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IWF warnt vor massiver Kapitalflucht aus Eurozone

10.10.2012 | 10:44 |   (DiePresse.com)

Alleine aus Spanien und Italien seien in den letzten zwölf Monaten 530 Milliarden Euro in sicherere Häfen abgezogen worden. Das Reformtempo sei zu gering.

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Für den Internationalen Währungsfonds (IWF) führt das zögerliche Handeln der europäischen Regierungen gegen die Schuldenkrise die globalen Finanzmärkte an den Rand des Zusammenbruchs. "Das Vertrauen ins Weltfinanzsystem ist sehr brüchig geworden", warnt der Internationale Währungsfonds in einer neuen Analyse. Das geringe Tempo bei der Stabilisierung des Bankensektors sowie bei nötigen Reformen habe eine gefährliche Kapitalflucht aus Europas Krisenstaaten begünstigt. "Es droht eine böse Abwärtsspirale", sagte der Chef der IWF-Kapitalmarktabteilung, José Vinals, in Tokio.

Obwohl die europäischen Gesetzgeber bereits wichtige Fortschritte gemacht hätten, "ist die Agenda entscheidend unvollständig", heißt es in dem sogenannten Globalen Finanzstabilitätsreports der Institution. Das verängstige Investoren und befördere die Angst vor dem Zerfall der Währungsunion und einen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Allein aus Spanien hätten Anleger bis zum vergangenen Juni binnen eines Jahres fast 300 Milliarden Euro abgezogen und aus Italien mehr als 230 Milliarden Euro. Das Geld flösse in stabilere europäische Länder in vermeintlich sichere Häfen wie den USA und Japan.

Spaltung in arm und reich ungewöhnlich

Konsequenz sei eine finanzielle und ökonomische Spaltung zwischen den armen und reichen Ländern der Eurozone, die extrem ungewöhnlich für eine Währungsunion sei, sagte Vinals. Die Entwicklung könne zu einer neuen Kreditklemme in Europa mit globalen Folgen führen. Im schlimmsten Fall müssten die Großbanken der Eurozone ihre Bilanzen insgesamt zwischen 2,8 und 4,5 Billionen Dollar (3,5 Billionen Euro) verkürzen. Die Kreditvergabe in den Krisenländern könnte dadurch bis Ende 2013 um 18 Prozent sinken und dort massive Einbrüche der Konjunktur auslösen - mit Risiken für das Weltfinanzsystem und das globale Wachstum.

Der IWF rief die Europäer eindringlich auf, die Lösung der Krise noch entschiedener voranzutreiben. Der Finanzsektor müsse weiter saniert werden, neue Sicherungsinstrumente wie der Euro-Krisenfonds ESM auch wirklich genutzt und die europäische Bankenunion mit einer gemeinsamen Einlagensicherung möglichst bald geschaffen werden. "Die Wahl besteht heute darin, die nötigen aber harten Entscheidungen zu treffen, oder sie noch einmal in der falschen Hoffnung zu verzögern, dass die Zeit auf unserer Seite ist", sagte Vinals.

Keine Sicherheit für USA und Japan

Zugleich warnte der Währungsfonds auch die USA und Japan, sich wegen der Kapitalzuflüsse durch Privatinvestoren und niedriger Zinsen in falscher Sicherheit zu wähnen - und deswegen die gleichen Fehler zu machen wie Europa. Beide Länder müssten ihre überbordenden Staatsschulden schnell in den Griff bekommen und Ungleichgewichte im Finanzsektor reduzieren. Auch die eigentlich gut aufgestellten Schwellen- und Entwicklungsländer sollten sich noch besser gegen Schocks im globalen Finanzsystem wappnen. "Niemand ist immun gegen den Druck, der aus Europa und den USA kommt", sagte Vinals.

(APA/dpa)

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95 Kommentare
 
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Gast: ASVG-Sklave
11.10.2012 09:58
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Die Dame Christine Lagarde

Die Dame Christine Lagarde ist eine Französin, für sie ist am besten wenn Deutschland zahlt, die restliche Sache ist uninteressant.

Gast: m1315
11.10.2012 06:34
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Korsett

Das eigentliche Problem der Eurozone wird von allen Akteuren einfach immmer verdrängt. Die Wirtschften der Länder der Eurozone passen nicht in das Korsett des Euro. Solange man dies nicht ändert, wird keine Ruhe einkehren und die Lage nur verschlimmert. Also den Euro für die Länder die genügend Wirtschaftskraft haben und in den Euro passen. Die Anderen müssen austreten, abwerten, ihre Wettbewerbsfähigkeit wieder erlangen und dann wieder zum Euro kommen. Alles andere führt weiter in den Abgrund. Es gibt kein besseres Rezept, nur hören wollen es die Verantwortlichen nicht. Darum werden sie grandios scheitern.

Antworten Gast: Johan Meltini
11.10.2012 08:25
1 0

Re: Korsett

Wettbewerbsfähigkeit? Wohin wollen sie dann exportieren? Nach China oder Brasilien? Die USA schotten ihren MArkt nach Belieben ab, bei den Russen ist nicht viel zu holen. D.h. dass das chinesische Wanderarbeiterniveau in Europa unterboten werden muss. Dann fragen sie mal alle binnenmarktabhängigen Sektoren wie sie dazu stehen. Und mit welchem Geld sollen die Importeure der wettbewerbsfähig produzierten Produkte denn die Importe bezahlen? On the long run und nicht nur bis übermorgen. Aber wohl noch nicht mit den Krediten der tollen Nordländer? Vielleicht tauchen ja Marsmännchen auf, die Geld verleihen. Ist es so schwierig die Logik der Bilanzen zu verstehen?

Gast: Zweifel tut not
11.10.2012 05:46
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Ein Wirken von Reformen?

Um welchen Preis. Man spielt mit dem Feuer wenn man ein Viertel der Gesellschaft vom Arbeitsprozess und gesellschaftlicher Teilhabe fernhält.
Das hätte alles viel professioneller gemacht werden müssen!

Gast: badbankenmacht
10.10.2012 23:13
3 0

der IWF, die weltbank, EZB, wallstrett u.die londonercitybanker sagen den eurolobbypolitikern wos langgeht. sozialabbau, vernichtung des sozialen wohlstandes, demokratieabbau und verlust des soziaen friedens; die bankenkonzerne haben die welt fest in ihrer hand.



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Flucht

Das Kapital gehört weder den Banken, noch den Staaten noch dem IWF, aber die haben Angst. Warum wohl? Gibt es keinen Grund Werte vor Dieben in Sicherheit zu bringen?

Gast: h774
10.10.2012 21:48
2 0

iwf eine mafiöse verbindung


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Es gibt keine Krise

nur die unendliche Gier der Hochfinanz. Goldman-Sachs und Co. saugen diese ganzen "Krisenrettungsgelder" über künstlich hochgehaltene Zinsen ab, kein Cent kommt je in den Empfängerländern an und die Kollaborateure in den Regierungen sorgen für steten Nachfluss von Mitteln.

Das geht so lange bis auch wir die Nordeuropäer in der Schuldenfalle sitzen und dann zahlen wir ewig Zinsen oder wir verlieren einfach Hab und Gut.

Re: Es gibt keine Krise

stimmt, das ist der plan und dahinter stehen rothschild, rockefeller und co. wer es nicht glaubt kann ja weiter zusehen wie eine 10 prozent- inflation den rest vomsparbuch saugt.

Gast: Bankenbeobachterin
10.10.2012 20:04
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"Der Fonds dokumentiert eine dramatische Kapitalflucht aus den Peripherieländern Europas in den sogenannten Kern – also etwa nach Deutschland oder auch Österreich."

- und was macht das Kapital hier?
einfach nur auf Konten schlummern?

Antworten Gast: HB4242
10.10.2012 21:25
2 1

Re: "Der Fonds dokumentiert eine dramatische Kapitalflucht aus den Peripherieländern Europas in den sogenannten Kern – also etwa nach Deutschland oder auch Österreich."

Nein, das Geld wandert dann in den ESM und wenn der dann pleite ist, dürfen die Steuerzahler dafür geradestehen.

(ist doch eine gute Kapitalanlage, oder ?)

Antworten Gast: helmeo
10.10.2012 21:03
0 0

Re: "Der Fonds dokumentiert eine dramatische Kapitalflucht aus den Peripherieländern Europas in den sogenannten Kern – also etwa nach Deutschland oder auch Österreich."

Mit dem Geld könnte man vielen armen^^ Banken helfen.

Gast: Fprester
10.10.2012 19:50
3 0

Wo gehen die geschöpften Geldmengen hin?

Die Rettung wird also im Aufspannen von immer grösseren Rettungsschirmen und im Drucken von Geld gesehen. Wenn das so einfach wäre, müssten wir ja gar nicht mehr arbeiten gehen. Wir drucken einfach Geld, verteilen es unter die Leute und jeder lebt im Wohlstand. Das wäre zu schön um wahr zu sein. Irgendwo muss da ein Haken sein.

Irgendwann muss dieses Gebäude zusammenstürzen. Früher hätte man als Folge der Geldmengenausweitung fest mit einer stark zunehmenden Inflation gerechnet. Aber gerade dies scheint nicht einzutreten, wenn es auch warnende Stimmen gibt. Solange die Kaufkraft der breiten Massen eher abnimmt, sehe ich keine Chance für eine Inflationsentwicklung, eher das Gegenteil. Vielmehr scheint eine massive Umverteilung abzulaufen und zwar von unten nach oben. Die Zahl der Milliardäre und Multimillionäre nimmt sprunghaft zu. Die Guthaben auf der einen Seite sind auf der anderen Seite die wachsenden Schulden der Staaten, für die die breite Masse gerade stehen muss. Wenn man als Gegenmittel die Steuern erhöht, um die Schulden bedienen zu können, sinkt die Kaufkraft noch mehr. Ein Teufelskreis.

Es ist keine Frage, dass die Einführung des Euros diesen Teufelskreis noch verstärkt, wenn nicht sogar ausgelöst, hat.


Antworten Gast: HB4242
10.10.2012 20:41
2 0

Re: Wo gehen die geschöpften Geldmengen hin?

Sie habens doch eh genau beschrieben:

... massive Umverteilung von unten nach oben ....


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Re: Amerika wollte vereintes Europa

Ohne diesen Artikel zu kennen, habe ich einmal geschrieben, dass die europäische Idee in Wahrheit eine amerikanische sein muss und hier vermutlich schon seit Jahrzehnten nach Plan vorgegangen wird. Es gibt (Draghi, Monti, Goldman Sachs) für mich zu viele Hinweise als das es als Zufall abgetan werden kann. Aber wen wundert es? die Amis waren in den 50 igern in Europa stark präsent und da hat sich ja auch die EGKS entwickelt. und glauben, dass die USA sich einfach zurückzieht und zusieht ohne ihr Netz zu hinterlassen?
Apropos:IWF, Weltbank OECD etcsupranationalen Bürokratien? im selben Satz steht gegründet unter Führung der USA....

Antworten Gast: searchR
10.10.2012 19:52
2 0

Re: wer vereintes Europa wollte

Gut betreff EU Ursprungs-Gedanken, wer vereintes Europa wollte, ist:
"Ursprünge der EU (The Hidden Roots of the EU) - Vortrag von Henrik Palmgren"

https://www.youtube.com/watch?v=wK2udC65Nls


Gast: vuu
10.10.2012 19:05
1 0

"IWF warnt vor massiver Kapitalflucht aus Eurozone"

- was der IWF nicht alles bedenkt.
Irgendwie logisch, wenn manche mit Kapital fliehen (würden).

Die vorhandenen Politiker mit deren Gesetze und Nicht-Gesetze ermöglichen es ja.
Die meisten Parlamentspolitiker bräuchten also nicht Leute zukünftig für dumm verkaufen,
indem diese hohle Phrasen schwingen,
sondern entweder in der Zeit arbeiten oder den Job sein lassen und andere agieren lassen.

Gast: EUKeifer
10.10.2012 18:52
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Auseinander, auseinander , nur dort ist das Heil!

"Der IWF rief die Europäer eindringlich auf, die Lösung der Krise noch entschiedener voranzutreiben." UND genau das wollen eine Mehrheit der Nationalen Bürger dieses Europas eben NICHT!
Sie wollen ein Ende der EU und einen Rückzug auf die kleinen Nationen! Weg mit Brüssel. Weg mit dem EURO! Nieder mit der Idee eines vereinten Europas. Was nicht zusammenpasst, gehört nicht zusammen!

Re: Auseinander, auseinander , nur dort ist das Heil!

absolut richtig!!!! Wirtschaftliche Zusammenarbeit und nicht mehr.

Antworten Gast: € nein danke
10.10.2012 19:23
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Re: Auseinander, auseinander , nur dort ist das Heil!


Orban pfeift auch auf den Euro

http://www.handelsblatt.com/politik/international/ungarn-praesident-orban-sieht-keine-pflicht-zum-euro-beitritt/7237152.html


Gast: Exekutor
10.10.2012 18:16
3 0

Her mit der Marie und dem Zaster

Bitte Gelder sofort beschlagnahmen und dem ESM zuführen

Es ist nur eine Frage der Zeit -

Bis dieser "Rettungsschirm" geknakt ist

Antworten Gast: Valentins Erbe
10.10.2012 21:57
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Re: Es ist nur eine Frage der Zeit -

Dann ist die Kacke am dampfen!

Antworten Gast: Varkasch
10.10.2012 18:02
6 0

Re: Es ist nur eine Frage der Zeit -

"beknackt" ist er bereits

 
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