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Euroländer wollen eigenes Euro-Budget

09.10.2012 | 21:30 |  Von unserem Korrespondenten OLIVER GRIMM (Die Presse)

Nach Rücksprache mit den nationalen Regierungen steht für EU-Ratspräsident Van Rompuy fest: es braucht einen eigenen Haushalt für die Eurozone.

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Brüssel. Der neue Entwurf für die Schlussfolgerungen des EU-Gipfels nächste Woche macht es glasklar: Die Eurozone ist drauf und dran, sich einen eigenen Haushalt zu schaffen. In dem der „Presse" vorliegenden Dokument aus dem Büro von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy steht das nun erstmals Schwarz auf Weiß. „Mechanismen für fiskalische Solidarität" sollten „ausgelotet" werden. Sie wären „spezifisch für das Eurogebiet und darum nicht vom mehrjährigen Finanzrahmen umfasst", heißt es in dem 17-seitigen Papier.

Der mehrjährige Finanzrahmen gibt die Höhe der herkömmlichen EU-Budgets vor. Der aktuelle läuft bis Ende 2013, derzeit wird verbissen und eher erfolglos an einem Nachfolger für die Jahre 2014-2020 gearbeitet. Die zitierten Wendungen bedeuten - diplomatisch verklausuliert -, dass die sich Euroländer ein eigenes Budget schaffen wollen. Das kann man deshalb mit ziemlich großer Entschiedenheit sagen, weil Van Rompuys Büro diesen Entwurf erst verfasst hat, nachdem er mit allen Ländern gesprochen hat.

Ideen aus Brüsseler Kreisen

Wie dieses Budget gespeist werden soll, erwähnt das Papier nicht. Mehrere Ideen zirkulieren in Brüsseler Kreisen. Eine davon plant die Europäische Kommission Anfang November vorzustellen. Sie sieht vereinfacht gesagt vor, das bestehende EU-Budget als Sicherheit zu verwenden, um an den Finanzmärkten Anleihen mit hoher Bonität zu begeben. Das ist finanztechnisch nichts Neues. Die EU nimmt auf diese Weise schon jene Mittel auf, die sie verwendet, wenn sie Nicht-Euro-Länder Zahlungsbilanzhilfe leistet. Im Zug der Finanzkrise hat sie das für EU-Mitglieder wie Rumänien und Lettland getan. Aus institutioneller Sicht hat diese Lösung den Vorteil, dass die Verwendung des EU-Budgets als Pfand unter der Kontrolle des Europaparlaments bleibt und die Kommission die Zügel in der Hand behält.

Vorstellbar ist auch, dass Einnahmen aus einer künftigen Steuer auf Finanztransaktionen dieses Eurozonen-Budget speisen. Am Dienstag einigten sich die Finanzminister von elf Euro-Staaten darauf, die Einführung dieser Steuer voranzutreiben.

Der neue Entwurf beinhaltet weiterhin den Passus, wonach reformfreudige, aber finanzschwache Euro-Länder durch vertraglich vereinbarte finanzielle Anreize bei ihren Reformen unterstützt werden. Praktisch würde das zum Beispiel die Finanzierung einer Arbeitsmarktreform in einem Land mit hoher Arbeitslosigkeit bedeuten. Wie solche „Karotten" nun zum Teil der „Mechanismen für fiskalische Solidarität" werden, wird sich beim EU-Gipfel am 18. und 19. Oktober zeigen.

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23 Kommentare
Gast: machen wir es transparent
11.10.2012 12:23
0 0

wer ist van rompuy ?

er ist der ehemalige premierminister von belgien.
und die hauptstadt von belgien ? ,, ist brüssel und wer ist in brüssel der grösste arbeitgebern ? .. erraten, es ist die EU .
und drum braucht die EU ein eigenes budget, damit die eu-sekretärin weiter 8000 euro im monat verdient die sie dann in brüssel für schicke klamotten ausgeben kann .. und wir sollen es eben zahlen ....
und unsere politiker sind dafür, weil der karas, der swoboda in brüssel sitzen, und allen erzählen, wie gut bezahlt es sich dort leben lässt, und schon die versorgungsjobs klarmachen, die wir alle bezahlen sollen ...

Liebe Regierung, liebe Abgeordnete!

Wir wollen kein zentrales von unseren Steuergeldern gespeistes EU-Budget.

Berücksichtigen Sie das, wenn Sie darüber entscheiden. Entscheiden Sie nicht über die Köpfe der Bevölkerung hinweg.

Gast: Verwendung der Transaktionssteuer...
10.10.2012 13:42
1 0

Für die Ausbildung von Kindergartenkinder...

Wenn erstmals die Kid's das in die Hand nehmen sind alle Probleme auf einen Schlag gelöst, bleibt nur die Frage ob sich die Bonzen in Brüssel und Co. das so ohneweiters gefallen lassen werden?

Schlimmstenfalls hält das Kinderarbeitsverbot her, zieht nur nicht, den die spielen nur, und so als Nebenprodukt dieser Spielerei bekommt Europa wieder Hand und Fuß, und es gibt kein Gesetzt das es verbietet das Kinder nicht mit 1.000.000.000.000 Euro spielen dürfen, oder?

Gast: Liberty Force
10.10.2012 12:36
1 0

"Wie dieses Budget gespeist werden soll, erwähnt das Papier nicht."

Darf ich raten? Noch mehr Schulden, noch höhere Steuern!

Gast: Peterundich
10.10.2012 11:30
2 1

Verständlich

Die Futtertröge in den Ländern werden immer gefährlicher deshalb baut man sich eigene Tröge Fern ab dieser schnöden Bevölkerung.
Wenn es um Betrug, Korruption, Diebstahl und Lügen geht ist Europas Politik nie an Ideen verlegen. Wenn es zum Wohle der Bürger geht sieht das ein wenig anders aus.

Ja ja

und warum das ganze ???

'Weil die nicht €-Länder sich so langsam abkapseln werden weil Sie den bevorstehenden Euro-Crash nicht mitbezahlen wollen und weil eine Abspaltung sowieso unvermeidlich ist.


Gast: 257220
10.10.2012 04:29
5 0

Wer ist Herman van Rompuy?

http://www.youtube.com/watch?v=lqovTGjYjM4

Antworten Gast: Stefan77
10.10.2012 10:09
5 0

Re: Wer ist Herman van Rompuy?

Die Rede von Nigel Farage über die europäische Lachnummer Rompuy trifft den Nagel haargenau auf den Kopf. Sehr sehenswert!

Antworten Gast: Freilich B
10.10.2012 08:04
4 0

Re: Wer ist Herman van Rompuy?

Absolut sehenswert!

Auch ich habe mich schon öfters gefragt, wer diese komische Figur ist!

und der europaeische faschismus nimmt seinen lauf (wieder einmal)

geschichte wiederholt sich, wieder und immer wieder

in bruessel konzentriert sich die e u euphorie, waehrend in den strassen der peripherielaender autos abgefackelt werden und gegenseitige fahnen verbrannt werden - dem friedensbringer euro sei dank. alle wirtschaftsdaten deuten auf rezession hin.
1933 reloaded

Naja, Freunde ; )

Die Euroländer wollen was ganz Anderes.
Am besten so wenig kostenfressende Bürokratie, dass die Menschen, welche dieses System erhalten auch künftig in Europa bleiben wollen.
Noch besser demokratische Strukturen wie vor dem EU Beitritt.
Weg mit der zentralisierten Verwaltung, die unseren Kindern die Zukunft und unseren Omis die Haare vom Kopf frisst.
Das alles ist doch Non-Sense. Tausche Zukunft & Vorsorge gegen herzerwärmende Euro-Noten die bald nix mehr wert sind?
Noch mehr davon? No, thanks.

Gast: Sarrazin-hat-recht
10.10.2012 01:03
5 2

Die Euroländer wollen ganz sicher kein eigenes Euro-Budget

Nur dieser skurrile Herr Van Rompuy will das. Weil er nicht von der europäischen Bevölkerung gewählt wurde. Weil niemand weiß, was er in den letzten Jahren überhaupt getan hat. Und weil er daher jetzt eine Existenzberechtigung für seinen völlig überflüssigen Job sucht.

Was die Meldung allerdings beweist ist, dass die EU tatsächlich am Euro zu zerbrechen droht. Es besteht bereits jetzt eine Spaltung zwischen "Euro-Ländern" und "Nicht-Euro-Ländern", und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Länder aus dem "Euro-Lager" austreten und sich dem "Nicht-Euro-Lager" anschließen, zu dem ja immerhin auch Großbritannien gehört. Bin ziemlich sicher, dass am Ende die zahlreichen warnenden, unabhängigen Experten - wie auch Sarrazin und Stronach - recht behalten werden, dass zwar die EU eine gute Sache ist, diese aber an der Mißgeburt der Einheitswährung zerbrechen wird, falls der Euro nicht wieder abgeschafft oder zumindest auf ganz wenige Länder mit gleicher Wirtschaftskraft beschränkt wird.

Gast: Gast Omega
09.10.2012 23:36
11 2

es braucht einen eigenen Haushalt für die Eurozone

wer ist der Herr van Rompuy. ich habe früher von ihm nie etwas gehört. ich habe ihn auch nicht gewählt. Ich würde ihn auch nie wählen! Wieso bestimmt dieser Mann über europäische Völker ohne von denen gewählt worden zu sein. Nur weil er von anderen, die ich auch nicht gewählt habe, gewählt worden ist. welche persönlichen Kompetenzen hat diese von den europäischen Völkern nicht legitimierte Person?

er hat quasi überhaupt keine kompetenzen

deshalb wird dieser vorschlag auch nur in die tat umgesetzt, wenn die gewählten und somit legitimierten vertreter das beschließen.

13 2

Euro-Retter = Europa-Vernichter


Re: Euro-Retter = Europa-Vernichter

ich folgere:

Europa = Euro - Retter + Vernichter

Euro = Europa - Vernichter + Retter

Vernichter = Europa - Euro + Retter

Retter = Euro - Europa + Vernichter

und zu letzt:
Europa - Euro = Vernichter - Retter

Sinnerfassend, und ohne mathematische Relevanz würde ich daher folgern:

1. Europa = Euro

2- Retter und Vernichter sind gleich groß

freundlichst, in der Hoffnung die Ironie zu verstehen

Ihr Eco

Gast: barra
09.10.2012 23:19
5 1

Nein, die Euroländer wollen kein eigenes Euro-Budget.

Nein, die Euroländer wollen garantiert kein eigenes Euro-Budget.

Ich weiß das.

Pinky und der Brain ... Kennst des??? ... Kurzer Blick aufs Foto reicht.

...

1 0

Re: Pinky und der Brain ... Kennst des??? ... Kurzer Blick aufs Foto reicht.

Ja, aber wer ist der Brain?

Bei Barroso würde vielleicht noch die Kopfform passen, aber von Brains Brillianz ist da nichts zu sehen. Bei Rompuy passt hingegen alles.

Re: Re: Pinky und der Brain ... Kennst des??? ... Kurzer Blick aufs Foto reicht.

Naja Brains "brillianz", könnte man auchals größenwahn bzw. einen Fall für Siegmund Freud bewerten, dann noch den Kopf dazu und da simmer schon bei 100% ... ;-)

Re: Pinky und der Brain ... Kennst des??? ... Kurzer Blick aufs Foto reicht.

zoot, naf!

Gast: europaistwiedergestrandet
09.10.2012 21:50
10 3

GB und die restlichen eu länder wollen bei diesem eurocrashprogramm von faymann und hollande nicht mehr mitmachen.

ja, das stimmt, auch ca.13 mio. alte deutsche pensionisten leben schon in altersarmut mit minipensionen, hartzIV für mio. deutsche vollzeitbeschäftigte, usw. der deutsche sparkurs richtet sich auch gegen die eigenen bürger,gegen den sozialen frieden u.sozialen wohlstand der bevölkerung; u.gleichzeitig wurden die deutschen kapitalvermögenden auch in dieser krise reicher u.vermögender. quer durch europa geht die schere arm u.reich auseinander. die reichen werden reicher und mächtiger u.die politik machts nur mehr denen recht. das arbeitnehmer u. pensionistenvolk in europa soll nach 40 jahren arbeit in die altersarmut verabschiedet werden,oder am besten hackeln bis 70 oder noch länger; auch wird keine rücksicht mehr genommen auf die menschen, die bereits mit 15 angefangen haben zu arbeiten u. in ein pensionsystem einzahlen- die sollen genausolange arbeiten wie viele die erst ab 30 arbeiten und in ein pensionsystem einzahlen. die sozialisten wie faymann u. hundstorfer versagen völlig. 40 jahre u. oft länger wird in ein asvg pensionssystem eingezahlt und dann solls nur mehr miniarmutspensionen geben. die finanzeliten und reichen kapitalvermögenden haben es sich wieder richten können und diese krise ist in wahrheit nur eine riesengroße sauerei der eurofinanzlobbypolitik u.eine umverteilung vom volk nach oben zu den mächtigen finanzeliten. u. die haben gegenüber den ländern und der völkern keine skrupel mehr- sie nehmen auch vermehrt wieder konflikte, spannungen u.kriege in kauf.

Es ist doch jedem klar,

dass eine gemeinsame Währung auch eine gemeinsame Finanzpolitik erfordert. Allerdings sind und waren die Wirtschaftskraft als auch die Mentalität der einzelnen europäischen Mitgliedsstaaten so verschieden, dass eine gemeinsame Währung nie hätte realisiert werden dürfen.

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