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"Sperrkonto" für Griechenland-Hilfen im Gespräch

17.10.2012 | 19:04 |   (DiePresse.com)

Bereits bei der nächste Kredittranche soll es ein Konto geben, auf das Athen keinen Zugriff hat, hieß es aus deutschen Koalitionskreisen.

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Deutschland will bei den Milliarden-Rettungshilfen für Griechenland die Zügel straffer anziehen. Wie am Mittwoch aus Koalitionskreisen in Berlin verlautete, strebt Berlin bereits mit der Auszahlung der nächsten Kredittranche von 31,5 Milliarden Euro ein Sonderkonto mit schärferen Kontrollmechanismen durch die Europäer an. Auf das Sperrkonto soll die Athener Regierung keinen Zugriff haben.

"Wir wollen jetzt eine Lösung, die hält", hieß es. Damit verdichten sich auch Hinweise darauf, dass die nächste Hilfszahlung an Athen im November auch tatsächlich fließt. Berlin hatte zuletzt bekräftigt, Athen in der Euro-Zone halten zu wollen.

Noch immer keine Einigung mit Troika

Die "Troika" der internationalen Geldgeber hat unterdessen ihre Verhandlungen in Athen abgeschlossen. Es gebe mit den griechischen Behörden zwar Einigkeit über die meisten Spar- und Reformvorhaben, doch weitere Diskussionen seien nötig, berichtete die EU-Kommission am Mittwochabend in Brüssel. Eine Vereinbarung auf Beamtenebene ("staff level agreement") sei für die nächsten Tage geplant. Es gebe auch Gespräche über "Finanzierungsthemen" zwischen den Geldgebern und Athen.

Ministerpräsident Antonis Samaras äußerte sich am Mittwoch zuversichtlich, die Forderungen der Troika mit denen der Regierungskoalition in Einklang zu bringen. Wie schon zuvor bekannt wurde, hatten sich Regierung und Gläubiger in den Verhandlungen über harte Sparauflagen deutlich angenährt, das Streitthema Arbeitsmarktreform aber nicht ausgeräumt. Von dem im November erwarteten Bericht der Troika hängt ab, ob Griechenland eine weitere Hilfstranche erhält.

(APA/dpa)

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44 Kommentare
 
12

Gast: WFL
18.10.2012 14:00
0 1

Sachwalter

Griechenland braucht einen Sachwalter.
Endlich begreift man das jetzt.

Gast: EFF EFF
18.10.2012 13:57
0 1

doch nicht so dumm

Ein Sperrkonto ist dann sowas wie eine Unmündigkeitserklärung. Die Regierung scheint also nicht zurechnungsfähig. Es ist einfach grandios mit diesem Hintergrund die Administration auf Beamtenlevel zu übernehmen. Aber wohin nur mit den griechischen Spitzenpolitikern und restlichen Parlamentariern. Gibt's da nicht irgendeine Insel, wohin man das griechische Parlament verlegen könnte?

Gast: PÖHSE
18.10.2012 12:43
3 0

Quo usque tandem, Catilina, abutere


patientia nostra !

Antworten Gast: uburoi
18.10.2012 17:40
0 0

Re: Quo usque tandem, Catilina, abutere

blöd geboren und noch dümmer gestorben?

wie witzig!

Jeder Irrsinn hat seine Grund

Warum nicht einfach die Griechen aus dem Euro schmeissen, damit sie abwerten und neu anfangen können??
Warum nicht die insolventen Banken verstaatlichen (siehe AIG, Bad & Good Bank splitting etc).
Weil dann nicht nur die Griechen pleite wären, nicht nur die Banken, sondern vor allem auch die EZB selbst und somit das europäische Währungssystem.

Irrsinn hat eben keinen Grund, weil er nicht der sozialen Norm entspricht!

Aber diese Feinheiten werden wohl wenig Beachtung finden angesichts ihrer irrwitzige Behauptung, dass die EZB bankrott gehen könnte.

Sie sollten sich mal informieren, da für allfällige Verluste der EZB die Mitgliedsstaaten haften, ist eine Insolvenz ausgeschlossen!

Gast: Humerus
18.10.2012 11:25
5 1

zur Info

Vom Sperrkonto würden in erster Linie die Schulden gezahlt.
Ist doch was, oder?

Umgelegt auf eine Einzelperson, z.B: VAter-Sohn Situation könnte man das so sagen: "Ich helfe Dir aus der selbstverschuldeten Überschuldung indem ich Deine Raten zahle, aber ich geb dir das Geld nicht in die Kralle (weil ich fürchte, daß Du es in der Disco versufen gehst).

3 0

Re: zur Info


>Vom Sperrkonto würden in erster Linie die Schulden gezahlt.
Ist doch was, oder<?

Und die Zinsen natürlich.

Die EU könnte natürlich informieren, wie viel von den bisher von ihr geleisteten Zahlungen an die Griechen für Schulden-/Zinsentilgung und für "Sonstiges" (aka Pensionszahlungen an Tote, Blinde, Geisterbeamte usw.) verwendet wurden.

Tut sie aber nicht, weil dann könnte ja herauskommen, dass die "Hellenen" auch wenn sie schuldenfrei und zinszahlungsbefreit wären, weiter auf Alimentationen von außen angewiesen wären (jedenfalls heuer wird wieder ein negativer Primärsaldo erwartet).

Weil Kredite außerhalb Griechenlands kriegen sie ja keine mehr.
Ausgenommen von griechischen Banken. Zuletzt 1,3 Mrd, kurzfristig (sechs Monate,
um 4,45%).

Für Tilgung und Zinsen in sechs Monaten wird wahrscheinlich wieder die Euro-EU abdrücken müssen.

http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anleihen/kurzfristige-anliehen-griechenland-sammelt-1-3-milliarden-euro-ein/7232364.html

Gast: Novaris
18.10.2012 11:25
4 0

Einfacheres Zahlungsverfahren

Der griechische Staatshaushalt ist nahezu
o h n e Berücksichtigung der Zinszahlungen ausgeglichen.
Die Zinszahlungen müssen von den Gläubigern finanziert werden und erhöhen wegen des Zinseszinseffektes ständig die griechischen Staatsschulden, die ohnehin später erlassen werden.
Empfänger der Zinsen sind in der Hauptsache : IWF,EZB,EFSF und EURO-Länder.
Es ist nicht zu erwarten, dass sich an diesem "Finanzierungsverfahren" vor der BT-Wahl 2013 in D etwas ändern wird; denn es drohen D beim Schuldenerlaß Abschreibungen in Milliardenhöhe, die der Steuerzahler schultern muß und die ihm ohne Stimmenverluste sicherlich nicht zu vermitteln sind.

3 0

Re: Einfacheres Zahlungsverfahren


>Der griechische Staatshaushalt ist nahezu
o h n e Berücksichtigung der Zinszahlungen ausgeglichen.<

Die Griechen sollten heuer einen negativen Primärsaldo von 1%/BIP erreichen.

Laut FAZ heute werden sie das aber nicht.

Also eher so um die 3%, sprich ca sechs Mrd Euro. Die dürfen dann auch von den Euro-Ländern bedient werden (Tilgung + Zinsen).

Diese idiotischen Euro-Länder tilgen die Griechen-Anleihen (auch irische, portugiesische; die nächsten Pleite-Kandidaten stehen schon ante portas) - egal gehalten von wem (haben die Amis nicht gemacht, als ihr gebündelter und in die Welt gestreuter Hyposchrott den Bach runter ging, detto bei den Lehman Broth.) und verbluten dabei selber.

Hätte man die Griechen, Iren, Portugiesen sofort pleite gehen lassen, wären auch die City of London (Irland!), die Wall Street und andere Nicht-Euro-Institutionen mit im Boot gewesen.

Ich frage mich immer wieder, mit welchen Druckmitteln man die gerade noch kreditwürdigen Euro-Länder, darunter vor allem Deutschland, mit auf diese ökonomische Todestour zwingen konnte?


Anstelle von Griechen

würde ich nicht mal eine Minute in der EU bleiben. Sperrkonten werden für Kriminelle eingerichtet! Ist Griechenland kriminell?

Re: Anstelle von Griechen

von den letzten Hilfszahlungen ist schon relativ viel Geld "versickert". Deswegen gibt es ja jetzt die Sperrkonten. D.h. die Antwort ist ja.

Antworten Gast: PÖHSE
18.10.2012 11:44
0 0

Re: Anstelle von Griechen



Achse Ankara- Athen, 'Dr.' House ?

Re: Re: Anstelle von Griechen

In Ankara werden die Griechen zumindest gut behandelt!

6 2

jetzt wirds endlich ehrlich

das geld erhaelt eben nicht griechenland sondern die banken in deutschland und frankreich .. ;)

Gast: Augenauswischer
18.10.2012 10:03
4 0

zer will not be a Staatsbankrott


Wieviel Rendite bringen eigentlich die griechischen "Ramschpapiere"? Wo sind die vielen Milliarden hin, mit denen "gerettet" wurde, ohne das sich das griechische Defizit wesentlich verringert hätte?

Auf welches Konto geht denn die nächste Kredittranche, wem gehört es, wenn Athen keinen Zugriff hat? Da kann es doch "Athen" ziemlich schnurz sein, ob das Geld kommt oder nicht, wenn es eh nicht "zugreifen" kann.

6 1

KLARHEIT

Deutlicher geht's nicht mehr: Die Steuergelder der EU-Staaten werden nicht verwendet um den Griechischen Menschen oder der grichischen Wirtschaft zu helfen, sondern zur Stützung jener Banken anderer Eu-Länder, die damit Griechenland die Waren dieser EU-Länder auch kaufen konnten, entsprechende Kredite gewährten. Dass mit diesen Krediten auch deutsches Rüstungsmaterial in nicht zu geringem Ausmaß bezahlt wurde, macht das Dilemma noch grotesker.

Gast: Eu-Qual-Pay
18.10.2012 09:02
0 0

Man sollte die Poilitiker leistungsgerecht vergüten

Median der Gehälter von Angestellten + Median aktueller Pensionen/*100/Verschuldungsgrad.
Selbstverständlich wird das Salaire vollständig auf evtl. erforderliche Stütze angerechnet.


Gast: Fernkorn A
18.10.2012 08:45
5 1

Sperrkonto mit EU Verwaltung (Sachwalterschaft)

Und ein kleines Taschengeld zum vertranscheln!

Anders geht es nicht mit diesem Land.

Sehr viel Humor

muß man haben, um diesen Wahnsinn auch nur annähernd ertragen zu können.
Es war von Anfang an klar, daß Griechische Banken und Politik unendlich viel Geld von der EU bekommen werden. Man darf doch nicht Deutsche oder Französische Banken in die Pleite jagen. Dafür muß man doch auch in Österreich Verständnis haben. Ist doch Deutschland unser großer Bruder.
Wie gesagt, man braucht schon sehr sehr viel Humor :-)) Hihihi

2 1

Deutsche Banken

Sie glauben doch wohl nicht, dass die noch den Deutschen gehören ?

0 0

Re: Deutsche Banken


Die Hypo Real Estate Holding (HRE) gehört zu 100% den Deutschen, die Commerzbank zumindest zu 25% -:) .

Lügen

Wenns Ernst wird muß man lügen. Nein, sie Lügen immer und daß Griechenland bzw. die Banken weiter unser Geld bekommen werden, war doch sicher allen klar. Auch denen, die bei den letzten Wahlen wieder Rot und Schwarz gewählt haben. So gesehen können diese Betrüger weiter schalten und walten, wie sie wollen. Und noch einen schönen Gruß vom ESM Vertrag.

Barmherzig sein.

Man darf mit leuten von demselben religion so umgehen. Christ muss zum christlichen bruder helfen. Wenn das alles jesus sehen würde, er würde sehr sehr entäuscht sein.

 
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