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Griechenland: Rezession wird sich verschärfen

18.09.2012 | 15:02 |   (DiePresse.com)

Der wirtschaftliche Abschwung werde stärker ausfallen als bisher erwartet, sagt Finanzminister Stournaras. Auch das Budgetdefizit werde höher sein.

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Der wirtschaftliche Abschwung in Griechenland wird nach Einschätzung der Regierung viel stärker ausfallen als bisher erwartet. "Wir sind im fünften Jahr der Rezession, und insgesamt ist die Wirtschaft in dieser Zeit um etwa 20 Prozent geschrumpft. Wir erwarten, dass sie bis 2014 um 25 Prozent geschrumpft sein wird", sagte Finanzminister Ioannis Stournaras am Dienstag auf einer Wirtschaftskonferenz. Auch das Haushaltsdefizit werde dadurch höher ausfallen als ursprünglich gedacht.

Die Regierung will in den kommenden Tagen endlich die dringend benötigten Einsparungen in Höhe von 11,5 Milliarden Euro unter Dach und Fach bringen, um Griechenlands internationale Geldgeber zufriedenzustellen. Gewerkschaften haben für den 26. September einen landesweiten Streik gegen das Troika-Paket ausgerufen.

Athen drückt Arbeitskosten um 11,5 Prozent

Indes hat Griechenland die Arbeitskosten pro Stunde im ersten Quartal des Jahres beträchtlich gedrückt. Die Bruttokosten sanken gegenüber dem ersten Quartal 2011 um 11,5 Prozent, wie das EU-Statistikamt bereits am Montag in Luxemburg mitteilte. Nur zwei weitere EU-Länder verbuchten demnach ebenfalls eine Verbilligung der Arbeitsstunde, nämlich Portugal mit minus 1,2 Prozent und Slowenien mit minus 1,3 Prozent. Die Senkung der Bruttoarbeitskosten pro Stunde ist offenbar eine Folge der Sparanstrengungen, die Griechenland im Gegenzug für die Hilfe zur Rettung seines Staatshaushaltes zugesichert hat und die zum Beispiel eine Senkung des Mindestlohnes vorsehen. Insgesamt soll die Wirtschaft nach dem Willen der Geber produktiver und wettbewerbsfähiger werden. In der Privatwirtschaft sanken die Stundenkosten laut Eurostat um 8,9 Prozent, im nicht-gewerblichen Sektor sogar um 15,7 Prozent.

In den 17 Ländern der Eurozone verteuerte sich die Arbeitsstunde laut Eurostat hingegen im ersten Quartal um 1,5 Prozent, in der gesamten EU um 1,4 Prozent. In Deutschland betrug der Anstieg demnach 1,8 Prozent, am stärksten war er in Bulgarien mit sechs Prozent. Außer für Griechenland war der größte Teil der Zahlen bereits früher bekannt gewesen.

(APA/dpa)

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4 Kommentare
Gast: Sachse
18.09.2012 20:33
0 0

neulich auf Kreta

zurück von Kreta,
Autovermieter, Anzahlung 30,00 € ohne Beleg
am Strand der Liegenvermieter Summe ca 60,00€
Parkplatz am Strand Summe ca 25,00€
das Essen in den Tavernen ca 400,00€
wir waren keine AI Touristen)
und und und...
nirgendwo ein Beleg mit Mwst 21%
auf die Frage nach einem solchen gabs ein lachen
"wir auf Kreta machen nicht, was die in Athen wollen"...
Dörfer werden mit den breitesten Asphaltstraßen verbunden, da staunt der Festländer nur
und überall steht ein Schild gefördert mit EU Mitteln
Ach so bei Lidl.gr gabs ordentliche Kassenbons

neutrales Urteil, die wollen nicht

Gast: Plach2
18.09.2012 17:21
0 0

Griechenland wird in 100 Jahren seine Schulden nicht zurück zahlen können!


Die Regierung will in den kommenden Tagen endlich die dringend benötigten Einsparungen in Höhe von 11,5 Milliarden Euro unter Dach und Fach bringen, um Griechenlands internationale Geldgeber zufriedenzustellen

Ich hoffe eher, sie tun es für sich und nicht für andere, ansonsten dürfte kein nachhaltiger Effekt erzielbar sein.
Insgesamt ist es entwürdigend. Im Besonderen die Tatsache, dass da derart herumgeeiert wird. GR muss seinen Verwaltungsapparat gesundschrumpfen und steht mit dieser Aufgabe nicht alleine da. Anstatt dafür ein gesamteuropäisches Konzept auf den Tisch zu legen mitsamt Modellrechnungen und v.a. einer positiven Vision, tut man andauernd überrascht, wenn sich irgendein sinnloses Ziel wieder hat nicht erreichen lassen.

Ein ausgeglichener Haushalt wird negativ dargestellt. Als ein Opfer. Liegt wahrscheinlich daran, dass aus unerfindlichen Gründen Kredit inzwischen zur Habenseite gezählt wird.

Gast: NocheinParteiloser
18.09.2012 16:07
1 0

Eine logische Folge des einnahmenseitigen Sparens!

Die Sanierung wurde ja zum Teil erfolgreich durchgeführt und die Staatsabgabenquote konnte von etwas über 30% auf etwa 40% gehoben werden.

Leider hat Griechenland bei den Staatsausgaben vollkommen versagt, die sind in den letzten 4 Jahren ja noch weiter gestiegen. Damit wurden einerseits die geschützten Bereiche weiter finanziert, ein Teil ging wahrscheinlich auch in die Taschen korrupter Parteibonzen.

Die Erfolge beim einnahmenseitigen Sparen müssten vorwiegend aus der Realwirtschaft gezogen werden und mussten daher auch die Realwirtschaft weiter beschädigen. Ist doch logisch, dass es zu einem weiteren Einbruch kommen musste. Die kranken Bereiche, also die geschützten Bereiche, vernichten weiter nur die immer geringer werdenden Leistungen der Realwirtschaft.

Berlusconi hat mit diesem Unsinn in I auch angefangen, der Monti es weiter auf die Spitze getrieben. I daher auch in der Rezession.

Sarkozy hat auch gestartet, Hollande treibt es dann zur Perfektion. Das wird eine schöne Rezession geben.

Auch Österreichs Regierung hat ein einnahmenseitiges Sparpaket bis 2016/17 geschnürt. Es sollt zu 80% aus einnahmenseitigen Sparen bestehen, wenn auch die kalte Progression berücksichtigt wird. Österreich wird also auch bald in die Rezession gehen, wenn die Maßnahmen zu greifen beginnen.

Das Versagen der Entscheidungsträger in Europa ist unfassbar!

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