24.05.2013 03:05 Merkliste 0

Spanien wirbt bei Privaten für Einstieg in Bad Bank

03.10.2012 | 16:06 |   (DiePresse.com)

Die Gründung einer spanischen Bad Bank ist Voraussetzung für die Milliarden-Hilfe aus dem Rettungsschirm. Private sollen einen 55-Prozent-Anteil bekommen,

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Spanien bemüht sich, Privatinvestoren den Einstieg in seine Bad Bank schmackhaft zu machen. Wirtschaftsminister Luis de Guindos will am Donnerstag in London potenzielle Geldgeber überzeugen, Anteile an der Bank zu übernehmen. De Guindos sagte am Mittwoch vor dem Parlament in Madrid, Privatinvestoren sollten für mindestens 55 Prozent der Anteile aufkommen. Mit der Schaffung des Instituts will das hoch verschuldete Land einen wichtigen Schritt zur Sanierung des maroden Finanzsektors machen.

Die Gründung einer Bad Bank, die Schrottpapiere aus dem Bankensektor aufnehmen soll, ist eine zentrale Voraussetzung für die Auszahlung der Milliarden-Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm. Geldhäuser können faule Papiere künftig an die Bad Bank auslagern. Dies soll für einen bestimmten Preis geschehen, den die spanische Zentralbank festlegen soll. Im Gegenzug für die Assets erhalten die Banken demnach Bargeld, Schuldtitel oder Aktien.

Seit der jahrelange Immobilienboom in Spanien vor vier Jahren jäh endete, wächst der Berg an faulen Darlehen stetig. Das Land befindet sich in einer tiefen Rezession und hat bei der Europäischen Union (EU) Finanzhilfen zur Stützung des heimischen Bankensektors beantragt.

(APA/Reuters)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

1 Kommentare
Gast: gastname kann nicht verwendet werden
03.10.2012 23:34
0 0

Ist schon Fasching?


Eurokrise - Die Begriffe

  • Was ist die Eurokrise? Ein Rückblick auf die Ursachen mehr...

    EFSF Der Rettungsschirm und wie er funktioniert mehr...

    Hebel für EFSF Wie man aus sehr viel Geld noch viel mehr Geld macht. mehr ...

    EFSM Der Mechanismus für Finanzstabilisierung und seine Aufgaben mehr...

    ESM Der Europäische Stabilitätsmechanismus soll 2013 den EFSF-Fonds ablösen. mehr ...

    Eurobonds Was gemeinsame EU-Anleihen bezwecken und wie sie funktionieren sollen. mehr ...

    EZB Die EZB ist Hüterin des Euro und soll eine geringe Inflation garantieren. Zumindest bis jetzt. mehr ...

    Waffen der EZB Was die "Bazooka" ist und welche anderen Waffen die Zentralbank hat. mehr ...

    IWF Der IWF ist die Finanzfeuerwehr der Vereinten Nationen und massiv an den Hilfsaktionen in Europa beteiligt. mehr ...

    Ratingagenturen Die wichtigsten Agenturen und deren Bewertungen. mehr ...

    SPIV Das Special Purpose Investment Vehicle soll die Finanzierung in Euroländern erleichtern. mehr ...

    Troika Die Troika ist eine Gruppe von Experten von EZB, IWF und EU-Kommission. mehr ...

    G20 Die 20 größten Wirtschaftsmächte repräsentieren zwei Drittel der Weltbevölkerung. mehr ...

    PSI Beim Private Sector Involvement geht es um die Beteiligung des Privatsektors an der Krisenlösung. mehr ...

    CDS Kreditausfallsversicherungen werden unter anderem dann fällig, wenn ein Land pleite ist. mehr ...

    Sekundärmarkt Der Sekundärmarkt ist der Markt, auf dem die bereits in Umlauf befindlichen Wertpapiere gehandelt werden. mehr ...

    OMT OMT ist die Abkürzung für Outright Monetary Transactions. Dahinter verbirgt sich das von der EZB am 6.September 2012 beschlossene neue Kaufprogramm von Staatsanleihen der Krisenländer. mehr ...