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EZB-Ankauf von Staatsanleihen: IWF warnt vor Risiken

10.10.2012 | 06:02 |   (DiePresse.com)

Die von der EZB verlangten Sparprogramme könnten auch zur Verlangsamung des Wachstums und zur Verringerung der Staatseinnahmen führen.

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht beim neuen Programm der Europäischen Zentralbank zum Ankauf von Staatsanleihen hochverschuldeter Euroländer wegen der geforderten Teilnahmebedingungen "bedeutende Risiken". Das Programm besitze "größere Glaubwürdigkeit (...), doch ist es bedeutenden Risiken ausgesetzt, die mit politischen Faktoren und seiner Umsetzung zusammenhängen", schrieb der Fonds in seinem am Mittwoch (Ortszeit) in Tokio vorgestellten Bericht zur Finanzstabilität.

Die EZB hatte Anfang September ein neues Programm zum unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen beschlossen. Es ist jedoch Staaten vorbehalten, die Hilfen bei Euro-Stabilitätsfonds ESM beantragt und sich dabei zur Umsetzung von Sparanstrengungen zur Reduzierung ihres Haushaltsdefizits verpflichtet haben. Der IWF warnte, das EZB-Programm garantiere keine Rückkehr zu einer tragbaren Schuldenlast, da die verlangten Sparanstrengungen auch zur Verlangsamung des Wachstums und damit zur Verringerung der Staatseinnahmen führen könnten.

Warnung vor neuer Kreditklemme

Die Gefahr einer neuen Kreditklemme in Europa mit möglichen globalen Folgen hat sich nach Ansicht des IWF weiter verschärft. Es sei im schlimmsten Fall denkbar, dass überhastete Bilanzverkürzungen bei den Banken die Kreditvergabe bis Ende 2013 um 4,5 Prozent sinken lassen, heißt es im neuen IWF-Bericht. Dadurch könne die Konjunktur in der Eurozone zwischen 1,5 und 4 Prozent im Vergleich zu den jetzigen ohnehin niedrigen Prognosen einbrechen.

Um das zu verhindern, müssten die europäischen Regierungen vor allem durch die Umsetzung bereits vereinbarter Maßnahmen gegen die Schuldenkrise ihre politische Glaubwürdigkeit bekräftigen. Darauf aufbauend könnten sie "die derzeitige Situation stabilisieren und schnelle Schritte zu einer besser integrierten Union unternehmen", heißt es in der Analyse. Neben der Eurokrise hätten auch weltweit schlechtere Konjunkturprognosen dazu beigetragen, dass das Vertrauen ins globale Finanzsystem zuletzt wieder deutlich nachgelassen habe.

"Eurokrise bleibt das Hauptrisiko"

"Trotz wichtiger und andauernder Bemühungen der europäischen Gesetzgeber, die die größten Ängste der Investoren ansprachen, bleibt die Eurokrise das Hauptrisiko" für das globale Finanzsystem. Privatanleger seien insgesamt noch weniger risikofreudig geworden und die schwächeren Euroländer litten weiter unter einer Kapitalflucht. Auch die neuen Sicherungsinstrumente hätten den Trend noch nicht stoppen können. Trotz "technischer, rechtlicher und politischer Probleme" bei der Umsetzung der Maßnahmen müsse es weiter oberstes Ziel für Europa bleiben, das Vertrauen der Privatanleger zu festigen.

(APA/AFP/dpa)

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17 Kommentare
Gast: Fiat lux
10.10.2012 10:54
1 0

Es werde Licht


Das ganze Fiatgeld - System ist Betrug.

Je eher es in die Luft fliegt, umso besser. Aber vorher wollen sie uns noch alle ausweiden.


Das Vertrauen in die ital. Lira (derzeit "Euro")

ist so wie eh und jeh.

Keine Kredite

bedeutet keine Schulden. Und da "Wachstum" nur Neusprech für "zahle alte Schulden mit neuen ab" ist, sehe ich kein Wachstum sogar positiv. Warum? Weil es uns wieder einen Schritt näher zur Beendung des betrügerischen FIAT-Schneeball-Geldsystems bringt.


Gast: Bürger01
10.10.2012 09:13
2 0

Die Krise wird prolongiert

und alle IWF/EZB Ökonomen desavouiert - Europa schafft sich ab bzw. wie prügle ich meine Bürger - das wird ein langfristig Lehrspiel für Despoten ....

Pleite aber gehhhhhh

Länder bleiben und wahren es schon immer na was ? Pleite ! ! ! haben doch nur von Starken Industrie Wirtschaftsländer gelebt in der EU.Super die EU muß und darf nicht zerfallen ha mit einem Holz Fuß gehst noch, aber
mit fünf Griechenland, Portugal,Spanien, Irland,Zypern,Italien da braucht es ein Wirtschaftswunder das es in diesen Ländern noch nie
gab und auch nie geben wird also abtrennen oder mit untergehen macht aber auch nichts wir gehen
nur mit was ohne Hndi und Fussi ?


Die Vorgangsweise der EU ist eine Schande für das Demokratieverständnis nach europäischen Sinne, und wird früher oder später auf Ignoranz der Bevölkerung treffen.

...

Gast: oehu
10.10.2012 08:42
2 1

IWF will Deutschland plündern -

Die Absicht des IWF mit der erneuten Schwarzmalerei ist ziemlich unverblümt: Weil die Sparmaßnahmen in Südeuropa auf immer erbitterteren Widerstand treffen, soll jetzt endlich

Deutschland zur Kasse gebeten werden: Deutschland soll seinen Widerstand gegen eine Bankenunion aufgeben, und den Europäern über die gemeinsame Einlagensicherung den Zugriff auf die deutschen Sparbücher gewähren. Dagegen läuft der DSGV Sturm.

Außerdem soll Deutschland seinen Widerstand gegen den Einsatz von ESM und EFSF für die direkte Bankenrettung aufgeben.


Gast: Schluss mit Casino
10.10.2012 08:39
1 0

müsse es weiter oberstes Ziel für Europa bleiben, das Vertrauen der Privatanleger zu festigen.

Tja, die Investoren. Was könnten wir denn noch für sie tun. Vielleicht eine Investorenvertauenssonderabgabe plus tägliches Fürbitten?

Wer nix hat, der kann nix ausgeben. Und so lang Geld aus Kredit entsteht, kommt eben immer der Punkt, wo nix mehr geht.
Pyramidenspiele sind ja eigentlich verboten.
Von "Vertrauen" kann keine Rede sein.

Re: müsse es weiter oberstes Ziel für Europa bleiben, das Vertrauen der Privatanleger zu festigen.

Leider hat die EU kein Interresse an Privatanlegern, denen wäre das liebste wenn die gesamten Ersparnisse der Privaten in die EU Kasse fliessen würden, damit noch mehr Politiker die eigentlich keiner braucht eingestellt werden können ...

Interressiert bald eh keinen mehr ..

... Sehr viele Spezialisten in Europa warnen vor der Vorgangsweise der EU, sehr viele Bürger in ganz Europa sind unzufrieden mit dieser "vermeindlichen" Fehlkonstruktion. ...
Die EU wurde sicher in einem guten Gedanken geboren aber sie wird immer mehr zum Fiasko.

Der Einwohner Europas haben so gut wie keinen Einfluss auf das geschehen in Brüssel, und verfallen immer mehr in eine gewisse politische Unmacht.

Ein Einlenken der Schuldenpolitik ist zwingend notwendig, weil Europa sonst derart viele Schulden angehäuft hat dass es nicht mehr weiter gehn wird, zum Schluss sind wir in der gleichen Situation wie Griechenland oder Spanien, wo die Bürger die ihren Unmut kund tun entweder ignoriert oder als gwealttätige Globalisierungsgegner hingestellt werden, obwohl sie das "eigentlich" gar nicht sind.

4 0

EZB-Ankauf von Staatsanleihen: IWF warnt vor Risiken

der IWF kennt die vielen Vorteile der Eurozone nicht! Haftungen, Inflation usw.

6 0

Superstaat Europa

und Eurobonds, das ist das was die Märkte wollen. Der IWF ist teil des Systems. Die Wähler werden ihnen (hoffentlich) einen Strich durch die Rechnung machen.

Re: Superstaat Europa

Eben nicht. Eurobonds sind was bankrotte Staaten wollen, da sie glauben sich durch die Sippenhaftung billig weiterverschulden zu können. Vor Monaten haben die Ratingagenturen bereits angekündigt, dass bei solchen Bonds die Bonität der niedrigst bewerteten Staaten herangezogen werden wird. Ist ja auch Verständlich, da die (halbwegs) gesunden dann für alte Schulden (bestehende Haftungen - ESM), sowie für die neuen geradestehen sollen.

In Wirklichkeit ist das Ganze noch witziger da sämtliche Staatsanleihen Müll sind. Gesunde Staaten zahlen Renditen unter der echten Inflationsrate, bankrotte nicht viel darüber aber dafür mit hoher Ausfallwahrscheinlichkeit. Da muss man als sorgsamer Beamter schon "regulierend" in den unfreien Markt eingreifen und Fixquoten (zB bei Lebensversicherungen) vorschreiben um sich selbst zu helfen.

Got Gold?


Re: Superstaat Europa

...der ESM ist irreversibel...da helfen keine Wahlen!

Re: Re: Superstaat Europa


Alle Verträge können gebrochen werden!

Sieht man doch laufend an der EU!


Re: Superstaat Europa

Es ist eh fast zu spät zum Wählen ... der ESM ist festgelegt mit einem Knebelvertrag. http://m.youtube.com/#/watch?v=8SdRHk4Ycco&desktop_uri=%2Fwatch%3Fv%3D8SdRHk4Ycco&gl=DE

ist nicht wahr, echt?

danke das der IWF das sagt, sonst hät ich es nicht mitbekommen

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