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Griechenland: Zwei Jahre Aufschub für Reformen?

24.10.2012 | 15:21 |   (DiePresse.com)

Nach Angaben des griechischen Finanzministers bekommt Griechenland mehr Zeit zur Umsetzung seiner Reformen.

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Das hoch verschuldete Griechenland erhält von den internationalen Gläubigern nach Angaben des Finanzministeriums in Athen den gewünschten Aufschub von zwei Jahren zur Umsetzung seines Reformprogramms. "Das neue Sparprogramm wurde fertiggestellt, und wir haben einen Aufschub für die Haushaltssanierung bekommen", sagte Finanzminister Giannis Stournaras am Mittwoch vor dem Parlament. Nach Angaben aus Ministeriumskreisen bekommt Athen wie gewünscht zwei Jahre mehr Zeit, um seine Reformen zum Erfolg zu führen.

Das deutsche Finanzministerium hat der Darstellung des griechischen Finanzministers widersprochen. Nur die Euro-Gruppe könne einstimmig über den Bericht der internationalen Troika entscheiden, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Mittwoch auf Anfrage. "Das ist mangels Bericht bisher noch nicht erfolgt." Die Euro-Finanzminister seien zudem gemäß ihrer nationalen Vorgaben auch an die Befassung ihrer Parlamente gebunden.

Weiteres Sparprogramm

Die Gläubiger-Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) verhandelt seit Wochen mit Athen über ein weiteres Sparprogramm mit einem Umfang von 13,5 Mrd. Euro. In der kommenden Woche sollten dem Parlament zwei Gesetzentwürfe vorgelegt werden - vorausgesetzt, dass die drei Koalitionsparteien in der Regierung zustimmten, was noch ungewiss ist.

Die Einsparungen sind Voraussetzung für die Auszahlung einer weiteren Hilfstranche von 31,5 Mrd. Euro. Zuletzt wurde aber immer klarer, dass Griechenland für die mittelfristige Haushaltssanierung mehr Zeit braucht. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte am Mittwoch von der zweijährigen Fristverlängerung berichtet. Die EU-Kommission hatte sich von dem Artikel aber distanziert. Ein Sprecher von Währungskommissar Olli Rehn sagte, er könne das nicht bestätigen.

(APA/AFP)

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9 Kommentare
Gast: @ Zensor
24.10.2012 20:48
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arum darf man nicht erfahren, das Griechenland auf reichlich Öl- und Gasvorkommen sitzen?


Antworten Gast: @Zensor
25.10.2012 09:49
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Re: arum darf man nicht erfahren, das Griechenland auf reichlich Öl- und Gasvorkommen sitzen?

Das ist - so wie die Erdölentstehung überhaupt "Chefsache".

Genauso wie es "Chefsache" ist, wer die Massenmedien monopolhaft kontrolliert, und wer "unser" Geld herausgibt, bzw. die FI beherrscht...

Jeder, der diesen Kern "unseres" westliches Modells untersucht oder gar nur zu hinterfrage beginnt lebt gefährlich (siehe JFK).

Das ist es doch besser, das Hohelied von "der Demokratie und Menschenrechten" zu singen, als sich Sorgen oder Gedanken zu machen...

Die Herrscher früherer Zeiten gaben sich - och - zu erkennen (Monarchie, totalitäre System mit ausgeprägten Führerkulten von linksundrechts, etc.), oder die antiken Herrschaftsformen mit den Gottkaisern; heute läuft die Sache anderst, die wahren Herren wissen schon warum sie sich nicht offen erkennbar zeigen (zu gefärhlich)...

DENN SIE WISSEN NICHT WAS SIE TUN

Griechenland verkündet 2 Jahre Schuldenaufschub von der EU bekommen zu haben. EU Finanzminister machen grosse Glupschaugen und wissen nicht woher die Griechen das haben. Es herrscht lustiges Chaos. Umso lustiger dass es um unser schwer erarbeitetes Geld geht. Geld für das sich offenbar niemand in Brüssel zuständig fühlt. Saustall ist dafür noch eine charmante Bezeichnung.

Gast: Hans im Glück
24.10.2012 19:40
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Was für eine Zeitungsente.

Die Deutschen wissen nichts davon.

Gast: Held der Arbeit
24.10.2012 18:48
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bild zum artikel

ist das im bild zum artikel tatsächlich der griechische finanzminister oder der junge h. elsner? die ähnlichkeit ist frappierend;-)

Gast: Held der Arbeit
24.10.2012 18:47
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Troika Bericht

wenn man den troika berichten glauben darf, dann ist ein ganz wesentlicher grund der klammen finanzlage in griechenland, dass nicht einmal die bestehenden steuern eingetrieben werden, also ein grossteil der griechen ihre steuern einfach nicht bezahlen. warum brauchen sie da zwei jahre zeit? aber offenbar ist es für griechenland einfacher, an das geld der deutschen und österreichischen steuerzahler zu kommen, als an das der griechen selbst.

Gast: PÖHSE
24.10.2012 17:58
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ein Land für die Klospülung !



Weg damit !

Zahlt euch euren Schaas selber, Griechen !

Das Volk hat ein Recht auf vollständige Information

Dieser Aufschub verursacht natürlich höhere Kosten bei der Sanierung des griechischen Haushaltes und steht im Widerspruch zur Aussage der österr. Finanzministerin Fekter, dass uns dies nicht mehr kosten darf. Aber die Politik nimmt es überhaupt nicht so genau, weil z.B. auch ein beachtlicher Teil der 1.000 Mrd Kreditlinien der EZB an die Banken von diesen vor allem zum Aufkauf von giftigen Papieren der maroden Staaten verwendet wurden. Mit anderen Worten ist das Risiko für den österr. Steuerzahler deutlich höher als uns dies die Politik vormachen will und auch endloses Hinausschieben ist nicht möglich.

Gast: der wahre Jacob
24.10.2012 16:24
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Und es werden weitere Konzessionen verhandelt

Wie man so hört soll jeder Grieche seine eigene Eurodruckerpresse erhalten um die lästigen Bittgänge nach Nordeuropa zu beenden! Hallejulia

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