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Bankenreform: Für BaFin sind Vorschläge "praktikabler"

08.10.2012 | 19:43 |   (DiePresse.com)

Die deutsche Finanzaufsicht sieht in den Vorschlägen der Likikanen-Kommission das Universalbankensystem grundsätzlich nicht zur Disposition.

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Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hält die Vorschläge der Liikanen-Kommission zur Regulierung der Banken für prüfenswert. "Ich halte die Ansätze für sehr erwägenswert", sagte BaFin-Chefin Elke König am Montagabend in Frankfurt. Die Vorschläge würden das kontinentaleuropäische Universalbanken-System nicht grundsätzlich zur Disposition stellen, sondern lediglich redimensionieren. Die Vorschläge seien wesentlich differenzierter als vergleichbare Vorschläge aus den USA und Großbritannien. "Es klingt praktikabler."

Nach dem Rat der von dem finnischen Notenbank-Chef Erkki Liikanen geführten Kommission sollen Europas Banken nur die riskantesten Teile ihres Investmentbankings abtrennen, um die Kundengelder vor Spekulanten im eigenen Haus zu schützen. Die Expertengruppe blieb am vergangenen Dienstag in ihrem Bericht hinter Vorschlägen für ein Trennbanken-System zurück, wie sie SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück vorgelegt hatte. Nur den Eigenhandel mit Wertpapieren und Derivaten sowie die eng damit verbundene Marktpflege (Market Making) müssten die Banken in eine eigene rechtliche Einheit ausgliedern, heißt es darin. Davon betroffen wären in Deutschland wohl nur drei Institute.

Das in Europa dominierende Universalbank-Modell wollen Liikanen und seine Experten nicht aufgeben. Großbritannien will seine Banken zwingen, das Filialgeschäft mit mehr Kapital abzusichern. In den USA soll den Banken der Eigenhandel ganz verboten werden.

(APA/Reuters)

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