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Berlusconi plädiert für den Euro-Austritt Deutschlands

28.09.2012 | 13:16 |   (DiePresse.com)

Laut dem früheren italienischen Premier schafft Deutschland "ein Klima der Unsicherheit und Angst". Ein Euro-Austritt würde anderen Staaten helfen.

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Ein Austritt Deutschlands aus dem Euro wäre nach Ansicht des früheren italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi "keine Tragödie". Im Gegenteil sei dies eine von zwei Möglichkeiten, den Eurostaaten bei der Krisenbewältigung zu helfen, sagte der Ex-Ministerpräsident am Donnerstag bei der Vorstellung des Buches eines politischen Vertrauten. Deutschland sei "ein Hegemonialstaat, kein solidarisches Land".

Die zweite Antwort auf die Eurokrise wäre Berlusconi zufolge, wenn die Europäische Zentralbank (EZB) die Staaten nach dem Vorbild der USA unbegrenzt mit Geld versorgen könnte. Dies aber verhindere die deutsche Angst vor Inflation. Der Ex-Ministerpräsident machte Deutschland daher für die aktuelle Sparpolitik in Europa verantwortlich. Diese schaffe "ein Klima der Unsicherheit und der Angst", das "uns immer weiter verarmen lässt angesichts einer Krise, deren Ende nicht abzusehen ist".

Er selbst habe zu seiner Regierungszeit "viele Schlachten in Europa geschlagen gegen diejenigen, die Europa nur Regeln zum Sparen geben wollten mit der Illusion, die Wirtschaft wiederzubeleben", sagte Berlusconi. "Aber ich war einsam mit dieser Meinung."

"Euro-Einführung war Selbstmord"

Italiens früherer Regierungschef wurde auch noch grundsätzlicher: "Der große Betrug ist nicht die Technokraten-Regierung (des aktuellen Ministerpräsidenten Mario Monti), auch nicht das, was derzeit in Italien geschieht. Der große Betrug ist der Euro." Es sei ein "Selbstmord" gewesen, dass sich Italien auf den bei der Euro-Einführung festgelegten Wechselkurs eingelassen habe.

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(APA/AFP)

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41 Kommentare
 
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Bitte

Bitte hört auf ihn.
Werft Deutschland, Österreich und die Niederlande aus dem Euro!

Antworten Gast: ido
28.09.2012 16:27
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Re: Bitte

ich lese da weder etwas von Ö, noch von NL - wenn auf Berlusconi gehört wird und D nicht mehr im Euro ist, wirds Ö auch nicht besser gehen.

Aber war ja klar, das so eine Aussage, einige hier im Forum zu feuchten Träumen beflügelt...

Re: Re: Bitte

Solange wir Faymann haben, der sich auf Weisung der Bilderberger gegen Deutschland stellt und uns auf mit den Italienern, Spaniern, Griechen und Franzosen verbuendet, mag das sein. Solange wir einen Taxifahrer und "habe keine Pruefung geschafft" Bundeskanzler haben, haben wir nur eine GR-Perspektive.

Gast: Defender
28.09.2012 15:07
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Aha

Deutschland, der aktuelle Zahlweltmeister (für eh alles) soll eine Währung verlassen für deren Schwäche andere (GR, ESP, P, und I!!!!) verantwortlich sind.
Das ist die kranke Welt von Mr. Bunga Bunga.

Raus mit den Pleitestaaten - schnitzt Euch eure eigene Währung und sauft von mir aus damit ab!

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Re: Aha

@ Defender

Ich hätte mir nie gedacht, dass ich Herrn Berlusconi einmal recht geben würde. Aber hier hat er recht.

Deutschland (und bitte, bitte auch Österreich) soll aus der Zwangsjackenwährung Euro aussteigen.

Die verbleibenden Oliven-Länder dürfen dann ihren spaghetti-weichen Euro dann einmal pro Woche abwerten.

Das ist ja ihr großer Wunsch.

Antworten Antworten Gast: Defender
28.09.2012 18:38
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Re: Re: Aha

Ich möchte dass die Schuldenländer gehen, weil eine Währungsumstellung wieder hohe Kosten produziert und die Rechnung will ich nicht (auch noch) übernehmen.
Der Berlsuconi kann also getrost zu seiner Lira zurück. ciao ciao

Re: Re: Re: Aha

@ Defender

Ich möchte, dass die Schuldenländer gehen . . .

Sie müssen Realist sein, solange Deutschland und Österreich (ich bin Österreicher und lebe in Wien) im Euro sind geht die Erpressung von diesen Figuren in Brüssel und Luxemburg weiter. In alle Ewigkeit.

Zerbricht der Euro zerbricht Europa. Stirbt der Euro dann sind wir alle tot, spätestens übermorgen.

Dieses Gelabere vom "Friedensprojekt Europa" hinter dem sich alle verstecken muß ein Ende haben.

So kriegslüstern sind die Schweizer auch wieder nicht.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Defender
29.09.2012 08:56
1 0

Re: Re: Re: Re: Aha

Auch Ihre Überlegunen haben was für sich.

Ich hänge eben (noch) dem Grundgedanken nach, dass man sein Hausrecht verteidigt und unerwünschte Gäste rauswirft.

Aber sollte eine der genannten Lösungen kommen, werde ich dies begrüßen und der Anderen nicht nachtrauern - so kanns jedenfalls nicht weitergehen.

Antworten Antworten Gast: ido
28.09.2012 16:29
0 4

Re: Re: Aha

Deine Aussage hat nichts mit "Berlusconi rechtgeben" zu tun. Du wünscht dir, das wir keinen Euro hätten, aber scheinst Berlusconsi Meinung, dass das den anderen Staaten helfen würde, nicht zu teilen.
Berlusconi spricht offenbar auch nicht von Ö, sondern NUR von D, also überleg lieber nochmal, ob du ihm wirklich rechtgeben willst...

Wie können wir noch mehr provozieren!

Was muss getan werden, damit wir rausgeworfen werden?
Wenn ich den Pizzabäcker um die Ecke beschimpfe - trägt das dazu bei?

Ich bin für praktisch alles offen, was uns aus dem EURO zwingt!

EinGangLion

Gast: Hans im Glück
28.09.2012 14:17
4 1

Diesen Weg wird man bald beschreiten...

man wird die Wahlen in den USA abwarten und dann wenn alle bereit sind, wird es soweit sein.

Ich hoffe nur, dass niemand enttäuscht wird und anschließend für ein etwaiges Debakel wieder die Deutschen beschuldigt werden. Und wir uns wieder die Köpfe gegenseitig einschlagen dürfen. :-(

Gast: pleiti
28.09.2012 14:17
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Nordeuro als Alternative

Mit der überstarken deutschen Volkswirtschaft kann eine Währungsunion mit 17 so unterschiedlichen Ländern nicht funktionieren.

Deutschland, Österreich, Niederlande und Skandinavien sollten einen Nordeuro machen.

Das sind Ländern auf annähernd gleichem Niveau.

Das wird aber nicht passieren. Das Preisniveau im Süden wird aber auch nicht an den Norden angepasst.

Da gibt es dann nur noch die Alternative Transferunion. Da müssten zwischen 400 - 500 Milliarden vom Norden in den Süden fliesen .

Wenn nichts passiert wird die Eurozone zerbrechen.

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Wo er recht hat, hat er recht

Und Österreich, Finnland und die Niederlande gleich dazu.
Übrig bleiben die Nehmerländer ohne Geber, na das wird was werden!

Antworten Gast: Hans im Glück
28.09.2012 14:13
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Re: Wo er recht hat, hat er recht

Wir hätten dann diese Kriese überwunden.

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Österreich bitte auch!

Wir wollen doch nicht dafür verantwortlich sein, ein Klima der Unsicherheit und Angst zu erzeugen.

Re: Österreich bitte auch!

die nationalbank ist ebenfalls schon dran den schilling zu drucken

einfuehrungskurs zum euro soll 1:1.2 sein (aehnlich dem chf:eur)

die frage ist nur, ob es eine waehrungsumstellung wird, oder eine waehrungsreform.

waehrungsreform wuerde den staat entschulden.

 
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