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S&P stuft Spanien auf eine Stufe über "Ramsch" herab

11.10.2012 | 06:28 |   (DiePresse.com)

Die Ratingagentur hat die Kreditwürdigkeit Spaniens gleich um zwei Stufen gesenkt. Der Ausblick bleibt negativ.

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Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditwürdigkeit Spaniens um zwei Stufen von "BBB+" auf "BBB-" gesenkt. Damit befindet sich die Kreditwürdigkeit der viertgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone nur noch eine Stufe über dem sogenannten Ramschniveau. Auch der Ausblick bleibe negativ, teilte S&P am Mittwochabend mit. Es droht also eine weitere Herabstufung.

Die verschärfte Rezession beschränke die Handlungsmöglichkeiten der Regierung, schreibt S&P. Die steigende Arbeitslosigkeit und Ausgabenkürzungen würden die soziale Unzufriedenheit schüren und die Spannungen zwischen der Zentralregierung und den Regionen verschärfen.

Aber auch die Entwicklung in der Eurozone sei für die Herabstufung mitverantwortlich, heißt es. Zweifel an der Bereitschaft einiger Mitgliedsstaaten der Euro-Zone, die Kosten für eine Rekapitalisierung der spanischen Banken auf alle Schultern zu verteilen, würden den Kreditausblick belasten.

>>> KARTE: Die Kreditwürdigkeit der EU-Länder

Euro auf Talfahrt

Die Nachricht schickte den Euro zum Dollar auf Talfahrt. Die Gemeinschaftswährung notierte um 1,2873 Dollar im späten New Yorker Handel.

Der negative Ausblick bedeutet, dass Standard & Poor's die Bonität Spaniens noch weiter auf BB+ senken könnte. Der Ratingagentur zufolge droht eine erneute Herabstufung, sollten die politische Unterstützung für die von der Regierung vorangetriebenen Reformen schwächer werden sowie Spaniens Zinsen an den Kapitalmärkten wegen mangelnder Unterstützung durch die anderen Länder der Euro-Zone über ein tragbares Niveau hinaus ansteigen.

Durch die Herabstufung bewertet S&P die spanische Kreditwürdigkeit nun wie Moody's. Auch diese Bonitätswächter prüfen, ob weitere Bonitätssenkungen nötig sind. Die dritte große Agentur Fitch stuft Spanien mit BBB ein und damit eine Note höher als die Konkurrenz.

Spanien kämpft seit geraumer Zeit mit massiven wirtschaftlichen Problemen, die Arbeitslosenquote beträgt fast 25 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt des hoch verschuldeten Staates schrumpfte auch im dritten Quartal deutlich.

Für die Rettung der spanischen Banken haben die internationalen Geldgeber bereits bis zu 100 Mrd. Euro zugesagt. Einen Antrag auf Hilfe aus dem europäischen Rettungsfonds ESM für das gesamte Land hat die Regierung um Ministerpräsident Mariano Rajoy bisher noch nicht gestellt. Die Krise hat in den vergangenen Wochen zudem zu vermehrten Überlegungen spanischer Regionen zur Abspaltung von Madrid geführt. Katalonien will nach den Regionalwahlen am 25. November ein Unabhängigkeitsreferendum abhalten.

(APA/dpa/AFP/Reuters)

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72 Kommentare
 
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Gast: Glühender Europäer
11.10.2012 12:17
10 0

Und? Fordert ein Politiker die Auflösung?

Sicher nicht, die haben ja alle mit der EU-Tümelei Karriere gemacht. Der Sohn oder die Tochter hat irgendeinen künstlich geschaffenen Superjob in Brüssel oder eine mit EU-Geldern geförderte Scheinfirma. So etwas gibt man "als Europäer" nicht so einfach auf, da tritt man eher die Flucht nach vorne an, macht alles weiter so wie bisher und fordert "mehr Europa", d. h. mehr Planwirtschaft, mehr Bürokratie, mehr Lobbyismus und mehr künstliche Beschäftigung.

Nächstens

... nur eine "europäische Zentralregierung" kann "die Märkte" noch im Zaum und den Euro halten. Nationale Parlamente werden überflüssig - an den noch verbliebenen Kompetenzen verwirklichen sich dann die Rot - Grünen Realitätsverweigerer. ( Kurzparkzonen

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Re: Nächstens

Eine europ. Zentralregierung ist ein hoher Preis um etwas im Zaum zu halten dass so nebulos ist dass man es unter Anfuehrungszeichen setzen muss

Gast: Hans Berger
11.10.2012 11:33
13 0

"WOLLT IHR DEN TOTALEN EURO ?!?!?!?"

Die deutsche Sprache reicht nicht aus um den Grad der Verblödung unserer politischen "Eliten" zu beschreiben.

Durch das festhalten am "totes Pferd reiten"-Prinzip tötet man den Euro und riskiert dazu sogar einen schweren Rückschlag für die Europäische Union.

Was ist so schwer daran einfach zuzugeben: "Der Euro war eine TOTGEBURT, wir haben uns geirrt."? Stattdessen wird der politischen Eitelkeit der Wohlstand der GESAMTEN Euro-Zone geopfert.

Alles, aber auch wirklich ALLES was Kritiker befürchtet haben, alles was anfangs vehement bestritten wurde, ist eingetreten:

Bruch des Maastricht-Stabilitätspaktes

Bruch der No-bail-out-Vereinbarung

Missbrauch der EZB als Ramschaufkäufer

1. Rettungsschirm nicht ausreichend

2. Rettungsschirm nicht ausreichend

ESFS nicht ausreichend.

Hebelung der ESM-Gelder

Umschuldung zu Lasten der Nettozahler

EZB als unbegrenzter Ramschladen

...

All das wurde ständig bestritten, bis es dann als "alternativlos" und "unabwendbar" deklariert wurde. Der Trick liegt darin, die dramatische Lage eines überschuldeten Landes als Dramatik des eigenen Landes darzustellen und dann, mittels "Hilfsgelder" diese dramatische Lage seinem eigenen Staat tatsächlich zu "kaufen".

Und genau so werden die Kritiker recht behalten dass uns der gehebelte ESM mitsamt EZB bald um die Ohren fliegen wird.

80 Milliarden EURO neue Schulden für Österreich, 10.000,- Euro neue Schulden für jeden Österreicher, vom Baby zum Greis, kostet uns diese eitle Niedertracht der Politik.

Gast: bankenschreck
11.10.2012 11:33
5 1

bald sind sie am ziel ihrer wünsche

spaniens bevölkerung ausbluten, bis nichts mehr geht. und dann in die inflation.

Wo ist die östrr. Regierung?

In der Krise hören wir immer die Deutschen, Franzosen, Italiener und und... Die Regierung von Österreich ist abgetauft! Ist Österreich nicht mehr in der Eurozone?

Re: Wo ist die östrr. Regierung?

natürlich abgetaucht!

Re: Re: Wo ist die östrr. Regierung?

grinsend abgetaucht ;))

6 0

Re: Re: Wo ist die östrr. Regierung?

NICHT abgetaucht - schon lange er-an-be-soffen.

Gast: Regie
11.10.2012 10:51
3 1

Raus aus dem Großbetrug


Das passiert alles nicht zufällig. Über die Schuldenländer werden WIR ausgezuzzelt, und am Ende heißt es: Daumen runter. Dann kommt die Troika mit den bekannten Rezepten: Banken liberalisieren, privatisieren, Sozialleistungen streichen, Renten kürzen.
Die Investoren greifen sich die Filetstücke um ein Butterbrot und ein Ei, und wir kratzen den Putz von den Wänden.

Die wahren Terroristen dieser Welt verstecken sich nicht irgendwo in den Bergen, sie sitzen in Glashäusern und tragen Anzüge.

5 0

Re: Raus aus dem Großbetrug

Du vergisst die rolle der regierung. Der fiskus nimmt mich aus, die bankster nehmen mir keinen schilling. Politiker stuerzen ihre waehler in den schuldensumpf, nicht die banksters.Beamtenapparate und sozialleistungen auf pump werden nunmal wann zum crash fuehren.

Gast: Gewerke
11.10.2012 10:40
4 0

anscheinend hat kein politiker,

keine denkfabrik,keine institution,ja nicht einmal der allwissende dt. altkanzler h. schmidt eine griffige lösung parat!! ich als einfacher selbstständiger u. nettozahler (ist/bin schon eine art unterschicht im übersozialen europa) sehe nicht nur die chancenlosigkeit der problemstaaten sich jemals wieder zu erfangen(denn es ist eben nicht nur eine finanzielle frage sonder auch eine frage der einstellung,denn mit nur "alles muss vom staat kommen" wirds nicht gehen) sondern dass auch der zahlende rest mit diesem schweren gebäck am rücken(grosse wolke) den anschluss zu den kontinenten der zukunft verpasst, u. so hört man schon (selbst als einfacher unternehmer) dort u. da von entscheidungsträgern ,ob man nicht ohne eu am/im rücken besser aufgestellt ist auf den aufstrebenden märkten(sollte auch steuer- erhöern u. neiddebatten- anzettler zu denken geben) !! ps: ich würde den obengenannten empfehlen jetzt keine urlaube zu machen(h. schmidt ausgeschlossen) u. eventuell auch gleich im büro zu übernachten damit morgens keine zeit verloren geht,denn es brennt der hut schon lichterloh .....

Gast: Karl aus Brüssel
11.10.2012 10:17
4 1

Und es geht "lustig" weiter

mit den Ratings.
Aber anstelle das die EU-Zentralregierung eine eigene Ratingagentur gründet und alle Mitgliedstaaten da unterbringt, lassen sie sich lieber von denen vera. schen?

Um unser Geld is doch nix zu teuer, ESM etc. damit die Ratings munter weiter gehen...


Antworten Gast: Ernster_gast
11.10.2012 15:25
1 0

Re: Und es geht "lustig" weiter

Tut mit leid sie da enttäuschen zu müssen, aber das würde leider nichts bringen, da diese Ratingagentur an den Us-Finanzmärkten zugelassen werden müsste. Es ist ja bindend sich von Moodys, Fitch, S&P raten zu lassen um am US-kapitalmarkt zu Geld zu kommen. Egal ob als Privater oder als Staat. Das ist gesetzlich verankert und die Amis werden diese "Waffe", nämlich wer Geld zu welchen Konditionen bekommt, sicher nicht teilen/abgeben. An den Beispielen der USA und GB sieht man ja, dass ebenjene direkt profitieren und völlig zu Unrecht noch immer auf guten Ratings sitzen.

http://www.usdebtclock.org/world-debt-clock.html

Re: Und es geht "lustig" weiter

aha, und wie würde die europ.Lächerlichkeits- pardon Ratingagentur Spanien bewerten: mit TripleA , gell ?

Re: Re: Und es geht "lustig" weiter

why not?
so wie die Ami Agenturen den USA das TripleA verpassen - gleiches Recht für alle?
wohl doch nicht
wie bekannt, schießt der Ami als erster scharf, im wahrsten Sinn des Wortes.....

Gold und Silber ?

als Zahlungsmittel Blödsinn gibt es keine Währung Zahlen alle mit Gold und Silber und genau ab dann Fällt der wert um 90% der Erfolg ist dir sicher du Verhungerst um 2 Tage Später. HA

Antworten Gast: Sulfat
11.10.2012 10:06
3 1

Re: Gold und Silber ?

OH mein Gott.....Ihren Post drucke ich mir aus! So einen Blödsinn gehört für die Nachwelt aufbewahrt!

Gast: Hans M..
11.10.2012 09:37
6 0

Laut Merkel und Schäuble ist doch Spanien auf einem guten Weg

Also jetzt kenne ich mich nicht mehr aus. Jemand lügt hier und hält uns zum Narren.
Wären wir nur den Weg Islands gegangen.

Antworten Gast: Filu28
11.10.2012 13:42
1 0

Re: Laut Merkel und Schäuble ist doch Spanien auf einem guten Weg

ich denke nicht, dass da jemand lügt. Meiner Meinung nach weiß einfach niemand mehr, wie es wirklich aussieht! Weder die Frau Merkel noch der Herr Schäuble und schon garnicht irgendwelche österr. Finanzminister (innen)...

Abspaltung ?

Eine EU wo sich die Länder Spalten was für eine Gemeinschaft wenn sich Länder teilen das wird ja wie Bürgerkrieg einer gibt den anderen die Schuld.
Was wurde als Sicherheit für die Milliarden Wohn bau Baustellen Kredite genommen ? Wassermelonen ? Wo ist das Wirtschaftswachstum der letzten 15 Jahre von Spanien es gab nie eines und jetzt ist es aus.

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Wirtschaftskrieg

Zinsen für Spaniens Staatsanleihen sinken, der ESM steht, Licht am Ende des Tunnels?
Und plötzlich - welch Zufall - wird von dubiosen, amerikanischen Privatunternehmen (s.g. "Ratingagenturen") die Bewertung Spaniens gesenkt.
Aufwachen Leute, da steckt ein Plan dahinter!
Ob ganze Länder daran zugrunde gehen, ist den Strippenziehern egal, Hauptsache die Kasse stimmt...

13 0

Re: Wirtschaftskrieg

Man braucht keine S&P und Konsorten, um zu Wissen wie's steht. Man muss nur bei den Nachrichten auch ein wenig "zwischen die Zeilen hören".

Ist so ähnlich wir früher, wo z.B. auch "Frontbegradigung" mit "Rückzug", etc. übersetzt werden konnte.

Aja

offensichtlich sind die ganzen Bewertungsbuden zur sehr aus der medialen Präsenz verschwunden, schnell mal ein Land runtergestuft, schon sind wir wieder in aller Munde *abwink*

Gast: Sulfat
11.10.2012 08:57
3 1

Wirklich komisch

Am Montag tritt der ESM in Kraft und Mittwoch Abend wird Spanien kurz vor Ramschniveau herab gestuft. Die Situation war ja zuvor nicht sooo eindeutig! Was wird kommen? Wir retten Spanien-denn es ist ja Alternativlos! Zu diesem Zwecke muß der Rettungsschirm nochmals aufgestockt werden, weil ja keiner zuvor ahnen konnte das sich die Situation so verschärfen wird! Bin schon auf das Veto der Deutschen und Österreicher wegen der Haftungsgrenze gespannt! Das ist genau Null und Nichtig! Also meine lieben Mitbürger! Geht auf die Bank und löst eure Guthaben auf und geht in echtes Gold und Silber! Wer es nicht macht-hat danach keinen Grund zum Raunzen....

Re: das Veto der Deutschen und Österreicher

Das der Deutschen wird nicht null und nichtig sein. Zumindest dauert dort die Aufstockung zwecks zwangsweiser Passage durch den Bundestag etwas.
Zur Erinnerung, die Deutschen haben diesbezüglich eine individuelle Vertragsergänzung.

Viel interssanter wäre die Frage, ob eine Verweigerung zur Aufstockung durch Deutschland (wegen der individuellen Vertragsergänzung durch deren Bundestag möglich), für die anderen dann ebenfalls die automatische Übernahme der dadurch ausbleibenden Anteile bedeutet?

Antworten Antworten Gast: Sulfat
11.10.2012 10:01
0 0

Re: Re: das Veto der Deutschen und Österreicher

Wie wir wissen muß ein jedes Land die Anteile der anderen Staaten übernehmen-sollte eines ausfallen. Daher ist auch die Haftungsobergrenze der deutschen null und nichtig! Dieser wird nur für ihren Anteil selbst heran gezogen-bei einem Ausfall wird es Alternativlos sein...

Re: Re: Re: das Veto der Deutschen und Österreicher

Kleines aber, Deutschland ist nicht "jedes Land".

Die haben, nach dem ersten OG-Entscheid (vor echtem Urteil), dazu und mit allen anderen Teilnehmern, eine zusätzliche, "völkerrechtliche Vereinbarung" abgeschlossen, wonach Erhöhungen für Deutschland nur zulässig sind, wenn ihnen der deutsche Bundestag zustimmt.

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Der Untergang ist uns sicher

Kann mich noch erinnern, vor nicht allzu langer Zeit hieß es UNISONO.

Spanien ist zu groß um gerettet zu werden, das überfordert den €-Raum und die gesamte EU.

Und was macht man heute ????

Genau man versucht Spanien zu retten, ergo ist der Untergang des €-Raums nur noch eine Frage dessen wie lange man sich mit Lug und Trug noch über Wasser halten kann.

Aber es kommt der Tag an dem alle €-Länder pleite sind das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Antworten Gast: Fprester
11.10.2012 09:27
2 0

Re: Der Untergang ist uns sicher

Ökonomisch haben Sie sicher recht. Der EU und Euro sind jedoch politische Projekte und werden durchgezogen, auch wenn alle verhungern. Das macht die Geschichte so gefährlich.

Re: Re: Der Untergang ist uns sicher

die Geschichte ist ja gerade so unsäglich weil € und EU ein Politik-Elite-Projekt ist.

Politiker erkennen Ihre Niederlage erst an wenn Sie gar keinen Handlungsspielraum mehr haben.

Daher ist es auch sicher das der € zusammenbricht, an dem tatsächlichen Ende des € haben die Politiker keinen Einfluss mehr, das regeln die Finanzströme und sog. Märkte.

Jeder weiss, eine Währungsunion dessen Mitglieder wirtschaftlich nicht auf gleicher Höhe sind, hat in der Geschichte noch nie funktioniert. Politisch wird aber gerade der Versuch unternommen die Geschichte zu wiederlegen, was nicht funktionieren kann AUSSER man zahlt dauerhaft das Defizit der anderen und gleicht das mit seinen eigenen Überschüssen aus.


Antworten Gast: Fprester
11.10.2012 09:22
1 1

Re: Der Untergang ist uns sicher

Hat nicht kürzlich Schäuble gesagt, dass man notfalls auch lügen müsse, um die (geheimen effektiven) Ziele der EU erreichen zu können? Vielleicht denkt Redling in den gleichen Kategorien.

Re: Re: Der Untergang ist uns sicher

Ach da ist Schäuble nicht der einzige.

Junker sagte auch schon mal:

Um seine Ziele zu erreichen ist es manchmal notwendig einfach zu Lügen.

Also Schäuble ist in guter Gesellschaft.

Wahrscheinlich lügen uns alle Politiker an, eben um Ihre Ziele zu erreichen.

Antworten Gast: Halbwissen
11.10.2012 09:11
3 0

Re: Der Untergang ist uns sicher

Wer versucht Spanien zu retten ?

Mit Steuererhöhungen wurde noch nie jemand gerettet.
Wie soll das gehen ?
Gib das halbe Geld ab damit du mehr Einkaufen kannst !
Und wenn du nicht mehr kaufen kannst gib noch mehr Geld her !

Re: Re: Der Untergang ist uns sicher

Also wenn, was ja als sicher gilt, Spanien unter den Rettungsschirm geht, dann ist das nichts anderes als ein Versuch Spanien zu retten.

Oder sehen Sie das etwa anders ????

Ach ja gerade höre in den Nachrichten das die Staatsverschuldung von Deutschland innerhalb 6 Monaten um 3% auf nun über 2 Billionen gestiegen ist.

Die Luft für die RETTER wird auch dünner, alle steigern ihre Verschuldung meiner Meinung nach mit den Rettungsschirmen, das kann nie gut gehen

Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
11.10.2012 10:06
0 0

Re: Re: Re: Der Untergang ist uns sicher

Wenn die Rettung mit großen Steuererhöhungen verbunden ist so wird nicht Spanien sondern Deutschland gerettet !

Dadurch wird nämlich jeder davon abgehalten auch nur einen Cent in Spanien zu investieren. Für Italien gilt natürlich das selbe. Sehen sie sich mal an wie VW Fiat an die Wand drückt.
Deutschland macht nur so wenig Defizit weil sie nichts mehr für neue Anleihen zahlen müssen. Ohne Rettungsschirm müßte Spanien aus dem Euro austreten und Deutschland würde es an den Kragen gehen weil die deutsche Währung so lange aufwerten würde bis sie keine Exportquote von 50 Prozent mehr hätten.

10 0

Die Wahrheit ist noch viel schlimmer..

War die letzten Jahre sehr viel in Spanien unterwegs. Es gibt fast keinen Ort am Land, wo nicht nagelneue Wohnungen und Apartmentblöcke leer herumstehen. Gebaut im übrigen nicht wegen der Nachfrage, sondern wegen billigen Geldes in der Hoffnung auf Wertsteigerung. Dadurch galt Spanien jahrelang als Wirtschaftswunderland in der EU.

Teilweise sind es ganze Ortsteile, die leer stehen.Wenn das alles auf einmal korrekt abgeschrieben würde, wären die Banken heute schon bankrott und damit auch Spanien. Nur gibt das niemand zu. Nur scheibchenweise.

Zusätzlich wurden mit EU Geld jahrelang sinnlose Straßenbauprojekte gebaut. Also neben der kaum befahrenen Landstraße, eine Schnellstrasse und oft dann noch eine Autobahn.
Mitten in der Pampa.

Bin kein Fan von Ratingagenturen, aber um Spanien steht es kaum besser als Griechenland. Wir werden alle von der EU verarscht.

2 0

Re: Die Wahrheit ist noch viel schlimmer..

Was Sie hier schreiben, habe ich schon amBeginn der 90iger Jahregesehen. Ich war zwar erst 13 aber meine Eltern und ich sind im Leihwagen an derMittelmeerküste stundenlang durch irgendow in das nirgendwo gefahren. Hauptsache die Straße war nigelnagelneu und die nächste schon im Bau. Das war vorder EU Abstimmung Österreichs. Das heißt schon mit Beginn des EU-Beitritts Spaniens begann man dort sinnlos zu bauen und wir bezahlen es.


Gast: Filu28
11.10.2012 08:12
0 0

Ramschniveau

Standard & Poor's soll doch gleich alle EU Staaten bzw. die EU auf Ramschniveau setzen. Wird ja früher oder später eh so sein. Dass auf diese Bewertungen von Amerikanischen möchte Gern Finanzexperten Firmen überhaup noch jemand hört wundert mich schon!!

Die sollten besser ihr eigenes Land bewerten! Meine Schätzung wäre "BBB-" ...;-)

Re: Ramschniveau

die sind doch schon dabei.
Lesen sie mal die Begründung für die aktuelle Spanien Abwertung genau.

Da steht drin, einer der Gründe ist die Weigerung der €-Länder die spanischen Schulden zu "vergemeinschaften".

so das baut schon mal Druck auf alle €-Länder auf die spanischen Schulden zu vergemeinschaften, also auf ganz €-Land zu verteilen. Ist das geschehen, werden alle abwertet weil Sie die Schulden vergemeinschaftet haben.

Da steckt Plan und Kalkül dahinter.
Nicht umsonst wird immer dann abgewertet wenn ein neuer Rettungsschrim etc. in Kraft tritt.

Gast: Hellmesberger
11.10.2012 07:13
2 6

Die Zeit dieser privaten Gangsterorganisationen,

die unfassbarerweise ungehindert in der Weltwirtschaft herumtrampeln durften, ist doch vorbei. Also: Lieber um die Probleme kümmern und diese Figuren, deren Standard schon immer poor war, ignorieren.

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Die EU

will alle europäischen Staaten aneinander ketten und einen Bundesstaat schaffen; die Menschen wollen aber eher das Gegenteil, wie die diversen Separationsbewegungen zeigen (Katalanien, Schottland, Belgien, Basken,...)
Nebenbei merkt man, dass Spanien, so wie von den Entscheidungsträgern, u.a. jüngst von Redling, behauptet, auf einem "guten Weg ist". Wäre eigentlich kabarettreif, wenn's nicht so traurig wäre....

genau, die Frage ist, was die Menschen wollen;

wollen sie wirklich minifutzikleine Nationalstaaten (Schottland? Katalanien? Bretagne?), die in einem globalen System (Handel, Energie, ...) nicht handlungsfähig wären?
wollen sie in einem zentralistischen, Feudalsystem-ähnlichen Konstrukt leben, das ihnen eine/n "ihrem Niveau entsprechenden" Lebensstil/standard vorschriebt (s. GR und diverse "Spar"pakete), ohne für ihre Interessen (Gesundheitsversorgung, Umweltschutz, Ausbeutung) einzutreten?
oder wollen sie Mitbestimmung auf regionaler ("persönlicher") Ebene - was ein differenziertes System zur übergreifenden Entscheidungsfindung voraussetzen würde, das in der EU zugegebenermaßen nicht gegeben ist.
habe das Gefühl, dass momentan vor allem damit gespielt wird, eigentlich gemeinschaftliche Anliegen zu personalisieren bzw zu nationalisieren, um alle gegeneinander auszuspielen und dabei so lange wie möglich Profit aus einem mathematisch auf Crash programmierten System einzufahren; klar will der Norden nicht auf Dauer den Süden finanzieren, aber; die marktkonforme Argumentation: "ich war in diesem Pyramidenspiel länger der Schlauere, deswegen kann man den Rest der Welt ruhig am Hungertuch nagen lassen" führt imho zu den zahlreichen Verwerfungen, mit denen wir uns als Gesellschaft/Menschheit momentan herumschlagen. statt Alternativen zu suchen und zu versuchen! (Vollgeld, Systemwechsel) wird das tote Pferd weiter geritten, bis man es einem noch Dümmeren andrehen kann.
Oder einem, der aus einem toten Pferd noch was rausholt...

Antworten Gast: Anmerkung zu Redling...
11.10.2012 09:21
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Re: Die EU

Hat nicht kürzlich Schäuble gesagt, dass man notfals auch lügen muss, um die (geheimgehaltenen effektiven) EU-Ziele zu erreichen? Vielleicht denkt Redling das Gleiche.

Re: Die EU

Stimmt, so wie zum Beispiel Ex-Jugoslawien sich zerteilt hat, grosse Euphorie über Unabhängigkeit geherrscht und nun doch plötzlich wieder Anschluss an ein grosses System gesucht wird.

Völkerkerker und Währungskerker!


Die EU hat sich überlebt, Rettung ist nur außerhalb dieses Vereins möglich!

Kein Pleitestaat kann sich innerhalb dieser EU regenerieren!

Und die Bankenpolitiker wollen das EU-Würgeband immer enger ziehen, obwohl die EU die Probleme erst verursacht hat!


 
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