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Italiens Sparprogramm: "Zum Teil nutzlose Therapie"

03.10.2012 | 08:14 |   (DiePresse.com)

Der italienische Rechnungshof kritisiert die strenge Sparpolitik der Regierung. Er warnt auch vor der Gefahr einer Verschleuderung von Staatsunternehmen.

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Der italienische Rechnungshof kritisiert die strenge Sparpolitik der Regierung Monti, die die Rezession in Italien noch mehr vertiefen könnte. Der Rechnungshof in Rom warnte vor einem "Kurzschluss" unter dem Druck der Sparpolitik und des hohen Steuerdrucks, der in diesem Jahr auf über 45 Prozent klettern sollte. Die strengen Sparmaßnahmen in einem Land, in dem der Wohlfahrtsstaat ineffizient sei, sei eine "schmerzhafte und zum Teil nutzlose Therapie", behauptete der Präsident des Rechnungshofes, Luigi Giampaolino, in einer Ansprache vor den Bilanzkommissionen des Parlaments nach Angaben italienischer Medien.

Es sei nicht sicher, dass die drakonischen Rationalisierungsmaßnahmen zu einem Ende der spekulativen Angriffe gegen Italien seitens internationaler Finanzmärkte führen werde. Giampaolino warnte auch vor den Privatisierungsplänen der Regierung Monti. Es bestehe die Gefahr einer Verschleuderung von Unternehmen in öffentlicher Hand.

"2013 wird es keinen Aufschwung geben"

Der italienische Wirtschaftsminister Vittorio Grilli reagierte kritisch auf Giampaolinos Worte. "Wachstum ohne solide Bilanzen bedeutet, ein Haus auf Sand zu bauen", betonte der Minister.

Inzwischen zeigen sich die italienischen Industriellen über die Aussichten auf Wirtschaftswachstum pessimistisch. 2013 wird laut den Industriellen weiterhin ein Jahr der Rezession sein, auch wenn diese sich abschwächen sollte. "Im nächsten Jahr wird es keinen Aufschwung geben. Ich wäre schon froh, wenn sich die Lage 2015 auflocken wird", prophezeite Industriellenchef Giorgio Squinzi pessimistisch.

"Italien hat Potenzial für zwei Prozent Wachstum"

Die Industriellen drängen die Regierung Monti zu einem Pakt zur Wirtschaftsförderung. Ziel sei, die Produktivität und die Wettbewerbsfähigkeit der italienischen Industrie zu erhöhen. "Italien hat das Potenzial für ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von zwei Prozent pro Jahr. Dieses Resultat erreicht man jedoch mit harter Arbeit und dem Einsatz aller Mitglieder der Gesellschaft", meinte Squinzi.

(APA)

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9 Kommentare

der Monti....


wird noch solange herummurksen, bis die Italiener wieder nach Berluskoni rufen werden.....

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italien

sogar der rechnungshof in italien hat ueberissen das es sich um einen gigantischen raubzug handelt wenn in europa jemannd von sparen spricht dann spricht er von rauben von einer umverteilung von fleisig zu reich. l.g. an den bilderberger monti

Gast: NocheinParteiloser
03.10.2012 13:10
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Italien wird auch durch das "einnahmenseitige Sparen" zerstört werden!

Schon Berlusconi hat mit dem "einnahmenseitigen Sparen" begonnen, welches dann vom Monti noch weiter ausgebaut wurde. Die Wirkungen dieser Maßnahmen werden auch immer stärker werden und noch mehr Geld (=Leistung) aus der Realwirtschaft abziehen. Einzelhandel real -5%, Urlaubsausgaben -10% zeigten schon diesen Sommer in die Richtung. Die Menschen der Realwirtschaft können es nicht mehr schaffen, den Unternehmen fehlt der Handlungsspielraum, die werden zunehmend schrumpfen müssen. Dieses "einnahmenseitige Sparen" hatte als Sinn den geschützten Bereich weiter zu finanzieren und die Staatsausgaben auf dem gewünschten Level zu halten.

Es wird nicht lange dauern bis Italien ganz kippen wird. Monti hat ja auch eine Automatik eingebaut, eine Automatik zum einnahmenseitigen Sparen, welches das Land am Ende genauso zerstören wird wie es Griechenland immer mehr zerstört hat.

Europa erstickt doch immer mehr an den Staatsausgaben, oft sinnlosen Staatsausgaben ohne Nutzen für die Bürger. Die Planwirtschafter brauchen schon um die 5 Billionen Euro pro Jahr um deren geschützte Bereiche zu füttern. Kein Wunder, dass diese Eurozone in Staatsschulden von etwa 10 Billionen ertrinken muss.

Die Frage ob Italien oder Frankreich den Euro in die Luft jagen wird, die kann Heute kaum beantwortet werden. Beide gehen den Griechischen Weg ins Verderben, welche auf die Phänomen des "einnahmenseitigen Sparens" zurückgeführt werden kann.

Re: ja kaputtgespart

und obwohl das Lan 4x so klein wie die USA ist; ist das Parlament doppelt so gross und der Personalstab 6x.

http://issuu.com/metro_italy/docs/20120928_it_roma/3#share

wundert es da wenn der Wirtschaft die Luft wegbleibt ? Selbst bei uns gibt es kommen die Reformen einfach nicht ...

Gast: Umto5
03.10.2012 09:06
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Wie unter Grasser,

nur dass der nicht gespart hat.

Gast: unbeteiligter
03.10.2012 08:58
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Die Eu zerstört sich selbst und man muss..

sich nur zurücklehnen und geniesen.

PS: da helfen auch plumpe Zensurversuche nichts -

Tod der EU !

Gast: Zyni
03.10.2012 08:46
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Gast: Baur4
03.10.2012 08:40
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Der Euro brachte in Not, Armut, hohe Staatsschulden und Rekordarbeitslosigkeit

Aber unsere Politiker im Land und in der EU machen weiter wie bisher.

Das Ergebnis wird sein: Noch mehr Not, noch mehr Armut, noch höhere Staatsschulden noch höhere Arbeitslosigkeit, aber viel reichere Bankmanager!

Gast: oeh
03.10.2012 08:31
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vorgeschobener Rechnungshof -


So wird verlogen Politik gemacht.

im Auftrag der MONTI-Goldman &Sachs und gewerkschaftlichen Sozitruppe muss der Rechnungshof dem VOLK mit Statements gegen die Sparpolitik Sand in die Augen streuen und der gleichzeitig EZB eine Begründung für den rechtswidrigen Anleihekauf liefern !!!


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