegangen ist, haben die Richter übrigens ohne Auflagen durchgewinkt. Die Finanzmärkte reagierten auf die Urteilsverkündigung positiv, aber nicht euphorisch. Der Kurs der Einheitswährung stieg leicht.

Wie schwer es sich die Deutschen mit ihrem Ja zum ESM gemacht haben, zeigen die Umstände der Eilanträge: Es ging um die größte Verfassungsklage in der Geschichte der Bundesrepublik. 37.000 Bürger scharten sich um den Verein „Mehr Demokratie“. Die Fraktion der Linkspartei klagte ebenso wie honorige Professoren aus dem konservativen Lager. Den ganzen Sommer über spannten die Richter alle Welt auf die Folter, um auch über einen Eilantrag „auf festem Grund“ urteilen zu können. Nun ist Deutschland der letzte Eurostaat, der den Vertrag ratifiziert.

Erst vor einer Woche hat die Europäische Zentralbank mit ihrer Ankündigung, unbegrenzt Staatsanleihen zu kaufen, das Kommando in der Eurorettung übernommen. Da sie ihre Unterstützung vorerst an einen ESM-Hilfsantrag bindet, verleiht sie dem neuen Rettungsschirm scheinbar mehr Gewicht. Bricht aber künftig auch dieser Damm, verliert der politisch gestrickte ESM mit seinen klaren Gegenleistungen stark an Bedeutung. Darauf zielte der jüngste, ebenfalls abgelehnte Eilantrag von CSU-Urgestein Peter Gauweiler ab.

Neu ist aber vor allem die erstarkende Euroskepsis der Deutschen: 54 Prozent erhofften sich laut einer Umfrage kurz vor der Entscheidung, dass Karlsruhe den ESM kippen würde. Nur ein Viertel der Bürger darf sich über die Abweisung der Eilanträge freuen. Zwar ist immer noch eine Mehrheit für Hilfen, wenn sie ein Scheitern des Euro verhindern. Aber die konkrete Form der Hilfe, durch Rettungsschirm und Anleihenkäufe der EZB, verursacht von links bis rechts immer größeres Unbehagen.

Zeitungskommentare, Leserbriefe, Kneipengespräche: Wo auch immer man hinhört, die Kritik wird lauter. Die Deutschen verschanzen sich hinter ihrem Selbstverständnis als tüchtige, vertragstreue Sparmeister, die an der Dominanz leichtsinniger Schuldner scheitern.

 

Mehr Zeit erkauft

Karlsruhe hat nun bereits zum wiederholten Male die Mandatare gestärkt. Wenn das Volk, das sie vertreten, weitere Hilfen ablehnt, werden diese künftig am Parlament scheitern. Nun ist freilich die Haftungsunion schon recht weit fortgeschritten und damit Zeit erkauft. Im besten Fall werden die Reformen in den Krisenstaaten auch unter deutlich weniger Druck fortgesetzt und zeigen schließlich Wirkung. Im schlechtesten Fall stehen neue Hilfen an.

Dann dürften keine Richter mehr über die Eurorettung entscheiden, sondern die Bürger. Sie könnten in einem Referendum für eine Art EU-Bundesstaat stimmen. Oder ihr Parlament stoppt eine Eurorettung um jeden Preis – im Namen des Volkes. Dann bliebe freilich immer noch das Arsenal der EZB. Ihr Tower steht in Frankfurt: auf deutschem Boden, aber längst nicht mehr in deutscher Hand.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.09.2012)

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407 Kommentare
 
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Das "endgültige" Ende der Demokratie

Nun das war's dann wohl mit einem demokratischen Europa! Das was die Griechen vor langer Zeit entwickelt haben, was exportiert wurde nach Amerika und nach dem 2. Weltkrieg wieder zu uns kam, wurde nun von den eignen "Erfindern" zunichte gemacht. Weil korrupte Politiker in Griechenland und anderen südländischen Ländern der EU Fehler machen, sich selbst bereichern und auf das Gemeinwohl (Verzeihung) SHEISSEN! Kann jetzt die mitteleuropäisch Mittelschicht (welch ein Wortspiel) alles ausbaden! Aber Heija wir Deutschen müssen ja immer noch Bluten! Und was machen unsere Politiker in Berlin; richtig die modern in ihrem Glanz selbst mit über 70 noch auf hohen Positionen herum! Und neuerdings schicken wir Kartoffelsäcke nach Griechenland die dort Versprechen das wir Millionen Hilfen geben! Wtf^^ dieser Kartoffelsack hat garnicht das recht so etwas zu entscheiden! Naja nächstes Jahr sind ja Wahlen....und ich will euch bitten das richtige zu tun und zwar einen großen Mittelfinger auf den Wahlzettel zu Malen und zwar so oft bis wir eine ordentliche Partei mit jungen! Angachierten Politikern an der Macht haben....aber bitte nicht mit dem Größenwahn Gen wie die FDP.
Gute Nacht euer Patriot

Irgendwann ist das Ende jeder Fahnenstange erreicht und die Dinge müssen beim Namen genannt werden!


Deshalb stellt sich nun nach der Unterzeichnung des ESM-Vertrages durch Bundespräsident Gauck um so mehr die Frage, ob die (vorläuf.) Entscheidung des BVerfG, der zufolge die BRD per ESM mit 190 024 000 000 € vertragsgebunden für die Schulden anderer EU-Mitgliedsstaaten haftet, in Abweichung von bzw. in Kollision mit EU-Recht (Art. 125 I AEUV) steht. Eine entsprechende Klage vom irischen Supreme Court vor dem EuGH ist bereits anhängig.
Es ist auch nicht nachzuvollziehen, welch erkennbar strengen Maßstab das BVerfG einerseits (richtigerweise) in Bezug auf Art. 123 AEUV anlegt, der dann aber für Art. 125 AEUV ganz offensichtlich nicht gilt.
Des weiteren konterkariert die Karlsruher Entscheidung - für jedermann ersichtlich - Art. 109 III GG. Wieviel Geld Deutschland nach Europa schickt, entscheidet zwar nun ab 190 024 000 001 € allein der Bundestag (unter Einbindung des Parlaments), jedoch egal, wie hoch er bzw. die BRD sich dafür verschuldet. Daß es eine finanzielle Obergrenze für Transfers nach Europa geben könnte, in der sich das Grundgesetz (entsprechend der "Schuldenbremse”) erschöpft, ist nicht (mehr) erkennbar.
Dieses alles führt zu der alles entscheidenden Frage, ob o.g. Sachverhalte mit der vom GG vorgegebenen (verfassungsmäßigen) Odnung noch vereinbar sind (Art. 20 Abs. 3, 2. Halbsatz GG).
Darauf erfordert es jetzt vorrangig eine (belastbare) Antwort!!

Gast: 0acht15
26.09.2012 14:18
0 0

Irgendwann ist das Ende jeder Fahnenstange erreicht und die Dinge müssen beim Namen genannt werden!

Deshalb stellt sich nun nach der Unterzeichnung des ESM-Vertrages durch Bundespräsident Gauck um so mehr die Frage, ob die (vorläuf.) Entscheidung des BVerfG, der zufolge die BRD per ESM mit 190 024 000 000 € vertragsgebunden für die Schulden anderer EU-Mitgliedsstaaten haftet, in Abweichung von bzw. in Kollision mit EU-Recht (Art. 125 I AEUV) steht. Eine entsprechende Klage vom irischen Supreme Court vor dem EuGH ist bereits anhängig.
Es ist auch nicht nachzuvollziehen, welch erkennbar strengen Maßstab das BVerfG einerseits (richtigerweise) in Bezug auf Art. 123 AEUV anlegt, der dann aber für Art. 125 AEUV ganz offensichtlich nicht gilt.
Des weiteren konterkariert die Karlsruher Entscheidung - für jedermann ersichtlich - Art. 109 III GG. Wieviel Geld Deutschland nach Europa schickt, entscheidet zwar nun ab 190 024 000 001 € allein der Bundestag (unter Einbindung des Parlaments), jedoch egal, wie hoch er bzw. die BRD sich dafür verschuldet. Daß es eine finanzielle Obergrenze für Transfers nach Europa geben könnte, in der sich das Grundgesetz (entsprechend der "Schuldenbremse”) erschöpft, ist nicht (mehr) erkennbar.
Dieses alles führt zu der alles entscheidenden Frage, ob o.g. Sachverhalte mit der vom GG vorgegebenen (verfassungsmäßigen) Odnung noch vereinbar sind (Art. 20 Abs. 3, 2. Halbsatz GG).
Darauf erfordert es jetzt vorrangig eine (belastbare) Antwort!!

Gast: Käntner Leser
15.09.2012 14:01
0 0

Dürfen wir auch die FPK klagen...

Das Kärntner Volk würde auch die Falotten klagen die unsere Heimat abgewirtschaftet haben:

KELAG Verkauf, riesiger Schuldenberg (höchste pro Kopf Verschuldung Österreichs), Abwanderung, Tourismustief....

Imageschaden von Kärnten durch die FPK , verursacht durch DÖRFLER, RAGGER, DOBERNIG, RAGGER!
Pfui schämt Euch die Heimat zu verkaufen!

Nutzmenschen

Zweifelt irgendjemand der sich zu den Homo Sapiens zählt noch daran, dass wir alle nur in Massen-Haltung domestizierte Nutzmenschen sind?

Glaubt irgend wer noch, dass das derzeitige herrschende System was mit echter Demokratie oder Prinzipien wie Freiheit und Gleichheit zu tun hat?

Schade nur, dass die Nutzmenschhaltung mittlerweile so sehr perfektioniert wurde, dass die Nutzmenschen zu faul, bequem und domestiziert sind, um sich dagegen aufzulehnen.

Gast: Jose Mario Branca
13.09.2012 17:11
5 0

Abgrund

Regierungen der EU jetzt ist es amtlich Ihr habt vor Eure Bevölkerung zu enteignen, Danke und viel Glück (das nicht ewig währt)

das Europa der Diebe und Lügner

jetzt kann der Schuldenschirm über Europa ausgebreitet werden und alle dürfen mitzahlen. Gewinner ist, wer sich schwarzes Geld auf die Seite räumen kann. Darin sind die Griechen wahre Meister. Legaler Besitz von Geld ist gaaanz schlecht.

3 2

Positive Aufnahme

Das Erkenntnis des dt. Verfassungsgerichtshofes wurde von den Märkten positiv aufgenommen. Es ist nicht Aufgabe eines Verfassungsgerichtshofes als Quasigesetzgeber einzuschreiten.
Die Wähler die durch ihre Abgeordneten im Parlament vertreten sind haben sich für ESM und Fiskalpakt entschieden. Der Gerichtshof entscheidet nicht über Wohle und Wehe der Landes, sondern das Parlament.
Es ist daher verfehlt den Gerichtshof für möglicher Weise falsche politische Entscheidungen des Parlaments verantwortlich zu machen!

Gast: Europa den Bürgern, nicht der Finanzmafia
13.09.2012 13:29
5 1

Wie lange wird es dauern bis Andersdenkende eingesperrt werden?


EUDSSR..................


Re: EUDSSR..................

dachte ich auch schon! Die vereinigte kommunistischen Staaten Russlands waren froh dem Staatenkollektivismus entronnen zu sein. Die wollten nichts mehr davon wissen, diese Gleichschalterei war scheinbar unerträglich.

Gast: Menschenrechte wo seid ihr?
13.09.2012 12:51
2 2

EU wird zur reinen US-Kolonie oder sind die Ausbeuter Europäer?

Da bin ich mir nicht ganz sicher.

Viel Hoffnung habe ich nicht.

Antworten Gast: Rabiatperle
13.09.2012 13:25
2 1

Re: EU wird zur reinen US-Kolonie oder sind die Ausbeuter Europäer?


Es geht in diese Richtung

http://de.wikipedia.org/wiki/Multilaterales_Investitionsabkommen

Findet man kaum was drüber in den Medien.

Gast: Hubertus
13.09.2012 12:49
5 2

Keine Überraschung

Das Urteil der deutschen BVGH bestätigt nur, daß man von Juristen keine Hilfe erwarten kann. Sie verbiegen das GG bis zur Unkenntlichkeit. Nicht umsonst hat Luther schon gesagt: Juristen-schlechte Christen. So wie sie seinerzeit die Gesetze NS Deutschlands klaglos mitvollzogen haben, waren sie nachher immer schon aufrechte Demokraten und sie werden auch der EUdSSR treu dienen. Es wurde auch kein einziger Richter oder Staatsanwalt nach dem 2.WK angeklagt. Wie auch: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Nur wenn der Wähler andere Parteien wählt, besteht eine Chance auf Abkehr vom eingeschlagenen Weg der Ausplünderung des Volkswohlstandes der soliden EuroStaaten. Jetzt will nicht einmal mehr Bulgarien dem Euro beitreten. Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen. Die wollen nicht in der Zone für wachstum und Stabilität dabei sein(Eigendefinition lt. WIFO ,einer government agency).

Gast: walter 2
13.09.2012 12:49
3 2

Warum wird das dem VOLK verschwiegen -

Das VETO Östtereichs gilt im sogenannten EILVERFAHREN in Anbetracht des Anteils Österreichs von 2,8 % wohl nicht wirklich, da damit Österreich jedenfalls überstimmt wird, da als Kriterium eine 85 % Schwelle festgesetzt ist.

Schlimmer noch; ebenfalls verschwiegen:
www.youtube.com/watch?v=t8hBEJnjan4jck

1 2

Re: Warum wird das dem VOLK verschwiegen -

AUWEIA, Sie verwechseln jetzt das EILVERFAHREN in der Rechtsprechung des BGH mit dem DRINGLICHKEITSVERFAHREN nach dem Artike 4, Abs 4 des ESM-Vertrages!

Wobei Sie noch übersehen, dass das Dringlichkeitsverfahren nur in 2 Fällen, nämlich in den im Artikel 5, Absatz 6, Buchstaben f und g aufgezählten Fällen mit qualifizierter Mehrheit von 85 % angewendet werden darf!

Re: Re: Warum wird das dem VOLK verschwiegen -

Absolut richtig. Wobei man fairerweise anmerken muss, dass das Vetorecht einer nicht gewählten Einzelperson (dem Vertreter im Gouverneursrat) zufällt und für sämtliche Entscheidungen keinerlei parlamentarische Kontrolle vorgesehen ist (die Formulierung im Zusammenhang mit einer Kapitalaufstockung ist ja entsprechend gewählt).

0 1

Re: Re: Re: Warum wird das dem VOLK verschwiegen -

"...dass das Vetorecht einer nicht gewählten Einzelperson (dem Vertreter im Gouverneursrat) zufällt..."

Wie alle Minister, Richter des Verf.GH, des Verw.GH. Botschafter bei der UN, etc.
Die sind ebenso wenig direkt gewählt, aber im Rahmen der Österr. Bundesverfassung von gewählten Gremien ernannt und damit legitimiert!
Die Mitglieder des Gouverneursrates sind vom gewählten Österr. Parlament legitimierte Regierungsmitglieder/Minister, daher ist Ihr Einwand nur unproduktive Haarspalterei!

daher ist Ihr Einwand nur unproduktive Haarspalterei!

Produktiv ist der Einwand natürlich nicht;-) Wie auch immer, ich wäre im Umgang mit einer Thematik, bei der bisher doch auffällig viele essentielle Vereinbarungen missachtet wurden, ein wenig vorsichtiger gewesen als das Einzelpersonen zu überlassen. Sehe das aber ggfs. übervorsichtig.

Vertane Chance

Ich denke, die Sache ist gelaufen und wir verlieren, ganz legal, 60 Jahre Arbeit von 2 Generationen.

Wir befinden uns am Anfang der Weimarer Republik Nummer 2.

Wieso muß ich permanent an den ehemaligen Ministerpräsidenten Clemenceau und den englischen Premier David Lloyd George denken.

Vielleicht weil auch dazumal die deutschprachigen Länder bis auf letzte Hemd durch Erpressung ausgenommen wurden?

Diese EZB ist nun der BANKOMAT... für die EU Südländer (dank ESM).

Oder salopp gesagt: Schuldentilgung durch Neuschulden Kredite bzw. alles dreht sich im Kreis (hat allerdings Zeit gewonnen). Gewünschter Nebeneffekt ist gleichzeitig die Förderung des EU Zentralismus (u. Brüssel -Bürokratie) in Zukunft. Eines Tages haben wir dann eine Art europ. Planwirtschaft zu gewärtigen vor allem wenn dann die EU sozialistischen Regierungen dominieren sollten.

M.M.n...muss die Sicherheits-u.Außenpolitik EU- affin wie auch die Geldpolitik (kontrolliert) gemeinsam erfolgen, jedoch die Steuerautonomie (wenn auch angepasst) sowie Sozial-u.Bildungspolitik muss national autonom bleiben.

Alles sollte sich eher langsam entwickeln statt übertriebener Hektik (d.EU Fanatiker).

Unglaublich!

Habe mir soeben in der ORF-Videothek die ZIB2 von gestern Abend angeschaut.
Staatssekretär Schieder gibt auf die Fragen von Herrn Wolf nur unzureichende Antworten und malt absurde Zukunftszenarien an die Wand, die dann eintreten sollten, wenn man die ganzen "Rettungsmechanismen" nicht einführte. Eine besonderer Unsinn: "ALLE Arbeitsplätze wären in einem solchen Fall gefährdet."
Er kann nichts, aber auch gar nichts mit Zahlen belegen.
Auch bei Griechenland spricht er über harte Reformen, obwohl aus internationalen Meldungen eindeutig hervorgeht, dass das Volk dort (berechtigt!) erbitterten Widerstand leistet und gar nicht daran denkt, im Sinne der Troika zu handeln.
Herrn Schieder scheint nicht bewußt zu sein, dass gerade Spanien und Portugal Jahrunderte lang auf Kosten von Kolonien gelebt haben und dort ausgebeutet und gemordet haben. Nun glauben diese Länder anscheinend, besonders im Norden Europas neue Kolonien gefunden zu haben.
Und bei uns werden dafür die kleinen Leute geschröpft, die wirklichen Gauner, die Milliardäre, die z.B Griechenland schon längst samt Geld verlassen haben, werden geschützt. Es ist ein klares Versäumnis der Politik, also Ihrer Kaste, Herr Schieder, dagegen keine Gesetze zu machen.
"Die Verantwortlichen sollen für die Krise bezahlen", posaunt Bundeskanzler Faymann und die rote Gewerkschaft unter der stumpfsinnigen Parole "Gerechtigkeit".
Und wer bezahlt seit 01.04.2012?
ALLE KLEINEN LEUTE!
Sie reden nur, Sie handeln nicht, Herr Staatss.Schieder!

Gast: eso-policier
13.09.2012 11:18
1 5

Nicht-grüne Ökopolitik

Europa kann durch eine nicht-grüne Ökopolitik gerettet werden. Z. B. kann der Rohstoffverbrauch innerhalb von 50 Jahren um 90 % gesenkt werden. Siehe dazu "Factor 10" im englischsprachigen Wikipedialexikon. Zudem können z. B. viele Probleme durch C.-G.-Jung-Traumdeutung gelöst werden. Bald brauchen die südeuropäischen Staaten noch mehr Geld. Dann wird sich glücklicherweise Finnland, das souveräner ist als Österreich, weiteren Zahlungen widersetzen. Und die €urozone wird ganz oder teilweise zerfallen.

Gast: Die Ente Lippens
13.09.2012 11:02
7 3

Was ist vom Versprechen geblieben, die EZB werde agieren wie die Deutsche Bundesbank, der EURO werde so hart wie die DM und der Schilling sein und es gebe kein Zahlen fuer fremde Schulden wegen des Euro?

Trotzdem weitermachen und alles ist alternativlos?

Point of no return erreicht....


.....Haftungsunion mittels ESM

....Eurobonds mittels EZB

Und das alles nur, um die Banken zu retten und die sog. "Finanzmärkte" zu beruhigen.

Wenn jetzt noch etwas schief geht, haben wir Krieg.


Re: Point of no return erreicht....

Sie verkennen die Realität. Wenn wir mit dem Aushungern der Staaten so weiter machen, haben wir bald einen Aufstand und Chaos in Europa.

 
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