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ESM in Kraft: Euroland schafft sich seinen Währungsfonds

08.10.2012 | 18:08 |  Von unserem Korrespondenten OLIVER GRIMM (Die Presse)

Der Stabilitätsmechanismus lenkt die Eurorettung in klarere Bahnen. Der ESM zeigt aber auch, wie groß die Kluft zwischen Europas Bürgern und ihren politischen Eliten ist. Er nimmt am Dienstag seine Geschäfte auf.

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Brüssel. Mit 200 Milliarden Euro an sofort verfügbarem Geld (bis zu 500 Millionen Euro sollen es Zug um Zug werden) und einer Mannschaft von knapp 60 Mitarbeitern nimmt der EU-Währungsfonds ESM am Dienstag in Luxemburg seine Geschäfte auf.

Schon seine Inauguration am Montagnachmittag durch die Finanzminister der 17 Euroländer machte dreierlei klar sichtbar: Erstens ist dieser „Europäische Stabilitätsmechanismus“ das klarste Indiz dafür, dass der Bestand des Euro auf Jahrzehnte sicher ist. Zweitens offenbart der Umgang der ESM-Spitze mit den dringendsten Problemen, dass es zu wenig ist, auf technokratische Expertise zu bauen, wenn politischer Entscheidungswille nötig ist. Drittens belegt der ESM, wie groß die Kluft zwischen Europas Bürgern und ihren politischen Eliten ist.

 

Steuerfrei, straffrei, nichts dabei

Letzteres zeigt sich in Österreich zum Beispiel an den Reaktionen auf die Nachricht, dass der frühere Pressesprecher und jetzige Sektionschef im Finanzministerium, Harald Waiglein, zum Direktor im ESM-Vorstand bestellt worden ist. Aus dem Umstand, dass Waiglein im Rahmen dieser Tätigkeit (und nur da) nicht dem Einkommensteuergesetz unterliegt und von Strafverfolgung ausgenommen ist, destillierte das stets meinungsfreudige, aber oft ahnungslose Internet-Kommentariat das Bild eines lukrativen Spitzenjobs, bei dem man straffrei allerlei Gräueltaten begehen dürfe. Dass Waiglein unentgeltlich im Rahmen seiner Dienstpflicht an ESM-Vorstandssitzungen teilnimmt, ging unter. Dasselbe gilt für den Umstand, dass die Straffreiheit der ESM-Direktoren bloß verhindern soll, dass sie bei Umschuldungen von Investoren rund um die Welt geklagt werden. Vielleicht wäre das Volk dem ESM weniger kritisch gesinnt, wenn man ihn als das bezeichnen würde, was er ist: ein Währungsfonds, der angeschlagenen Euroländern Kredit gibt, ihre Anleihen auf dem Markt kauft, Kreditlinien als vorbeugende Maßnahmen gewährt und das Geld für den Umbau maroder Banken bereitstellt.

Asien garantiert den Euro

Das zeigt, dass es weiterhin politische Führungsstärke braucht, um Europa finanziell zu stabilisieren. Was soll man zum Beispiel mit den Altschulden der irischen Banken tun, die Irlands Budget rasant haben aufquellen lassen? Soll die der ESM übernehmen – so wie er das in Spanien plant? Es dürfte künftig zu wenig sein, wenn ein sichtlich fadisierter Jean-Claude Juncker wie bei der Pressekonferenz am Montag in seinem Amt als Chef der ESM-Gouverneure (die Euro-Finanzminister) alle politischen Fragen von sich abputzt.

Denn der ESM zeigt, dass der Euro ein dauerhaftes politisches Projekt ist. So kann er bis zu 30-jährige Anleihen begeben, um sich zu finanzieren. Derzeit sei das nicht nötig, sagte ESM-Chef Klaus Regling am Montag. Doch wenn er eines Tages seine erste Anleihe begebe, „hoffe und erwarte“ er, dass die asiatischen Staaten „traditionell gute Kunden“ sein würden – und die ESM-Anleihen so eifrig kaufen wie bisher jene des provisorischen Hilfsvehikels EFSF. 40 Prozent von dessen Bonds kauften asiatische Investoren. Die Asiaten glauben an den Euro – vielleicht mehr als die Europäer selbst.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.10.2012)

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128 Kommentare
Antworten Gast: Humpelstilzchen
09.10.2012 07:54
8 0

Re: Wirtschaftsjournalist und Pressesprecher genügt als Qualifikation?

Sicher - wenn ein vielleicht-AHS Abschluss reicht um Bundeskanzler zu werden.
Die Entscheidungen treffen eh andere. Man braucht ein paar Dummies die die Befehle ausführen und Phrasen dreschen.

Grab

Euroland schafft sich sein Grab. Diese Hirnederln haben immer noch nicht begriffen, daß der wirtschaftlich riesige Unterschied zwischen den nördlichen und südlichen Ländern gleichgemacht werden kann. Es funktioniert nicht einmal in den Ländern selbst. Die Norditalienerin wollen weg vom Süden, die Nordspanier wollen selbständig sein. Die Kasperln in den Verwaltungsburgen kümmern sich sicher am Meisten, daß am Monatsletzten die große Kohle stimmt. Letztendlich müssen wir noch befürchten, daß uns die Richter, die den ESM Vertrag beurteilen auch alleine lassen. Die sind doch auch alle von Rot und Schwarz zu ihren hoch bezahlten Posten gekommen. Diese Banditen machen unsere Zukunft kaputt.

11 0

Re: Grab

Warum? Es fuktioniert ja. Am Ende sind alle so arm wie heute schon in Griechenland. Nur die Banken und ein paar Freunderln haben das Geld. Der ESM steht ja außerhalb jeden Rechts. Die können von den Staaten fordern was sie wollen und können mit dem Geld tun was sie wollen.

Bin schon gespannt

Wie die Abgeordneten ihr "Ja" vor dem Tribunal bibbernd begründen werden. Nutzen wird es ihnen nichts, denn nachdem dieses Instrument für die endgültige Verarmung der Bevölkerung führen wird, wird die Rache an den Tätern umso grausamer werden. Freut euch, ihr Parlamentarier, freut euch, auf das, was ihr da angerichtet habt!

Antworten Gast: tribunal?
09.10.2012 08:56
2 1

Re: Bin schon gespannt

mir würde eine originelle baumdeko gefallen.

200 Milliarden reichen nicht bei der politischen Situation in EUropa ...

... Das Fass ohne Boden mit dem Ziel der United States of Europe, mit der EU als direkte Macht über den Bürgern können wir die Demokratie gleich zu Grabe tragen. .... Und was verduenen die 60 Politiker die für den ESM zuständig sind? Hat die irgendjemand gewählt von uns??? Wer sind die überhaupt. ... EURO-Zone= Katastrophengebiet

Gast: gefestigteDemokratie
09.10.2012 00:34
6 0

Wer jetzt noch das Demokratie-märchen glaubt

dem möchte ich sagen:

bis das Christkind kommt dauert es noch 3 Monate, und bis zum osterhasen ein halbes Jahr.

Nur zur Vollständigkeit...

Gast: Novaris
09.10.2012 00:31
8 0

Der verhängnisvolle Weg

Es sind mittlerweile viele schlaue Bücher zum EURO-Problem geschrieben worden in denen auf die Gefahren für Deutschland hingewiesen wurde.
Gleichwohl haben sie die Entscheidungen der politischen Akteure nicht beeinflußt.
Fakt ist nun : Fiskalpakt und ESM sind in Kraft und die EZB will unbegrenzt Staatsanleihen dann kaufen, wenn zuvor vom Schuldner ein Antrag beim ESM gestellt wurde und der Antragsteller die (Spar-)Vorgaben des ESM akzeptiert.
Die "Sparvorgaben" werden jedoch absehbar aufgeweicht werden, weil sie politisch nicht durchsetzbar sind. Der Weg in die Schuldenunion mit umfassenden - unbezahlbaren - Transfers ist somit beschritten und der EURO wird "liraisieren".
Das Ergebnis für Deutschland wird nach und nach die Verschlechterung seines Ratings sein, verbunden mit der Zahlung hoher Zinsen, die wiederum zu Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen im Sozialbereich, etc. führen.
Die Sparvermögen und Lebensversicherungen werden pulverisiert werden.
Warum nur wurde dieser verhängnisvolle Weg beschritten ? Die Beantwortung der Frage unter Nennung der tatsächlichen Gründe steht bisher aus !!

Re: Der verhängnisvolle Weg

Da Ziel kann tatsächlich nur mehr die Vereinigte EUdSSR sein, erzwungen über eine gemeinsame Verschuldungs-und Haftungsunion. Der lang geträumte Wunsch der vereinigten europäischen Kommunisten.

Re: Re: Der verhängnisvolle Weg

Vereinigte EUdSSR ?????

Aber sicher nicht in der heutigen €-Raum Konstellation.

Frankreich wird sich nie und nimmer als Bundesland in ein Vereinigtes Europa einfügen.

Spätestens dann wir F und GB aus der EU austreten, die beiden lassen sich niemals in einen Bundesstaat einbinden.

Mit Gründung des Bundesstaates Europa und einer Zentralregierung wird Europa wieder in min. 2 Blöcke aufgespalten. Die willigen die sich einfach anschließen und die Unwilligen das sind min. F und GB werden Euro bzw. EU verlassen.

Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Gast: hihu
08.10.2012 23:57
13 0

ist die presse

jetzt das parteiblatt der övp?
in letzter zeit kommt mir das so vor.
Kritischer Journalismus sieht anders aus!

Gast: Lukas
08.10.2012 23:04
7 0

das Pyramidenspiel wird fortgesetzt

und die Finanzminister der Euro-Staaten zocken fröhlich auf Kosten der Bürger!

Gast: oh yeah
08.10.2012 22:53
4 1

Als B€nker kann man jetzt richtig abcash€n.


Gast: waldheini
08.10.2012 22:34
11 2

Casino bekommt Nachschub

Endlich ist im Casino wieder Geld für die Zocker.
Mal sehen, wie lange "die Finanzmärkte" brauchen um die paar Milliarden verzockt zu haben. Glückwunsch Frau Merkel, sie sind im Spiel!

Antworten Gast: Wolf Mauer
08.10.2012 23:04
3 0

Re: Casino bekommt Nachschub

es weihnachtet bald?wie süss klingt die Geschichte vom Märchenonkel,oder eher Onkel Dagobert?
endlich wird die Notenpresse angeworfen,die uns für die nächsten 30 ? Jahre Glück und Wohlstand bringen wird.
und es klingt so überzeugend:
kommtnur ihr Kinderlein..die Bankster haben Geld in Hülle und Fülle..und dazu ganz preiswert..
verkauft einfach eure Seele und der Leibhaftige erfüllt euch euere Wünsche.
ihr habt ja Zeit zum zurückzahlen..
oder eure Kinder und Kindeskinder..das nennt man dann wirklich Erbschuld
p.s. Öst hat ja nur ca 220 Mrd Schulden-könnten wir da nicht gleich mal zugreifen beim ESM-ist vl. sogar ein gutes Geschäft?
p.p.s. am Ende gibts dann Grundsicherung für Alle -ausser denjenigen die es sich -wie immer-gerichtet haben

Gast: noch einer
08.10.2012 22:17
12 0

Uberfluss

Gold und Geld
in Hülle und Fülle .
Hat der IWF schon Milliarden und 4000 Tonnen Gold
bekommt der ESM (wird nicht lange dauern) noch Billionen .
Nur die Menschen und die Staaten werden dabei arm ,
das scheint aber unsere Politiker nicht zu kümmern

3 0

Re: Uberfluss

Politiker, die sich dagegen stemmen würden wären schnell weg vom Fenster.

0 0

Bitte keine Verschwörungstheorien

das glaube ich auch.

Willkommen

auf dem Weg zur Hölle.

Ihr habt die Nachkriegszeit nicht erlebt?

Freut euch, ihr werdet es am eigenem Leib spüren!

Ich böser Verschwörungs-Theoretiker!

und ich schreibe es solange ihr brecht

die V3rbr3ch3r FED hat die selbe Struktur wie der V3rbr3ch3r ESM

und IHR werdet bald erkennen, wieviel EURE Demokratie noch Wert ist

8 0

Re: und ich schreibe es solange ihr brecht

Welche Demokratie?

und wie

wollen GR (knapp 20mrd), E (83,3mrd), I (125,4mrd) ihre anteile "finanzieren"? achso, sie müssen nur "bürgen"! na dann, alles bestens, davon lassen sich die anleihenkäufer sicher beeindrucken.

Gast: jö-schau
08.10.2012 21:51
12 2

Der ESM wird bald ausgeräumt sein

wenn unsere Experten so exakt wie in Griechenland den Geldbedarf abschätzen. Dann reicht das Geld vom ESM mindestens bis Jänner 2013 - in griechischen Zeitabschnitten eine sehr lange Zeit bis zur nächsten Hiobsbotschaft.

Spätestens wenn Spanien unter den Schirm schlüpft, dürfen alle Staaten nachzahlen, weil die spanischen Zahlungen/Haftungen in den ESM (11,9037%) von den restlichen Staaten getragen werden muss!

Die jeweiligen angeblichen Fortschritte Griechenlands führten lediglichlich zu weiteren zusätzlichen Geldbedarf, deshalb ein Dank an die sinnlose Troika und Experten.


Herzlich Willkommen,

in der Arche Noah - Endstation Chaos!

Re: Herzlich Willkommen,

Ab jetzt geht es Schlag auf Schlag!

Ein Staat nach dem anderen wird unter den Rettungsschirm schlüpfen.

z.B. seit wann sind Meldungen über Zypern im Umlauf??

Gast: bert234
08.10.2012 21:32
16 2

Ab nun geht's schneller

und ungebremst in Richtung Wand.
Ich bin schon neugierig, wann der erste revidierte erhöhte Kapitalabruf nach Artikel 25/2 erfolgt, weil manche Länder nicht einzahlen können/wollen. Aber wahrscheinlich wird das ja nicht mal veröffentlicht weil geheim.
Willkommen in der Diktatur!

12 2

Der Untergang

ist damit gewiss.

Ist doch alles auf LUG und TRUG aufgebaut.
Lt. off. Darstellung haften 17 Staaten.
Lt. ESM sind Länder die Hilfen erhalten von Bareinlage und Haftung ausgenommen und wird auf die anderen übertragen.

GR, IRL und P stehen in der Liste mit Anteil und Haftung werden aber nicht zahlen müssen weil Sie Hilfen erhalten (nebenbei womit wollen die den zahlen, kriegen doch kein Geld mehr).

Das heisst nichts anderes als das wir als erste Tat des ESM die Bareinlagen von GR ILR und P auf die restlichen 11 verteilen. Dank Geheimentscheidungen erfahren hiervor rein GAR NICHTS.

Würde eine Privatperson eine solches Pyramidenspiel erfinden er würde hinter Gittern landen.

Sind die US-Wahlen vorbei, beantragt ESP Hilfen und fällt ebenfalls raus, auch hier wird dann geheim weiterverteilt.

Straffreiheit hätte man auch anders gestalten können. So sind die hohen Herren sogar vor staatlichen Zugriff geschützt und nicht nur vor den Anlegern.
Steuerfreiheit hät es auch nicht gebraucht, bei den Normalos hat man auch kein Mitleid und treibt die Steuern ohne Rücksicht ein.

Alles eine Ver ung der Bürger. Am besten Auswandern nach Afrika oder Asien Europa wird es früher oder später zerreissen.

1 0

Re: Der Untergang

Die Pensionsversicherung ist ja auch ein Pyramidenspiel.

Für den ESM...

...spricht - und das ganz eindeutig - , daß es sich nicht mehr um wieauchimmer geartete Verfehlungen eines oder mehrerer Staaten gegen selbstauferlegte Wirtschaftskriteren handelt.

Europa befindet sich im Krieg mit der Petrodollar Währung.

Die USA versucht ihre vermeindliche Vormachtstellung mit Finanz- und Realkrieg durchzusetzen.

Die "petrolfinanzierten" Medien und Politiker sugestieren - und das erfolgreich - das nur sparen der Lösungsansatz ist.

Nein, Griechenland, Italien, Spanien und Österreich ist nicht Bolivien.


Hurra - was sind wir froh

diese nicht gewählten "Profis", die nun den ESM (=Gelder aus Steuern und Privatvermögen) über die nationalen ReGIERungen hinweg managen dürfen haben gemeinsam mit den nicht gewählten EU Kommisaren ein Instrument geschaffen, welches

a) unkündbar
b) unanfechtbar und
c) unkontrollierbar

Ich harre der Tage - also die unmittelbare Zukunft - an dem man den Ösi mit Zwangsanleihen und Zwangshypoteken (auch schon als Lastenausgleich bekannt geworden) so derartig zuknallen wird, dass ihm die Futterluke auf den Boden knallt

Die Dämokratie nun endgültig nur noch Show für die besonders Hintengebliebenen - ein wahrer Ort an dem sich nicht mal S4t4n persönlich wohl fühlen würde


Gast: Bärenfalle...
08.10.2012 20:53
16 4

Der Euro schmiert ab wie seit Wochen nicht mehr.

Gleich mal 0,5% am ersten Tag der ESM Eurorettung.

Respekt.

Da sieht man doch wieder wie sehr die "Feuerkraft der Bazooka" den Markt beeindruckt.

Gar nicht.

Gast: machen wir es transparent
08.10.2012 20:45
12 1

welche qualifikation hat der herr waigelein

eigentlich, für diesen job ?
zum sektionschef beförderter journalist und sänger wird ja wohl zu wenig für diesen heiklen job sein.
also einschlägige publikationen ?, vielleicht eine entsprechende habilitation .. oder so was ähnliches ?
.. nein ? nur ein guter bekannter von pröll und fekter ? ... na dann .. viel spass beim lustigen steuermilliarden versenken ....

Re: welche qualifikation hat der herr waigelein

und wieder einer aus der unqualifizierten Clique versorgt. Aber zum Handaufheben reichts wohl.

Gast: Rabiatperle
08.10.2012 20:22
11 3

Mit Verlaub

Zitat
Erstens ist dieser „Europäische Stabilitätsmechanismus“ das klarste Indiz dafür, dass der Bestand des Euro auf Jahrzehnte sicher ist.
----------------------------

Nein, er berechtigt zum Zugriff auf Steuergelder anderer Leute, und widerspricht der no-bail-out Klausel, ein klarer Vertragsbruch, und für den es nie die Zustimmung der Bevölkerung gegeben hätte. Und wir werden sehen, wie schnell er "aufgestockt" werden muss. Wird ja bereits darüber diskutiert.

Zitat
So kann er bis zu 30-jährige Anleihen begeben, um sich zu finanzieren.
------------------------------

Nennt man auch: Schulden machen, oder?

Zitat
Dass Waiglein unentgeltlich im Rahmen seiner Dienstpflicht an ESM-Vorstandssitzungen teilnimmt, ging unter.
-----------------------------

Verdient es eine Erwähnung, wenn jemand im Rahmen seiner entlohnten Dienstpflicht an einer Sitzung teilnimmt? Sonderbares Verständnis.

Aber gut, uns wundert eh nix mehr.

10 3

Ein Hoch auf..., ja wen denn!?

Jawohl, wieder ist ein weiterer Schritt Richtung "Vereinigte Staaten von Europa" umgesetzt. Der nächste Schritt ist dann das "gemeinsame Europäische Heer" (die Anschaffung der Eurofighter geschah ja schon aus Gründen der Systemkompatibilität mit den Nachbarstaaten). Allerdings gibt es da ein kleines Problem, dass Europa im Vergleich mit den USA noch hat: in fast jedem Staat wird eine andere Sprache gesprochen. Aber das werden wir ja wohl auch hinbiegen können, oder!? Ein bisschen Migration von Hier nach Da und umgekehrt und binnen zweier Generation sind wir kulturell und sprachlich derart assimiliert, dass man nicht mehr zwischen den ehemaligen Nationalstaaten differenzieren kann. Nationalismus ist ja wohl keine ernst zu nehmende Gefahr. Siehe Jugoslawien, U.D.S.S.R, Tschechoslowakei...

Re: Ein Hoch auf..., ja wen denn!?

"Der nächste Schritt ist dann das "gemeinsame Europäische Heer" (die Anschaffung der Eurofighter geschah ja schon aus Gründen der Systemkompatibilität mit den Nachbarstaaten)."

Bingo!

das militärbudget haben die griechen versteckt, weil es so enorm war beim beitritt.

die u-boote werden aber von deutschland geliefiert.
wer zahlt?

eurobürger und ev. jetzt esm.

wer ist esm?

BINGO!

wir alle!

für was?

für u-boote und militär und aussengrenzen.

10 2

Wer den ESM-Vertrag unterschrieben hat, beweist,

er/sie auf Entmündigung steht. Passt super ins Parlament.

Re: Wer den ESM-Vertrag unterschrieben hat, beweist,

Müßte sofort enteignet und in Zwangsarbeit geschickt werden.

Gast: TvA
08.10.2012 20:13
3 15

Nie wieder!

Die Erfahrungen des letzten Jahrzehnts sollten bei allen vernunftbegabten Europäern, die offenen Auges sahen, wie eine Krise der ungeregelten Finanzwirtschaft zur Schulden- und Eurokrise zerredet wurde, die Weltpresse half dabei, eine "Nie wieder!" Erkenntnis und Einstellung fördern. Ich hoffe, dass der ESM nicht nur unsere Volkswirtschaften und unsere Demokratie, wie den Euro, vor weiterem Schaden bewahrt, sondern sogar, wenn's nicht zuviel kostet, dass er als Angriffswaffe benutzt wird, diejenigen Finanzhyänen nachhaltig persönlich zu ruinieren, die das Problem erschaffen haben.

13 3

GRIMMS MÄRCHEN

Dass Herr Waiglein untentgetlich arbeiten wird, glauben Sie doch selber nicht. Da werden hat Diäten fließen und Umkostenbeiträge oder was weiss der Kuckuk noch.

Dass der Euro auf Jahre (Jahrzehnte) nun stabilisiert sei, entspricht eher einem Wunschtraum, denn der Realität.
Was schreiben Sie ihren geneigten Lesern, wenn der ESM herabgestuft wird....und ich wette darauf, dass es nicht so lange dauern wird.

Gast: Hans Gans
08.10.2012 19:50
8 3

Die Witzfiguren, die heute hohe politische Ämter bekleiden,

haben schlicht und einfach weder die Führungsstärke noch die Kompetenz, etwas essentielles am Finanzsystem zu ändern.

Sie lassen sich von der Finanzwirtschaft vor sich hertreiben und durch deren Schwarzmalerei dazu bringen, weiter Geld in die Budgetlöcher der maroden Staaten und Banken zu stopfen.

Worin das enden wird, das kann sich jeder, der halbwegs einen Hausverstand besitzt ausmalen: Es wird früher oder später zur Hyperinflation führen.

Gast: Baur4
08.10.2012 19:47
11 2

Danke SPÖ+ÖVP+Grüne!

Die dies durch ihren Beschluss im Parlament erst möglich gemacht haben.

Re: Danke SPÖ ÖVP Grüne!

Ja, und der Fischer dazu, Sie gehören hinter Gittern.

Gast: FI
08.10.2012 19:38
11 3

der EURO und die EU haben eine brisante Mischung angemacht

nördlichen Fleiss und Disziplin, gepaart mit südländisch-mediterraner Schlitzohrigkeit und Schlendrian...

Die Mediterranen haben es schon immer meisterhaft gekonnt, durch Gaukeln und Schachern sich Vorteile herauszuholen; Produzieren und ehrlich handeln war noch nie stärke dieser Weltregion (dazu muss man nichtmal "durchs wilde Kurdistan" lesen um das zu begreifen...).
Die Bleichgesichter in den nördlichen EURO-Ländern sind eigentlich wehrlos jetzt dieser Mentalität ausgeliefert, weil die Banken dazwischengeschaltet sind und die Süd-länder vor denFolgen ihres Treibens immunisieren.

Die Schettino-isierung der EU-Finanzen schreitet voran.

WEnn das stimmt was Prof. Sinn und andere wenige - noch - nicht gekaufte Experten sagen, dann wird sich die Inflation die jetzt im ESM und in den target-salden geparkt ist, wie eine Sturzflut über die Mittelschicht der nord-euroländer ergiessen...

Dann gilt wiedermal wie so oft in der Geschichte: die kleinen Sparer müssen es ausbaden!
Lange Jahre des Sparens und der Entbehrung sind dann verloren, dafür darf heute jeder Schafhirte in Griechenland einen Golf oder Passat fahren...

Der Coup ist aus Sicht der Fi jedenfalls gelungen...

Gast: r-tiroch@t-online.de
08.10.2012 19:37
11 1

Währungsfonds mit Sparvermögen?

und kaum ist er in Kraft, das sagt der Herr Rompuy, dass er das Sparvermögen der deutschen haben will.

Gast: unfassbar
08.10.2012 15:56
15 4

Anfang vom Ende

Glückwunsch zu Frau Merkel und co. die Anscheinend jeglichen Bezug zur Realität verloren haben ...... hauptsache Europa ......
einfach nur sprachlos

Gast: Hans im Glück
08.10.2012 14:36
10 2

Der permanente Rettungsschirm: ESM

Wir haben keinen EURO mehr.

Wir haben ab heute einen EURO mit permanentem Rettungsschirm.

Somit ist das EURO-Zeichen € veraltet.

Wir brauchen ein neues ASCII Zeichen. Einen € mit Dach. So in etwa: Ê

Die EU macht sich sonst immer für die richtige Kennzeichnung stark.

9 2

Das war einmal

Griechenland ist mit nur 2 % (!) an der europäischen Wirtschaftsbruttoleistung beteiligt. Und dieser Zwerg gefährdet jetzt das europ. Finanzsystem. Rettungsschirme in unglaublicher Höhe für Pleitestaaten werden inkraft gesetzt.
Dazu ist es gekommen, weil finanzstarke europ. Länder und natürlich auch Großbanken Staatsanleihen dieser Länder gekauft haben. Und Bankster die da auch beteiligt waren. Diese wussten schon, dass sie die Zinsen kassieren und der Steuerzahler der Geberländer das Risiko tragen !

Ausweg aus dieser Situation und Maßnahmen für die Zukunft: Per Gesetz Installation auf nationaler Ebene einer mit umfangreichen Möglichkeiten ausgestatteten Finanzmarktaufsicht. That is it.

Gast: Eisbär 4711
08.10.2012 13:16
23 3

das ist das endgültige Ende !

Der Rettungsschirm ist unser aller Ende ! Danke werte Regierung. EMS bedeutet Versklavung, Ausbeutung, gekürzte Pensionen, kein Geld für Bildung, jetzt kommt Österrarm

Gast: peh
08.10.2012 13:11
18 1

Staats-Ausgaben -


Italien hat in den vergangenen Jahren die massivsten Steuererhöhungen in ganz Europa erlebt.
Das Steuersystem drosselt Italiens Wirtschaftswachstum.
Das Beispiel zeigt: Ohne eine Reduktion der öffentlichen Ausgaben und ohne effiziente Steuereintreibung ist ein Staat nicht zu sanieren.

1 0

Re: Staats-Ausgaben -

"Italien hat in den vergangenen Jahren die massivsten Steuererhöhungen in ganz Europa erlebt."

Dank Eures Idols Berlusconi !!!
Würde ein Herr Strache genau so machen !!!

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