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"Massiver Widerstand gegen zusätzliche Griechen-Hilfen"

25.10.2012 | 16:23 |   (DiePresse.com)

Athen könnte durch die Fristverlängerung bis zu 20 Milliarden Euro mehr brauchen. Wie die Euro-Zone das Problem lösen wird, ist noch unklar.

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Gibt es bald neue Milliardenhilfen für Griechenland? Das "Handelsblatt" hat unter Berufung auf einen ranghohen Vertreter der Euro-Zone berichtet, die Euro-Finanzminister würden am 12. November darüber entscheiden, ob sie Griechenland zusätzlich zum zweiten Hilfspaket 16 bis 20 Milliarden Euro gewährend. Die deutsche Regierung hat ausweichend auf den Bericht reagiert. "Das ist doch alles Kaffeesatzleserei", sagte Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter am Donnerstag. Bevor der Bericht der sogenannten Troika nicht vorliege, könne es keine Entscheidungen geben.
CDU-Haushaltsexperte Norbert Barthle merkte aber an: "Wir rechnen damit, dass das Anpassungsprogramm geändert werden muss." Und dann entscheide der Bundestag mit. Dort gibt es massive Widerstände gegen zusätzliche Griechenland-Hilfen.

Fristverlängerung von zwei Jahren?

Vorläufige Zahlen der Troika aus IWF, EZB und EU-Kommission wiesen eine Finanzlücke von 16 bis 20 Milliarden Euro aus, sagte ein hoher Vertreter der Euro-Zone in Brüssel. Die Lücke ergebe sich aus der Fristverlängerung von zwei Jahren, die Griechenland laut Angaben der Athener Regierung zur Haushaltssanierung bekommen soll (mehr dazu ...). Zur Lösung der Finanzprobleme gibt es mehrere Alternativen: neben direkten Hilfszahlungen etwa Zinssenkungen für laufende Kredithilfen, Laufzeitverlängerungen für Darlehen, Vorziehen von Hilfszahlungen sowie weitere Forderungsverzichte. Welche Instrumente genutzt werden, ist noch offen.

Die Signale, auch von der deutschen Regierung, dass man Griechenland auf jeden Fall weiterhelfen will, mehren sich. Allerdings hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Mittwochabend noch einmal betont, Griechenland müsse seine Verpflichtungen erfüllen. Sonst könne man die anstehende nächste Tranche aus dem Hilfspaket nicht freigeben.

Auch IWF und Brüssel bescheinigen in den Verhandlungen mit Griechenland auch Fortschritte. "Es hat erhebliche Fortschritte in den letzten Tagen gegeben, aber es bleiben einige Fragen zu klären, bevor wir eine Einigung auf technischer Ebene zwischen der Troika und den griechischen Behörden treffen können", sagte Simon O'Connor, Sprecher von EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn am Donnerstag in Brüssel. Details wollte er nicht nennen.

 

 

(APA/Reuters)

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43 Kommentare
 
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Gast: laßt Griechenland aus dem Euro
27.10.2012 22:51
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die Schützer der Banken

lassen die Griechen vor die Hunde gehen bevor sie selbst für ihre Fehler haften.

...

vor gut 30 Jahren war ein berühmter Ökonom ( Professor Hankel) dafür zuständig zu untersuchen warum trotz ständiger Aufwärtung des D-Marks die Exportwirtschaft der deutschen immer weiter gestiegen ist.
Es kam heraus das hinter jeder Mark die durch den Export erzielt worden ist 50 Cent an Importen steckt. diese Importe wurden durch die Aufwertung natürlich immer billiger was wiederum die Kosten der Produkte erheblich verbilligte was eben dann zu einer steigenden Exportwirtschaft führte.
Ich kenne kein Land in der Geschichte die ihre wirtschaftliche dominanz durch dauernde Abwertung erzielt.
Abwertung bedeutet wirtschaftliche Schwäche.
Wir sind in der Geiselhaft der südeuropäischen Länder deren Historie durche ständige Abwertung gekennzeichnet wurde.

...

also bekommen die Gläubiger dann 20 Milliarden von Griechenland.
Das ändert an der Situation der Griechen nichts.
Besser wäre es diese 20 Milliarden in die griechische Wirtschaft zu investieren. Das würde Arbeitsplätze und Wachstum schaffen.
Natürlich darf das Geld nicht in die Luft geblasen, sondern sinnvoll investiert werden. Daran darf natürlich gezweifelt werden.
das ist die Quadratur des Kreises ;)
Die Umstrukturierung des Landes findet viel zu langsam statt.
es werden keine Investitionen in der Wirtschaft getätigt. Die Arbeitslosenzahlen sind viel zu hoch.
Griechenland sollte aus Selbstschutz Souveränität aufgeben und deutsche Spezialisten um Hilfe bitten um den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen. Aber das verbietet der nationale Stolz.
Ich kann in keinem Haus eine Wasserleitung installieren ohne das gewisses Grundwissen eines Installateurs. Werde ich es trotzdem machen wird ein Pfusch herauskommen.

Und wie sieht´s in 2 Jahren aus ?

Woher sollen die Griechen denn das Geld für ihre Schuldenrückzahlung nehmen ?
Keine Industrie, das Bisschen Olivenöl wird ja wohl kaum reichen,
der Tourismus am Abschmieren, weil, Dank Euro, viel zu teuer für das Gebotene und durch dauernde Streiks unattarktiv, die Fischerei ist auch erledigt.
Also, wie stellen die Herrschaften vor, dass das jemals besser wird ?

Gast: Kleisthenes3000
26.10.2012 11:32
0 0

Auri sacra fames!

Ich könnte auch noch das eine oder andere Milliönchen brauchen!

0 0

Problem ist, dass beinahe alle

Geberländer maßlos überschuldet sind. Frankreich Spanien und Italien werden Griechenland nicht retten können.

Wir aber auch nicht so lange auf Bund und Länderebene (siehe Wien 9% Defizit!!!,!) weiter munter Milliarden versenkt werden ohne Reformwillen!

zwanzig Mdn?

Hier muss ergänzt werden: 20 Mrd. PRO JAHR, also in Summe 40 Mrd. Euros in 2 Jahren, wenn man überhaupt mit dieser Summe auskommen wird. Aber wahrscheinlich wird man wieder über Target 2 aus Deutschland und anderen zahlungskräftigen Ländern Geld an der Öffentlichkeit vorbei schmuggeln, nur damit Frau Merkel und andere EU Götzen sich einen der größten finanzpolitischen Fehler - nämlich die Einführung des Euro - nicht eingestehen müssen.

Re: zwanzig Mdn?

ja, das Lügengebäude, begonnen bereits bei der Aufnahme Griechenlands, muss bis zur bitteren Neige aufrechterhalten werden, um Merkels und deren Kommunistenclique der EU Traum einer EU Diktatur zu verwirklichen.

zwan


Gast: ABankomat
26.10.2012 04:39
2 0

What a feeling!

EU, super!!!

Wir werden alle super reich, weil das ist ein super Investment mit super return of investment, fragen sie ihren Bankberater, ihre Politiker.

So wie auch alle dauer Banken-Rettungen, der Rettungsschirm ist da, für uns alle! Zahl ein und sei dabei!

Feel the inspiration, feel the EURO,
und "gefühlte Inflation" d.h. "es gibt ka Inflation"

Wie die Euro-Zone das Problem lösen wird, ist noch unklar?

Wieso unklar?
Ist doch ganz einfach: Indem die Deutschen 20 Milliarden überweisen.

Re: Wie die Euro-Zone das Problem lösen wird, ist noch unklar?

Und nicht zu vergessen, Österreich zahlt im Verhältnis zu Deutschland immer 10:1 mit - ein Naturgesetz. Am Freitag Nachmittag sollte man den Stephansplatz besuchen. W.

raus

die griechen sollen raus aus dem Euro und nicht die Drachme einführen, sondern die starke D-Mark.
dann geht's mit der wirtschaft wieder weiter ;)

der konkurs laesst sich nicht aufhalten sondern nur verschleppen

man kann schulden nicht mit noch mehr schulden bekaempfen

Re: der konkurs laesst sich nicht aufhalten sondern nur verschleppen

das ist falsch!
so lange dieses Geld richtig investiert und damit ein gewisses Wachstum erzielt wird, werden dann die Schulden im Vergleich zum Gewinn dieser Investitionen weniger.
das Problem ist der Umgang mit diesen Schulden.
Die Politik schielt mit beiden Augen bis zur nächsten Wahl. Dies lässt eben weniger sinnvolle Investitionen zu, da das Geld meist für ihr eigenes Klientel und nicht für die Zukunft verwendet wird.

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Re: der konkurs laesst sich nicht aufhalten sondern nur verschleppen

das ist richtig. aber genau das ist das Prinzip des neoliberalen Kapitalismus, wie wir ihn heute haben.

4 0

Re: Re: der konkurs laesst sich nicht aufhalten sondern nur verschleppen

hätten wir einen neoliberalen Kapitalismus, hätten wir keine einzige Bank aufgefangen!!! zuerst denken

3 0

Re: Re: der konkurs laesst sich nicht aufhalten sondern nur verschleppen

Das ist das Prinzip der sozialistischen Politik Europas: Abschaffung der Eigenverantwortung. Im Kapitalismus ist stets der Handelnde fuer sein Tun verantwortlich.

Re: Re: Re: der konkurs laesst sich nicht aufhalten sondern nur verschleppen

sehr gut ausgedrueckt

Gast: franz-josef
25.10.2012 22:51
7 0

Wer genau hat da profitiert??

'Vor wenigen Tagen las ich, daß Goldman-Sachs et. al. bereits wieder "prächtige Geschäfte" mit griechischen - zu Abfallpreisen erhältlich gewesenen - Anleihen macht.

Warum müssen wir schon wieder Griechen-Banken "retten" also? Aaalsooo...???? Eben!!

Re: Wer genau hat da profitiert??

Von 100 Euro an Griechenland gehen 81 weiter an die Banken und Investoren - die werden gerettet. Ja und die Arbeitsplätze unserer (alternativlosen) Eliten. Wenn das kein Grund ist uns nach Strich und Faden zu belügen. W.

Antworten Gast: Der Mann von der Straße
25.10.2012 23:50
4 0

Re: Wer da profitiert - was für eine Frage - Goldesel-Sachs natürlich !

... die bei weitem interessantere Frage:
womit werden die EU-Regierungen (vor allem DE) erpreßt - was
könnten die Goldmänner in der Hand haben, das Schäuble am
"Nasenring" durch die Polit-Arena zieht ?!?

Und ganz vorsichtig gefragt: warum wehrt sich keiner gegen diese
schwerkriminellen Finanz-Betrüger ?

Griechenland ist wie eine Badewanne ohne Stöpsel

wir, die Steuerzahler, sind der Wasserhahn. Die verantwortlichen Politiker sitzen vor der Badewanne und sehen zu, wie sie vollläuft. Doch anstatt endlich mal einen Stöpsel in diese Wanne zu stecken, drehen sie den Wasserhahn immer weiter auf.

7 0

Re: Griechenland ist wie eine Badewanne ohne Stöpsel

Genaugenommen die Banken, die hinter der Kulisse Griechenland die Geldströme abgreifen.

Gast: b745
25.10.2012 21:32
5 0

die merkel schiebts ihnen hinten rein


Antworten Gast: Padawan
25.10.2012 22:24
0 0

Re: die merkel schiebts ihnen hinten rein

Was denn ? :-))

 
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