Der Stresstest für die angeschlagenen spanischen Banken wird für diese voraussichtlich einen Kapitalbedarf von 70 bis 80 Milliarden Euro ergeben. 20 Milliarden Euro haben die Geldhäuser allerdings schon zum Stopfen der Löcher bekommen. Daher dürfte Spanien von den 100 Milliarden Euro, die es von seinen Euro-Partnern zur Banken-Stützung in Aussicht gestellt bekommen hat, nun 50 bis 60 Milliarden Euro in Anspruch nehmen.
Genaue Zahlen würfen zwar erst in der kommenden Woche vorliegen, sagte der Chef der zweitgrößten spanischen Bank BBVA, Francisco Gonzales, am Donnerstag. Es werde aber wohl um "70, 75 oder 80 Milliarden Euro" gehen, fügte er hinzu. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums sagte, das würde sich mit den Erwartungen ihres Hauses decken. Aus Kreisen der Notenbank hieß es, diese habe am Donnerstagmorgen damit begonnen, die Banken über die Ergebnisse des Stresstests zu informieren. Offiziell soll dessen Ergebnis am 28. September vorgestellt werden.
Optimistischer zeigt sich der Internationale Währungsfonds (IWF). Dessen Chefin Christine Lagarde sagte dem "Wall Street Journal", der Bedarf liege bei etwa 40 Milliarden Euro, wie es der IWF im Juni in etwa prognostiziert hatte.
Es wird damit gerechnet, dass Spanien über den Rettungsschirm ESM noch weitere Hilfen seiner Euro-Partner in Anspruch nehmen wird.
(APA/Reuters)

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