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EZB prüft Anleihen-Aufkauf auf Rechtmäßigkeit

25.09.2012 | 10:57 |   (DiePresse.com)

Juristen von EZB und Deutscher Bundesbank wappnen sich. Sie loten aus, ob unbegrenzte Aufkäufe einen Bruch der EU-Verträge darstellen könnten.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bundesbank prüfen einem deutschen Zeitungsbericht zufolge die Rechtmäßigkeit des geplanten Aufkaufs von Staatsanleihen. Juristen von EZB und Deutscher Bundesbank würden derzeit ausloten, von welchem Umfang an und ab welcher Dauer die Aufkäufe ein Bruch der EU-Verträge sein könnten, berichtete die "Bild"-Zeitung im Voraus aus ihrer Dienstag-Ausgabe.

Nicht ausgeschlossen werde, dass die brisante Frage demnächst dem Europäischen Gerichtshof zur Klärung vorgelegt werde. Für diesen Fall wollten sich EZB und Bundesbank juristisch wappnen. Hintergrund sei der Streit um die Frage, ob die EZB mit den Aufkäufen gegen das EU-vertragliche Verbot von direkter Staatsfinanzierung verstoße.

Draghi hatte vor wenigen Wochen die EZB-Entscheidung zu einem unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen kriselnder Euro-Staaten bekanntgegeben. Allerdings knüpft die Notenbank dies an die Bedingung, dass die Länder zuvor unter den Rettungsschirm schlüpfen und sich zu Reformen verpflichten. Draghi erhofft sich durch das Vorhaben unter anderem niedrigere Zinsen für die Länder bei der Aufnahme neuer Kredite und damit eine Entspannung in der Schuldenkrise.

IWF-Chef setzt Hoffnung auf Anleihen-Ankauf

Indes setzt die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, große Hoffnungen in den geplanten Ankauf von Anleihen aus Krisenstaaten. Das Programm sei ein "Wendepunkt" im Kampf gegen die Eurokrise, sagte Lagarde. Lagarde forderte die Schaffung einer Bankenunion in der Eurozone mit einer einheitlichen Aufsichtsbehörde sowie einer direkten Rekapitalisierung angeschlagener Geldhäuser. Dies könne den "Teufelskreis" zwischen verschuldeten Banken und überschuldeten Staaten durchbrechen, sagte sie.

Die IWF-Chefin zeigte sich besorgt über die Haushaltslage in Griechenland. Um die Löcher zu stopfen, seien "eine Reihe von Einschnitten und neuen Einnahmen" nötig, sagte sie. Die Probleme seien durch den "enormen Rückstand" bei den Privatisierungen und schwache Steuereinnahmen verschärft worden.

Griechisches Defizit größer als bisher bekannt

Laut einem Bericht des Magazins "Spiegel" ist das Haushaltsdefizit in Griechenland weit größer als bisher bekannt. Athen fehlen nach vorläufigen Erkenntnissen der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF zufolge derzeit rund 20 Milliarden Euro - fast doppelt so viel wie zuletzt angegeben. Die Schließung der Finanzierungslücke ist Voraussetzung für die Auszahlung weiterer Kredite. Wann der ursprünglich für September erwartete Bericht der Troika über die Umsetzung der Maßnahmen durch Athen vorliegen wird, ist noch unklar.

(APA/Reuters)

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20 Kommentare

aber geh, wer wird sich denn vom europäischen gerichtshof etwas erwarten?

alles augenauswischerei, die herren dort werden gegen die eu-schuldensucht rein gar nichts unternehmen. wo sogar schon karlsruhe sich zu nichts ausser einem schalen kompromiss bewegen hat lassen.
in den plänen der eu-politiker steht geschrieben, dass der norden durch massive inflation die schulden des südens bezahlen wird müssen.
und zwar alle einkommensempfänger und sparbuchbesitzer vornehmlich im norden aber auch im rest des eu-raums.
und die kleinen leute werden am meisten leiden, da von kleinen einkommen nach abzug der lebenshaltungskosten relativ am wenigsten bleiben wird.
danke an die parteien, die uns dies beschert haben.

Prüfung

Was wollen die prüfen, es wissen doch alle, dass gelogen und betrogen wird. Jetzt kostet uns das Prüfen auch noch unser Geld.

Gast: dddh
25.09.2012 15:11
1 0

EURO - Neugestaltung nach Plan von STRONACH

Der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) braucht anscheinend mindestens zwei Billionen Euro, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

Die Aufstockung der Finanzkraft des EU-Rettungsschirms soll vor allem den Superschuldnern Spanien und Italien zugute kommen. Besonders hart wird es offenbar Spanien treffen, dessen Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Donnerstag einen Reformplan bekannt geben soll.

Die Situation in Spanien ist und bleibt miserabel. Das Land wird geplagt von Rezession, Schulden und Arbeitslosigkeit. Laut Experten der BNP Paribas braucht Madrid in den kommenden zwölf Monaten mindestens 180 Milliarden Euro statt der anfänglich vorgesehenen 100 Milliarden Euro für die Rettung der Banken.

Gerüchten zufolge verhandelt die spanische Regierung mit Brüssel über weitere Finanzspritzen.

Es ist unvermeidbar, daß man die eine oder andere Bank in Konkurs gehen läßt.

Daß die Steuerzahler ständig unfähige, zockende Manager herauspauken müssen findet seine Grenze in der finanziellen Leistungsfähigkeit der Zahlerstaaten und der Geduld der Bevölkerung, die diese falsche Politik ertragen muß.
Der EU Sozialismus, kaputte Unternehmen mit Gewalt am Leben zu halten findet schön langsam sein Ende.

Gast: Baur4
25.09.2012 15:10
3 0

Der Euro brachte in ganz Europa

Not, Armut, enorme Staatsschulden und hohe Arbeitslosigkeit.

Wie können Sie das behaupten!

Wo wir doch alle soooo vom Euro profitiert haben. Sie lesen die falschen Medien!

Nur eine Staatsbürgerbank wäre berechtigt und fähig (!) Staaten unbegrenzt zu finanzieren.

Es gibt hoffentlich keinen Zweifel darüber, dass die Wirtschaft dem Menschen dient und nicht der Mensch der Wirtschaft (den Schulden).

Daher ist nur das Kollektiv der Bürger unbegrenzt kreditwürdig (nicht die EZB - die nur eine "unabhängige" Notenbank sein sollte ). Es wäre daher auch nicht weiter verwunderlich, wenn irgendwer auf die Idee käme, endlich die Bürger in die Rolle einer Geschäftsbank (Staatsbürgerbank, SBB) schlüpfen zu lassen.

Was würde das bringen?

Nun ja, die SBB würde über Kredite alle Staatsanleihen aufkaufen und im Anschluss mit der Notenbank einen Schuldenschnitt ausverhandeln. Damit wäre der Staat (die Bürger) schuldenfrei.

http://oekonetik.info/umschuldung
http://oekonetik.info/schuldenfreiheit

Was die EZB, ESM macht ist Macht und die löst keine Probleme!

Antworten Gast: Baur4
25.09.2012 15:09
0 0

Re: Nur eine Staatsbürgerbank wäre berechtigt und fähig (!) Staaten unbegrenzt zu finanzieren.

www.youtube.com/watch?v=C0wFb2aL7U8

Gast: Raffzahn Schani
25.09.2012 12:17
0 0

Kollektiver Rechtsbruch


Die EU ist inzwischen ein permanenter Rechtsbruch.
Vor unseren Augen lösen sich Demokratie und Rechtsstaat Stück für Stück auf.

Es ist nicht die Aufgabe des Staates, mit dem Geld der Steuerzahler Banken und Investoren zu pampern.

Ein souveräner Staat muss auch das Geld selber schöpfen, die Tatsache, dass er es nicht tut, wirft die Frage auf, wer denn der Souverän ist.

Jedem, der das Geldsystem einigermaßen verstanden hat, ist klar, dass es zur ständigen Aufschuldung zwingt, denn Geld entsteht aus Kredit. Das System selber sorgt dafür, dass alles letztlich in den Händen weniger landet.

Wie lange noch sollen wir uns das gefallen lassen?


Antworten Gast: Walter434
25.09.2012 15:12
0 0

Wie lange sollen wir uns das gefallen lassen?

Wahltag ist Zahltag, das hilft.

Anmerkung:
Wenn Wahlen etwas verändern würden, hätten sie SPÖ+ÖVP längst verboten.

Gast: malleus
25.09.2012 11:14
3 0

Unser lieber EURO

Der EURO wird einmal als der größte Betrug aller Zeiten in die Geschichte eingehen.

1 0

Re: Unser lieber EURO

der euro ist offizielles falschgeld,aber nicht nur der euro sondern das ganze geldsystem ist ein einziger riesiger betrug!

Antworten Antworten Gast: Betrug?
25.09.2012 12:29
1 0

Re: Re: Unser lieber EURO

Betrug? Goldman - Sachs - Chef Lloyd Blankfein nennt es das "Werk Gottes"

5. Mose - Kapitel 15

Das Erlassjahr

1 Alle sieben Jahre sollst du ein Erlaßjahr halten. (2. Mose 23.10-11) 2 Also soll's aber zugehen mit dem Erlaßjahr: wenn einer seinem Nächsten etwas borgte, der soll's ihm erlassen und soll's nicht einmahnen von seinem Nächsten oder von seinem Bruder; denn es heißt das Erlaßjahr des HERRN. 3 Von einem Fremden magst du es einmahnen; aber dem, der dein Bruder ist, sollst du es erlassen. 4 Es sollte allerdinge kein Armer unter euch sein; denn der HERR wird dich segnen in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird zum Erbe einzunehmen, 5 allein, daß du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchest und haltest alle diese Gebote, die ich dir heute gebiete, daß du darnach tust. 6 Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen, wie er dir verheißen hat; so wirst du vielen Völkern leihen, und du wirst von niemanden borgen; du wirst über viele Völker herrschen, und über dich wird niemand herrschen. (5. Mose 28.12)

Wow!

Nach Aufkäufen von Milliarden durch die EZB und Zustimmung der EZB zum Gelddrucken durch die GR-Nationalbank wird jetzt geprüft.

Tipp: Hrn. Faymann in die Prüfungskommission berufen. Dann ist das ganze sicher nicht mehr als "eine kleine Satzänderung". Ironie Ende.

Tatsächlich erinnert das Ganze irgendwie an das österr. Parlament und dessen Zustimmung (SPÖVP + Gründe) zum ESM-Vertrag. Im Gegensatz zu Deutschland jedoch ohne zusätzliche, völkerrechtlich verbindliche Zusätze. Und man prüft nachher, ob man vorher korrekt gehandelt hat.

Re: Wow!

Wildwestmanieren. Zuerst schiessen, dann fragen;-)

6 0

unbegrenzte Aufkäufe einen Bruch der EU-Verträge darstellen könnten

Bei Gründung des Euros wurde mit Engelszungen ausposaunt, daß so etwas, wie die Anleihen-Käufe, nie möglich sein werden. Man wollte ja, so die frohe Kunde, wie die deutsche Bundesbank sein. Und jetzt untersuchen ein paar Rechtsverdreher, ob man aus den Verträgen nicht doch einen Wortlaut herauslesen kann, den man irgendwie zu diesem falschen Handeln hernehmen könnte und damit rechtfertigt!

Jetzt müssen wir schon froh sein, wenn wir nicht so dastehen wie Simbabwe!

Jetzt müssen wir schon froh sein, wenn wir nicht so dastehen wie Simbabwe!

Das tun wir, weil wir eine grössere Wirtschaftskraft haben.

Ich glaube auch nicht, dass europäische Geldpolitik (inkl. der Akteure) einen Deut besser ist als jene in Simbabwe.

Re: europäische Geldpolitik (inkl. der Akteure)

Da (Geld-) Politik ja letztendlich immer von den Akteuren abhängig ist, wäre es nicht erforderlich gewesen, diesen Begriff in Klammern zu setzen?

Die "größere Wirtschaftskraft" wäre jedoch sicher ein eigenes Thema wert. Denn die, beginnend vom Know how (Konstruktion, etc.) bis zur Produktion, fließt ja seit längerem, langsam aber sicher, nach Asien ab. Was in Europa verbleiben wird sind, so weit absehbar, Dienst- und Sozialleistungen, so wie deren (überbordende) Verwaltung. Das wird sich aber auf Dauer nicht als "große Wirtschaftskraft" halten können.

Re: Re: europäische Geldpolitik (inkl. der Akteure)

Ich denke schon, dass unsere Innovationskraft uns noch längere Zeit einen Vorsprung gegegnüber S. sichern wird. Wenn auch nicht Asien gegenüber.

Dass die Verwaltung unserer traditionell umfangreichen Sozialsysteme alleine geeignet ist, Wohlstand zu erhalten, glaube ich aber auch nicht.
Auch wenn es sich um den feuchten Traum unserer Elite handelt.

Aber natürlich

Das muss jetzt aber ganz genau geprüft werden, gelle?
Ich habe dazu eben meine selbstgebaute Glaskugel befragt. Die sagt: Ist rechtmässig, natürlich unter Einhaltung von Auflagen und blabla.

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