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Spanien soll komplett unter Euro-Rettungsschirm wollen

02.10.2012 | 08:18 |   (DiePresse.com)

Spanien hat sich lange dagegen gewehrt, unter den Rettungsschirm zu schlüpfen. Nun könnte es sehr schnell einen Antrag auf Hilfe geben.

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Nach langem Zaudern will Spanien nach Angaben ranghoher EU-Diplomaten nun doch komplett unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen - allerdings tritt jetzt Deutschland auf die Bremse. "Die Spanier haben zunächst etwas gezögert, aber nun sind sie bereit, Hilfe zu beantragen", sagte eine hochrangige europäische Quelle der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Drei andere Spitzen-Diplomaten aus der Euro-Zone bestätigten den Sinneswandel. Spanien könnte demnach bereits am Wochenende den Antrag auf ein volles Hilfsprogramm zur Haushaltssanierung stellen - und damit noch vor dem regulären Treffen der Euro-Finanzminister am Montag in Luxemburg.

Zur Stützung des kriselnden Banksektors hat das hoch verschuldete Land bereits Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm EFSF von bis zu 100 Milliarden Euro zugesagt bekommen. Die damit verbundenen Reformauflagen beziehen sich aber nur auf die Bankenbranche. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte zuletzt die spanischen Reformbemühungen gewürdigt und erklärt, das Land brauche kein zweites Hilfsprogramm.

Merkel will Anträge bündeln

Hinter vorgehaltener Hand sagten nun mehrere europäische Diplomaten und auch eine ranghohe deutsche Quelle, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel angesichts der zunehmenden Skepsis in den eigenen Reihen dem Bundestag immer weitere Einzelentscheidungen über Euro-Hilfsanträge ersparen wolle. "Es macht keinen Sinn, anstehende Entscheidungen über Griechenland, Zypern und wahrscheinlich auch Spanien jeweils einzeln in den Bundestag zu schicken", hieß es in den Kreisen. "Es macht vielmehr Sinn, sie zu bündeln - wegen ihres Inhalts und auch aus politischen Gründen."

Auf die Frage, ob Deutschland Spanien geraten habe, mit dem Hilfsantrag zu warten, sagte ein Regierungssprecher in Berlin, jedes Land entscheide eigenständig. Deutschland dränge weder in die eine noch in die andere Richtung. Eine Sprecherin des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy erklärte dazu, sie wisse nichts von einem deutschen Veto gegen einen Hilfsantrag. Die EZB hatte angekündigt, unbegrenzt Staatsanleihen eines strauchelnden Euro-Landes zu kaufen, sollte dieses komplett unter den Rettungsschirm schlüpfen und sich den damit verbundenen Auflagen beugen.

(APA/Reuters)

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15 Kommentare
Gast: nano 2
02.10.2012 19:18
0 0

Der

Tag an den es den Euro zerreisst kommt immer näher. Ich hoffe unsere Politiker haben einen Plan B.Mittlerweile wird von den Medien dieses Thema gemieden.

0 0

Erstaunlich...

dass der Euro immer noch so hoch ist. Im Grunde müsste er ja schon 1 : 1 mit dem Dollar sein, was eigentlich 0 ist...

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und zwar geld, euros in grossen scheinen. dann ist wieder genug für alle da, tja, so einfach ist das im leben mancher herrschaften...

und spanien wird nicht das letzte land sein...

Gast: steuerhilfe.net
02.10.2012 16:57
2 0

Schön Bündeln

und dann wird es in der Volkskammer der DDR 2.0 an einem Freitagnachmittag einfach durchgewunken. So das der Bürgerpöbel draußen, so gut wie wenig mit bekommt, wieviel Milliarden diesmal versenkt werden für das Experiment EU bzw. Euro.

Armer deutscher Sparer bzw. Steuerzahler

Gast: Die Wahrheit macht frei
02.10.2012 14:16
5 0

Eine realistische Prognose von Prof Schachtschneider für die europäische Zukunft

Unsere bunten Führer nehmen uns die Demokratie. Sie nehmen uns den Rechtsstaat. Sie nehmen uns unser Geld. Sie werden uns unser Land nehmen. Werden sie uns eines Tages auch unser Leben nehmen?

http://www.youtube.com/watch?v=gFltc7PgcQ4&feature=player_embedded

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Re: Eine realistische Prognose von Prof Schachtschneider für die europäische Zukunft

Dieses Video ist ein weiterer Beweis für meine Theorie,dass es von den Amerikanern ausgeht. Es würde ja vor allem der USA und dem Dollar nützen oder liege ich da falsch?

Re: Eine realistische Prognose von Prof Schachtschneider für die europäische Zukunft

in einem gewissen sinne haben sie das ja bereits. bei steuersätzen um die 50% arbeiten wir ca 6 monate im jahr für den staat. dh, die halbe arbeitszeit unseres lebens ist weder für uns noch für unseren arbeitgeber.

Gast: Fprester
02.10.2012 11:20
1 0

Vorwärts zur EFTA

Dass die EU eine menschenfeindliche Fehlkonstruktion mit Zielsetzungen ist, die uns verschleiert werden, ist mir schon lange klar. Genau so wie der Euro. Bislang bin ich allerdings davon ausgegangen, dass die EU aus machtpolitischen und ideologischen Gründen durch alle Wände hindurch verteidigt wird, selbst zum Preis einer markanten Senkung des Wohlstandes. Die Schuldenproblematik und das Auseinanderdriften der Wettbeberbsfähigkeit der Euroländer nimmt nun aber ein Mass an, dass mich an meiner Prämisse zweifeln lässt.

Das Beste wäre wohl ein kompletter Neuanfang auf der Basis eines Europas der Vaterländer, wie es schon de Gaulle vorgschlagen hat. An sich besteht dieser Gedanke schon in Form der EFTA. Würde man in einem ersten Schritt die EFTA um die starken kleinen Länder wie Norwegen, Schweden, Dänemark, Schweiz, Finnland, Liechtenstein, Luxemburg, Island, Holland und Österreich erweitern (ca. 52 Mio Einwohner), entstünde ein Wirtschaftsblock mit sehr starken Aussichten (die Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island sind schon in der EFTA vertreten), der zudem viel demokratischer und damit menschenfreundlicher als die EU ist.

Wenn ich hier Deutschland nicht erwähnt habe, so deshalb, weil dieses Land mittlerweile Schulden und Haftungen angehäuft hat, die für den genannten EFTA-Wirtschaftsblock gefährlich werden könnte

0 0

Re: Vorwärts zur EFTA

Und ich glaube nach wie vor die EU ist in Wahrheit eine amerikanische Idee und auch von den USA forziert. Denn Grund gyb es in der Tat keinen aus der Efta eine EU zu machen.

Gast: Verwirrspiel?
02.10.2012 11:10
1 0

Hilfe beantragen - wo?

Spanien hat bereits im Juni Hilfe beantragt.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundestag-beschliesst-milliardenhilfe-fuer-spanien-a-845351.html

Der Bundestag hat Hilfen bis 100 Milliarden zugestimmt.

Wir zahlen da ebenso mit. Braucht es bei uns keine Zustimmung des Parlaments, oder wie ist das?

Gast: Hans im Glück
02.10.2012 10:49
5 1

Der Eiserne Vorhang ist gefallen...

Der Westen hat voreilig gejubelt. Man sich gefreut, dass man den Sozialismus besiegt hat.

Was für ein Irrtum.

Der Sozialismus hat schon damals den Westen überrant.

Jetzt beschreiten wir, schritt für schritt, den gleichen Weg. Anscheinend haben wir nichts daraus gelernt und müssen alles nochmals durchleben.

Ein besonderer Dank gilt unerer Angela Merkel aus der ehemaligen DDR.

"weitere Einzelentscheidungen über Euro-Hilfsanträge ersparen "

welch ein euphemismus für "das geht euch nichts an - her mit der vollmacht über euren wohlstand !"

Spanien ist die viertgrösste Wirtschaft der Eurozone!

Zweit und drittgrösste müssen auch etwas bekommen. Die Nummer one kann ja alle ernaehren. Vorausgesetzt, Österreich betrachtet sich nicht mehr als Pudel!

Gast: Bänkster
02.10.2012 08:34
5 0

Am Ende ALLE unter dem Rettungsschirm

als nächstes Italien und dann Frankreich.

Schon jetzt mit Spanien kann Deutschland (& Co) nicht mehr für die Spanischen Schulden gerade stehen und die EZB MUSS Geld drucken und damit Anleihen kaufen.

Mit Italien's Eintritt unter den Rettungsschirm, muss dann auch Deutschland offiziell die HOSEN RUNTER lassen und zugeben, dass die EZB die einzige ist, die das zahlen kann (= unsere Kaufkraft natürlich, wenn mit Geld aus der EZB Druckerpresse bezahlt wird).

Am Ende muss dann auch D, AT, FL und NL unter den Rettungsschirm ! und die EZB druckt und druckt...

Wieviel wird unser Geld dann noch wert sein ?

Nicht mit mir, ich tausche von nun an jeden ersparten Euro in Gold oder Silber um !

Edelmetalle brauchen weder Politiker noch (Noten)bänker, um werthaltig zu bleiben ! Das haben sie über tausende von Jahre bewiesen. Der Euro hat bisher gar nichts bewiesen !


Re: Am Ende ALLE unter dem Rettungsschirm

Nicht FL (Fürstentum Liechtenstein), sondern FIN. Sonst bin ich Ihrer Meinung.

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