Trotz des scharfen Sparprogramms senkt der italienische Ministerpräsident Mario Monti nun die Einkommenssteuer für Bürger mit geringen Einkommen. Die Steuersenkung von einem Prozent sollen Italien etwa fünf Milliarden Euro kosten. Die Sparziele werden dadurch aber nicht angetastet werden, berichten das Wall Street Journal und Reuters.
Von der Erleichterung profitieren italienische Bürger mit weniger als 15.000 Euro Einkommen. Sie müssen statt 23 Prozent nur mehr 22 Prozent Steuern zahlen. Bürger mit einem Einkommen von weniger als 28.000 Euro müssen in Zukunft statt 27 nur mehr 26 Prozent zahlen.
Kirchliche Immobilien besteuert
Auch bei der Mehrwertsteuer macht Monti Zugeständnisse. Die geplante Erhöhung auf 22 Prozent wird um einen halben Prozentpunkt zurückgenommen.
Mehr Steuer wird in Zukunft die Kirche in Italien zahlen müssen. Die Steuerbefreiung mancher kirchlicher Immobilien soll wegfallen. Die katholische Kirche in Italien besitzt mehr als 100.000 Immobilien. Alleine in Rom könnte die Besteuerung von Kirchenimmobilien 25 Millionen Euro jährlich bringen.
(md)

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