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Griechenland: Busfahrer, Fluglotsen und Beamte streiken

26.09.2012 | 09:08 |   (DiePresse.com)

Der größte Streik in dem krisengeschüttelten Land seit fünf Monaten lässt vor allem Sektoren des verstaatlichten Bereichs stillstehen. In Athen kam es bereits zu Ausschreitungen.

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Am Rande einer Demonstration von mehreren tausend Menschen in Athen gegen weitere Sparmaßnahmen ist es am Mittwoch auf dem Platz vor dem Parlament zu Ausschreitungen gekommen. Rund 200 vermummte Autonome schleuderten mehrere Brandflaschen auf die Polizei. Die Beamten setzten Tränengas und Blendgranaten ein, wie das Fernsehen zeigte. Tausende Demonstranten flüchteten in Nebenstraßen.

Zehntausende Griechen beteiligen sich an einem Generalstreik, der große Teile Griechenlands lahmlegt. Die Griechen protestieren gegen das neue Milliarden-Sparprogramm der Regierung. Die Chancen auf eine Rücknahme des milliardenschweren Sparpakets sind jedoch gleich null (>>>mehr dazu).

Verkehr stark beeinträchtigt

Den Anfang machten die Busfahrer von Athen mit einer dreistündigen Arbeitsniederlegung. Es folgten die Seeleute. Keine Fähre lief aus dem Haupthafen des Landes in Piräus aus. Zahlreiche Banken sowie die Post wurden ebenfalls bestreikt. Ministerien und Steuerämter blieben geschlossen. Im Flugverkehr werden erhebliche Behinderungen erwartet, weil auch die Fluglotsen streiken wollen.

In Athen und anderen Städten des Landes waren für den frühen Nachmittag Demonstrationen angesagt. Die Polizei zog bereits am Morgen starke Einheiten vor dem Parlamentsgebäude im Zentrum Athens zusammen, wie Augenzeugen berichteten.

Die Streiks sind die massivsten seit Februar. Zu den Aktionen aufgerufen haben die Gewerkschaftsdachverbände des privaten und des staatlichen Bereichs. Nach eigenen Angaben vertreten sie zusammen mehr als drei Millionen Arbeitnehmer.

Noch keine Einigung auf Sparpaket

In Griechenland steht eine Einigung auf das neue gut 11,5 Milliarden Euro schwere Sparpaket weiter aus. Die genauen Details sind zwar noch nicht bekannt, die Gewerkschaften aber rechnen mit weiteren Kürzungen von Löhnen und Renten zwischen sechs und 20 Prozent. Nur wenn Athen die weiteren Sparauflagen erfüllt, die von der Geldgeber-Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), EU-Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB) geprüft werden, kann die Regierung mit einer weiteren Finanztranche von 31,5 Milliarden Euro rechnen. Andernfalls steht Griechenland vor dem Staatsbankrott.

 

(APA/dpa)

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4 Kommentare

Ubd die Steuereinnahmen steigen!

Griechen, wer nix hat, kann nix geben!!

Gast: Wasserlaeufer
26.09.2012 03:34
1 0

Die Griechen arbeiten nichts,

damit sie von Oesterreich und der Rest EU
mehr Steuergelder bekommen,
weil Selber haben sie ja "weniger als nichts".

Erklaeren sie das einmal einem
oesterr. Mindestrentner der immer
noch der SPOeVP vertraut!

Gast: Gast 99
26.09.2012 02:41
1 0

und nun auch das noch

Hohe Beamte haben angeblich angegeben, dass das Haushaltsloch Griechenlands wohl bei über 30 Milliarden Euro liegen wird. Und kurz darauf kommt auch der griechische Finanzminister mit neuen Zahlen. „Wir schätzen die Finanzierungslücke auf 13 bis 15 Milliarden Euro, die entstehen würde, wenn wir eine Verlängerung über zwei Jahren bekämen”, sagte Finanzminister Yannis Stournaras er Nachrichtenagentur Reuters. Ein weiterer Schuldenschnitt ist für Griechenland so notwendig wie ein Verdurstender in der Wüste Wasser braucht!

Gast: atheneschautweg
25.09.2012 23:25
2 2

die griechen werden genauso von den bankenkonzernen, den reichen spekulanten und eurobankenlobbyisten betrogen und in eine armutsfalle getrieben.


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