24.05.2013 19:14 Merkliste 0

Spanische Gewerkschaften für Generalstreik in Südeuropa

03.10.2012 | 10:49 |   (DiePresse.com)

Spanische Gewerkschaften planen einen Streik gegen die Sparmaßnahmen in ganz Südeuropa.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die spanischen Gewerkschaften haben einen Generalstreik in mehreren Ländern Südeuropas gegen die Sparpolitik der Regierungen angeregt. Die Dachverbände CCOO (Arbeiterkommissionen) und UGT (Allgemeine Arbeiterunion) kündigten am Dienstag in Madrid an, die Möglichkeit eines Generalstreiks im November in Spanien zu prüfen.

Eine solche Aktion solle mit der europäischen Gewerkschaftsbewegung abgestimmt werden. Das Ziel sei ein gemeinschaftliches Vorgehen in den Ländern Südeuropas, sagte der CCOO-Chef Ignacio Fernández Toxo. Mit den Gewerkschaften in Portugal habe man bereits Kontakt aufgenommen.

Die Finanzprobleme Spaniens hätten ihre Ursachen in einer europäischen Politik, die den deutschen Interessen diene, sagte der Gewerkschaftschef. Die spanischen Gewerkschaften hatten zuletzt im März mit einem landesweiten Generalstreik gegen die Sparpolitik der konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy protestiert. Damals hatte allerdings nur ein Teil der Spanier dem Streikaufruf Folge geleistet.

(APA/dpa)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

6 Kommentare
Gast: Bänkster
03.10.2012 16:06
4 0

jetzt haben die Deutschen wieder schuld

dass die Spanier dem Immobilenwahn verfallen sind und jeder kleiner Angestellte glaubte, er könnte mit einer 2. und 3. Immobilie auf Pump seinen Lebensunterhalt finanzieren, weil die Preise bzw. die Mieteinkünfte immer nur steigen könnten.

zum ko.....n !

Sollen sie doch aus dem Euro austreten, genau wie die Griechen oder Italiener !

Gast: wer wenn nicht er
03.10.2012 13:33
1 0

"Die Finanzprobleme Spaniens hätten ihre Ursachen in einer europäischen Politik, die den deutschen Interessen diene"

Vorschlag:

Die Gewerkschaft soll ihre Mitglieder aufrufen, spanische Staatsanleihen zu kaufen.

100 Mrd Neuverschuldung und ca. 5-10% des Gesamtschuldenstands (840 Mrd -> 40-80 Mrd) Refinanzierung auslaufender Schulden werden ja zu schaffen sein:
Wenn jeder der 17,8 Millionen spanischen Erwerbstätigen 8-10.000 EUR pro Jahr in spanische Staatsanleihen investiert, ist man von bösen internationalen Spekulanten und absurden Spardiktaten Deutschlands unabhängig.

Falls einem das jetzt a bisserl viel vorkommt: Ja, das meinen die internationalen Anleger und Fr. Merkel auch. DIE wollen und können NICHT soviel Geld Jahr für Jahr nach Spanien überweisen.

Aber mit viel Fleiß und Überstunden werden die spanischen Gewerkschaften das sicher schaffen...

Auch so, Logik und Rechnen ist nichts für Gewerkschafter, ich vergaß.

Na dann: Auf zum Generalstreik, DAS hilft sicher zur Lösung des 9% Haushaltsdefizitproblems....

Antworten Gast: Halbwissen
03.10.2012 15:01
2 0

Re: "Die Finanzprobleme Spaniens hätten ihre Ursachen in einer europäischen Politik, die den deutschen Interessen diene"

Natürlich hilft ein Generalstreik !

Sie müssen nur so lange streiken bis es den Euro zerreißt.
Dann werden die Schulden gestrichen und die Währung wertet so weit ab bis ein Gleichgewicht hergestellt ist.

Antworten Antworten Gast: wer wenn nicht er
03.10.2012 17:11
0 0

Stimmt.

Klingt aber a bisserl so wie Amputation als Behandlungsvorschlag bei Beinbruch:

- 50% Währungsabwertung

- zweistellige Inflationsraten über Jahre, da sich alle Importwarenpreise (inkl. Öl etc.) übernacht verdoppeln

- Sofortiger Konsumeinbruch, um eine ausgeglichene Leistungsbilanz herzustellen (da kein einziger FW-Kredit mehr für Importfinanzierung gegeben wird und international niemand Crash-Währungen akzeptiert)

- Sofortige gewaltige Steuererhöhungen bzw. Leistungskürzungen, da keine neuen Staatsschulden mehr möglich sind (außer die neue Notenbank druckt Geld, dann: Siehe Simbabwe)

- Crash der noch gesunden Banken, da auch diese auf den Staatsschulden sitzen bleiben

Kurz gesagt: Rückstieg von spanischem (ca. 90% des EU-Medianeinkommens) auf rumänisches oder besten Falls polnisches Niveau (10%-25% des EU-Medianeinkommens).

4 0

Entlässt sie in die Freiheit!


Freiheit für Griechenland!

Freiheit für Spanien!

Freiheit für Italien!

Gebt ihnen ihre Rechte wieder zurück, ihre eigene Währung, ihren eigenen Gestaltungsspielraum!

Gebt keinen Raum dem EU-Protektorat!

Lasst Euch nicht pflanzen!

Freiheit den Völkern!

Selbstbestimmungsrecht den Nationen!

Meinungs- und Redefreiheit ohne EU-Diktatur!

Gast: ghghghghh
03.10.2012 11:14
2 1

ICH BIN FÜR AUSSPERRUNG ALS ANTWORT


Eurokrise - Die Begriffe

  • Was ist die Eurokrise? Ein Rückblick auf die Ursachen mehr...

    EFSF Der Rettungsschirm und wie er funktioniert mehr...

    Hebel für EFSF Wie man aus sehr viel Geld noch viel mehr Geld macht. mehr ...

    EFSM Der Mechanismus für Finanzstabilisierung und seine Aufgaben mehr...

    ESM Der Europäische Stabilitätsmechanismus soll 2013 den EFSF-Fonds ablösen. mehr ...

    Eurobonds Was gemeinsame EU-Anleihen bezwecken und wie sie funktionieren sollen. mehr ...

    EZB Die EZB ist Hüterin des Euro und soll eine geringe Inflation garantieren. Zumindest bis jetzt. mehr ...

    Waffen der EZB Was die "Bazooka" ist und welche anderen Waffen die Zentralbank hat. mehr ...

    IWF Der IWF ist die Finanzfeuerwehr der Vereinten Nationen und massiv an den Hilfsaktionen in Europa beteiligt. mehr ...

    Ratingagenturen Die wichtigsten Agenturen und deren Bewertungen. mehr ...

    SPIV Das Special Purpose Investment Vehicle soll die Finanzierung in Euroländern erleichtern. mehr ...

    Troika Die Troika ist eine Gruppe von Experten von EZB, IWF und EU-Kommission. mehr ...

    G20 Die 20 größten Wirtschaftsmächte repräsentieren zwei Drittel der Weltbevölkerung. mehr ...

    PSI Beim Private Sector Involvement geht es um die Beteiligung des Privatsektors an der Krisenlösung. mehr ...

    CDS Kreditausfallsversicherungen werden unter anderem dann fällig, wenn ein Land pleite ist. mehr ...

    Sekundärmarkt Der Sekundärmarkt ist der Markt, auf dem die bereits in Umlauf befindlichen Wertpapiere gehandelt werden. mehr ...

    OMT OMT ist die Abkürzung für Outright Monetary Transactions. Dahinter verbirgt sich das von der EZB am 6.September 2012 beschlossene neue Kaufprogramm von Staatsanleihen der Krisenländer. mehr ...