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"Nichts zu holen": Merkels heikler Kurzbesuch in Athen

09.10.2012 | 06:58 |   (DiePresse.com)

Die deutsche Kanzlerin reiste heute in die griechische Hautstadt. Proteste sind geplant, massive Sicherheitsvorkehrungen wurden getroffen,

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Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel reiste am heutigen Dienstag erstmals seit Beginn der Euro-Schuldenkrise nach Griechenland. Bei dem eintägigen Kurzbesuch in Athen sind Gespräche mit Regierungschef Antonis Samaras und Staatspräsident Karolos Papoulias geplant. Zudem will Merkel mit griechischen und deutschen Unternehmern zusammentreffen.

Unmittelbar vor der Ankunft Merkels hatten erste Proteste in der griechischen Hauptstadt begonnen. Auf dem zentralen Omonia Platz versammelten sich Dienstag früh mehrere hundert Anhänger der Kommunistischen Partei (KKE) zu einer Demonstration. "Jetzt Volksaufstand gegen die Sparpolitik", skandierten sie. Auch vor dem griechischen Parlament versammelten sich Demonstranten. Einige trugen Transparente mit dem Spruch "Frau Merkel - get out" ("Frau Merkel - hau ab").

20 verdächtige Jugendliche festgenommen

Das Staatsfernsehen NET berichtete über erste Festnahmen. 20 verdächtig erscheinende Jugendliche seien in Polizeigewahrsam genommen worden.

Für den Besuch sind in der griechischen Hauptstadt massive Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden, mehrere Tausend Polizisten sind im Einsatz (mehr dazu ...). Es gilt die höchste Alarmstufe, Dienstagfrüh sperrte die Polizei das gesamte Regierungsviertel ab. Polizisten wurden auch entlang der Zufahrtsstraße vom Flughafen nach Athen gesichtet. Verdächtig aussehende Passanten werden laut Augenzeugen kontrolliert. Aus Sicherheitsgründen werden außerdem sechs U-Bahnstationen und zwei Schulen geschlossen.

Griechen: Zorn gegen Deutsche mit ''dickem Portemonnaie''

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Die linke Opposition und Gewerkschaften haben zu Protesten gegen Sparauflagen aufgerufen, die das hoch verschuldete Land für internationale Hilfen umsetzen soll. Einen kleinen "Vorgeschmack" auf die Proteste gab es bereits am Montagabend vor dem Parlament. Demonstranten stellten ein riesiges Banner auf, auf dem zu lesen war: "Weine nicht, Angela. Da ist nichts im Schrank, was zu holen wäre". Bei den Protesten waren auch wieder Plakate zu sehen, auf denen Merkel mit Adolf Hitler verglichen wurde.

Hackerangriffe auf Regierungsseiten

Hacker haben unterdessen mehrere Internet-Seiten der griechischen Regierung ins Visier genommen. Die Gruppe Anonymous brüstete sich am Montagabend auf Twitter mit den Angriffen und begründete die Cyber-Attacken mit dem angekündigten Großaufgebot der Polizei zur Absicherung des Besuchs von Merkel.

Die griechische Regierung erinnere mit diesem Vorgehen an die Praktiken der früheren Militärdiktatur, kritisierte das Hacker-Netzwerk auch in einer auf YouTube veröffentlichten Botschaft.

Das Ausmaß der Hacker-Angriffe blieb zunächst unklar. Am Montagabend konnten mehrere Regierungsseiten im Netz vorübergehend nicht aufgerufen werden. Betroffen waren unter anderem die Homepages der Polizei und des Justizministeriums. Die Polizei teilte mit, sie prüfe derzeit noch, wer hinter den Hackerangriffen stecke.

EPA/ORESTIS PANAGIOTOU

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(APA/dpa)

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29 Kommentare
 
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Bezeichnend dass sie sich für die Lage der Bevölkerung nicht im Geringsten interessiert

auch in Deutschland wird immer ärmer und wenn sie solche Sparmaßnahmen ansetzen müssen wie in Griechenland um das System weiter zu erhalten, führt es auch dort zu Unruhen. Jedes Volk wird so reagieren wenn man am Hungertuch nagt.

Zum Fremdschämen. Wir brauchen endlich eine demokratische EU, die an allererste Stelle die Menschen sieht - ansonsten sind wir wohl vor einem (Bürger)Krieg nur noch einen Hauch entfernt

Wenn die Mehrheit der Griechen ein anderes "System" bevorzugt ...

... dann können sie doch austreten, aus der EU es steht ihnen nichts im Wege. ... So wie bei uns auch es ist zwingend notwendig das Volk "nochmal" über diese EU-Diktatur abstimmen zu lassen, bevor wir in der Situation der Griechen sind.

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Hören Sie aber bitte sofort auf

das Geld der Bürger zu stehlen!

Es ist schon bezeichnend

Das die Merkel nach 5 Jahren Krisen Ratschläge erteilt und Auflagen erlässt ohne jemals in das Krisenland zu reisen...

Gast: Hammurabi
09.10.2012 12:52
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Was erwarten die Griechen?

Das ganze Geschrei ist ja lachhaft. Was wollen denn die Griechen von Fr.Merkel ? Anscheinend erwarten sie das große Wunder von ihr. Wie mit dem Zauberstab soll sie alle Probleme lösen. Geld hat sie ja auch keines. Das Geld der Steuerzahler kann sie ja nicht einfach verteilen. Dafür leben wir in einer Demokratie und da ist sie Dienerin am Volk und muß Unheil vom Volk fern halten. Die Griechen haben halt zu lange den Kopf in den Sand gesteckt und gehofft, daß sich alle Probleme von alleine lösen werden.

Antworten Gast: Gast221345
09.10.2012 22:39
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Re: Was erwarten die Griechen?

Mein Gott, wo lebst Du denn? Demokratie?
Warte mal ab. auch Du wirst eines Tages noch ganz demokratisch geschoren du Schaf!

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Griechen, macht euch das untereinander aus!

Je mehr Deutschland sich engagiert, desto mehr wird es zum Sündenbock. Dass die Griechen (zumindest ein Großteil) jahrelang weit über ihre Verhältnisse geprasst haben, Steuerhinterziehung und Korruption blühen, wird nicht als Ursache der Misere wahrgenommen. Wenn es heute einigen Griechen schlecht geht, andererseits viele Griechen nach wie vor Privilegien en masse genießen, Steuern hinterziehen und ihr Geld in der Schweiz bunkern, dann kann man nur sagen: Griechen, macht euch das untereinander aus!

Gast: Gestern mit Athen gesprochen
09.10.2012 10:09
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Lehrer werden entlassen, Schulklassen verdoppelt/verdreifacht

Leider sind die "Reformschritte" der Griechen nicht genügend... :(

Mir hat gestern ein Freund aus Athen via Skype mitgeteilt, dass das Leben unerträglich wird. Arbeit ist beinahe keine vorhanden.
Sein Sohn - hat drei Kinder - hatte wohl im Moment keine Schule, da sehr viele Lehrer entlassen werden.
Aus Schulklassen mit ehemals 20 Schülern werden jetzt Klassen mit 40, 50 - 60 Kindern.
Das ist ein Teil der Reformen des "EURO-Rettungsschirms" oder wie der im Moment grad wieder heissen mag... . ---
Meinte man nicht, dass die Gelder helfen sollen, Griechenland aus dem Elend zu retten?
Nein, die Gelder fliessen wieder an die grossen griechischen Banken, damit die den Schuldendienst (sprich Zins und Zinseszins) an die grössten Banken der Welt zurück zahlen können; sprich an die City-Banken von London und New York & Co.


Antworten Gast: Gast124356
11.10.2012 23:34
1 0

:-(

Tja, so isser Euer toller Kapitalismus. Auch wer in Deutschland mal krank wird oder nicht mehr als Lohnsklave funktioniert landet ruck zuck bei Sozialamt. Arbeitslosengeld gibt es dann nicht ob eingezahlt oder nicht. Weil Kranke sind ja nicht mehr vermittelbar, also gleich ab zu Harz4. Die Masse der Leute wird es aber leider erst merken wenn es sie selber betrifft. Bis dahin lässt sich der deutsche Michel lieber von I-Phone & Co verblöden, glaubt an blühende Landschaften und sieht sich als Insel der Glückseligen. Viel Spass beim erwachen, dieser deutsche Staat wird nichts für Euch tun falls ihr mal Hilfe braucht. Irgendwann wird es jeder selber erfahren wenn er mit 70 zur Arbeit humpeln muss!

Antworten Gast: @Gestern mit Athengerochen
09.10.2012 10:28
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Re: Lehrer werden entlassen, Schulklassen verdoppelt/verdreifacht

Tatsache ist aber dass bei der lächerlichen Produktivität Griechenlands die bevölkerung immer noch Privilegien und einen Wohlstand geniesst der einmalig ist.

Siehe die Mittelmeeranrainerstaaten im Süden wie Ägypten, Marokko oder Syrien - die Menschen dort sind genausogut ausgebildet wie die Griechen ujnd verdienen ein Zehntel der Griechen...

Die Griechen haben 15 Jahre lang Party gefeiert und das Geld genommen das ihnen von der FI aufgedrängt wurde.

MIr ist rätselhaft dass die EU da zugeschaut hat - sind die Teil des Plans?

Jedenfalls ist es völlig unvorstellbar, dass 40% der Menschen im EURO-Land auf dAuer von den wenigen Nettozahlern subventioniert würden.

Die deutsche Wiedervereinigung betraf 16 Millionen menschen, im EURO leben aber 480 Millionen...

Und - die PIGS zusammen haben zehnmal soviel Einwohner als die eh. DDR und es ist keine Steigerung der Produktivität in Sicht.

Griechenland oder auch Portugal sind eben weit jenseits jeder globalen Wettbewerbsfähigkeit - verschuldet durch die EU (Subventionen) und dem EURO (Erhalt von Krediten weit oberhalb jeder Realität)!

Es ist ethisch bedenklich wenn sie hier die Griechen bedauern, die leben grossteils auf Kosten anderer (auch von unserem Land), also machmal halblang, oder soll ich dir Fotos von Schwarzafrika zeigen?

wenn ich das gestern richtig vernommen habe


fährt fr. merkel nach griechenland um über die sparmaßnahmen zu dozieren, urteilen und natürlich auch wieder einmal ratschläge zu erteilen (hoffentlich hat sie sich diesmal vorab über die feiertage informiert).
ich frage mich dabei in welcher funktion sie dies macht? hat sie zwischenzeitig zusätzlich eine funktion in der eu? oder wird hier nur das gelebt, was nicht nur ich seit langem empfinde: "die eu ist deutschland"?

Antworten Gast: Tachelesschreiber
09.10.2012 10:10
2 1

Re: wenn ich das gestern richtig vernommen habe

Was Sie in Ihre Animosität gegen einen EU-Staat empfinden, das ist der größte Geldgeber der EU, ohne den nicht nur Griechenland schon längst den Bach runter gegangen wäre, um es mal salopp auszudrücken. Griechenland kann sich aber auch gerne von der EU ab und z. B. der Türkei zuwenden, die dort unten prosperiert, im Gegensatz zu Griechenland, und deshalb auch ein interessanter Partner wäre. Aber immer nur jammern und den anderen die Schuld geben und ein Fass ohne Boden sein und schamlos das Geld nehmen seit Jahrzehnten und nichts an den Infrastrukturen verbessern, nichts in die Wirtschaft investieren, die Verwaltung nicht vereinfachen und und und..., das muss ins Auge gehen. Ins eigene wohlgemerkt. Wer das nicht kapiert, dem ist nicht zu helfen und den sollte man vielleicht tatsächlich sich selbst überlassen. Und: Die Menschen, die mit Hassparolen auf die Straße gehen, mit überkommenen Feindbildern argumentieren, die aber selber zuvor nie gegen die Missständen demonstriert haben, was man von solchen Leuten hält, das kann sich wohl jeder denken.

Antworten Antworten Gast: Freudenberg1025
11.10.2012 23:41
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Re: Re: wenn ich das gestern richtig vernommen habe

Deutschland Deutschland über alles, Sieg Heil und Augen zu. Ihr seit nicht die Größten der Welt, Ihr habt die größte Klappe der Welt. Erstickt an Euerm Geld und nehmt es mit ins Grab!

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Re: Re: wenn ich das gestern richtig vernommen habe

So ist der Sozialismus überall: Jene beschimpfen, die zahlen.

Re: Re: wenn ich das gestern richtig vernommen habe

wenn ich eine animosität habe, dann gegen die politik und dieses sich ständig über andere zu erheben von frau merkel, mit sicherheit nicht gegen einen (eu)-staat; "wer zahlt schafft an" ich kenne diesen spruch zur genüge und dennoch darf ich meine bedenken haben? für sie scheint die welt recht einfach zu funktionieren, ob dies allerdings auch dann noch gilt, wenn sie ihre "wirtschaftsthesen" einer arbeitslosen griech. lehrerin mit 4 kindern zu erklären versuchen, wage ich zu bezweifel;

Antworten Antworten Antworten Gast: Tachelesschreiber
09.10.2012 11:01
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Re: Re: Re: wenn ich das gestern richtig vernommen habe

Mit Ihrer Antwort bestätigen Sie meinen Kommentar. Danke.

Re: Re: Re: Re: wenn ich das gestern richtig vernommen habe

wenn sie das so sehen, soll´s mir recht sein, a bisl neidig auf ihr selbstbewusstsein bin ich aber schon; mir geht es hier nicht um recht haben oder nicht; ich versuche (meistens ohne erfolg) hier einen meinungsaustausch zu initiieren, indem ich nachrichten hinterfrage....

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doch

etwas (viel) zu holen : - bei uns !.

Gast: Carlo b
09.10.2012 09:15
4 0

M Besuch in Athen

na hoffentlich zeigen die demonstranten ihr wahres gesicht damit M mitbekommt was da so läuft
mein rat: die armen Gr sollten besser ihre zeit und kraft dazu verwenden die landsleute dingfest zu machen welche durch betrug dieses land in den ruin gestürzt haben und auch von den betrügern das entwendete geld bedingungslos dem GR staat zum wiederaufbau eines funkt.finanzsystems zurückzufuhren.

Gast: Kurz W
09.10.2012 08:59
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Frau Merkel

Warum reisen sie nach Athen?

Wollen sie Eulen nach Athen tragen?

Antworten Gast: L. Eulenspiegel
09.10.2012 10:11
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Re: Frau Merkel

Die kleinen Eulen schaffen das nicht mehr, da brauchts schon so Riesenvögel wie Lemmergeier samt Nest und Jungen.

Wie heißt doch "ein nasser Fetzen" auf griechisch?


Antworten Gast: daswars
09.10.2012 08:53
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Re: Wie heißt doch "ein nasser Fetzen" auf griechisch?

"wregmeni sanida" = nasse plankn.

Gast: Eusebius
09.10.2012 07:52
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Dicke Brieftasche der Deutschen?

Den Griechen geht es hundsmiserabel, keine Frage.
Deutschland geht es gut mit 2 Billionen Euro Schulden???............

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Fr. Merkels Reise zu den Hellenen

Eine dümmere Idee als nach Athen zu reisen konnte Frau Merkel wohl nicht mehr einfallen. Offenbar folgt sie damit ihrem schon viel zu oft geäußerten Dogma: „Wenn der Euro stirbt, stirbt Europa.“ Diesem Gespenst jagt sie, koste es die Steuerzahler was es wolle, nach wie vor nach. Fazit: Die finanzielle Belastung der Geberländer steigt und steigt, aber die Uneinsichtigkeit der „Eurojonglierer“ bleibt ungebrochen und stürzt uns in den Abgrund. Als nächstes werden unsere Regierenden uns verklickern wollen, daß das Zahlen für die Geldvernichtungsaktionen der EU eine moralische Verpflichtung ist, der wir uns nicht entziehen können.

Antworten Gast: Goy
09.10.2012 08:54
1 0

Re: Fr. Merkels Reise zu den Hellenen

Freiwillig fährt diese Befehlsempfängerin
sicher nich!t. Sie ist eine Marionette, Deutschland ist ein besetztes, kontrolliertes Land und wird ausgeplündert. Die Finanzkrise wurde sicher nicht von Deutschland verursacht, aber den schwarzen Peter bekommt man nun allemal. Das ist die Rolle, die Deutschland spielen darf und muss...

 
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