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Österreicher sehen Eurokrise durch ESM nicht gelöst

25.09.2012 | 10:32 |   (DiePresse.com)

Eine Mehrheit bekennt sich zum Euro, ergab eine aktuelle Umfrage. Doch nur 21 Prozent glauben, dass die Währungsunion nun aufatmen kann.

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Die Österreicher glauben nicht, dass der Rettungsschirm ESM allein die Euro-Probleme löst. Zugleich bekennt sich eine Mehrheit zur Gemeinschaftswährung. Das ergab eine vom Linzer Meinungsforschungsinstitut "market" durchgeführte Telefonumfrage bei 400 repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ausgewählten Personen über 16. Die Interviews wurden von 11. bis 13. September geführt. Am 12. September haben die deutschen Verfassungsrichter grünes Licht für den ESM gegeben, worauf Märkte und Politik positiv reagierten.

Für 63 Prozent der Befragten löst der ESM die Euro-Probleme "eher nicht". Nur 21 Prozent glauben, dass die Euro-Zone weitgehend aufatmen kann. 16 Prozent hatten dazu keine Meinung. Trotz aller Sorgen rund um den Euro stehen 57 Prozent hinter ihm und erklärten, dass seine Einführung in Österreich rückblickend gesehen eine positive Sache war. 36 Prozent bezeichneten sie als "Fehler". Besonders stark identifizieren sich die Personen mit höherer Bildung mit dem Euro: 76 Prozent Zustimmung.

Uneinig über Griechenland-Austritt

Uneinig sind die Österreicher was einen eventuellen Austritt Griechenlands aus dem Euro-Raum betrifft. 33 Prozent vermuten längerfristig eher positive Folgen. 26 Prozent rechnen mit negativen Konsequenzen, 25 Prozent erwarten keine besonderen Auswirkungen.

Deutlich ist die Forderung der Österreicher, dass Griechenland das Sparpaket einhalten muss: 65 Prozent beharren auf den Vereinbarungen und den vorgesehenen Terminen. Nur 23 Prozent treten dafür ein, dass die übrigen Euro-Staaten Verständnis zeigen und mehr Zeit für die Umsetzung der Sparmaßnahmen gewähren sollten.

Bei der selben Umfrage äußerten 70 Prozent die Sorge, dass die Wirtschaft in Europa in den kommenden Jahren nicht so recht vom Fleck kommt, also stagniert. 18 Prozent sehen sogar eine tiefe Wirtschaftskrise. Nur 10 Prozent glauben, dass es wieder deutlich bergauf gehen wird.

(APA)

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9 Kommentare

Vielleicht sollte man fragen

wie viele Österreicher wollen, daß Regeln eingehalten werden. Dies sollte eigentlich die Grundlage einer Gemeinschaft sein. Euro ja, Solidarität ja, aber nicht mit Falschspielern und Schlaumeiern.

Umfrage

Umfragen gibts die gibts gar nicht!

Gast: m1315
25.09.2012 15:39
1 0

Keine Lösung!

Natürlich ist die Euro-Krise durch den ESM und die Massnahmen nicht gelöst. Etwas aufgeschoben ja, aber das dicke Ende kommt bestimmt. Mit Hyperinflation, höheren Steuern und Verlust der Sparguthaben. Wer etwas anderes glaubt ist blind und kann nicht rechnen. Von denen gibts in der roten (auch viele schwarze sind rot) Politik in ganz Europa zuviele. Darum ist heute Europa da wo es ist. Ein Riesenproblem und fatal für die Bevölkerungen!

Wer bedient sich denn solcher Umfragen?

Wahrscheinlich die Regierung, die uns weismachen will, dass der Euro das Non plus ultra sei. Die Realität sieht anders aus, auch wenn hier ganze 400 Leutchen gefragt wurden. Damit stellt sich die Politik ein schlechtes Zeugnis aus, wenn sie auf derlei Umfragen setzt bzw. setzen muss. Lächerlicher geht's nicht mehr. Und diese APA-Meldung muss nun in allen Medien veröffentlicht werden. Ein Schelm, der Böses dabei denkt......

Gast: Outright Monetary
25.09.2012 11:43
3 0

umfragen

diese Umfrage zeigt wieder einmal die Realitätsferne des Ergebnisses,Manipulation,bewusste Irreführung in den Fragenformulierungen,also nicht ernst zu nehmen

Antworten Gast: Baur4
25.09.2012 14:10
3 0

Auch bei Umfragen gilt:

Wer zahlt schafft an.

Wird das gewünschte Ergebnis nicht geliefert, gibt es keine Folgeaufträge; zahlt alles der Steuerzahler.

Gast: Outright Monetary
25.09.2012 11:41
3 0

umfragen

diese Umfrage zeigt wieder einmal die Realitätsferne des Ergebnisses,Manipulation,bewusste Irreführung in den Fragenformulierungen,also nicht ernst zu nehmen

Gast: Heisseluft
25.09.2012 10:56
7 0

400 repräsentieren Österreich

Ich hab`auch eine Umfrage gemacht,- im Gemeindebau meiner Eltern.
100% sind gegen weiteres Geld für die Pleitestaaten.
UND JETZT, liebes market-Institut?

Wo bleibt ausserdem die "völlig neutrale" Bemerkung eines selbst ernannten Experten?

Sagenhaft

Wenn 21% glauben, dass man Schuldenproblem dadurch löst, dass man mehr davon macht, erscheint mir das zu viel. Vielleicht wurde da auch die Frage nicht verstanden.
Letztere lässt sich leider auf der Website von market (noch) nicht nachlesen.

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