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EU-Bankenaufsicht: Nowotny warnt vor ambitionierten Plänen

17.09.2012 | 21:45 |   (DiePresse.com)

"Ich halte es für gefährlich, über die Köpfe der Menschen hinweg neue institutionelle Strukturen zu schaffen", sagt der Notenbank-Gouverneur.

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Notenbank-Gouverneur Ewald Nowotny hat angesichts der Pläne für eine europäische Bankenaufsicht vor einer "Gefahr" durch zu ambitionierte Pläne gewarnt, die bald enttäuscht würden. Bei 6.000 Banken in der EU könne eine in die Europäische Zentralbank (EZB) eingegliederte Behörde nur in Ausnahmefällen eingreifen. Die reguläre Aufsicht müsse weiter bei den Mitgliedsstaaten liegen, sagte er am Montagabend in Wien.

Das EZB-Ratsmitglied warnte bei einer Podiumsdiskussion im Wiener "Haus der EU" mit dem bulgarischen Präsidenten Rossen Plewneliew und EU-Kommissar Johannes Hahn vor einem raschen Ausbau der EU-Institutionen. "Man muss sich nicht flüchten in große Utopien, die sich eher als Ausreden erweisen." Er sei sich nicht sicher, ob es klug und inspirierend sei, die politische Union zu vertiefen, nachdem erst wenige Jahre zuvor die EU-Verfassung gescheitert sei. "Ich halte es für gefährlich, über die Köpfe der Menschen hinweg neue institutionelle Strukturen zu schaffen", sagte Nowotny. Es sei besser, konkrete Dinge zu versuchen, etwa "seriöse" Maßnahmen zu einer Bankenunion.

Neue "Aufstiegsphase" im Jahr 2020

Nach Ansicht des Notenbankers könnte die Finanzkrise auf absehbare Zeit ihr Ende finden. Eine solche Krise dauere fünf bis sieben Jahre, davon seien zumindest vier vorbei, sagte Nowotny. Im Jahr 2020 könne eine neue "Aufstiegsphase" beginnen.

Der österreichische EU-Kommissar Hahn verwies darauf, dass es bei der Bankenunion darum gehe, Prüfungen auf einheitlichen europäischen Standards vorzunehmen. Die EZB habe nach dem zuletzt vorgelegten Vorschlag der EU-Kommission das Recht, diese Prüfungen vor Ort vorzunehmen, aber es solle wie bisher Prüfungen auf nationaler Ebene geben.

Hahn zeigte sich optimistisch, für die EU-Pläne für eine Bankenaufsicht auch bisher skeptische Staaten außerhalb der Währungsunion ins Boot zu holen. Polen und Schweden seien noch skeptisch, Vorbehalte Großbritanniens bereits "eingepreist", sagte Hahn. Er verwies aber darauf, dass in den vergangenen Monaten Integrationsschritte auch unter Mitwirkung der "britischen Freunde" passiert seien.

(APA)

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10 Kommentare

na da schau her der herr nationalbankchef meldet sich auch einmal zu wort!

anstatt dem einzig vernünftigen EZB banker weidmann den rücken zu stärken versteckt sich nowotny eher hinter draghi und unterstützt dessen massenenteignung deutschlands und österreichs mittels infaltion!

echt ein witz der herr, von dem höhrt man sogut wie nie etwas, ich wüsste nur zu gern wie der im EZB rat abstimmt, aber ich bin mir ziemlich sicher er hat sich den inflationssüchtigen südändern angeschlossen!

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Bankenaufsicht .Na das wäre doch wieder

ein gefundenes Betätigungsfeld für Schmiergeld Empfänger.

Mit einer Aufsicht durch die EZB, die die EU-Verträge missachtet und hemmungslos neues Geld druckt, würde man nur den Bock zum Gärtner machen!


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das liegt aber an der ewigen Wachstumsmentalität

Der Kapitalismus propagiert konstantes ewiges Wachstum. Die Realwirtschaft ist wirtschaftlichen Markt- und Produktionszyklen unterworfen. Eine Aktie steigt auch dann, wenn die Firmen Betriebsurlaub machen. Die Erwartung bei allen Finanzprodukten ging immer vom Schönwetter best case aus. Die Ratings werden aufgrund von ist und nicht von Extrapolation/Interpolation erstellt. Die Lobby und Öffentlichkeitsarbeit stellt alles in rosa Plüsch dar. Wenn ich sage, ihr verliert jetzt alle 10% dann rebellieren viele Bürger, Sparer und Investoren. Also ist drucken mit 19% Inflation besser, weil die Bürger dann glauben, dass die Wachstumserwartung noch zutrifft und sie 10% Gewinne gemacht haben. Sobald Zweifel am Funktionieren des ewigen Wachstums aufkommen, kommt es zu Entzugserscheinungen der Gelddroge und die sind schlimmer als Cold Turkey.

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Re: Mit einer Aufsicht durch die EZB, die die EU-Verträge missachtet und hemmungslos neues Geld druckt, würde man nur den Bock zum Gärtner machen!

Politiker dürfen Verträge und Gesetze brechen nach belieben der Bürger wandert dafür vor den Richter eventuell in den Knast.
Die EU Eliten wären eine schöner Helloween Dekoration für die Parks.

5 0

Richtig erfasst

Die Mesnchen haben es satt bevormundet zu werden. Systemrelevante Großanken ja, aber mehr nicht.

jetzt auf einmal will man sich volksnah geben?

hat doch sonst auch keinen gestört, wenn über die Köpfe der Leute hinweg entschieden wurde.

Gast: machen wir es transparent
17.09.2012 23:57
3 0

was heist recht ?

.. nur weil einer einen plan hat, heist das noch lange nicht, dass das sein recht ist .. soweit sollte man selbst als eu-kommissar sein, das man zwischen recht auf etwas und plan für etwas unterscheiden kann ....

... na aufgewacht ewald ?. merkst langsam wie ihr all die jahre von diesen leuten verschaukelt worden seid, wie sie versuchen alle nationalen kompentenzen abzumontieren und nach brüssel zu verlagern ?
wie sie euch schlechtere gesetzestexte, als ihr vorher gehabt habts, auf das auge gedrückt haben, und ihr ganz andächtig davor gestanden seid, nur weils ein bisserl anders wie österreichisches recht aussieht und auf den ersten vier seiten einer eu-richtlinie immer runtergebetet wird, dass die eu unverzichtbar ist :-)?

...

Die Überschrift ist ja der Witz des Tages!!!

Europa der Vaterländer ist was wir brauchen,

wir brauchen keinen bürokratischer Moloch, Herr Hahn, auch wenn sich zu viele darin gut eingerichtet haben, kann Europa nur erfolgreich sein mit starken Volkswirtschaften, die nicht von den anderen ausgeblutet werden.

Herr Novotny schätzt die Lage wenigstens realistisch ein, doch der Ausgang der Krise mit Ansagen wie in etwa 7 Jahren wird es wieder besser ohne dass effiziente Taten gesetzt werden, halte ich für Wahrsagerei. Und dass die Südländer ihre Sparprogramme durchhalten, ist überhaupt nicht absehbar.

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