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OeNB akzeptiert "Krisenauslöser" als Pfand

14.09.2012 | 17:57 |   (DiePresse.com)

Banken können nun sogenannte Asset Backed Securities, die 2008 die Finanzkrise ausgelöst haben, als Sicherheit einreichen. Die OeNB, die diese Sicherheiten akzeptieren muss, folgt damit einer Vorgabe der EZB.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Anforderungen an Sicherheiten in der Krise mehrfach gelockert. Nach EZB-Vorgaben akzeptiert auch die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) ab sofort umstrittene Wertpapiere als Pfand für Ausleihungen an die heimischen Kreditinstitute, heißt es im "Kurier", der sich auf eine freitägige Bekanntmachung im Amtsblatt bezieht.

Demnach änderte die Oesterreichische Nationalbank dahingehend ab sofort ihre Geschäftsbestimmungen. Die OeNB muss künftig Bankschuldverschreibungen, die von Mitgliedsstaaten garantiert werden, die EU-Hilfe erhalten, als Sicherheit akzeptieren. Weiters dürfen Kreditpakete, die Banken als Sicherheit bei der OeNB einreichen, künftig auch schlechtere Bonitäten aufweisen.

OeNB sieht kein Risiko

Nicht zuletzt würden temporär sogenannte Asset Backed Securities (ABS) als Sicherheit akzeptiert. Diese Wertpapiere auf Kreditforderungen waren wie bekannt mit ein Auslöser für die Finanzkrise im Jahr 2008. Banken und Investmentfonds, die im großen Stil auf ABS mit Immobilienpapieren minderer Qualität setzten, kamen in Schieflage und gingen zum Teil pleite. ABS wurden seitdem von Investoren gescheut.

Die OeNB muss sie jetzt aber auf Geheiß der EZB als Sicherheit akzeptieren, schreibt das Blatt. Allerdings, so wird auch im "Kurier" argumentiert, müssten die Banken die Daten der Kredite offenlegen, die in den ABS enthalten sind. Zudem seien ABS nicht gleich ABS, es gebe auch verbriefte Forderungen höchster Qualität abseits der Immobilienbranche.

Seitens der OeNB sieht man ohnehin keine Gefahren. "Mit der Adaptierung der Bestimmungen wird die Basis der Sicherheiten verbreitert und das Risiko somit stärker gestreut", wird OeNB-Sprecher Christian Gutlederer zitiert.

(APA)

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14 Kommentare
2 1

Dann können sie gleich eine gut gefüllte Biotonne als Pfand gegen unser Gold nehmen


da hätte wenigstens die Tonne einen geringen, aber immerhin, Materialwert.

Gast: walti
15.09.2012 11:35
3 2

Bad-Bank

Wir die OeNB von der EZB zur Bad-Bank
degradiert ??

Doch "seitens der OeNB sieht man ohnehin keine Gefahren"
Was sollen BLINDE auch sehen !!

fein, darauf warten wir steuerzahler schon lange:

noch mehr toxische papiere in den staatlichen schuldentopf der steuerzahler!

Gast: trader1
14.09.2012 21:41
6 0

ihr seid immerhin die nationalbank

also last euch doch nicht von ein paar
polithanseln einspannen, alles schönzureden.
das wird doch schön langsam peinlich ....

ihr wisst ganz genau, das ein portfolio mit guten schuldnern nicht besser wird, wenn man ein paar schlechte schuldner druntermischt, nur weil es dann mehr schuldner sind .

und da der ewald nowotny in seinen eigenen vorlesungen nicht geschlafen haben wird, weiss er das natürlich auch ..

Gast: Hubertus
14.09.2012 20:57
6 0

Seltsame Formulierung

Der Sprecher sagt als Begründung: Da wird das Risiko besser gestreut. Das ist Unsinn. Die ÖNB hat bisher nur Sicherheiten bester Bonität genommen. Was soll man da streuen? Soweit mir bekannt hat die ÖNB in ihrer ganzen Geschichte noch nie einen Kreditverlust erlitten.

Risikostreuung...unfassbar

Ich hätte für die ÖKB ein paar "Klaus H turbo security high level knock out certificates" als Sicherheit, damit streuen sie ihr Risiko maximal, niemand sonst auf der Welt hat diese Wertpapiere im Portfolio :-))


Irgendwie grotesk - denn es gibt eine Lösung


Wer das hier liest und noch einigermaßen bei Verstand ist, der soll es bitte weitererzählen - warum schreibt die presse nicht darüber? Warum zensiert man das?

http://oekonetik.info/umschuldung
http://oekonetik.info/schuldenfreiheit

PS: Ihr Journalisten habt entweder keine Ahnung oder ihr seid völlig verantwortungslos.

2 1

Re: Irgendwie grotesk - denn es gibt eine Lösung

Sehr interessante Webseite, die Sie hier verlinken.

Wer steht denn hinter diesem Ökonetischen Modell?

Re: Re: Irgendwie grotesk - denn es gibt eine Lösung

Rein privat.

Es würde mich aber nicht stören, wenn bald alle hinter diesem Projekt stehen.

Antworten Gast: Zeit isch, Mander!
15.09.2012 09:01
3 0

Re: Irgendwie grotesk - denn es gibt eine Lösung


Richtig, man macht um alles einen großen Bogen, was die Probleme wirklich lösen könnte. Unser aller Geld wird im grossen Stil verbraten, immer mit dem Hinweis, man würde nur Zeit kaufen. Die kaufen so lange "Zeit" mit unserem Geld, bis wir alle blank sind.

http://www.monetative.org/?page_id=61

Auch darüber wird kaum berichtet.


Gast: Wer zuerst
14.09.2012 19:58
3 0

ungeniert unseriös


man fragt sich: wen erwischt es zuerst, den USD oder den Euro? Manipulation wohin man blickt, wer hält den "Markt" länger bei der Stange?

Aber gut, was soll man schon machen, als kleines Licht. Kopf einziehen.


Gast: Bärenfalle...
14.09.2012 19:29
5 0

Wenn die Forderungen

was taugen würden dann hätte man sie nicht verbrieft (und damit einem Dümmeren angedreht) sondern selber behalten und die Gewinne selber eingestrichen.

Ergo können diese Mistpapierln die jetzt auf Befehl der EZB zu monetarisieren sind nix wert sein.

Zuerst nahmen die Zentralbanken nur Staatsanleihen höchster Bonität

Dann Staatsanleihen von Pleitestaaten

Nun, Mistpapierln

Btw, ich hätte da noch ein altes, rostiges Fahrrad, monetize that !


Gast: phj
14.09.2012 19:01
4 0

Jetzt wirds sehr bedenklich

Nicht nur das wir den EMS bürgen, jetzt "zwingt" die EZB dubiose Forderungen zu kaufen.

Und die OeNB sieht kein Risiko...........

"Mit der Adaptierung der Bestimmungen wird die Basis der Sicherheiten verbreitert und das Risiko somit stärker gestreut"

Zu welcher Deckung wird hier gekauft ?


Re: Jetzt wirds sehr bedenklich

noch nicht gemerkt: die eigentliche europäische regierung ist die ezb

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