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Griechenland steht still: Der IWF fordert Schuldenschnitt

26.09.2012 | 22:16 |   (Die Presse)

Hunderttausende Griechen beteiligten sich an einer landesweiten Arbeitsniederlegung und protestierten gegen die auferlegten Kürzungen. Heute berät die Koalition über einen neuen Entwurf des Sparpakets.

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Wien/Athen/Ag./Red. Während im Inneren des Athener Parlaments mühsame Verhandlungen zum neuen Sparpaket stattfanden, kochte die Wut darüber auf dem Platz vor dem Gebäude am gestrigen Mittwoch abermals über. Am Rande eines landesweiten Generalstreiks kam es zu schweren Ausschreitungen. Rund 200 vermummte Autonome schleuderten mehrere Brandflaschen auf die Polizei. Die Beamten reagierten mit Tränengas und Blendgranaten. Zuvor hatten Jugendliche bereits Schaufenster zerstört und Mistkübel angezündet.

Es war der massivste Streiktag seit Februar – darüber sind sich Gewerkschaften und Medien des Landes einig. Unter dem Motto „Generalstreik – alle gemeinsam, um den Sparpakt zu zerbrechen“ setzten landesweit hunderttausende Menschen die Arbeit aus. Im Flugverkehr kam es zu erheblichen Behinderungen, weil die Fluglotsen bis 12 Uhr ihre Arbeit niederlegten. Auch Flüge von Wien nach Griechenland waren betroffen, Passagiere mussten mit Verzögerungen von bis zu fünf Stunden rechnen.

Ministerien, Steuerämter sowie Schulen blieben genauso wie Banken und Apotheken den ganzen Tag über geschlossen. Ärzte behandelten nur Notfälle. Auch Journalisten legten eine vierstündige Arbeitsniederlegung ein: Zwischen 11 und 15 Uhr gab es nur Nachrichten über die Streikbewegungen und Demonstrationen.

Auf eine Lockerung der von den internationalen Geldgebern aus EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) geforderten Sparmaßnahmen kann die Bevölkerung trotz der massiven Proteste nicht hoffen – im Gegenteil: Im Rahmen des 11,5 Milliarden Euro schweren Sparpakets, auf das sich die Regierung noch einigen muss, rechnen die Gewerkschaften mit weiteren Kürzungen von Löhnen und Pensionen zwischen sechs und 20 Prozent.

 

Troika nächste Woche zurück

Am heutigen Donnerstag wollen die Regierungsparteien über einen neuen Entwurf des Sparpakets beraten. Dann soll der Vorschlag den Vertretern der Troika vorgelegt werden, die die Überprüfung der griechischen Sparfortschritte kommende Woche in Athen fortsetzen wollen. Die Experten haben Teile des ersten Sparpakets abgelehnt. Von ihrem Bericht hängt die Freigabe der nächsten Hilfsgelder über gut 31 Milliarden Euro ab, ohne die Griechenland der Bankrott droht.

Indessen fordert auch der IWF einen weiteren Schuldenschnitt für das pleitebedrohte Land, an dem sich diesmal die öffentlichen Gläubiger beteiligen sollen. Dies führe zu Spannungen innerhalb der Troika, hieß es aus dem Umfeld der Beteiligten. Denn bei der EZB und anderen nationalen Zentralbanken liegen derzeit griechische Staatsanleihen in Höhe von 28 Milliarden Euro, die bis Ende 2016 fällig werden. Bei eben diesen Papieren solle nun auch der Schuldenschnitt gemacht werden, forderte Christos Staikouras, Staatssekretär im griechischen Finanzministerium, laut Informationen der Agentur Bloomberg.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.09.2012)

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70 Kommentare
 
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Gast: Der Geschädigte
28.09.2012 00:44
1 0

das Griechische Systen

Ich hatte als Transportunternehmer viele Kontakte und Fahrten nach Griechenland,

Wir wurden immer freundlich aufgenommen, wenn man an uns verdienen konnte. Sonnst hat man uns oft als NAZIS beschimpft.

Ein Beispiel: Ein Straßenstück wurde neu gebaut. Daneben stand eine Tafel mit EU
Emblem und darauf stand, wieviel die eu dazu zahlt!

Die Straße wurde billigst gebaut. Nach zwei Jahren wurde einige Meter daneben wider eine STraße gabaut, es stand eine Tafel wieviel die EU dazu zahlt und in 6 Jahren wurde dieser Teilabschnitt vin Korint nach Arhen 3 mal gebaut und die EU hat dreimal jeweils zweistellige Mio.€ Beträge bezahlt.

AUf meine Frage wieso nicht einmal gut gebaut wurde, kam die ANtwort, die Nazis schulden uns ja noch viel Geld aus dem Krieg.

Natürlich ist das nicht die Masse der Bevölkerung! Aber sein System mit viel Rückhalt !

Es gibt aber auch viele einfache Leute die sehr gastfreundlich und hilfsbereit sind. Das sind aber die einfachen und in der Regel armen Leute.


Gast: Onkel Hans
27.09.2012 19:04
1 0

Griechenland ...


... ist heute genauso bankrott wie vor zwei Jahren.

Nur:
- vor zwei Jahren waren internationale Banken die Schuldner und nicht wir,
- heute sind dank SPÖVP wir die Schuldner und die Banken wurden mit unseren Steuergeldern rausgezahlt. Die Banker krümmen sich immer noch vor Lachen und berechnen ihre Boni.

SPÖVP heißt die Canaille!

Antworten Gast: Wie wird man diese Verbrechen unseren Nachfahren erklären???
28.09.2012 00:32
0 0

Re: Griechenland ...

Traurig aber WAHR! Da müssen die Köpfe der Verantwortlichen rollen, aber die sind so hohl, dass sie nicht rollen sondern in der Luft schweben wie ein Luftballon!

Re: Griechenland ...

Seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1829 war Griechenland mehr als die Hälfte der Zeit international nicht kreditwürdig. De facto ist Griechenland seit 1829 permanent pleite. Es wurden lediglich immer wieder Anläufe unternommen (Anleihen begeben), um dem Land wieder Kredit zu gewähren. Nach knapp 200 Jahren Staatsbankrott haben die Griechen natürlich sehr viel Erfahrung im Umgang mit Gläubigern.

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griechenland

meiner meinung nach wollen sie sehen,wie weit man ein volk kaputtsparen kann wie weit man gehen kann bevor der volkszorn so richtig los bricht,man darf gespannt sein wie weit sich das griechische volk noch versklaven laesst.

in spanien ist es ungleich besser

bei uns gehts ja auch schon los, pensionen usw
merkt da keiner was sich hier gerade abspielt.
aber so lange die regale uebergehen ist alles paletti


Gast: DI
27.09.2012 12:32
1 1

Das die vermögenden Griechen

ihre Steuerschulden endlich begleichen oder eingesperrt werden, davon hört man nichts. Ebenso nicht von einer Verfassungsänderung, damit die Reeder steuerpflichtig werden. Wir werden wie Zitronen ausgequetscht. Hr. Bundeskanzler, wann erklären Sie mir endlich diesen Missstand?

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Re: Das die vermögenden Griechen

das ist leicht erklaert!! wir haben ein schuldgeld system mit zins und zinseszins und in diesem system kann man hoechstens die zinsen begleichen aber nie die schuld ansich! das system ist ein riesen betrug an der gesamten menscheit und das geld schuldsystem funktioniert so lange wir alle es akzeptieren!!

Gast: Novaris
27.09.2012 12:09
2 0

EEURO-Krise und die Vereinigten Staaten von Europa

Die "EURO-Krise" ist das geplante Werkzeug, um die Vereinigten Staaten von Europa entstehen zu lassen.
Das Ziel ist noch nicht erreicht und deshalb werden die Krisen in Griechenland, Spanien, Portugal, Cypern, Slowenien, Italien, Irland etc.
weitergehen .. bis zur absoluten "Schmerzgrenze" der Menschen es sei denn, dass die Gewalt überhand nimmt.
Wie sagte es Juncker :" ----Solange es keine Aufstände gibt, machen wir weiter-----" und damit meinte er keine "genehmigten" Demonstrationen mit Trillerpfeifen, Brühwürstchen, Bier und Reden von Gewerkschaftern.
Von Aufständen sind wir n o c h entfernt bzw.
nötigenfalls werden in Griechenland, Spanien und Portugal die Militärs die Sache in die Hand nehmen. um die gewünschten Reformen gegen den Widerstand der Bevölkerung durchzusetzen.
Koste es, was es wolle.

Und in Spanien..

...prügelt die Polizei völlig orientierungslos auf alles was sich bewegt ein.
In Spanien gelten derzeit über 2 Millionen als schwerst unterernährt -
währenddessen haben die Krisengewinnler (politische Eliten und ihre Helfershelfer aus Zentralbank, Bankensektor und transnationalen Konzernen) in den 5 Jahren dieser Krise ihre Vermögen weiter ausgebaut, die Schere geht exponential auseinander.
Verlierer: Alle
Die Armen, die bald auch hier auf die Straße gehen, der Mittelstand, den schon bald nicht mehr wie gewohnt geben wird, die Reichen, die bald den neuen Mittelstand bilden, und aber auch die 0,1 % Superreiche - die schließlich in ihren Gated Communities versauern können (oder im schlimmsten Fall die Laterne aussuchen).
Tolles System, alle Achtung, und das von einer Spezies die auf den Mars fliegen will...

Gast: perikles d j g
27.09.2012 11:20
9 2

Raus! RAUS!! RAAAUUUS!!!!!


Antworten Gast: jolly joker
27.09.2012 11:52
1 1

Re: Raus! RAUS!! RAAAUUUS!!!!!

Man darf annehmen, dass dieses "RAUS!" so viel wie Griechenland raus aus der Eurozone bedeutet. In diesem Fall sollte man aber auch sicher sein, dass das ausgeborgte Geld für immer weg sein wird. Die Griechen würden Zahlungsstillstand (Insolvenz) melden und dann die Drachme einführen. Vielleicht wäre es besser, die Griechen nicht zu beschimpfen, sondern sie auf höfliche aber bestimmte Art in die Pflicht zu nehmen? Und irgendwann werden die hoffentlich das Geld zurückzahlen... Und nicht zuletzt wäre das auch für den Euro als Währung und für die gesamte Eurozone gut. Weil wenn die Griechen Insolvenz melden und aus dem Euro austreten, würden Andere auch dieses Beispiel folgen.

Re: Raus! RAUS!! RAAAUUUS!!!!!

welch ein SUPERDAU klickt da auf Minus :S

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Von ihrem Bericht hängt die Freigabe der nächsten Hilfsgelder über gut 31 Milliarden Euro ab

es wird sicher gezahlt, ohne wenn und aber!

Gast: Rapunzelstielchen
27.09.2012 10:55
6 1

Wann kommt endlich das Ende mit Schrecken. Der Schrecken ohne Ende wird schön langsam zu teuer.

Wie lange dauert es noch bis die EU-Politiker kapieren, dass das mit Griechenland nichts wird? Die wollen einfach nicht. Von der breiten Bevölkerung ist nichts zu holen und die Reichen bleiben weiter steuerfrei.
Was die öffentliche Hand an Gelder braucht, hat die EU zu finanzieren. So sehen es die Griechen, weil sie sind ja ach so oarm.
Warum sollte Griechenland sich anstrengen? Sie haben doch nichts zu verlieren weil sie außer Schulden nichts haben und die, die was haben hatten inzwischen genügend Zeit ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen.

Griechenland tickt anders. Und die EU-Politiker? Sind sie so naiv oder tun sie nur so?

Wieso sollte der ganze Euro-Raum zusammenbrechen, wenn ein Völkchen ausschert, das grad mal 2% ausmacht?

Antworten Gast: Halbwissen
27.09.2012 11:56
0 0

Re: Wann kommt endlich das Ende mit Schrecken. Der Schrecken ohne Ende wird schön langsam zu teuer.

Das wieso werden Sie noch sehen !

Weil Sie keinen Fiat kaufen.
Und keinen Peugeot.
Aber nicht nur Sie, sondern die südländische Oberschicht ebensowenig.

der IWF kann ja gerne auf seine Forderung verzichten.

Wenn er schon einen Schuldenschnitt fordert.

Re: der IWF kann ja gerne auf seine Forderung verzichten.

Wir kommen nicht aus. Abgesehen von unseren (Mini-)Anteilen am IWF:
Die politische Entscheidung ist, das volle Programm durchzuziehen. Es ist völlig egal, woher das Geld dann kommt. Das Ergebnis - so oder so - ist immer dasselbe: Die Allgemeinheit zahlt. Wenn nicht über den Schuldenschnitt, dann über den ESM. Wenn nicht darüber, dann über die EZB etc. etc.

fleissig sind sie, die griechen .....

....sehr fleissig, demonstrieren nach der arbeit!!!

so werden sie ihre schulden los, denn sie sind ein volk mit ehre und stolz (zumindest sagen das viele minister)!

ich würde anraten zu arbeiten, nicht zu streiken!

Antworten Gast: Halbwissen
27.09.2012 10:42
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Re: fleissig sind sie, die griechen .....

Wieso sollte ich Ihre Schulden abarbeiten ?

Also wieso sollte ein kleiner griechischer Arbeiter die Schulden von den Parteibonzen abarbeiten.
Sollen doch die Gläubiger das Geld von denen holen oder durch die Finger gucken.
Und die Drohung das es in Zukunft kein Geld mehr gibt ist eine leere, da es für diese Schicht noch nie ein Geld gegeben hat.

Re: Re: fleissig sind sie, die griechen .....

jaja, zuerst (kleine) einkommen ohne gegenleistungen kassieren und dann behaupten, dass die bonzen alles eingesteckt haben!

die summen machen es aus!

Antworten Antworten Gast: Marcus Antonius
27.09.2012 11:35
3 0

Re: Re: fleissig sind sie, die griechen .....

@halbwissen - der nic sagt alles aus.
Klar gibt es kein Geld - wenn man nicht arbeitet. Verstanden?

Heute .....

Gibt es kaum Geld WENN man arbeitet, und viel Geld, wenn man NICHT arbeitet.
Ich denke mal, deshalb sind die Griechen auf der Strasse. Und ich bin der Meinung, sie haben definitiv zu wenige Waffen dabei. Denn das, was sich hüben wie drüben politische und wirtschaftliche Eliten schimpft, hat in einer Jacht nur einen Platz verdient - unter dem Kiel.

Re: Heute .....

Mit dem letzten Punkt haben sie Recht, nur, einer muss arbeiten. Und das sind nun mal die die hier streiken. Denn der Norden arbeitet schon, Dank SPÖ, VP und GrünInnen, für die Griechen!!!

Antworten Antworten Gast: Rapunzelstielchen
27.09.2012 11:05
4 0

Re: Re: fleissig sind sie, die griechen .....

Ich glaube, so stimmt das nicht ganz. Wenn man verschiedene Quellen hört, kommt man zu dem Ergebnis, dass viele Griechen ein mehr oder weniger kleines Einkommen hatten wofür aber keine wirkliche Gegenleistung erbracht wurde. Man muss sich nur das Heer der Beamten anschaun. Es mag ja sein, dass sie nur ein winziges Einkommen hatten, aber selbst dieses winzige Einkommen hat der Staat auf Pump finanziert. Auch die wesentlich höheren Ausgaben für Verteidigung wurden auf Pump bezahlt.

Das das irgendwann einmal den Griechen auf den Kopf fällt, hätten allerdings nicht nur die Griechen, sondern auch die EU-Politiker wissen müssen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
27.09.2012 11:52
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Re: Re: Re: fleissig sind sie, die griechen .....

Mir ist schon klar das meine Aussage nur zum Teil stimmt !

Aber sie stimmt.

10 0

die öffentlichen Göäubiger...

...wie EZB sind die einzigen, die Griechenland noch ein Geld geben - private Gläubger haben sich schon lange verabschiedet, und spekulieren auf den Staatsbankrott, um an das Geld der öffentlichen Gläubiger zu kommen.

...wenn Griechenland die Konditionen nicht erfüllen kann oder will, dann muss es eben raus aus dem Euro. (Punkt)

 
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