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EZB lehnt Beteiligung an Griechen-Umschuldung ab

25.09.2012 | 19:48 |   (DiePresse.com)

Für Direktor Asmussen steht ein Haircut auf Kosten der Europäischen Zentralbank nicht zur Diskussion. Das wäre verbotene monetäre Staatsfinanzierung.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) lehnt die Beteiligung an einem eventuellen weiteren Schuldenschnitt in Griechenland ab. "Der mögliche zusätzliche externe Finanzierungsbedarf kann nur durch die Mitgliedsstaaten der Eurozone geschlossen werden", sagte der deutsche EZB-Direktor Jörg Asmussen der Tageszeitung "Die Welt". Eine Umschuldung auf Kosten der EZB stehe nicht zur Diskussion.

"Die EZB könnte sich an einer solchen Umschuldung auch gar nicht beteiligen, da dies eine verbotene monetäre Staatsfinanzierung wäre", so Asmussen weiter. Der Notenbanker reagiere damit auf Druck aus Athen und anderen europäischen Hauptstädten, heißt es in dem Bericht. Ginge es nach der Politik, sollte die Zentralbank zumindest auf einen Teil ihrer Forderungen gegenüber Athen verzichten. Auch Christine Lagarde, die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hatte den anderen öffentlichen Gläubigern zuletzt nahegelegt, auf Forderungen zu verzichten.

EZB kein vorrangiger Gläubiger mehr

Analysten schätzen, dass die EZB griechische Papiere im Volumen von etwa 40 Milliarden Euro hält. Die Titel wurden gekauft, um das erste Hilfspaket für Athen zu flankieren. Bereits beim ersten griechischen Schuldenschnitt im März blieb die EZB ungeschoren. Sie hatte im Vorfeld die Wertpapierkennnummern ihrer Papiere ändern lassen, um zu verhindern, dass der griechische Staat Zugriff darauf bekommt.

Privatanleger zwang Athen damals durch Umschuldungsklauseln zum Forderungsverzicht. Im Schnitt mussten die Investoren mehr als 70 Prozent abschreiben. Dagegen kassiert die Notenbank bisher sogar weiter Zinsen auf ihre Hellas-Anleihen. Sowohl die EZB als auch der IWF betrachten sich im Fall Griechenlands bisher als bevorzugte Gläubiger, deren Forderungen vorrangig bedient werden müssen. Bei ihrem jüngst beschlossenen neuen Anleihekaufprogramm wird die Notenbank auf diesen Status verzichten.

 

(APA/dpa)

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12 Kommentare

Nur Bürger können mit ihrem Vermögen für kreditfinanzierte Staatsanleihen haften.

Der springende Punkt dabei ist, dass die Bürger mit ihrem Vermögen für Kredite haften, mit denen sie Staatsanleihen kaufen und somit die Bürger und nicht private Banken die Zinsen der Staatsverschuldung kassieren. Ein Teil des Steuergeldes würde somit wieder - in Form eines sozial gerechten Steuerausgleichs - zurück an die Steuerzahler fließen.

Um eine demokratische und sozial gerechte Lösung herbeizuführen, wäre eine breite Umschuldung auf alle Bürger zu gleichen Teilen notwendig.

Konzept: http://oekonetik.info/umschuldung


Gast: EFF EFF
26.09.2012 11:07
0 0

Hahaha

Alles auf die EZB und dann die delete-Taste drücken.

0 0

alles

klar: EZB zahlt nicht, WIR zahlen.

6 0

FRAGE

Warum verlangt die EU immer wieder Sparmassnahmen von griechidchen Erwerbstätigen, Beamten Pensionisten und sonstigen Steuwrzahlern und schreibt Griechenland nicht die Steuerpflicht für Reeder vor ?

2 0

Re: FRAGE

wir erleben zurzeit einen gigantischen raubzug eine gewaltige umverteilung von fleisig zu reich! die wollen nicht nur unser geld, grund und boden die wollen auch die totale kontrolle ueber uns

Re: Re: FRAGE

Und jetzt sagen Sie bitte noch, sie hätten nicht gewusst, dass man Kredite zurückzahlen muss. Oder dass Schulden nicht abhängig machen.

Was lernen wir daraus? Richtig. Gar nichts. Wir machen einfach so weiter. Denn bei uns, ja bei uns, da ist alles ganz anders.

Gast: waltarius 11
26.09.2012 08:21
1 1

EURO Umstellung jetzt -

Griechenland befindet sich bereits in massiver DEPRESSION. Spanien ebenso.

Die extremen Sparmaßnahmen und die Unmöglichkeit, Kredite von Banken zu erhalten, haben zu einer Schließung von einem Drittel aller Unternehmen in den Geschäftsstraßen von Athen geführt. Im ganzen Land sind zehntausende Geschäfte vor dem Aus. 68.000 mussten allein vergangenes Jahr schließen.

Eine Umstellung des EURO Systems, wie von STRONACH gefordert, ist höchst notwendig und wäre der AUSWEG für Länder wie griechenland und Spanien.

Haha!

Die kaufen wertlose Papiere und sehen sich selbst als "vorrangige Gläubiger"? Interessante Philosophie!


Gast: gast45
25.09.2012 22:30
3 0

jessas ... da hat er sich jetzt verplappert :-)

alsdann .. ein haircut ist verfassungswidrige staatenfinanzierung ... jetzt ist aber ein haircut ja nicht vorhersehbar .. heist also jede beteiligung der ezb, hat somit einen möglichen haircut in kauf genommen, war als logischerweise verfassungswidrig ...

Gast: Hans im Glück
25.09.2012 20:28
3 1

Jetzt sama zimperlich was?

Zu erst kauft die EZB alle griechischen Anleihen die es gibt. So auch über die ÖNB die Anleihen die die österreichischen Banken gehalten haben.

Jetzt will man keinen Haircut?

Bald wird Griechenland dieses Affentheater nicht mehr mittmachen und dann ist es egal was die EZB und die EU will.

Griechenland wird dann endlich pleite sein.

Re: Jetzt sama zimperlich was?

der "Deutsche" hat doch gegen den "Italiener" keine Chance.
Natürlich wird die EZB auf einen Teil verzichten, muss sie wohl auch, denn das Bild den privaten Gläubigern gegenüber wäre fatal.

die EZB hat sich halt voll wissentlich in ein Wespennest gesetzt und wundert sich dass der Arsch brummt.

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