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Sinn: "Griechenland wird austreten - wetten?"

08.10.2012 | 12:32 |   (DiePresse.com)

Die ökonomischen Probleme, die entstehen, wenn das Land in der Eurozone bleibt, seien schlicht unlösbar, sagt der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn.

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Heute erscheint das neue Buch "Die Target Falle" des umstrittenen deutschen Ökonomen Hans-Werner Sinn. Darin schreibt der ifo-Chef über die "Gefahren für unser Geld und unsere Kinder". Sein Fazit: Deutschland sitze in der Falle: "Alle wollen unser Geld, aber wenn wir uns dagegen wehren, werden wir überstimmt und mit Nazi-Parolen beschimpft".

Der "Welt am Sonntag" hat er anlässlich der Veröffentlichung seines Buches ein Interview gegeben, das erneut für Aufsehen sorgt. Darin erklärt er auch, warum er sein Buch für wichtig hält. "Das Buch ist so geschrieben, dass jeder es verstehen kann - weil jeder es verstehen muss. Schließlich stehen hier die Vermögen aller Bundesbürger auf dem Spiel."

"Auf Dauer siegen die ökonomischen Gesetze"

Sinn fordert seit längerem den zeitweisen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Er steht damit im Widerspruch zur deutschen Kanzlerin Angela Merkel, die genau das um jeden Preis verhindern will. Der Ökonom ist aber überzeugt, am Ende recht zu behalten. "Griechenland wird austreten und Bundeskanzlerin Merkel wird nicht recht behalten - wetten?, sagt er im Interview provokativ. Die ökonomischen Probleme, die entstehen, wenn Griechenland in der Währungsunion bleibt, seien schlicht nicht lösbar.

Die Politik denke immer, es gebe ein Primat der Politik über die ökonomischen Gesetze. Doch das sei Einbildung. "Auf Dauer siegen immer die ökonomischen Gesetze. Der Schlammasel von heute ist das Ergebnis einer Politik, die glaubte, die ökonomischen Gesetze missachten zu können."

"Mit dem Euro ist es wie mit einem Auto"

Merkels Politik der Eurorettung bezeichnet er als "Konkursverschleppung". Gegenüber der Zeitung zieht er einen Vergleich: "Mit dem Euro ist es wie mit einem Auto, das den Berg hinunterführt und immer schneller wird. Die Euro-Retter sagen sich: Wenn wir bremsen, bricht das Auto vielleicht aus, und deshalb bremsen wir lieber gar nicht."

Sollte Griechenland doch in der Eurozone bleiben, dann müsste das "dauerhaft an den Tropf", so Sinn in der "Welt am Sonntag". "Dann sollte aber Frau Merkel wenigstens die Steuern erhöhen, statt Schulden zu machen. Denn dann werden diejenigen, die durch diese Politik belastet werden, es wenigstens gleich merken – und die Politik kann die Kosten nicht auf Gruppen abschieben, die noch gar nicht wählen dürfen." Er spräche sich aber nicht für Steuererhöhungen aus. "Ich sage nur: Es wäre konsequent. Wenn man Geld verschenken will, das man nicht hat, muss man Steuern erhöhen", so Sinn.

"Wir stellen die Platinkarte zur Verfügung"

Auch die unbegrenzten Anleihenkäufe durch die Europäische Zentralbank sieht er problematisch. "Wir kommen vom Regen in die Traufe. Damit die goldene Kreditkarte nicht mehr so stark genutzt wird, stellen wir die Platinkarte zur Verfügung."

Die Begeisterung an den Kapitalmärkten über diesen Schritt der EZB kann er jedenfalls gut nachvollziehen. "Klar, sie freuten sich darüber, dass nun an ihrer Stelle der Steuerzahler der noch gesunden Länder das Ausfallsrisiko trägt, denn er muss ja gegebenenfalls für die Verluste der EZB aufkommen."

"DiePresse.com" wird in den nächsten Tagen ausführlich über Hans-Werner Sinns neues Buch berichten.

(Red.)

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80 Kommentare
 
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die griechen hätten schon mit auftauchen der ersten unstimmigkeiten hinausgetreten gehört.


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Re: die griechen

Bitte jetzt keine xenophoben Tendenzen,
es waren die Griechen die mehr Korruptionsprobleme hatten, deutsche Banken wollten auf die Rückzahlung nicht verzichten, dass sie ihnen leichtfertig geborgt hatten um fette Gewinne zu machen, manche Lobbyisten von Goldman Sachs, denen Griechenland auch angeblich einiges schuldet, wurden sehr aktiv, manche Politiker hatten vor Abwahl Angst und so weiter und so fort....

Gast: sepperldepperl
17.10.2012 13:11
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Staaten und EU

Früher machten die Staaten schulden, da waren es Staatsschulden.
Jetzt macht der Staat schulden und es sind Euroschulden.

DIE EU KANN FÜR DIE DEPPEN IN DEN NATIONALEN STAATEN NICHTS !

Schuld sind noch immer die Deppen im eigenen Land ! (FFV und wie sie alle heissen)

MACHT EURE AUGEN AUF !

Schade das dadurch die EU sterben wird.

Griechenland ist nicht das übel

Wir selbst sind es mit unserer eigenen Staatsverschuldungen.
Dies betrifft fast die gesamten nördliche westliche Hemisphäre.
Und der "Bus" fährt ungebremst Richtung Baum.
Der Rest schiebt uns an.

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So ein Dümmerchen der Typ

Werde garnicht auf diesen Populismus eingehen.

DE braucht eine starke EU, diese Kleinlichkeit ist lächerlich

Die Deutschen werden von Hans-Werner Sinn informiert, die Österreicher immer noch für dumm verkauft!

Auch die öst. Nationalbank hat den Erlös der Exporte in die südlichen Pleiteländer an die Exportfirmen bezahlt (die Politiker sagen, das wäre ein gutes Geschäft!) und dafür (sicher uneinbringliche) Forderungen an Target 2 bekommen. Wieviel sagen sie uns nicht, aber es kann nicht viel weniger als 60 Milliarden Euro sein. Geld, das letzten Endes aus den öst. Steuerzahlern herausgepresst werden muss.
So viel geht aber niemals, wir sind, wie die ganze EU, die ja längst nur mehr mit nicht auf ihren wahren Wert Null abgewerteten Forderungen ein Scheinleben führt, , schlicht pleite!

Antworten Gast: fastgast
15.10.2012 17:34
2 0

Re: Die Deutschen werden von Hans-Werner Sinn informiert, die Österreicher immer noch für dumm verkauft!

Stimmt schon, aber den Deutschen hilft es auch nix dass ihnen der Sinn das sagt .. werden genauso vom Euro runtergerissen werden.

Interessant ist folgende Beobachtung:

"...wir sagen 2 Milliarden..." Faymann bei Ankündigung des jüngsten Belastungspaketes.

In den ESM zahlen wir nun erst einmal 2,2 Milliarden cash ein;

Die Hypo Kärnten benötigt heuer noch 2,2 Milliarden zusätzliches Kapital.

Hätten wir uns nur eines dieser Desaster erspart, bräuchten wir das Belastungs- und Sozialabbaupaket nicht.
Und wer bitte hat diese Malaise zu verantworten? Die PolitikerInnen mit ihrer grenzenlosen Inkompetenz doch wohl zweifelsfrei.

Simpel aber richtig, denke ich mir?

nicht dumm

Sinn ist ja nicht dumm - nur er geht vom Primat der persistenten Wirtschaftsordnung aus - nur vergisst er in seiner Rechnung, dass sich das gesamte System massiv in den nächsten Jahren ändern wird - und da ist sowas wie "Griechenland-Krise" eine vergleichbares Miniproblem - aber ob das was kommt wirklich schlecht ist wird sich weisen.

Gast: Franz7
09.10.2012 04:13
8 0

ESM

Die Grichen sollen aus dem Euro austreten,Oesterreich hat keine Haftung,bezw,Kredite nach Griechenland oder in ein anderes Land geben,Österreichisches Geld,den Österreichern .

Antworten Gast: fastgast
15.10.2012 17:36
2 0

Re: ESM

solange die Österreicher schwarzrotgrün wählen ist der Staatsbankrott nur mehr eine Frage der Zeit -- aber: selber schuld.

Antworten Antworten Gast: tam
20.10.2012 10:32
0 0

Re: Re: ESM

An "fastgast": Wenn nicht "schwarzrotgrün", was soll man sonst wählen? Blau, oder orange? Damit die Wirtschaft des genzen Lanzes so wie in Kärnten aussieht???

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Wie auch immer man dazu steht...

... mich macht immer wieder traurig, wie primitiv die politischen Diskussionen in Österreich sind, wenn man sie mit Deutschland vergleicht. Dort Ökonomenstreit auf hohem Niveau mit echten Argumenten (man glaubt es kaum) - bei uns: Schottermitzi, Faymann und Stronach. Zum Glück haben wir international nichts zu sagen - wir wären gefährlich in unserer Ignoranz.

Unsere Ökonomen wie Felderer sind auch nicht schlecht

nur kommt halt aus ideologischen Gründen immer nur ein Schlmeister zum Zug (der gerade noch den Dr geschafft hat)

Wie ist halt das letzt marxistische Dorf in der westlichen Welt.

Und die Pröll ÖVP spielt da gerne mit weil ihre Funktionäre auch nicht schlecht davon leben.

Re: Wie auch immer man dazu steht...

Das Niveau nicht nur der ökonomischen, sondern aller Diskussionen im ORF, wo die DiskussionsleiterInnen hauptsächlich ihrer eigenen Meinung zum Durchbruch verhelfen wollen, ist eine Schande für Österreich!

Allerdings habe ich in Deutschland keinen "Ökonomenstreit" erkannt. Abgesehen vom Außenseiter Paul Bofinger (sein Pendant in Österreich heißt Stephan Schulmeister) geht es regelmäßig um einen Streit zwischen Ökonomen und gut informierten Journalisten, die im Wesentlichen so denken wie Hans-Werner Sinn und Politikern, die allen die gängigen EU-Märchen einreden wollen!

Re: Wie auch immer man dazu steht...

Naja, ganz so ist das wohl auch nicht; der Unterschied liegt hauptsächlich in der wesentlich geschliffeneren Rhetorik der "Experten" aus dem Nachbarland. Wenn gleich das was Sinn vertritt durchaus logisch erscheint (so zu sagen scheinbar Sinn macht) es ändert nichts daran, dass all diese Ansätze und Versuche nur Schüsse ins Blaue sind. Bei den von Ihnen genannten PolitikerInnen ist die Inkompetenz allerdings durch nichts mehr zu topen.

Gast: trixerl
08.10.2012 20:46
2 0

Liebe Leute...

macht Urlaub in Griechenland, euer Geld ist schon dort!

Antworten Gast: Nepomuk
10.10.2012 09:41
0 0

Re: Liebe Leute...


Ich lasse mir durch dumme Sprüche meinen Kreta-Urlaub nicht vermiesen.


Antworten Gast: ein gast
09.10.2012 01:39
2 0

Re: Liebe Leute...

ja, wenns doch wenigstens noch dort wäre!
leider haben die durch die "rettung" begünstigten griechischen politiker und deren "freunde" es längst zum fenster hinausgeworfen oder ins ausland auf schwarzgeldkonten verschoben statt es in das land zu investieren!

von unserem geld sehen wir nichts mehr!

das einzige, was wir tun können, ist, nicht noch weiteres geld an die zu verschenken!

liebe leserin bzw. lieber leser, würden etwa sie selbst zu sparen beginnen, wenn man sie mit immer mehr und mehr und noch mehr geld überhäuft, wenn man sie also für das immer mehr schulden machen statt das an sie verborgte geld zurückzuzahlen noch belohnt, würde sie das zum sparen motivieren???

es ist eigentlich ganz einfach:
wenn man eben NICHTS mehr bekommt, dann wird man sparen, weil dann geht es gar nicht anders!

sonst müsste die EU über unbegrenzt viel Geld verfügen ...

er hat Recht, weil es einfach unbezahlbar sein wird, Griechenland in der Eurozone zu behalten. Es ist ein einfacher Intelligenztest, wie lange jemand braucht, um das zu verstehen. Einem intelligenten Menschen ist das sofort klar. Jemand wie Merkel wird es bereits ahnen. Jemand wie Faymann wird es nie verstehen.

Gast: Mizzi-Tant
08.10.2012 19:53
0 0

Das wird ein Geschäft!

Wetten?

Re: Das wird ein Geschäft!

Wie wir alle wissen haben wir ja von allem Anfang an - without von delay - sehr gut daran verdient (lt. Fekter....)

Antworten Gast: gast55
08.10.2012 21:28
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Re: Das wird ein Geschäft!

die schottermizzi geht jedenfalls davon aus, wie sie heute zu hören war

Gast: serenissimus
08.10.2012 19:38
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bei allem Verständnis, dass der

sein neuestes Buch verkaufen will, aber es ist
wirklich nicht nötig, dass er uns auch sonst noch mit dem Schwachsinn belästigt.

Und was ist mit deinem schwachsinnigen Posting?

Warum meinst du du müsstest uns damit belästigen?

Wir anderen können auch nichts dafür, dass du die Thematik nicht kapierst!

 
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